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Lübeck

Polizei Lübeck reagiert auf Drogenszenen-Probleme

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Stormarner Polizist im Einsatz. Foto: stormarnlive.de (Symbolbild)

Lübeck – Seit Mai 2017 stellt die Polizeidirektion Lübeck Veränderungen in der Drogenszene und einzelne Auseinandersetzungen zwischen Personengruppen in der Öffentlichkeit fest. Die Polizei bearbeitet diese Erscheinungen als Lagefelder “Massenschlägerei” und “Drogenszene”.

Zu den Lagefeldern “Drogenszene” und “Massenschlägerei” im Einzelnen: Am “etablierten” Drogentreff an der Krähenstraße sei wahrnehmbar, dass der Konsum von harten Drogen und der Drogenhandel zunehmen und sich offensichtlich im nahen Umfeld ausdehne, teil die Polizei Lübeck mit.

“Diese Szene war bisher von Deutschen und Menschen mit deutsch-russischem Hintergrund geprägt. Derzeit halten sich dort auch Menschen mit aktuellem Flüchtlingshintergrund auf. Weiter registriert die Direktion aufwachsende Treffpunkte am ZOB, dem Holstentorplatz, der Moislinger Allee/nahe dem Lindenplatz sowie im Bereich Kaufhof. Diese aufwachsenden Treffpunkte werden offensichtlich durch Migranten auch mit aktuellem Flüchtlingshintergrund geprägt”, erklärt Polizeisprecher Stefan Muhtz

Darüber hinaus stelle die Polizeidirektion Lübeck verstärkt seit Mai 2017 im öffentlichen Raum Schlägereien mit ca.10 – 20 Beteiligten fest. Im Einzelnen sind dazu 12 Ereignisse in Lübeck und Eutin von Anfang Mai bis zum 20.06.17 bekannt. Die Polizei weiß, dass einige Schlägereien einen Drogenhintergrund hatten. In anderen Fällen haben sie sich situativ entwickelt und sind hinsichtlich der Motivlage zum Teil nicht ermittelbar.

“Überwiegend waren diese körperlichen Auseinandersetzungen aufgrund der aktuell vorliegenden Erkenntnisse von Migranten auch mit aktuellem Flüchtlingshintergrund geprägt, unter anderem mit irakischen, syrischen, afghanischen, und nordafrikanischen Beteiligten”, so Mutz.

Nach vorliegenden Erkenntnissen strahlten die Auseinandersetzungen zum Teil auf Passanten aus und beeinträchtigten diese bei Ihrem Aufenthalt im öffentlichen Raum.

Außenstehende wurden aber nicht hineingezogen oder geschädigt. Für die Polizei bedeutete das sehr schwierige und gefährliche Einsätze. Hinweise auf strukturelle ethnische Konfliktlagen liegen mit Blick auf die geschilderten Einsatzanlässe nicht vor.

Es ist wahrnehmbar, dass es für viele Menschen in ihrer Freizeit selbstverständlich ist, sich besonders in der warmen Jahreszeit in kleineren oder größeren Gruppen im öffentlichen Raum aufzuhalten. Das ist als Ausdruck der allgemeinen Handlungsfreiheit polizeilich nicht relevant, solange nicht die Grundrechte anderer beeinträchtigt und Straftaten begangen werden. Die Polizei möchte, dass der öffentliche Raum auch dafür angstfrei durch jedermann genutzt werden kann.

Daher ist ein ausufernder Aufenthalt im Zusammenhang mit der offenen Drogenszene hingegen polizeilich nicht zu akzeptieren. Sorge bereiten auch die Spannungen zwischen einzelnen Gruppen, wobei noch unklar ist, ob diese überwiegend aus Drogenhintergründen resultieren oder mehrheitlich situativ begründet sind.

Der Behördenleiter der Polizeidirektion Lübeck, Leitender Polizeidirektor (LPD) Norbert Trabs hat sich entschlossen, aus diesen ersten Feststellungen fortlaufende, qualifizierte Lagebilder erstellen zu lassen. Diese werden intern erarbeitet und in den kommenden Monaten stetig ergänzt. Hier ist es ganz wichtig differenziert und sensibel darauf zu schauen, wer in jedem Einzelfall die Agierenden sind.

Schon jetzt ist die polizeiliche Präsenz in der Innenstadt und im Stadtteil St. Lorenz erhöht, um Ausuferungen der Drogenszene zu unterbinden und bei Konflikten wirksam zu intervenieren. Neben der Verstärkung des uniformierten Streifendienstes sollen auch Beamtinnen und Beamte in ziviler Kleidung eingesetzt werden.

Darüber hinaus wird die Polizei ihre externen Partner zu gemeinsamen Besprechungen einladen, um die Wissensstände auszutauschen und bereits bestehende Kooperationen zu festigen. Es gilt möglicherweise auch neue Partnerschaften zu vereinbaren. Von besonderer Bedeutung für die Polizei ist die bestehende enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lübeck und dem Kreis Ostholstein.

LPD Norbert Trabs:” Der öffentliche Raum muss angstfrei genutzt werden können. Mir ist es sehr wichtig, dass wir bei diesem sensiblen Thema genau hinschauen und differenziert bewerten! Ich bin sicher, dass die Lübecker Polizei mit Ihren Partnern hier sehr früh und wirksam an einem wichtigen Thema arbeitet.”

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Lübeck

Hundehasser legt Nagel-Frikadellen in Lübeck aus!

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Lübeck – Eine Lübeckerin (33) konnte gerade noch rechtzeitig verhindern, dass ihre Hündin eine der mit Nägeln gespickten Frikadellen auffrisst. Das Tier hatte das Fleischbällchen bereits im Maul.

Fotos: Polizei

Am Dienstagmorgen (6.1.) ging die Hundehalterin mit ihrer Rottweilerhündin im Bereich der Zuwegung zur Grünanlage am Moislinger Dorfteich spazieren.

„Sie bemerkte, dass die Hündin eine Frikadelle im Maul hielt. Diese konnte rechtzeitig entfernt werden, so dass das Tier sich nicht verletzte“, berichtet die Polizei.

Bei genauer Betrachtung bemerkte die 33-jährige Lübeckerin, dass sich Nägel in dem Fleischbällchen befanden!

Foto: Polizei

Dieser Sachverhalt wurde zur Anzeige gebracht. Eine Absuche ergab, dass noch eine weitere Frikadelle ausgelegt war. Hinweise zu diesem Sachverhalt werden von der Polizeistation Moisling unter der Rufnummer 0451-1310 erbeten.

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Polizei und Feuerwehr

Lübecker (38) stirbt nach Angriff: Mordkommission ermittelt

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Lübeck – Am Mittwoch (30.12.2020) wurde in der Adolfstraße in Lübeck St. Getrud ein schwer verletzter Mann angetroffen. Die Verletzungen erwiesen sich als so schwer, dass er später im Krankenhaus verstarb.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach derzeitigem Sachstand gehen die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Mordkommission der Polizeidirektion Lübeck von einem Gewaltverbrechen aus. Im Zuge der Ermittlungen werden dringend Zeugen gesucht.

Gegen 3:45 Uhr wurde die Polizeileitstelle über Hilferufe aus dem Bereich der Travemünder Allee informiert.

Die alarmierten Beamten fanden kurz darauf in der Adolfstraße einen 38-jährigen Mann mit schweren Verletzungen auf dem Boden liegend vor.

Trotz eingeleiteter Reanimation und notärztlicher Versorgung verstarb der Lübecker am Mittwochmorgen in einem Lübecker Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat die Obduktion des Leichnams durch die Lübecker Rechtsmedizin beantragt.

Aufgrund der Sachlage und der Art der Verletzungen ermitteln die Lübecker Staatsanwaltschaft und die Mordkommission der Polizeidirektion Lübeck wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes.

Die Klärung der weiteren Hintergründe ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei fahndet aktuell mit Hochdruck nach einem Tatverdächtigen.

Vor diesem Hintergrund werden Zeugen gesucht, die am Mittwoch in der Zeit von 03:30 Uhr bis 04:30 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Adolfstraße beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise werden unter der zentralen Rufnummer 0451-1310 entgegengenommen.

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Polizei und Feuerwehr

Schlag gegen Lübecker Dealer: Drogen, Waffen, Geld beschlagnahmt

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Lübeck – Kokain, Amphetamin und Cannabis, dazu diverse Waffen, Bargeld, beschlagnahmte Vermögenswerte in Millionenhöhe und fünf Festnahmen: Das ist die Bilanz eines Polizeieinsatzes gegen einen Lübecker Drohenhändlerring.

Foto: Polizei

Umfangreiche und intensive Ermittlungen des Kommissariats 17 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck und der Staatsanwaltschaft Lübeck führten in den Abendstunden des 26. November 2020 zur Festnahme eines Ehepaares aus Lübeck (er 30 Jahre, sie 26 Jahre) sowie dreier weiterer Lübecker im Alter von 26, 34 und 41 Jahren.

Das Ehepaar steht in Verdacht, seit längerem in großem Stil mit Betäubungsmitteln in Lübeck Handel getrieben zu haben, wobei der 26-jährige Lübecker sie seit Herbst dieses Jahres unterstützt haben soll.

Bei dem am Abend des 26. November vereitelten Drogengeschäft gingen den Beamten mit den 34 und 41 Jahre alten Männern zudem zwei weitere mutmaßliche Dealer ins Netz.

Die Beamten beschlagnahmten bei dem Zugriff insgesamt knapp 160 Kilo Marihuana, 22,5 Kilo Amphetamin, 500 Gramm Kokain und eine Cannabisplantage sowie diverse Waffen und verhinderten damit, dass die Betäubungsmittel, deren Verkaufswert insgesamt geschätzt bei rund 1,5 Millionen Euro gelegen hätte, auf den Markt kommen konnten.

Staatsanwaltschaft und Polizei sicherten zudem Vermögenswerte in Höhe von über eine Million Euro.

Norbert Trabs, Leiter der Polizeidirektion Lübeck, spricht von einem “heftigen Schlag gegen Händlerstrukturen der organisierten Rauschgiftkriminalität” Dieser Erfolg ist ein wichtiges Zeichen, welches sich auch auf die Versorgung der Rausgiftszene in Lübeck auswirken wird, sagt Trabs: “Damit wird unsere Sicherheitspartnerschaft mit der Hansestadt Lübeck zur Auflösung der offenen Drogenszene unterstützt.”

Der 30-jährige Haupttäter ist dringend verdächtig, mindestens seit dem Jahr 2014 in Lübeck einen umfangreichen, gewinnbringenden Handel mit Betäubungsmitteln, vornehmlich Cannabis, Kokain und Amphetamin, in nicht geringer Menge betrieben zu haben.

Seit Juli 2019 soll seine Ehefrau in das Geschäft mit eingestiegen sein.

Gemeinsam betrieben sie zudem im Keller ihres Einfamilienhauses in Lübeck Kücknitz eine Cannabis-Plantage.

Der Verkauf der Drogen diente, so der dringende Verdacht, der Bestreitung des Lebensunterhaltes des Ehepaares.

Gegen den 26-jährigen Gehilfen des Ehepaares richtet sich der dringende Verdacht, dass er die beiden ab Oktober 2020 unterstützt hat, indem er ihnen neue Geschäftskontakte zum Erwerb von Betäubungsmitteln von Lieferanten in Hamburg vermittelte und Amphetamin, das das Ehepaar verkaufte, in seiner Wohnung lagerte.

Nachdem das Ehepaar aufgrund von Erkenntnissen aus anderen Ermittlungsverfahren in das Visier der Ermittler geraten war, wurden die beiden und ihr Gehilfe auf unterschiedlichste Weise überwacht. Hierdurch erlangten die Ermittler Anfang November Kenntnis davon, dass Betäubungsmittel im dreistelligen Kilogramm-Bereich angeliefert werden sollten. Dieses Betäubungsmittelgeschäft stand für die Beschuldigten somit unter keinem guten Stern.

Die Lieferung verzögerte sich zwar mehrfach, doch am 26. November wurde die Geduld und Ausdauer der Ermittlungsbeamten belohnt.

Sie beobachteten, wie aus einem LKW diverse Umzugskartons am Haus des Ehepaares in Lübeck Kücknitz abgeladen wurden und dieser sodann in Richtung Innenstadt weiterfuhr.

Während das Fahrzeug in der Friedhofsallee von Beamten des MEK gestoppt wurde, verschafften sich Beamte des SEK Zutritt zu dem Haus des Ehepaares. Weiter auf der nächsten Seite.

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