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Bad Oldesloe

Kiel will Pferdesteuer verbieten: Ist jetzt auch die Hundesteuer dran?

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stormarnlive.de (Symbolbild)

Bad Oldesloe – Das von der Landesregierung geplante Verbot der Pferdesteuer lässt die Diskussion um die oft als ungerecht kritisierte Hundesteuer neu aufkeimen.

Das Pferdesteuer-Verbot wird von der Koalition aus CDU, FDP und Grünen unter anderem mit sportlichen Aspekten der Pferdehaltung begründet. Reiten sei Bretensport, beschere vielen Menschen besondere Naturerlebnisse und sei in Schleswig-Holstein ein wichtiger Tourismus-Faktor.

Es ist vor allem die Begründung, die einige Hundehalter stört. So ließen sich zumindest einige Punkte auch auf Hunde übertragen. “Dass da jetzt mit ‘Sport’ argumentiert wird, hat mich schon etwas geärgert”, sagt Uwe Wolgast, Orts-Vorsitzender des Verein für Deutsche Schäferhunde in Bad Oldesloe. Immerhin sei auch die Arbeit seines Vereins und deren Mitglieder als Sport zu sehen. Steuern müssen sie trotzdem zahlen.

Tatsächlich werden die meisten Hunde wohl eher als Lebensbegleiter und weniger für vereinssportliche Betätigung genutzt. Monika Ehlers vom Tierschutzverein Ahrensburg-Großhansdorf ist in Sachen Hundesteuer geteilter Meinung: “Auf der einen Seite dient diese dazu, die Zahl der Tiere zu reglementieren und diesen Ansatz der Kommunen unterstützen wir.” Auf der anderen Seite gebe es aber auch viele Menschen, die einen Hund als sozialen Partner brauchen und nicht viel Geld haben. “Das sind vor allem ältere Menschen”, so die Tierschützerin.

Senioren halten sich gerne einen Hund. Das hält fit und die Tiere sind gesellig. “Es wäre schon eine Idee, Menschen ab einem gewissen Alter von der Steuer zu befreien”, sagt Vorsitzender Reiner Ottersbach. Ein Hundesteuerverbot gehe aber zu weit. Ihm sei beim Gassigehen immer wieder aufgefallen, dass viele Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht entfernen. “Letztendlich muss dafür dann die Stadt aufkommen.”

Einige Interessenverbände wie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH-Nord) haben bereits medial angekündigt, nach dem Pferdesteuerverbot gegen die Hundesteuer vorgehen zu wollen. Mit Demonstration und eventuell sogar mit Klagen. Ob ein juristisches Vorgehen gegen die Hundesteuer wegen “Ungleichbehandlung” Erfolg haben könnte, ist unter Experten umstritten. Städte und Gemeinden nehmen mit durch die Abgaben von Hundebesitzern landesweit knapp 16 Millionen Euro ein.

Bad Oldesloe rechnet in diesem Jahr mit 118.000 Euro durch die Hundesteuer. “Die Hundesteuer ist wichtig für uns und würde ein großes zusätzliches Loch in den Haushalt reißen”, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Dass die Landesregierung mit dem Pferdesteuer-Verbot jetzt “dieses Fass aufmacht”, halte er für unnötig. “Das soll jede Kommune selbst entscheiden”, so Lembke. Da müsse sich das Land nicht einmischen.

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1 Comment

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  1. Anne-Katrin von der Heydt

    4. August 2017 at 12:54

    Immer wenn das “Fass Hundesteuer wieder aufgemacht wird”, fällt mir auf,dass ganz offensichtlich keiner der Diskussionsteilnehmer weiß,warum diese Steuer erhoben wird-jedenfalls nicht zur Deckelung der Hundepopulation,obwohl das aus der Sicht der Kommunen sicherlich einen wünschenswerten Nebeneffekt darstellt-, und wofür die Kommunen sie verwenden- nicht zur Entfernung der sonnenverdunkelnden Haufen von Kot,die offenbar auch Oldesloes Verkehrswege unpassierbar machen. Dabei ist es ganz einfach herauszubekommen,weil wie so vieles nur einen Mausklick entfernt. Auch im Fall der Hundesteuer liefert Wikipedia die gewünschte Information. Ich würde mich freuen,wenn ich als gelegentlicher Konsument von Stormarnlive auf mehr Sachkenntnis seitens der Nachrichtenverursacher träfe und Beiträge zum oben erwähnten “Fass” nicht mehr nur aus dem üblichen Gewäsch bestünden.

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Bad Oldesloe

CDU Bundestagsabgeorndeter besucht Oldesloer Rotarier

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Foto: Präsident Magnus Grauman (links) diskutierte gemeinsam mit 40 andern Rotariern mit dem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann.                                                                                                                                                                            Foto: CDU Stormar/hfr

Bad Oldesloe – Politikerbesuch beim Rotary Club Bad Oldesloe. Am Donnerstag sprach der Stormarner CDU- Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann im Hotel Wiggers über die Auswirkungen der aktuellen Bundespolitik auf den Kreis Stormarn.

Dazu gehören natürlich auch Anekdoten beim Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebes in der Bundeshauptstadt mit Geschichten aus den Koalitionsverhandlungen und die Entstehung von Gesetzen mit den gegensätzlichen Interessen von Bundestag und Bundesrat.

Der Sprecher der CDU-CSU Fraktion im Petitionsausschuss und Verkehrsexperte beantwortete in der anschließenden Diskussionsrunde Fragen der circa 40 Rotarier über die aktuelle Erweiterung der Maut auf Bundesstraßen, den Ausbau der A7, die Situation beim Nord-Ostsee-Kanal und der Schleuse in Brunsbüttel. Schwerpunkt war Storjohanns spezielles Thema Fahrradverkehr.

Die Teilfinanzierung durch den Bund vom  Ausbau der S4 Ost (Hamburg – Bad Oldesloe) mit Gesamtkosten von ca. 950 Mio. Euro sei noch nicht endgültig geklärt. Es fehle noch die Nutzen-Kosten-Bewertung. Planung, Organisation und Finanzierung solcher Projekte des Schienenpersonennahverkehrs liegen in der Zuständigkeit der Länder.

Nach Erfahrungswerten ähnlicher Projekte sei mit einer Mischfinanzierung 60% Land und 40% Bund zu rechnen. Bis Ende 2018 sei mit der Einigung über die Finanzierung zu rechnen. 2020 soll Baubeginn sein. 2027/2028 ist die Fertigstellung des Projektes geplant, zeitgleich mit der Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung. In diesem Jahr wird es den 4. Bundeshaushalt in Folge ohne Schulden geben.

Bei der Förderung finanzschwacher Kommunen mit 3,5 Milliarden Euro Gesamtvolumen stelle der Bund ausreichend Gelder für bisher 12.000 Einzelmaßnahmen zur Verfügung.

Probleme gebe es beim Mittelabruf durch die Länder. Diese sind zuständig für Abruf und Zuteilung auf einzelne Kommunen.

Die Probleme seien insbesondere auf fehlende Planungskapazitäten und konjunkturell bedingte Kapazitätsgrenzen im Bau zurückzuführen. Aus diesem Grund hat der Bund die Umsetzungsfrist um 2 Jahre bis Ende 2020 verlängert.

„Es kommt selten vor, dass man in unserem Kreis bei einem Vortrag, eine Stecknadel fallen hören kann. Heute war das der Fall“, dankte Bad Oldesloes Rotary Präsident Magnus Grauman dem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann für seinen unterhaltsam-informativen Vortrag

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Bad Oldesloe

Ausgezeichnet: Ausbildungsengagement der Buhck Gruppe

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Agenturchefin Dr. Heike Grote-Seifert mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Buhck und Ausbildungsleiterin Antje Wilhelm bei der Zertifikatsübergabe. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, hat die Buhck Gruppe mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit ausgezeichnet. Der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Buhck und Ausbildungsverantwortliche Antje Wilhelm haben in Wiershop die Urkunde für ihr Engagement in der Ausbildung junger Menschen entgegen genommen.

„Die Buhck Gruppe ist das dritte Unternehmen in den beiden Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg, das wir in diesem Jahr mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit auszeichnen. Alle ausgezeichneten Unternehmen engagieren sich in besonderem Maße in der Ausbildung junger Menschen. Dies wollen wir mit dem Zertifikat „Ausgezeichnete Nachwuchsförderung“ anerkennen und honorieren“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Die Buhck Gruppe: Ausbildung junger Menschen in einem Familienunternehmen

„Ausbildung und ein breites Angebot für die Auszubildenden haben bei der Buhck Gruppe einen hohen Stellenwert“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Buhck. Das mittelständische Familienunternehmen besteht mittlerweile aus 29 Einzelfirmen und hat mehr als 800 Mitarbeiter. „An unseren Standorten Barsbüttel, Wiershop, Wentorf, Grambek und Hamburg bilden wir in acht Ausbildungsberufen aus“, so Buhck weiter. „Aktuell befinden sich 44 junge Menschen bei der Buhck Gruppe in der Ausbildung. Das sind cirka sechs Prozent aller Mitarbeiter.“ Auch junge Menschen mit Migrationshintergrund bildet das Unternehmen aus. Unter den 18 Auszubildenden, die zum Beispiel im vergangenen Jahr ihre Ausbildung aufgenommen haben, finden sich vier Jugendliche aus Albanien, Eritrea und dem Irak.

Für den jetzt anstehenden Ausbildungsbeginn sucht das Unternehmen noch Auszubildende. So kann Ausbildungsleiterin Antje Wilhelm jungen Ausbildungssuchenden Plätze für angehende Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft anbieten.

„Gerade im gewerblichen Bereich ist es aber schwieriger geworden, Auszubildende zu finden, obwohl die Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice oder die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft hoch interessante Berufe sind“, berichtet Wilhelm. „Und beide Berufe bieten sichere Arbeitsplatzperspektiven für die Zukunft.“ In diesem Bereich würde sie sich auch über mehr Bewerbungen von jungen Mädchen freuen. Deshalb beteiligt sich die Buhck Gruppe auch jedes Jahr am Girls`Day und bietet Praktika an.

Bei der Auswahl ihrer Auszubildenden stehen für die Ausbildungsverantwortliche nicht die Schulnoten im Vordergrund. „Wer zeigt, dass er Spaß am Beruf hat und uns überzeugen kann, dass er zu unserem Unternehmen passt, bekommt seine Chance. In einem Praktikum kann jeder zeigen, was er kann“, so Wilhelm. „Und wer erst einmal unser Unternehmen kennengelernt hat, ist dann auch begeistert.“

Die Chefin der Arbeitsagentur lobt das Ausbildungsengagement bei der Übergabe des Ausbildungszertifikates: „Mein Dank gilt der Buhck Gruppe stellvertretend für alle Ausbildungsunternehmen, die kontinuierlich junge Menschen qualitativ sehr gut ausbilden, sie in ihrer Ausbildung begleiten und auch schwächeren Bewerbern eine Chance geben.“

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Bad Oldesloe

Oldesloer (21) klaut VW-Bus und verursacht Unfall

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Symbolfoto: Tomasworks/Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Ein Mann hat in Bad Oldesloe einen VW T4 geklaut und damit noch am gleichen Tag einen Unfall verursacht. Er wollte weglaufen, doch die Polizei war schneller.

Zunächst meldete eine Zeugin am Donnerstag gegen 17.35 Uhr bei der Polizei, dass sie in der Mewesstraße in Bad Oldesloe einen als gestohlen gemeldeten VW-Bus gesehen habe.

Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung nach dem Fahrzeug ein. „Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen ging über Notruf der Hinweis ein, dass der Fahrer eines VW T4 im Rümpeler Weg einen Verkehrsunfall verursacht hätte“, sagt Polizeisprecher Holger Meier.

Der T4 sei zunächst vorwärts auf eine Grundstückeinfahrt gefahren. Anschließend setzte der Fahrer zurück, rammte dabei einen VW Polo und flüchtete.

VW-Bus auf Schulparkplatz gefunden

Der als gestohlen gemeldeteT4 konnte unweit des Unfallortes, auf einem Parkplatz der Theodor-Storm-Schule in der Hamburger Straße abgestellt, aufgefunden werden.

Der Fahrer stand noch in der Nähe des Fahrzeugs. Als er die Polizei sah, versuchte er zu Fuß zu flüchten, konnte jedoch von den Beamten schnell gefasst werden.

Tatverdächtiger polizeibekannt

Es handelte sich um einen polizeibekannten 21-jährigen Mann aus Bad Oldesloe.

Drogen oder Alkohol hatte er nicht konsumiert. Jedoch war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Nach Feststellung der Identität wurde der 21-jährige wieder entlassen.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrzeugdiebstahls, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort wurde eingeleitet.

Verletzt wurde niemand. An beiden unfallbeteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden von ca. 5.500 Euro.

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