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Norddeutschland

Akzeptanz-Studie: Fehmarnbeltquerung hat viele Befürworter

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Stellten die Akzeptanz-Studie vor (von links): Stig Römer Winther (Fonden Femern Belt Development) aus Dänemark mit Björn Prölß (Vorsitzender des Vereins Beltoffen), Friederike C. Kühn (Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein) und Dr. Heiko Lehmann (Geschäftsführer der Ipsos Operations GmbH). Foto: Fischer

Tremsbüttel – Die Akzeptanz für den Bau der festen Fehmarnbeltquerung ist in Schleswig-Holstein und Hamburg deutlich höher als die Ablehnung.

Ein wichtiger Grund für die Zustimmung im Norden ist die Erwartung, dass Europa dank der neuen Verbindung enger zusammenrückt. Zu diesem Ergebnis kommt der Verein Beltoffen, der sich aktiv für den Bau des Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark einsetzt. „Wir sehen uns bestätigt: Mehr als 40 Prozent der Menschen im Norden erkennen die Chancen und wollen die Querung“, sagte Björn Prölß, Vorsitzender von Beltoffen.

Mit Unterstützung der IHK Schleswig-Holstein und der dänischen Stiftung Femern Belt Development hat der Verein die Möllner Ipsos Operations GmbH beauftragt, von Ende Februar bis Mitte März 2017 in einer repräsentativen Umfrage bei 1.000 zufällig ausgewählten Bürgern in Schleswig-Holstein und Hamburg ein Stimmungsbild einzuholen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz in Tremsbüttel präsentierten die Partner und Ipsos-Manager Dr. Heiko Lehmann die Ergebnisse.

„Auch die Zahl der Unentschlossenen liegt deutlich unter den Befürwortern“

Rund 43 Prozent der befragten Frauen und Männer haben eine grundsätzlich zustimmende Haltung zu dem Projekt, sagte Lehmann. Dagegen lehnten nur rund 19 Prozent der Teilnehmer den Tunnel ab. „Auch die Zahl der Unentschlossenen liegt deutlich unter den Befürwortern“, betonte der Experte von Ipsos. Einen hohen Einfluss auf die positive Bewertung des Tunnels haben seinen Angaben zufolge außer dem europäischen Gedanken („lässt Europa zusammenwachsen“) Erwartungen an Verkehrsversverbesserungen („Modernisierung der Verkehrswege“, „bessere Bedingungen für Pendler“ und „Verkürzung der Reisezeit nach Skandinavien“).

Positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, das Entstehen einer neuen Wirtschaftsregion, Impulse für den Einzelhandel sowie den Tourismus haben Lehmann zufolge ebenfalls ein hohes Potenzial, die Zustimmung zum Tunnel zu steigern. „Bei diesen Themen liegt zugleich das größte Potenzial – wenn es gelingt, den Menschen glaubhaft zu vermitteln, dass auch nach der Bauphase der Arbeitsmarkt eine nachhaltige Belebung erfährt.“ Die Befürworter erwarten diesen Anstieg vor allem durch Ansiedlung von Unternehmen und das Entstehen neuer Gewerbegebiete in der neuen gemeinsamen Wirtschaftsregion. Dagegen befürchten diejenigen, die das Projekt ablehnen, in erster Linie negative Auswirkungen auf die Umwelt und einen Anstieg des Verkehrsaufkommens entlang der Fehmarnbeltachse, so Lehmann.

Stormarnlive-Umfrage zur Fehmarnbeltquerung:

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Aus Sicht der Wirtschaft bestätigen die Ergebnisse der Befragung die bisherigen Erkenntnisse, dass die Zustimmung in Schleswig-Holstein noch höher ist als in der Hansestadt Hamburg, die von der neuen Achse profitieren würde. „Die Zustimmung zum Projekt ist in Schleswig-Holstein mit mehr als 45 Prozent um sechs Prozentpunkte höher als in der Metropole. Dieser Wert belegt die hohe Akzeptanz und die Erwartungen an das Jahrhundertbauwerk bei uns im Norden“, sagte Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein.

“Die Lebensqualität in der Region steigt”

Eine weitere Schlussfolgerung aus der Befragung ist, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Zustimmung und dem Grad der Information besteht. „Je besser die Befragten über das Projekt informiert sind, desto höher ist bei ihnen die Akzeptanz“, betonte Stig Rømer Winther von Femern Belt Development. Er sieht den Weg der sachlichen und vielschichtigen Information daher als zielführend an. „Wir werden weiterhin offen kommunizieren und die Fragen der Bürger, aber auch der Wirtschaft beantworten. Auf diese Weise werden wir die Wahrnehmung des Projektes und seiner Chancen erhöhen sowie den Menschen in der Region Ängste nehmen.“

Abschließend stellte Björn Prölß heraus, dass alle Unterstützer – vor allem auf deutscher Seite – ihre Kommunikation und ihr Engagement verstärken müssen, um die Akzeptanz auf eine noch breitere Basis zu stellen. „Wir wollen gemeinsam mit unseren dänischen Freunden aktiv eine europäische Region gestalten. Der kulturelle und soziale Austausch wird Generationen beflügeln. Durch den Ausbau der Infrastruktur für die Bahn wird der Verkehr grüner“, sagte er. „Die Lebensqualität in der Region steigt, Pendeln auch über Grenzen hinweg wird einfacher, und neue Wohnmöglichkeiten entstehen. Der deutsche und dänische Arbeitsmarkt werden zusammenwachsen. Daher werden wir in Zukunft nicht nur mehr, sondern auch bessere Arbeitsplätze haben.“

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Lübeck

Steigende Infektionszahlen in Lübeck: Weihnachtsmarkt abgesagt, weitere Einschränkungen geplant

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Lübeck – Vor allem für Schausteller ist die Nachricht ein Schock: In diesem Jahr wird der Lübecker Weihnachtsmarkt wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Der Inzidenzwert liegt am Dienstag bereits bei über 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Polizeiabsicherung am Lübecker Weihnachtsmarkt. Foto: Stormarnlive.de (Symbolbild)

Über die Absage hat Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) am Montag informiert. Sie ist Teil der neuen Maßnahmen, die die Stadt Lübeck zur Eindämmung der Pandemie ergreift. So gilt jetzt unter anderem eine Maskenpflicht in der Innenstadt.

Am Montag lag der Inzidenzwert in Lübeck bei 44,8, aktuell (Dienstag) bei 50,8. Damit ist eine weitere kritische Marke erreicht.

Das bedeutet, dass die Maßnahmen noch heute weiter verschärft werden: Ausweitung der Maskenpflicht, Sperrstunde für die Gastronomie und Kontaktbeschränkungen.

“Mir ist bewusst, dass die Einschränkungen für viele eine extreme Belastung sind: persönlich, familiär oder wirtschaftlich. Dennoch müssen wir nun versuchen diesen sprunghaften Anstieg der Infektionen, gemeinsam mit aller Kraft einzudämmen, um weitere Maßnahmen abzuwenden“, so Bürgermeister Jan Lindenau.

Nachdem sich die Hansestadt lange Zeit über verhältnismäßig geringe Ansteckungszahlen freuen konnte, ist mittlerweile auch hier der Inzidenzwert derart hoch, dass neue Einschränkungen beschlossen werden mussten.

„Es wird zunehmend schwieriger und in vielen Fällen sogar unmöglich, die Orte der Infektion eindeutig zu ermitteln. Wir gehen von einer zunehmend diffusen Ausbreitung der Infektion aus. Die Pandemie breitet sich leider in der Lübecker Bevölkerung weiter aus“, so Dr. Alexander Mischnik, Leiter des Gesundheitsamts der Hansestadt Lübeck.

„Es muss mit einer weiteren Zunahme an Fällen gerechnet werden. Unser Ziel muss es weiterhin sein, die Infektionsketten zu unterbrechen, das heißt die Kontaktpersonen zu ermitteln und in Quarantäne zu versetzen“, führt er fort.

Das Gesundheitsamt steht mit allen Einrichtungen sowie dem betroffenen Personenkreis in Kontakt, informiert, berät und stimmt gemeinsam im direkten Dialog das weitere Vorgehen mit den Betroffenen ab, um die Infektionskette zu unterbrechen und das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Die Hansestadt Lübeck reagiert auf die steigenden Zahlen mit einer Reihe von Maßnahmen, die in der Allgemeinverfügung unter www.bekanntmachungen.luebeck.de  veröffentlicht werden.

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Polizei und Feuerwehr

16-Jährige stirbt bei Busunfall: Mutmaßlicher Unfallfahrer (20) einen Tag später festgenommen

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Mözen – Samstagabend (24. Oktober) ist es auf der B 432 in Mözen (Kreis Segeberg) zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Pkw gekommen, bei dem eine Insassin des Busses tödlich und sieben weitere leicht verletzt wurden.

Die Fahrerseite des Linienbus und der VW Passat wurden komplett zerstört. Fotos: Feuerwehr

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein VW Passat die B 432 um 20:27 Uhr von Leezen kommend in Richtung Bad Segeberg.

Aus bislang unbekannter Ursache geriet der Pkw circa zwei Kilometer hinter Leezen nach rechts auf die Bankette und kollidierte mit einem Baum. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Auto wieder auf die Fahrbahn und prallte in die Fahrerseite eines entgegenkommenden Linienbusses.

Eine 16 -jährige Insassin des Busses aus dem Kreis Segeberg verstarb infolge der Verletzungen noch vor Ort. Sieben weitere Insassen zogen sich leichte Verletzungen zu, eine Person blieb unverletzt.

Der Fahrer des Passats war zunächst nicht auffindbar. Die Suche unter anderem mit einem Hubschrauber verlief erfolglos.

Polizeibeamte nahmen den Unfall auf und zogen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel einen Sachverständigen hinzu.

Sonntagvormittag hat der mutmaßliche 20-jährige Fahrer über seinen Rechtsanwalt seinen Aufenthaltsort mitteilen lassen und wurde kurz darauf in Polizeigewahrsam genommen. Der junge Mann kommt aus dem Kreis Segeberg.

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Kreis Segeberg

Nach AfD-Veranstaltung in Henstedt-Ulzburg: Männer fahren mit Pick-Up Gegendemonstranten an

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Henstedt-Ulzburg – Ein Teilnehmer einer AfD-Veranstaltung soll mit einem Pick-Up-Truck absichtlich GegendemonstrantInnen angefahren, mehrere leicht und eine Person schwer verletzt haben.

Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Augenzeugen und das “Bündnis gegen Rechts” sprechen von versuchtem Mord. Die Polizei spielt den mutmaßlichen Angriff, den zahlreiche Augenzeugen beobachtet haben, herunter und spricht in einer Pressemitteilung von einem “Verkehrsunfall” mit einer bei dem “eine Person der linken Szene schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert” wurde. In der Folge sei es außerdem zu Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten gekommen, was die Abgabe eines polizeilichen Warnschusses erfordert habe.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag am Rande einer AfD-Veranstaltung in Henstadt-Ulzburg, zu der auch der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen angereist war.

Aufstehen gegen Rassismus Hamburg weist die Darstellung der Polizei, es würde sich lediglich um einen Verkehrsunfall handeln, aufgrund eigener Beobachtungen entschieden zurück und fordert, dass rechte Anschläge als solche benannt und die Gefahr rechter Ideologie und Strukturen endlich ernst genommen und bekämpft werden.

Demnach handelt es sich keineswegs um einen “Verkehrsunfall” sondern um einen Anschlag.

“Vier Männer, die beim Verkleben rechter Sticker beobachtet worden und durch das Äußern rechter Parolen aufgefallen waren, wurden durch die Versammlungsleiterin der Protestkundgebung verwiesen”, sagt ein Bündnis-Sprecher.

“Nachdem die Männer in einen parkenden VW Amarok gestiegen waren, beschleunigte der Fahrer abrupt und lenkte seinen Wagen gezielt auf eine Gruppe Protestierender auf dem Gehweg und auf die angrenzende Rasenfläche, auf der sich Menschen in Sicherheit bringen wollten”, heißt es in der Stellungnahme.

Dabei seien laut Bündnis fünf Menschen verletzt worden, eine Person schwer.

Ein Augenzeuge, der bei der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus Hamburg aktiv ist und beim Protest anwesend war, weist die Darstellungen der Polizei, nach denen es sich lediglich um einen „Verkehrsunfall“ gehandelt haben soll, entschieden zurück:

„Es ist für mich ganz klar, der Fahrer hat beschleunigt, ist auf den Fußgängerweg und wollte Menschen überfahren. Das heißt, er hat in Kauf genommen uns zu töten!“

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in Kiel ermittelt die Polizei derzeit jedoch nur wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Der Beschuldigte ist nach einer ersten Befragung auf der Dienststelle wieder entlassen worden. Die Ermittlungen dauern an.

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