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Leben in Stormarn

Junge Uhus im Naturerlebnis neu beringt

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Foto: Sparkassenstiftung Holsten/hfr

Großhansdorf –  Ende Mai hatte eine Großhansdorfer Vorschulgruppe das Glück, Uhu-Jungtiere hautnah zu erleben. Die 22 Kinder wurden Zeuge der Beringungsaktion durch den Landesverband Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein und durften die 8 Wochen alten flauschigen Nachtjäger sogar anfassen.

Foto: Sparkassen Stiftung Holstein /hfr

Bereits vor zwei Jahren konnte der Uhu im Hauptwald der Sparkassen-Kulturstiftung in Grabau durch Ruf- und Sichtnachweise bestätigt werden. Kurz darauf entdeckte man außerdem Spuren einer Bodenbrut. An dieser Stelle brachte man dann im Herbst 2015 eine Brutplattform auf acht Meter Höhe am Stamm einer Fichte an. Die Materialkosten für die Plattform übernahm die Kulturstiftung.

Nach einem eher schlechten Uhujahr 2016 ist nun eine Brut mit zwei Jungtieren erfolgreich verlaufen. Alle bekannten Jungtiere werden im Rahmen eines landesweiten Monitorings kurz vor dem Ausflug beringt.

Unter Anleitung von Oliver Ulmer und Thomas Brunkhorst vom Landesverband Eulen-Schutz fand nun eine solche Beringung statt, die zum Highlight der Waldführung für die Kinder aus Großhansdorf wurde. Ein unvergessliches Naturerlebnis. 

Ahrensburg

Sonnenanbeter? Gibt es auch im Tobias-Haus

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Tobias-Haus: Entspannte Bewohner nehmen ein Sonnenbad. Foto: Heinz Berg/Tobias-Haus

Ahrensburg – Sonnenlicht stärkt das Immunsystem, steigert den Antrieb und hellt die Stimmung auf. Damit die Bewohner des Tobias-Hauses häufiger Sonne tanken können, hat das Ahrensburger Alten- und Pflegeheim eine neue Dachterrasse gebaut. Der Clou: Die angrenzenden Dächer wurden mit einem Begrünungssystem ausgestattet, auf dem Gras wächst. „So entsteht der Eindruck, man wäre in einem Park oder Garten“, sagt Heimleiterin Christine Berg.

Die Terrasse ist erreichbar über den Wohnbereich für schwerstpflegebedürftige Menschen, die in der Regel den ganzen Tag im Rollstuhl oder liegend verbringen. Dank eines barrierefreien Zugangs können die Mitarbeiter sie nun bei schönem Wetter ohne viel Aufwand auf das Sonnendach schieben. Das zeigt bereits Wirkung: „Seit wir die neue Außenfläche nutzen, sind die Bewohner entspannter, schlafen besser und Muskelkontraktionen lösen sich“, sagt eine Pflege-Mitarbeiterin.

Dachterrasse im Test: Die Mitarbeiterinnen sind begeistert. Foto: Heinz Berg/Tobias-Haus

Von diesem Effekt wollten sich auch einige Altenpflegerinnen des Tobias-Hauses überzeugen. Sie testeten die Terrasse – und waren begeistert! Zu schade, dass sie angesichts der ungenügenden Personalausstattung in der Pflege vermutlich selten die Zeit finden werden, um zusammen mit den Bewohnern auf dem Dach zu sitzen. „Wenn allerdings im Rahmen des Sofortprogramms Pflege der Bundesregierung wirklich zusätzliche Stellen entstehen und der Altenpflegeberuf attraktiver wird, könnte sich das vielleicht ändern“, zeigt sich Berg vorsichtig optimistisch.

 

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Bad Oldesloe

Friedensdemo: „Nie wieder Krieg, nie wieder rechter Terror“

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Als Erinnerung an das Kriegsende wurde am Blauen Haus ein Kranz aufgehängt. Foto: Stormarnlive

Bad Oldelsoe – Mit deutlichen , aufrüttelnden Worten und starken Appellen haben rund 50 Demonstranten und Redner 73 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs daran erinnert, dass es nie wieder zu einer rechten Schreckensherrschaft in Deutschland kommen soll und darf. Bei schönstem Sommerwetter mahnten die Mitglieder des „Bündnis gegen Rechts“ rund um Walter Albrecht und Vertreter von Kirche und Schulen, dass Frieden noch immer nicht selbstverständlich sei.

Bürgermeister Jörg Lembke konnte selbst nicht anwesend sein, ließ aber eine Rede verlesen. Andersdenkende und Andersgläubige dürften nicht diffamiert werden. Es gab auch einen Seitenhieb in Richtung des Heimatministers Horst Seehofer (CDU). Dieser müsse verstehen, dass der Islam durchaus zu Deutschland gehöre, wenn Menschen mit dieser Religion hier leben. Jeder der hier lebe und seine Kultur mit- und einbringe, gehöre zu Deutschland und in diesem Fall eben zu Bad Oldesloe. Ausgrenzungen und Beleidigungen oder sogar Angriffe auf Grund von Herkunft und Religion würden hier niemals hingenommen werden.

Auch weitere Redner machten klar, dass es in der Kreisstadt nicht toleriert werden wird, wenn Flüchtlinge oder Menschen anderen Glaubens angegriffen oder beleidigt werden.  „Kein Problem wird sich mit Hass lösen lassen“, erklärte Hendrik Holtz (Die Linke). Dass eine Partei, die angeblich eine „Alternative“ in der aktuellen Form mit Hetze und Poplismus auf Stimmenfang gehen könne, sei beschämend genug, sagte er unter großem Applaus. Es sei die Aufgabe jedes Mitbürgers jeden Tag wieder für Frieden und ein gutes Zusammenleben zu kämpfen.

An den Kalten Krieg der auf den zweiten Weltkrieg folgte, erinnerte Pastorin Barbara Stüptitz von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Sie wuchs in der DDR auf. Auch sie mahnte zu Aussöhnung und Verständnis und vor allem ein friedliches Miteinander.

Birgit Mahner vom Bella-Donna-Haus ging vor allem die Rolle der Frauen sowohl im Bereich der Friedensbewegung als aber auch als Opfer von Krieg und Gewalt ein. Nur weil es viele Probleme in der Gesellschaft gebe und plötzlich wieder Ressentiments gepflegt und Hass verbreitet werde, könne man nicht aufgeben. Resignation sei niemals eine Option. Das war sie noch nie, wenn Frauen um ihre Rechte kämpften.

Jaqueline Groth und Jonas Weihrauch von der Berufsschule präsentierten als jüngste Vertreter das Projekt „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Auch sie setzen sich dafür ein , dass Rassismus an ihrer Schule und in der Gesellschaft gar nicht weiter erstarken kann. Sie beschrieben in ihrer gemeinsamen Rede unter anderem, wie mit Sprachpatenschaften neue Mitschüler mit Flucht- und Migrationshintergrund integriert werden.

Gemeinsam hingen alle Beteiligten am „Blauen Haus“ einen Gedenkkranz auf. Sie waren sich einig „Nie wieder Krieg, nie wieder rechter Terror“.

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Leben in Stormarn

Naturschutzbund organisiert Vogelzählung

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Rotkehlchen. Foto: NABU/Frank Hecker

Wallnau – Der NABU ruft zur diesjährigen deutschlandweiten Vogelzählung in Gärten und Parks auf. Die 14. „Stunde der Gartenvögel“ findet von Vatertag bis Muttertag, also vom 10. bis zum 13. Mai statt. Die Zählaktion in Wallnau beginnt am 11. Mai um 11 Uhr. Der Treffpunkt für die gemeinsame Zählstunde ist das Infozentrum. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Am Abend findet zusätzlich eine Vogelstimmenwanderung statt (diese ist aber nicht Bestandteil der Aktion „Stunde der Gartenvögel).

Zusammen macht die Vogelbeobachtung mehr Spaß. Gemeinsam mit den Vogelkundigen des NABU werden die Wallnauer Gartenvögel unter die Lupe genommen. Eine Stunde lang werden Vögel beobachtet, gezählt und in einer gemeinsamen Auswertung gemeldet. Ausgestattet mit Fernglas und Bestimmungsbüchern kommen Sie der Vogelwelt näher, können die Natur genießen und nebenbei mit ein wenig Glück auch noch einen der tollen Preise gewinnen. Die Wallnauer Ornithologen stehen mit vielen Tipps zur Seite und helfen bei der Bestimmung.

„Je mehr Menschen an der Gartenvogelzählung teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wir können inzwischen solide Aussagen über die langjährige Entwicklung des Gartenvogelbestandes in Dörfern und Städten treffen, da wir auf Daten aus mittlerweile 13 Jahren zurückgreifen können.“

Sorgen machen in den Städten beispielsweise die Bestände von Mehlschwalbe und Mauersegler. „Beide Arten gingen um etwa sechs bis sieben Prozent pro Jahr zurück, so dass 2016 nur noch etwa die Hälfte der Bestände von 2007 vorhanden waren“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Beide Arten suchen ihre Nahrung nicht nur in Städten, sondern fangen Insekten im Luftraum über dem ganzen Land. Möglicherweise wirkt sich hier der Insektenschwund auf in Städten brütenden Arten aus. Im Vorjahr gab es plötzlich wieder mehr Mehlschwalben und Mauersegler. Ob sich hier eine Trendwende zum Besseren andeutet oder es nur ein Effekt des guten Flugwetters am Zählwochenende war, wird die 14. Stunde der Gartenvögel zeigen.“

Im vergangenen Jahr haben fast 61.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel  mitgemacht und aus über 40.000 Gärten insgesamt über 1,4 Millionen Vögel gemeldet. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“  handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

Und so funktioniert die Teilnahme: Entweder gemeinsam mit den Wallnauer Ornitholgen im Garten des Wasservogelreservats beobachten, zählen und melden. Ebenso geeignet ist ein ruhiges Plätzchen im eigenen Garten oder im Park. Von jeder Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 12. und 13. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – oder einfach im Internet unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden. Meldeschluss ist der 21. Mai.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart bundesweit oder in einem ausgesuchten Bundesland oder Landkreis entwickelt hat.

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