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Hamburg

G20-Proteste: Verletzte Demonstranten und Polizisten

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Foto: Bundespolizei

Hamburg – Am Freitag setzten sich sowohl die friedlichen Demonstrationszüge und kreative Protestformen gegen den G20 fort. Allerdings sind auch weiterhin aggressive Gewalttäter unterwegs, die für Chaos und blinde Zerstörungswut in der Hamburger City sorgen. Sie werden von Politik, Polizei und auch anderen Protest-Aktivisten hart für ihr Vorgehen kritisiert. Sinnlose Gewalt untergrabe den demokratischen Protest gegen das Gipfeltreffen. Wir setzen den ersten Teil unseres aktuellen Berichts hier fort. 

So sah es heute Morgen in der Elbchausse aus:

 

Am Bahnhof Altona wurde am Morgen nach Polizeiangaben Bundespolizisten gezielt angegriffen.

Zerstörtes Polizeifahrzeug in Altona.
Foto: Bundespolizei/Hfr

„Am heutigen Morgen haben rund 60 vermummte Personen Bundespolizisten am Bahnhof in Altona angegriffen.

Die Angreifer beschädigten drei Dienstfahrzeuge, u. a. durch Bewurf mit Farbbeuteln. Sie zerstörten Scheiben mittels Steinen und einem Hammer. Ein Fahrzeug davon wurde durch ein „Molotowcocktail“ getroffen, fing aber kein Feuer.

Ein in einem Dienstfahrzeug befindlicher Beamter der Bundespolizei erlitt bei dem Angriff mit einem Hammer auf die Scheiben des Fahrzeuges Schnittwunden am Unterarm.

Bereits gestern wurden 29 Beamte der Bundespolizei bei Einsatzmaß-nahmen im Bereich des Fischmarktes verletzt. Durch Augenverletzung und Gehirnerschütterungen sind vier Beamte dienstunfähig“, vermeldet die Bundespolizei.

Bei einem anderen Zwischenfall sind 11 Demonstranten schwer verletzt worden, als sie versuchten einem Zugriff der Polizei zu entkommen, berichtet die Feuerwehr Hamburg.  

„Als die Notfallsanitäter an der Einsatzstelle eintrafen, stellten sie fest, dass in Folge einer Konfrontation mit Einsatzkräften der Polizei mehrere Demonstranten, beim Versuch über eine Mauer mit Absperrgitter zu klettern, aus circa 4 Meter Höhe abgestürzt waren. Hierbei zogen sie sich zum Teil erhebliche Verletzungen zu, weil das Absperrgitter unter der Last der Personen heraus brach.

Von den etwa 80 Privatpersonen die vor Ort anwesend waren, wurden 26 Personen durch die Notärzte gesichtet und im weiteren Verlauf 14 Patienten mit Rettungswagen der Feuerwehr Hamburg in umliegende Notfallkrankenhäuser befördert. Hiervon waren elf Patienten schwer und drei Patienten leicht verletzt. Eine Person lehnte nach rettungsdienstlicher Erstversorgung die Beförderung in ein Krankenhaus ab und verblieb an der Einsatzstelle“

Auf St. Pauli stoßen Demonstranten und Polizisten ebenfalls aufeinander

Auch an den Landungsbrücken kommt es erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und den Polizeikräften.

Polizisten an den Landungsbrücken

Update 17:15 Uhr: Der deutsche Journalistenverband warnt Journalisten vor gewalttätigen Demonstranten und kritisiert aber auch das Vorgehen von Teilen der Einsatzkräfte scharf.

„Nach Informationen des DJV wird weder von gewalttätigen Demonstranten noch von Einsatzkräften Rücksicht auf Reporter, Fotografen und Kameraleute genommen. „Passen Sie noch besser als sonst auf sich auf“, rät DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall den Journalistinnen und Journalisten.

Die verantwortlichen Einsatzleiter fordert Überall auf, den Beamten einzuschärfen, dass Journalisten keine Störenfriede seien, sondern den Auftrag zur freien und ungehinderten Berichterstattung wahrnähmen.“

 

An den Landungsbrücken brechen gleichzeitig Demonstranten in die „gesperrte Zone“ ein

Update 17:30 Uhr : „Gegen 13 Uhr warfen im Bereich Holstenstraße mehrere Personen Molotowcocktails. Müllcontainer wurden umgekippt und in Brand gesetzt. In Höhe der Scheplerstraße wurde auch ein Polizeifahrzeug mit Molotowcocktails beworfen, die Beamten konnten sich mit ihrem Fahrzeug aber in Sicherheit bringen.

Im Bereich Max-Brauer-Allee/Holstenstraße wurde ein weiteres Polizeifahrzeug mit Steinen beworfen. Auch diese Beamten konnten sich in Sicherheit bringen.“, berichtet die Polizei.

Wieder eine Meldung über eine der ebenfalls zahlreich stattfindenden friedlichen Demonstration: „Unter dem Tenor „Bildungsstreik: Bildungsraum statt Lernfabrik – Solidarität statt G20“ fand ein Aufzug statt, der am Deichtorplatz startete. Ab 11:46 Uhr bewegte sich dieser Aufzug mit zunächst etwa 600 Teilnehmern auf der angemeldeten Strecke vorbei am Rödingsmarkt zum Baumwall und von dort weiter zum Millerntorplatz als Endkundgebungsort.

Zwischenzeitlich wuchs die Zahl der Teilnehmer auf etwa 1.500 an. Am Endkundgebungsort wurde die friedlich verlaufene Veranstaltung um 15:20 Uhr von der Leiterin für beendet erklärt“

Die Polizei stellt klar: Es wurde weder der Notstand noch der Katastrophenfall ausgerufen

Seit gestern gab es bisher im Bereich der Demonstrationen 70 Festnahmen erklärt die Polizei Hamburg

Es kommt immer wieder zu Ausfällen im Öffentlichen Nahverkehr

Der Dauerstress, der Druck und die Temperaturen zeigen auch bei den eingesetzten Polizisten Wirkung. Mehrere Einsatzkräfte sind an den Landungsbrücken zusammengebrochen. Mehrere Polizisten sind mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus eingeliefert worden, wird berichtet.

Es gibt auch immer wieder Bilder von friedlichen Protestaktionen wie der „Critical Mass“

Oder die Greenpeace-Aktion im Hafen mit deutlicher Kritik an Trumps Klimapolitik

Update 0 Uhr:

Fake News und Gerüchte machen die Runde. Es gab keine Angriffe auf das St. Georg Krankenhaus und es wurden auch keine Dienstwaffen gestohlen.

Update 0:45 : Am Schulterblatt soll die Situation am späten Abend eskaliert sein. Auf der Schanzen sollen Supermärkte durch radikale Aktivisten gestürmt und geplündert worden sein.


 

Update 1 Uhr:

Update 1:25 Uhr:

Weiterhin hagelt es aber auch Kritik an den Einsatzkräften, die offenbar an einigen Orten und in einigen Fällen ihre eigenen Regeln und Gesetze machen wollen.


Update 2 Uhr: Nachbericht der Polizei zu Einsätzen am Abend

„Die Krawalle konzentrieren sich auf den Bereich St. Pauli und das Schanzenviertel und halten weiter an. Barrikaden wurden u.a. im Bereich der Bleicherstraße errichtet und angezündet sowie Polizeibeamte attackiert. Dabei wurden die Einsatzkräfte massiv mit Wurfgegenständen angegriffen. Ein Beamter erlitt dabei einen Unterschenkelbruch. In der Straße Schulterblatt wurden durch Straftäter die Scheiben eines Supermarkts, eines Drogeriemarkts, eines Geldinstituts, eines Backshop´s sowie diverser Modegeschäfte eingeschlagen.

Im Anschluss der Sachbeschädigungen fanden diverse Plünderungen statt. Außerdem wurden teilweise Molotowcocktails und Gasflaschen in die geplünderten Läden geworfen.“

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Hamburg

Hamburg: Streit im Discounter eskaliert

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Polizeisperrung
Symbolfoto: U J Alexander/shutterstock.com

Hamburg – Am Samstagabend kam es in einem Discounter zu einer körperlichen Auseinandersetzung, im Rahmen derer ein 25-Jähriger eine Messerstichverletzung erlitt. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Ermittlungen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen kam es in dem Discounter zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Angestellten (23) und zwei Männern. Hintergrund war offenbar der Kontakt des 23-Jährigen zu der Stieftochter des einen der beiden Männer.

Drei Cousins des 23-Jährigen (20, 23, 25) befanden sich ebenfalls in dem Discounter und wurden auf die Auseinandersetzung aufmerksam. Sie gingen dazwischen und versuchten, die Streitenden zu trennen.

Im weiteren Verlauf setzte der Begleiter des Stiefvaters dann ein Messer ein und verletzte den 25-Jährigen damit im Oberkörperbereich. Der 20-Jährige erlitt einen Schlag gegen ein Ohr, der 23-jährige Cousin erlitt nach den bisherigen Erkenntnissen offenbar einen Bruch der Hand. Die beiden Männer flüchteten anschließend aus dem Discounter.

Im Rahmen der mit acht Funkstreifenwagen nach ihnen eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten die Geflüchteten nicht mehr angetroffen werden.

Der 23-Jährige verspürte nach der körperlichen Auseinandersetzung zwar Schmerzen, hatte aber keine behandlungsbedürftigen Verletzungen.

Sein 25-jähriger Cousin wurde zur Behandlung der Messerstichverletzung in ein Krankenhaus transportiert. Dort wurde er stationär aufgenommen und auch operativ behandelt. Lebensgefahr bestand nicht. Die Verletzung des 20-jährigen Cousins war nicht unmittelbar behandlungsbedürftig.

Der 23-jährige Cousin wurde zur Behandlung seiner Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert. Zu dessen exaktem Verletzungsbild liegen derzeit keine weitergehenden Erkenntnisse vor. Mehrere Mitarbeiter des Discounters erlitten einen Schock und wurden durch ein Kriseninterventionsteam betreut.

Ermittler des Kriminaldauerdienstes übernahmen die weitere Sachbearbeitung. Sie übernahmen unter anderem die Tatortarbeit und führten erste Vernehmungen durch.

Ein auf dem Parkplatz des Discounters abgestellter Pkw (BMW), den die Ermittler den geflüchteten Männern zuordnen, wurde sichergestellt und zum Verwahrplatz der Polizei Hamburg geschleppt.

Im Zusammenhang mit diesem BMW kamen die Ermittler auf die Spur eines 31-jährigen Türken. Hierbei könnte es sich um den Begleiter des Stiefvaters und denjenigen handeln, der das Messer einsetzte. Seine Wohnanschrift wurde auf richterlichen Beschluss durchsucht, der 31-Jährige wurde dort allerdings nicht angetroffen. Bei dem Stiefvater dürfte es sich nach den bisherigen Ermittlungen um einen 32-jährigen Türken handeln.

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere auch zu den Hintergründen der Tat und den tatsächlichen Tatbeteiligungen, dauern an.

 

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Hamburg

Als Taschenlampen getarnt: Zoll beschlagnahmt 1260 Elektroschocker

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Foto: Zollfahndungsamt Hamburg/hfr

Hamburg – Insgesamt 1.260  verbotene Elektroschocker sollten als Taschenlampen getarnt aus China über Hamburg nach Polen geschmuggelt werden. In elf Kartons verpackt, gelangte die als Taschenlampen deklarierte Sendung im Hamburger Hafen beim Zollamt Waltershof an und sollte in den freien Verkehr der Europäischen Union überführt werden.

Durch einen zusätzlichen Schalter an der Taschenlampe kann diese als Elektroschocker verwendet werden. An der Lichtaustrittsöffnung befinden sich die fast unsichtbar ringförmig angebrachten Elektroden, die den Elektroimpuls erzeugen. Die Elektroimpulsgeräte fallen unter die Kategorie „Verbotene Waffen“, da sie nicht mit der nach dem deutschen Waffenrecht erforderlichen PTB-Kennzeichnung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt versehen waren und da davon auszugehen ist, dass von ihnen eine erhebliche Gesundheitsgefahr ausgeht.

„Allein der Besitz eines solchen Elektroimpulsgerätes ist strafbar und kann empfindliche Strafen zur Folge haben“, so Udo Storch, Sprecher des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen. Storch weiter: „Meine Kollegen vom Zollamt Waltershof sind auf Zack. Auch wenn sie täglich tonnenweise Waren aus allen Ländern der Welt abfertigen, würde ich als Schmuggler nicht den Hamburger Hafen als Schmuggelroute wählen“.

Die verbotenen Elektroschocker wurden beschlagnahmt und dem Zollfahndungsamt Hamburg für weitere Ermittlungen übergeben.

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Hamburg

Gehen elf Übergriffe auf sein Konto? Hamburger Polizei fasst Sex-Serientäter

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Verhaftung
Symbolfoto: Brian A Jackson/shutterstock

Hamburg – Nach einem Sexualdelikt in Hamburg haben Zivilfahnder gestern Nachmittag einen 18-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen.

Ermittler der Fachdienststelle für Sexualdelikte (LKA 42) führten den 18-jährigen Deutschen einem Haftrichter zu. Nach den Erkenntnissen der Ermittler kommt der Tatverdächtige für bis zu zehn weitere mutmaßlich sexuell motivierte Übergriffe als Täter infrage.

Die 26-jährige Geschädigte spazierte gestern entlang des Mundsburger Kanals, als sie im Bereich einer Brücke unvermittelt zu Boden gestoßen wurde. Der Täter berührte sie dann in sexueller Weise. Als sie um Hilfe schrie und sich wehrte, flüchtete der Täter.

In der Nähe befindliche Zivilfahnder wurden auf die Schreie der Geschädigten aufmerksam. Sie stellten den Flüchtenden und nahmen ihn vorläufig fest. Bei ihm handelt es sich um einen 18-jährigen Deutschen.

Ermittler des LKA 42 übernahmen die weitere Sachbearbeitung. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Beamten Beweismittel sicher.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige für einen weiteren mutmaßlich sexuell motivierten Übergriff in Hamburg-Uhlenhorst vom 12.06.2018 sowie neun ebenfalls mutmaßlich sexuell motivierte Übergriffe in Hamburg-Bahrenfeld in der Zeit vom 23.05.2018 bis zum 14.06.2018 als Täter infrage kommt.

Die einzelnen Taten reichen unter anderem von einem Ansprechen und Bedrohen über Körperverletzungen bis zu sexuellen Nötigungen.

In fast allen Fällen setzten sich die Geschädigten unmittelbar zur Wehr, woraufhin er von ihnen abließ. Zu Vergewaltigungen ist es in den genannten Fällen nicht gekommen.

Der Tatverdächtige wurde einem Haftrichter zugeführt, die weiteren Ermittlungen dauern an.

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