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Norddeutschland

Fehmarn: Jugendliche ziehen sich Verbrennungen zu

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Rettungshubschrauber im Einsatz
Symbolfoto: SL

Burg – Am Montagnachmittag (07.08.) fanden zwei Jugendliche auf Fehmarn, im Ortsteil Burg, einen Kanister mit einer unbekannten Flüssigkeit. Nach bisherigen Erkenntnissen zündeten die Beiden den Kanister an, wobei sich die Flüssigkeit explosionsartig entzündete und die beiden Jugendlichen zum Teil schwer verletzte.

Gegen 16.30 Uhr fanden ein 16-jähriger aus Nordrhein-Westfalen und sein 15-jähriger Cousin aus dem Kreis Segeberg im Industriegelände “Am Steinkamp” auf Fehmarn einen Plastikkanister, in dem sich eine gelbliche Flüssigkeit befand. Nach jetzigem Kenntnisstand entzündete sich die unbekannte Flüssigkeit explosionsartig, nachdem die Beiden den Kanister mit einem Einwegfeuerzeug angezündet hatten.

Durch die entstandene Stichflamme erlitt der 15-Jährige schwere Verbrennungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Lübecker Krankenhaus geflogen. Der Cousin wurde leicht verletzt und nach ambulanter Behandlung in einem Burger Krankenhaus wieder entlassen.

Die hölzerne Außenwand einer Lagerhalle geriet in Brand, konnte durch die Feuerwehr jedoch schnell gelöscht werden. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand hierbei ein geringer Gebäudeschaden. Die KPSt Oldenburg/Holstein hat die Sachbearbeitung übernommen.

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Polizei und Feuerwehr

Weit Wochen vermehrt im Umlauf: LKA warnt vor Falschgeld

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Kiel – Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein warnt vor neuartigen 10- und 20-Euro-Falschnoten, die seit einigen Wochen vermehrt in Umlauf gebracht worden sind.

Eine der sichergestellten 20-Euro-Falschnoten mit dem Aufdruck “prop copy”. Quelle: LKA

Tauchten die Falschnoten zunächst im Nordosten Hamburgs sowie im südlichen Schleswig-Holstein auf, sind sie inzwischen bundesweit zu finden.

Es handelt sich dabei um falsche Banknoten, bei denen die Sicherheitsmerkmale fehlen und auf deren Rückseite der Aufdruck “prob copy” zu sehen ist.

Die offenbar in Serie erstellten Farbkopien können für wenig Geld von asiatischen Anbietern im Internet erworben werden.

Die 10-Euro-Falschnote hat bislang immer die Seriennummer PA7497803159, die 20-Euro-Falschnote die Nummer UC1366259581.

Auffällig ist, dass anfangs viele dieser Falschnoten in Schulkantinen sichergestellt werden konnten. Einige der Noten schienen vorsätzlich auf Gehwegen oder anderen öffentlichen Plätzen abgelegt worden zu sein. Finder hatten sie dann als Zahlungsmittel genutzt.

Bis einschließlich November gab es in Schleswig.Holstein im Jahr 2019 mit rund 300 Falschnoten mehr einen Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Am häufigsten wurden 50-Euro-Falschnoten sichergestellt (60 Prozent), gefolgt von 20-Euro-Falschnoten (20 Prozent).

Die 10-Euro-Falschnoten waren bislang eher selten und machen nun durch die oben genannte neue Serie insgesamt 7 Prozent aller sichergestellten Falschnoten aus.

Die Falschgeldstelle des Landeskriminalamtes weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Inverkehrbringen von Falschgeld strafbar ist. Die Ermittler raten, verdächtige Banknoten eingehend auf ihre Echtheit zu überprüfen. Für falsche Banknoten wird kein Ersatz geleistet. Weitere Informationen zu den Sicherheitsmerkmalen sowie zur Falschgeldprävention gibt es bei der Deutschen Bundesbank sowie bei der Polizei unter: www.bundesbank.de/falschgeld und www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/falschgeld

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Hamburg

Bundespolizei bringt Familie wieder zusammen: Kleinkind (3) auf dem Hauptbahnhof verloren

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Foto: Bundespolizei Hamburg/hfr

Hamburg – Beim Einstiegsvorgang in einen Zug am Hamburger Hauptbahnhof ging der 3-jährige Sohn im Getümmel verloren. Die Eltern bemerkten dies, doch der Zug war schon abgefahren.

Aufgelöst suchten die Eltern die Bundespolizei in Harburg auf. Zum Glück war der Sohn am Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof durch die Beamten bereits in Obhut genommen worden.

Am 07.12. gegen 17:45 Uhr stieg eine mehrköpfige afghanische Familie in den Metronom, um nach Harburg zu fahren, wo sie auf Verwandtschaftsbesuch waren. Zunächst unbemerkt war jedoch beim Einstiegsvorgang im Getümmel der dreijährige Sohn “verlorengegangen”.

Nach Bemerken im Zug war die Aufregung groß. In Harburg angekommen, wurde umgehend das Bundespolizeirevier aufgesucht und der Sachverhalt dargestellt.

Währenddessen hatten aufmerksame Mitbürger den dreijährigen Jungen im Hamburger Hauptbahnhof auf dem Südsteg entdeckt und Bundespolizisten angesprochen.

Die Beamten liefen mit dem kleinen Jungen zum Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof, wo sie mittels Zuhilfenahme von Kinderspielzeug versuchten, ihn bei Laune zu halten.

Zwischenzeitlich konnte die Mutter darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass ihr Sohn wohlbehütet bei der Bundespolizei am Hauptbahnhof auf sie wartete.

Sofort begab sie sich dorthin, wo sie gegen 18:45 Uhr ihren Sohn glücklich wieder in die Arme schließen konnte.

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Hamburg

Polizist schießt auf Reifen: Unfallflüchtiger versucht auf Reeperbahn Beamten anzufahren

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: M.Mphoto/shutterstock

Hamburg – In der vergangenen Nacht auf heute, 7. Dezember, ist es auf der Reeperbahn zu einem Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten (37)gekommen. Das teilt die Polizei Hamburg mit.

“Dem vorausgegangen war ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW-Fahrer und einem Fußgänger, bei dem der Fußgänger verletzt wurde. Der PKW-Fahrer versuchte anschließend zu flüchten”, so Polizeisprecherin Sandra Levgrün.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen befuhr der 28-jährige Fahrer eines Mercedes Smart die Reeperbahn in Richtung Königstraße. Er nutzte hierbei den linken Fahrstreifen. In Höhe Talstraße übersah er den 41-jährigen Fußgänger der bei Grünlicht die dortige Ampel überquerte. Der Fußgänger wurde erfasst und auf die Motorhaube und Windschutzscheibe des Smart geschleudert.

Statt sich um das Unfallopfer zu kümmern, flüchtete der PKW-Fahrer und fuhr auf der Reeperbahn weiter in Richtung Königstraße. Ein Polizeibeamter bemerkte die Situation und versuchte das Weiterfahren des 28-Jährigen zu verhindern, indem er den gerade verkehrsbedingt bremsenden PKW einholen konnte.

“Doch der Smart-Fahrer setzte ein Stück zurück und fuhr mit durchdrehenden Reifen auf den Polizeibeamten zu, woraufhin dieser einen Schuss aus seiner Dienstwaffe in Richtung des rechten vorderen Reifens abgab”, so Levgrün.

Der PKW-Fahrer konnte so in Höhe des Beatles-Platzes gestoppt und vorläufig festgenommen werden. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,74 Promille.

Polizeibeamte fanden bei dem 28-Jährigen eine geringe Menge Marihuana. Der PKW Smart und der Führerschein des 28-Jährigen wurden sichergestellt. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Der Fußgänger wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 1,78 Promille. Polizeibeamte fanden auch bei ihm eine geringe Menge Marihuana. Hierzu wurde gesondert eine Strafanzeige gefertigt.

Ermittler des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) haben die Sachbearbeitung übernommen. Die weiteren Ermittlungen zu dem Gesamtsachverhalt dauern an.

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