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Ahrensburg

In Österreich gibt es jetzt eine Ahrensburger Straße

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Der Ahrensburger Bürgervorsteher Roland Wilde mit dem Feldkirchener Bürgermeister Martin Treffner und dem neuen Straßenschild. Links Bieranstich beim Altstadtfest. Fotos: hfr

Kernten/Ahrensburg – Im österreichischen Feldkirchen gibt es jetzt eine Ahrensburger Straße. Damit ehrt die Stadt, die sich im Bundesland Kärnten befindet, die Städtepartnerschaft mit Ahrensburg.

Eine fünfköpfige Delegation aus Ahrensburg, unter Leitung des Bürgervorstehers Roland Wilde, folgte einer Einladung aus Feldkirchen.

An einer Feierstunde nahmen zahlreiche Gemeinderäte und Stadträte aus Feldkirchen und die Ahrensburger Besucher Roland Wilde, Carola Behr, Heino Wriggers, Horst Marzi und Maren Kahl teil. In dessen Rahmen wurde die neue Ahrensburger Straße durch Feldkirchens Bürgermeister Martin Treffner und den zuständigen Stadtrat für Bauwesen Herwig Röttl symbolisch mit einem Straßenschild eingeweiht.

Bürgervorsteher Roland Wilde, stellv. Bürgermeisterin Carola Behr, Bürgerliches Mitglied Horst Marzi und Stadtverordneter Heino Wriggers an der frisch benannten „Ahrensburger Straße“ in Feldkirchen.

Anschließend wurde gemeinsam das 30. Altstadtfest Feldkirchen mit einem zünftigen Bierfassanstich eröffnet.

Es konnten bei sommerlichen Temperaturen wieder viele neue Kontakte geknüpft und Alte vertieft werden. Unter anderem wurden bei einer Kärntener Jause die Themen Jugendaustausch und die Beteiligung an Sportevents wie auch ein eventueller Kulturbeitrag zum Kammerorchesterfestival im kommenden Jahr angesprochen und diskutiert.

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Ahrensburg

Schatten über dem Schloss: SPD-Politiker fordert Mahnmal für Opfer des Kolonialismus in Ahrensburg

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Ahrensburg – Am Mittwochabend trafen sich die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Bea Lundt, die Aktivistin Patricia Nnadi und der Landtagsabgeordnete Tobias von Pein zu einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Schatten über dem Schloss“ in der Stadtbücherei Ahrensburg.

Die Diskussionsteilnehmer:innen (v.l.): Patricia Nnadi (Kollektiv afrodeutscher Frauen Schleswig-Holstein), Prof. Dr. Bea Lundt (University of Education Winneba (Ghana)), Tobias von Pein (SPD-Landtagsabgeordneter aus Stormarn. Foto: SPD

Veranstalter war die Friedrich-Ebert-Stiftung. Diskutiert wurden die Fragen: Wie und wo lebt die koloniale Vergangenheit in Ahrensburg und anderen Orten fort?

Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Vergangenheit und die Gegenwart enge Bezüge zueinander aufweisen und eine Trennung zwischen vergangenem Kolonialismus und aktuellem Rassismus nicht haltbar sind. „Die Aufarbeitung des kolonialen Erbes ist ein notwendiger Teil der Diskussion um heutigen Rassismus. Dieser hat eine seiner Wurzeln im Denken europäischer Eroberer und Gelehrter. Daher braucht es eine breite Debatte in unserer gesamten Gesellschaft aber auch konkret vor Ort“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein.

„Das Thema ist so wichtig, dass es präsent für alle sichtbar sein muss: Es muss in der Schule stärker behandelt werden, es muss an Orten mit Bezügen zur Kolonialgeschichte sichtbar sein – also auch in Ahrensburg. Deshalb fordere ich ein Mahnmal für die Opfer von Sklavenhandel und Kolonialismus. Dies könnte als eine Art Gegendenkmal auf dem Schlossgelände an die Schattenseiten von Heinrich Carl Schimmelmann erinnern.“

Die Diskussion um die Person Heinrich Carl Schimmelmann schimmerte in Ahrensburg bereits in der Vergangenheit gelegentlich auf.

Auf dem Podium (v.l.): Patricia Nnadi (Kollektiv afrodeutscher Frauen Schleswig-Holstein), Prof. Dr. Bea Lundt (University of Education Winneba (Ghana)), Tobias von Pein (SPD-Landtagsabgeordneter aus Stormarn), Dr. Christian Testorf (Friedrich-Ebert-Stiftung Julius-Leber-Forum).

H. C. Schimmelmann war ein einflussreicher Sklavenhändler und beteiligte sich am sogenannten

„Dreieckshandel“. Im Jahr 1759 er erwarb die Gutsanlage mitsamt Herrenhaus und gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte Ahrensburgs. Angesichts der weltweiten Proteste gegen institutionellen und alltäglichen Rassismus bekam auch die Aufarbeitung der Vergangenheit eine breitere Aufmerksamkeit.

Tobias von Pein, der sich als Sprecher gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in der SPD-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag engagiert, begrüßt dies ausdrücklich:

„Durch meine langjährige Arbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus ist mir bekannt, wie wichtig es ist, Opfer rassistischer Gewalt eine Stimme zu geben. Die Opfer des Sklavenhandels, deren Namen wir heute oft nicht mehr herausfinden können, litten nicht nur unter einem perversen und menschenverachtenden Wirtschaftssystem, sondern auch ganz klar unter Rassismus.“

Durch ein Mahnmal, so führt er aus, können die Opfer, der Schatten über Schimmelmann und dem Schloss, sichtbar gemacht werden und zu einer Sensibilisierung beitragen.

Die Auseinandersetzung um Heinrich Carl Schimmelmann steht dabei nicht nur im Kontext der gesellschaftlichen Debatte um Rassismus und Kolonialismus.

Auch das Ansinnen der Stadt und der Mehrheit im Bildungs- und Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung, eine Überprüfung von Namensgebungen im öffentlichen Raum vorzunehmen, ist eng verbunden mit dem Thema. Zur Aufarbeitung wurde eine Kommission eingesetzt, bei der es auch um die Schimmelmannstraße gehen wird. „In dieser Sache ist die Stadt mutig voran gegangen. Mit der notwendigen Aufarbeitung wird ein erster Schritt getan. Welche Empfehlung die Kommission am Ende abgibt, welcher Beschluss gefasst wird, steht offen. Aber ich hoffe auf eine Umbenennung. Ein Straßenname ist in der breiten Wahrnehmung auch immer eine Ehrung. Wir brauchen aber keine Ehrung, sondern Mahnung und Aufarbeitung.“

Tobias von Pein resümiert: „Im Grunde geht es mir um drei Dinge. Zum einen möchte ich keine Ehrung für unehrenhafte Personen, zum zweiten braucht es eine Sichtbarmachung von Leid, Elend und Unterdrückung, die zum Teil bis heute anhält. Nicht zu guter Letzt, braucht es eine breite Diskussion mit Bürger:innen, Betroffenen und Wissenschaftler:innen sowie ein erweitertes Bildungsangebot in diesem Bereich. Diese Veranstaltung heute Abend verstehe ich dabei als Teil einer solchen Diskussion.“

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Ahrensburg

Ahrensburg: Kranwagen bleibt im Baustellenbereich liegen und blockiert die A1

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Ahrensburg – Am 29. September, gegen 01.45 Uhr, blieb laut Autobahnpolizei auf der BAB 1, im Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Ahrensburg und Buddikate ein Kranwagen (60t) liegen.

Ein nachfolgender Schwertransport konnte den Liegenbleiber nicht mehr passieren und blockierte somit die komplette Fahrbahn im Baustellenbereich.

“Der Verkehr staute sich bis zur Ableitung über die Anschlussstelle Ahrensburg laut Polizeiangaben bis auf ca. 4 km zurück”, berichtet Polizeisprecherin Sandra Kilian.

Der Kranwagen wurde durch ein Abschleppunternehmen bis zum Rastplatz Buddikate geschoben.

Gegen 03:40 Uhr konnte die Vollsperrung der BAB 1 in Fahrtrichtung Norden aufgehoben werden.

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Ahrensburg

Süd-Stormarn: Drei Polizisten bei Angriff verletzt – Mann in Psychatrie eingewiesen

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Ahrensburg – In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages kam es laut Polizei in einer Gemeinde in Süd-Stormarn zu einem Widerstand gegen Polizeibeamte. Vorausgegangen war eine Bedrohung.

“Der Beschuldigte, ein 53 Jahre alter Mann, griff während der Sachverhaltsklärung unvermittelt zwei Polizisten an. Im weiteren Verlauf leistete der Beschuldigte erheblichen Widerstand, so dass die Kollegen gezwungen waren, ihm Handfesseln anzulegen. Erst als weitere Polizeibeamte zur Unterstützung hinzugerufen wurden, konnte der Mann auf das Polizeirevier Ahrensburg gebracht werden. Trotz Fesselung leistete er auf dem Weg dorthin weiterhin Widerstand. Ein durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ”, so Polizeisprecher Andreas Rosteck

Aufgrund seines weiterhin aggressiven Verhaltens, unter anderem beschädigte er den Vorraum des Polizeirevieres erheblich, wurde der Mann dem Amtsarzt vorgestellt. Dieser ordnete die Unterbringung in eine psychiatrische Klinik an.

Bei dem Einsatz wurden laut Polizei drei eingesetzte Polizeibeamte sowie der 53jährige leicht verletzt. Die Polizisten konnten ihren Dienst jedoch vorerst weiter versehen. Auf den Beschuldigten wartet u.a. nun eine Anzeige wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

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