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Bad Oldesloe

Ordnungsamt-Ärger: Organisator sagt Mittelalterfest aus Frust ab

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Gerrit Jansen wollte in Bad Oldesloe ein Mittelalterfest organisieren. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Das Ordnungsamt forderte die Erfüllung immer neuer Auflagen in einem Tonfall der demotivierte und trug Forderungen vor, die ihn zum Kopfschütteln brachten. Sogar Maßnahmen zur Terrorabwehr sollte Gerrit Jansen im Endeffekt treffen – nur um auf der Kurparkwiese in Bad Oldesloe ein kleines Mittelalterfest auf die Beine zu stellen. Jetzt hat der Organisator die Veranstaltung aus Frust abgesagt. Vor allem die Kommunikation störte ihn. Er fühlt sich demotiviert. 

Das Ordnungsamt baute ihm, wie er sagt, immer neue Hürden auf. “Ich habe das Gefühl, sie wollen es einfach nicht”, sagt ein mittlerweile lustloser Gerrit Jansen. Sein anfänglicher Elan sei verflogen. “Der Spirit, die Euphorie – das ist alles einfach weg durch den Ton in dem mit mir umgesprungen wurde”.  Am Montag hat er das Fest abgesagt. Dabei war bereits alles für ein attraktives Fest für alle Oldesloer organisiert – sechs Heerlager mit insgesamt 18 Ständen sollten auf der Kurparkwiese das erste Wochenende im Juli über lagern.

Den Ausschlag für die Absage gab eine Mail des zuständigen Sachbearbeiters im Ordnungsamt, die den Organisator am Montag erreichte und in der die Abarbeitung von 21 weiteren Punkten gefordert wurde, unter anderem die Einreichung von Reisegewerbekarten der Verkaufsstände.

Die würden laut Jansen normalerweise vor Ort kontrolliert, da viele Händler diese nicht einfach verschicken würden. Ein Punkt also, der seiner Meinung nach nie hätte erfüllt werden können. Alles sollte bis zum 20. Juni erledigt werden.

Eine Zusage kann erst gegeben werden, wenn alle Punkte vollständig erledigt worden sind, zitiert Jansen aus einer Mail. In einer anderen wird seitens der Polizei die Vorgabe eingebracht, dass das Veranstaltungsgelände mit Fahrzeugen, Containern abzusperren ist. Damit sollte ein unerlaubtes Befahren der Veranstaltungsfläche verhindert werden. Auf der anderen Seite sollen alle Wege für Rettungsfahrzeuge freigehalten werden.

“Mehrmals habe ich die mündliche Zusage bekommen”

Das gab es bei anderen Veranstaltungen auf die Kurparkwiese, etwa beim Kurparkfest, nicht. “Mehrmals habe ich die mündliche Zusage bekommen, dass alles in Ordnung ist, um eine Genehmigung zu bekommen”, sagt Jansen, der sich auch privat in der Mittelalterszene engagiert und häufig auf anderen Festen gastiert. Ein Konzept habe er mittlerweile vier Mal eingereicht. Zwischenzeitlich hieß es dann, dass keines vorliege.

Unzählige Stunden Freizeit hat er seitdem in die Umsetzung gesteckt – und auch privates Geld für Flyer und Versicherungen.

Unterstützung in der Umsetzung erhielt Gerrit Jansen von dem Oldesloer Klngstdt-Verein: “Wir haben schon weit über 100 Veranstaltungen mitorganisiert oder selbst organisiert, aber noch nie erlebt, dass es solche Probleme gibt”, sagt Vereinssprecher Patrick Niemeier. Er befürchtet, dass durch ein solches Vorgehen vor allem im Bereich der Kommunikation auch andere ehrenamtliche Event-Organisatoren die Lust verlieren könnten: “Wir wissen ja durchaus, dass es die Probleme mit dem Ordnungsamt nicht nur exklusiv bei uns gibt”, so Niemeier. Natürlich habe der Klngstdt e.V. jedes Verständnis für gewisse Regeln und Sicherheitsfragen. Man würde sich in der Umsetzung aber mehr Unterstützung und eine bessere Kommunikation vom Ordnungsamt wünschen.

“Wir haben ja auch in Zukunft weitere Veranstaltungen auf dem Plan. Wir schütteln uns, sind enttäuscht darüber, wie dieses Projekt endet und dann geht es ja für uns schon weiter. Es hat jetzt schon direkt heute ein erstes Gespräch mit dem Bürgermeister gegeben, das aufarbeiten soll, was aus unserer Sicht passiert ist”, so Niemeier.

Gerrit Jansen wird im Gegensatz zu den Klangstädtern in Bad Oldesloe keine Veranstaltung mehr organisieren. Er hält sich aber offen sich im Umland umzuschauen, denn der Traum von einem Mittelalterfest, den möchte er nicht aufgeben. “Warum sollte ich nicht mit den Klangstadt-Jungs in einer anderen Gemeinde etwas machen? Mit denen macht es mir Spaß. Dann suchen wir uns vielleicht einen andern Ort”, so Jansen.

Bürgermeister sieht Kommunikationsprobleme als Ursache

“Ich habe mittlerweile mit allen Beteiligten, außer mit Herrn Jansen, gesprochen und musste feststellen, dass es da offenbar zu Kommunikationsproblemen gekommen ist”, sagt Bürgermeister Jörg Lembke auf Nachfrage. Es habe eine größere Kommunikationslücke im Frühjahr gegeben. Der Fehler dafür sei sicherlich auf beiden Seiten zu finden. Auch mit Gerrit Jansen werde er noch das Gespräch suchen.

“Ich finde es sehr schade, dass das Mittelalterfest nicht zustande kommt und hoffe trotz Jansens klarer Aussage, dass wir möglicherweise im nächsten Jahr einen neuen Anlauf hinbekommen”, sagt Lembke. Ihm sei sehr an solchen Veranstaltungen gelegen, die auch von Ehrenamtlern auf die Beine gestellt werden.

 

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Bad Oldesloe

Landesregierung beschließt: Einzelhandel darf ab Montag wieder öffnen!

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Kiel/Bad Oldesloe – Das Land Schleswig-Holstein lockert: Ab Montag soll der Einzelhandel wieder öffnen dürfen – unter bestimmten Voraussetzungen.

Maskenpflicht in der Oldesloer Innenstadt. Foto: Stormarnlive.de

Auf diese Nachricht hat der Einzelhandel gewartet: Nach Monaten des Lockdowns dürfen Geschäfte wieder öffnen. “Wir sind ein Land mit einer Inzidenz unter 50. Das Regelwerk lässt zu, dass ein Öffnungsschritt verantwortbar ist”, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag.

Zuvor hatte das Parlament eine Sondersitzung einberufen und über die gestrigen Beschlüsse von Bund und Ländern zu beraten.

Wirtschaftsverbände, auch in Stormarn, drängten in den letzten Tagen darauf, dass der Einzelhandel wieder aufmachen darf.

Laut Parlamentsbeschluss sollen Geschäfte ab Montag (8. März) unter folgenden Bedingungen wieder öffnen dürfen: In Läden bis 800 Quadratmetern gilt eine Beschränkung von zehn Quadratmetern pro Kunde. Beispiel: In einem 50 Quadratmeter großen Laden dürfen sich maximal fünf Kunden gleichzeitig aufhalten.

Ab 800 Quadratmetern gelten 20 Quadratmeter pro Kunde.

Neben dem Einzelhandel soll es auch im Dienstleistungssektor Lockerungen geben. Kosmetik- und Tattoo-Studios, Fahr- und Flugschulen dürfen – entsprechende Hygienekonzepte vorausgesetzt – wieder öffnen.

Ob die Öffnungen von Dauer sind, hängt vom Inzidenzwert ab. Steigt dieser im Landesschnitt auf über 50, muss der Beschluss geändert werden.

Auch die Kontaktbeschränkungen werden ab Montag gelockert.

So ist es ab diesem Zeitpunkt erlaubt, sich mit fünf Personen gleichzeitig zu treffen. Die Zwei-Haushalte-Regelung gilt allerdings weiterhin.

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von unter 35 wird es weitere Lockerungen geben: Dann dürfen sich zehn Personen gleichzeitig treffen.

In Vereinen organisierte Jugendsportgruppen mit maximal 20 Kindern dürfen wieder im Draußen trainieren, private Sportgruppen – ebenfalls im Freien – mit maximal zehn Personen. Musikschulen dürfen ab Montag wieder Einzelunterricht anbieten.

Die Gastronomie darf noch nicht wieder öffnen. An einem Konzept, dass Öffnungen in diesem Bereich in absehbarer Zeit möglich macht, will die Landesregierung aber arbeiten. Denkbar wäre eine baldige Freigabe der Außengastronomie. Beschlossen ist das aber noch nicht.

Kein Tourismus zu Ostern: Im touristischen Bereich wird sich wohl bis 22. März nichts ändern. Tourismusvertreter zeigten sich enttäuscht von dieser Nachricht.

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Bad Oldesloe

Corona in Stormarn: Die meisten Infektionen wurden in Bad Oldesloe gemeldet

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Bad Oldesloe – Dem Stormarner Gesundheitsamt sind innerhalb der letzten sieben Tage (Stand: 3.3.) 148 Neuinfektionen gemeldet worden. Daraus ergibt sich ein Inzidenzwert von 60,3.

4.271 Personen gelten als genesen, 279 Personen sind aktuell infiziert.

Interessant sind die Zahlen aus den einzelnen Städten, die der Kreis seit neustem einmal in der Woche bekannt gibt.

Demnach sind die meisten Fälle in Bad Oldesloe aufgetreten. 52 der 259 Infizierten (Stand: 2.3.) stammen aus der Kreisstadt.

Auf Platz zwei Reinbek (40), auf dem dritten Platz Ahrensburg (33)

“Leider müssen wir auch mitteilen, dass zwei weitere infizierte Personen verstorben sind”, teilte das Gesundheitsamt am Mittwoch mit. Es handelt sich um zwei Männer der Altersgruppen über 70 und über 90 Jahre. 246 Personen sind somit verstorben.

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Bad Oldesloe

Musikvideo: Rapper springt Oldesloer Wirtschaft zur Seite!

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Bad Oldesloe – Vom offenen Brief zum Rap-Video: Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe untermauert Forderung an Landesregierung nach raschen Geschäftsöffnungen.

Nach dem offenen Brief von Stormarner Gewerbevereinen an Ministerpräsident Daniel Günther, legt die Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe jetzt nach.

Vor dem Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten zum Corona-Lockdown veröffentlichte die Wirtschaftsvereinigung der Stormarner Kreisstadt ein Rap-Video, in dem sie fordert, Geschäfte und Gastronomie wieder zu öffnen. „Herr Ministerpräsident, eine wichtige Message. Das Wasser steht uns bis zum Hals wie bei ’nem Nichtschwimmerbecken“, heißt es in dem Lied, dass die Wirtschaftsvereinigung zusammen mit dem Bad Oldesloer Noor Al-Tamemy, Amateurfußballer und Rapper, aufgenommen und veröffentlicht hat.

„Das Musikvideo drückt die Stimmung der Unternehmer aus. Der Lockdown ist für Händler und Gastronomen ein Desaster. Inzwischen kämpfen viele Betriebe um ihre Existenz. Handel und Gastronomie müssen unter Hygienebedingungen jetzt wieder öffnen dürfen. Ansonsten sterben unsere Innenstädte“, warnt Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe.

Ihr Wunsch, der Händlern und Gastronomen in ganz Schleswig-Holstein aus dem Herzen sprechen dürfte, klingt im Song so: „Wir schützen unsere Kunden und halten den Abstand ein. Also tut uns den Gefallen und bringt Leben wieder rein.“

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