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Reinbek

Uwe Plog ist tot: TSV Reinbek nimmt Abschied von seinem langjährigen Vorsitzenden

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Uwe Plog war lange Zeit Vorsitzender des TSV Reinbek. Foto: hfr

Reinbek – Die TSV Reinbek trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden, Uwe Plog, der wie kein anderer seine TSV über ein halbes Jahrhundert geleitet und begleitet hat.

Uwe Plog trat bereits 1957 in die TSV Reinbek ein und war auch nach kürzester Zeit bereits in der Abteilungsleitung Handball aktiv. Nur wenige Jahre nach der Hochzeit mit seiner Frau Karin übernahm er mit ihrer Unterstützung den Vorsitz der TSV im Jahre 1970. Bei seinem Ausscheiden aus dem aktiven Vorstand im Jahre 2002 hatte die TSV Reinbek ihre Mitgliederzahl auf rund 4000 verdoppeln können. Diese Entwicklung der TSV Reinbek zu einem Großverein nach den Maßstäben des Landessportverbandes Schleswig-Holstein verdanken wir seinem Geschick und unermüdlichen Einsatz. Sie lässt aber nicht annähernd erkennen, welcher Mensch hinter diesem Erfolg steht. Uwe hat den Verein über eine ganze Epoche, ohne jegliche, den Sportfunktionären so häufig zugeschriebene, Eitelkeit, geführt. Stets allein mit dem Ziel einer sachgerechten Entscheidung zum Wohle jedes einzelnen Sportlers, vom Kleinkind bis zum Seniorenalter, unaufgeregt, konzentriert und mit Verständnis für jedes Problem. Man konnte ihm immer vertrauen, seiner Fairness und Verschwiegenheit sowie seinem Bestreben nach einem gerechten Interessenausgleich aller Beteiligten.

Sein, auch dem Wandel der sozialen Verhältnisse Rechnung tragendes, Engagement war für ihn selbstverständlich und umfassend. Er wurde nie abgewählt sondern zog sich zurück im Bewusstsein, sein Feld entsprechend bestellt zu haben. Auch als Ehrenvorsitzender nahm er selbstverständlich an Vorstandssitzungen teil, solange es seine Gesundheit zuließ, mischte sich – bescheiden wie es ihm entsprach – jedoch nie in das aktuelle Geschehen ein, stand jedoch als Ratgeber zur Verfügung.

Für dieses Engagement wurde Uwe Plog über die Jahre vielfältig geehrt, was in der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und in der Namensgebung der städtischen Sporthalle in Uwe-Plog-Halle gipfelte.

Was wenige wissen: er förderte seine TSV auch nach Kräften durch namhafte Spenden, ohne davon auch nur ein Wort verlauten zu lassen. Sein Andenken ist uns Verpflichtung und Ansporn zugleich.

Sport

TSV Reinbek: Erfolgreiche Prüfungen im Aikido

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Felix Bohnhoff und Jeroen Keerl. Foto: TSV Reinbek

Reinbek – Ungeachtet der sommerlichen Temperaturen traten einige Aikidokas der TSV Reinbek zu ihren Prüfungen an.

Bei ihren Prüfungen mussten die Kandidaten ihr inzwischen erlerntes Können unter Beweis stellen. Daraufhin konnte Rüdiger Höhne, 5. Dan Aikikai und langjähriger Trainer der Aikidoabteilung, folgende Graduierungen neu vergeben: Julius Takuma Höhne (10. Kyu), Lena Voigt (8. Kyu), Jeroen Keerl (4. Kyu) und Felix Bohnhoff (3. Kyu).

Lena Voigt und Julius Höhne. Foto: TSV Reinbek

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Reinbek

Keyless Go System: Zwei Toyota-SUVs in Reinbek gestohlen

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Reinbek – In Reinbek wurden in der Nacht von Freitag auf Sonnabend gleich zwei Toyota RAV 4 gestohlen. Die Fahrzeuge waren mit dem Keyless Go System ausgestattet.

Die Geländewagen waren nicht direkt auf der Straße, sondern auf separaten Parkplätzen abgestellt.

In einem Fall wurde der Diebstahl erst gegen 12.00 Uhr, bei dem zweiten Fall bereits gegen 07.30 Uhr bemerkt. Die Gesamtschadenshöhe beträgt etwa 80.000 Euro.

Keyless Go System: Kein Hindernis für Autodiebe

Seit Anfang des Jahres häufen sich im Kreis Stormarn Fälle von Fahrzeugdiebstählen. Betroffen sind Autos, die mit Keyless Go ausgestattet sind. Zum Starten des Motors ist kein klassischer Schlüssel notwendig. Die Diebe können offensichtlich die elektronische Wegfahrsperre überwinden und die Autos auf diesem Weg entwenden.

Zeugenhinweise an die Kriminalpolizei in Reinbek unter der Telefonnummer 040 / 727707-0.

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Ahrensburg

Depressiv erkrankte Schüler: Neue Stiftung will Lehrern helfen

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Ursula Pepper vom Beirat der Bürger-Stiftung Stormarn mit den Vorständen Ernst-Jürgen Gehrke (rechts) und Ralph Klingel-Domdey. Foto: Verena Künstner/honorarfrei

Ahrensburg/Reinbek – Die Zahlen über depressive Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind besorgniserregend. Sie verdeutlichen, wie wichtig Aufklärung und Hilfestellung auf diesem Feld sind. Diesen Aufgaben stellt sich nun die Eheleute-Schmöger-Stiftung.

Unter Federführung von Ahrensburgs ehemaliger Bürgermeisterin Ursula Pepper wird die Bürger-Stiftung Stormarn nach ersten Informationsabenden in Reinbek und Ahrensburg nun auch im Bereich Aufklärung an Schulen aktiv.

Obwohl die Depression als Volkskrankheit bezeichnet wird, hat kaum jemand die betroffenen Kinder und Jugendlichen im Blick. Doch wie notwendig das wäre, belegen Erhebungen der Deutschen Depressionshilfe.

Depression: Jeder zehnte Schüler betroffen

Demnach leiden inzwischen drei bis zehn Prozent aller Zwölf- bis 17-Jährigen an dieser Krankheit.

Nach Schätzungen von Lehrkräften sind in jeder Schulklasse in Stormarn mindestens ein bis zwei Schüler betroffen. Deshalb werde das Engagement der Stiftung, über Ursachen, Merkmale und Hilfsangebote zu dieser Krankheit zu informieren, als enorm wichtig eingeschätzt.

Ins Leben gerufen worden war die Eheleute-Schmöger-Stiftung im Jahr 2012 von Olaf Schmöger, nachdem seine Frau Edith verstarb. Sie litt unter schweren Depressionen. Schmöger wollte anderen Betroffenen helfen.

Stiftung will Aufklärungsarbeit leisten

Die Ziele: Aufklärungsarbeit leisten, Hilfsangebote bündeln und transparent machen. Auch Olaf Schmöger ist mittlerweile verstorben. Ursula Pepper widmet sich als Beiratsmitglied der Bürger-Stiftung Stormarn der Umsetzung Schmögers Ziele. „Und das mit großem Engagement“, wie Ernst-Jürgen Gehrke sagt. Gemeinsam mit dem Vorstand entscheidet sie, wie die Erträge des Stiftungskapitals eingesetzt werden können.

Bisher gab es drei Informationsabende zum Thema Depression in Ahrensburg und Reinbek. Ernst-Jürgen Gehrke: „Der Andrang hat gezeigt, wie groß der Bedarf an Information ist.“

Nun will die Stiftung also auch Schulen einbinden. Ursula Pepper: „Dass bereits Kinder und Jugendliche unter Depressionen leiden können, ist vielen Menschen einfach nicht bewusst.“

Eine Kontaktaufnahme zur Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule in Ahrensburg gab es bereits. Weitere Schulen sollen folgen, ein Netzwerk ist geplant. Ursula Pepper: „Für die Lehrer ist es zwar kein völlig neues Thema. Doch fundiertes Hintergrundwissen zur Krankheit und vor allem der richtige Umgang mit betroffenen Schülerinnen und Schülern könnten intensiver vermittelt werden.“

Stiftung plant Infoabende für Lehrer

Einer der ersten Schritte: Nach den Sommerferien soll es an der Ahrensburger Gemeinschaftsschule eine Informationsveranstaltung geben, die Lehrkräfte diesbezüglich sensibilisieren soll.

Ralph Klingel-Domdey berichtet zudem von Bestrebungen der Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Kreis und Krankenkassen eine 24-Stunden-Hotline für psychisch Kranke in Stormarn auf den Weg zu bringen: „Es könnte eine Art Bereitschaftsdienst für Menschen in Krisensituationen sein, der lange Wartezeiten und unnötige Klinikaufenthalte erspart.“

Dazu habe es bereits erste Gespräche gegeben. Stormarns Landrat Henning Görtz habe die Idee einer solchen Anlaufstation als „sehr interessant“ bezeichnet. Weitere Gespräche sollen folgen.

Die Stiftungsarbeit kann auch finanziell oder ehrenamtlich unterstützt werden. Infos unter www.buerger-stiftung-stormarn.de.

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