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Bad Oldesloe

Geschichtsstudent erforscht Stormarner Geldarchiv

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Foto: Kreisarchiv Stormarn/hfr

Bad Oldesloe – Nomen est omen. Claudius Reich, Geschichts-Student an der Universität Hamburg, begann Mitte Januar sein Praktikum im Kreisarchiv Stormarn. Die zehn Wochen gingen wie im Fluge vorbei. Passend zum Nachnamen bearbeitete er einen in vielerlei Hinsicht reichen Schatz, der im Magazin darauf wartete gehoben zu werden.

Die Geldsammlung enthält Münzen und Scheine der letzten vier deutschen Staatssysteme (Kaiserreich, Weimarer Republik, nationalsozialistisches Deutschland und Bundesrepublik Deutschland), Notgeld verschiedener Stormarner Gemeinden, die nach Erstem Weltkrieg im Zuge der Metallknappheit und Inflation ausgegeben wurden, Zahlungsersatzmittel wie Bezugsmarken, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Umlauf waren, und Medaillen, die anlässlich von Jubiläen im Kreis geprägt wurden.

Nach verschiedenen Praktika in anderen Archiven befasste er sich mit einem für ihn neuen Arbeitsbereich im Archiv, dem Sammlungsgut.

Foto: Kreisarchiv Stormarn/hfr

 

Sammlungsgut sind einzelne Stücke, die für die Kreisgeschichte relevant und augenscheinlich sind.
Die Geldsammlung beleuchtet spannendungsreiche Epochen der Regionalgeschichte wie die Nachkriegszeiten. Besonders die bildreichen Notgeldscheine illustrieren abwechslungsreich die Kreisgeschichte, als von heute auf morgen das alte Geld nicht mehr viel wert war. Aufgrund der hohen Nennwerte von bis zu 10 Milliarden Mark lagert ein steinreicher Schatz im Archiv.

Um diese umfangreiche Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, verpackte der Praktikant zunächst einmal über die hundert Objekte in Umschläge, damit diese anschließend in Berlin digitalisiert werden konnten. Nun konnten die Scheine und Münzen in der Archivdatenbank ausführlich beschrieben werden. Neben Format und Gestaltung mussten auch alle plattdeutschen Sinnsprüche, die auf Scheinen stehen, in die Datenbank eingeben werden. Demnächst wird die Sammlung über das Onlinefindbuch verfügbar sein.

Überwältigt war Claudius Reich vom Anklang, den die Bildvorträge „150 Jahre Kreis Stormarn – 15 Orte im Bild“ fanden. Um die Begeisterung an den alten Fotografien des Kreisarchivs aufzugreifen und diese im digitalen Zeitalter einfacher online zugänglich zu machen, bereitete der Praktikant ausgewählte Fotografien für eine neue Onlinedatenbank vor.

Auch klassische Archivaufgaben lernte Claudius Reich kennen, wie Altakten aus der Verwaltung fachgerecht zu verpacken, oder Zeitungsartikel der Ahrensburger Zeitung zu Negative herauszusuchen. Er beantwortete Anfragen von Familienforscher und bereitete Akten aus dem 18. Jahrhundert für die Restaurierung vor.

Die neue Erfahrung, Bilder vorzubereiten für Vorträge oder Presse, fand er besonders spannend: „Die Mitarbeit beim Archivmarketing hat mir viel Spaß gemacht!“

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Bad Oldesloe

Defekte Leitplanke an B208: Zwei Wochen Baustellenampel

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Straßensperrung
Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Die Stadt Bad Oldesloe weist darauf hin, dass es ab kommenden Montag, 20. August, für etwa zwei Wochen auf der B 208 zwischen Am Mühlenberg und der A 1 zu Behinderungen durch eine Baustellenampel kommen kann.

Erforderlich ist diese Einschränkung aufgrund von Leitplankenarbeiten für eine Störungsbeseitigung.

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Bad Oldesloe

Bewerbermangel: Oldesloer Verwaltung stellt vermehrt eigene Azubis ein

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Bürgermeister Jörg Lembke (2.v.l.) mit Ausbildungsleter Stefan Teich und den Azubis Jonas Wagner, Helen Kaltwasser, Wencke Behrens und Anna-Lena Wriedt. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – In der Oldesloer Stadtverwaltung gibt es viele freie Stellen, die sich einfach nicht besetzten lassen. Es fehlt an geeigneten Bewerbern. Daher wird jetzt vermehrt auf Auszubildende gesetzt. Es gibt sogar eine Übernahme-Garantie.

Die Zeiten in denen Verwaltungen hunderte Bewerbungen auf eine Stelle bekamen, sind vorbei. Vor allem fehlt es an Arbeitskräften mit Verwaltungserfahrung, wie Bürgermeister Jörg Lembke sagt: “Die sind auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu bekommen und wir stellen vermehrt fest, dass sich die Verwaltungen gegenseitig die Leute abjagen.”

Jetzt bildet das Oldesloer Rathaus verstärkt eigene Fachkräfte aus. In diesem Jahr starteten vier junge Leute ihre Karriere in der Stadtverwaltung. Eine von ihnen ist Anna-Lena Wriedt. “Eine Ausbildung habe ich schon hinter mir und jetzt mache ich ein duales Studium”, sagt die 22-Jährige. Bachelor-Studium ist ein neues Angebot der Stadtverwaltung und soll vor allem Schulabgänger ansprechen. Das funktioniert: Es gab 124 Mitbewerber. Ähnlich ist es bei der klassischen Ausbildung. Hier kamen 111 Bewerber auf zwei Stellen. Den Vertrag bekamen Helen Kaltwasser (18) und Wencke Behrens (19). “Ich habe schon ein Praktikum in dem Bereich gemacht und das hat mir gefallen”, sagt Segebergerin. Nicht nur im Büro sucht Bad Oldesloe Fachkräfte. Jonas Wagner macht beim städtischen Bauhof eine Ausbildung zum Straßenwärter. Seine Interessen dürften ihn bei vielen Autofahrern auf Anhieb sympathisch machen: “Schlaglöcher ausbessern, das interessiert mich”, sagt der 17-Jährige.

Bürgermeister Lembke hatte sogar noch einen fünften Ausbildungsplatz ausgeschrieben. Doch der Gärtner-Azubi sprang im letzten Moment ab. Im nächsten Jahr gibt es daher mindestens fünf statt vier freie Ausbildungsstellen. Unter anderem in Teilzeit. Damit soll etwa alleinerziehenden Eltern eine bessere Chance geboten werden, in Arbeit zu kommen. Die Anforderungen sind hoch: “Sie müssen in weniger Zeit das Gleiche leisten, wie unsere anderen Azubis”, sagt Ausbildungsleiter Stefan Teich. Alle neuen Mitarbeiter werden dabei so gut es geht unterstützt. Auch das Arbeitsklima soll stimmen: “Wir wollen eine Bindung herstellen und die Auszubildenden sollen sich bei uns wohl fühlen”, sagt Teich. Wichtig ist dabei auch die berufliche Perspektive. Jeder Azubi wird für mindestens ein Jahr übernommen. In der Regel länger. Teich: “Wir bilden ja nicht für andere aus und einen freien Platz bei uns in der Verwaltung gibt es eigentlich immer.”

Um auch künftig ausreichend Azubi-Bewerbungen zu bekommen, ist die Stadt Bad Oldesloe auch bei Ausbildungsmessen in der Region präsent. Unter anderem bei der “BIZ bei Nach”, der Nachtschwärmer Job Tour und auf der Jobmesse an der Anne-Frank-Schule in Bargteheide.

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Bad Oldesloe

Feuer auf Recyclinghof: So unterstützte das Technische Hilfswerk

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Einsatzkoordinierung in der THW Regionalstelle Lübeck. Foto: ots

Lensahn/Bad Oldesloe – Aufgrund des Brandes des Recyclinghofes bei Lensahn an der Autobahn A1 musste am Dienstagvormittag nicht nur die A1 vollgesperrt werden auch die über den Recyclinghof führende 110.000 Volt Stromleitung wurde abgestellt.

Daraufhin wurde das THW über den bereits im Einsatz befindlichen Fachberater angefordert. Vor Ort war auch das Technische Hilfswerk aus Bad Oldesloe.

Bei zahlreichen Stromausfällen östlich des Brandes stehen logistisch wichtige und sensible Bereiche bei der Versorgung im Vordergrund.

Die Alarmierung erfolgte am Vormittag ab 10.30 Uhr. In erster Linie waren dies Fachgruppen Elektroversorgung und Bergungsgruppen die mit ihren Netzersatzanlagen Strom einspeisen können.

Als Bereitstellungsraum für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte baute sich die Lübecker Fachgruppe Führung Kommunikation mit Meldekopf am Rastplatz Neustädter Bucht südlich des Lensahner Brandes.

Im Bereitstellungsraum sind insgesamt 6 Netzersatzanlagen mit bis zu einer Leistung von 300 KVA (in Summe rund 1400 KVA) aus den Ortsverbänden Hamburg -Wandsbek und -Bergedorf, Bad Segeberg und Eutin zusammengeführt. Weitere Helferinnen und Helfer mit zusätzlichen Stromaggregaten wurden voralarmiert. Hiervon sind auch Einsatzkräfte aus dem Nachbarlandesverband Bremen Niedersachsen betroffen.

Bereits im Einsatz sind die ehrenamtlichen Helfer aus Lübeck, die mit einer weiteren 175 KVA-Netzersatzanlage den Betrieb des Klärwerkes Cismar-Lenste sicherstellen. Der Ortsveband Neustadt versorgt mit seinem Aggregat einen Funkmast, der von der Stromabschaltung betroffen war.

Da ein genaues Ende des Einsatzes nicht absehbar ist, wurde zur Verpflegung der THW-Helferschaft und weiterer Einsatzkräfte die Fachgruppe Logistik des THW Ortsverbandes Preetz alarmiert, die von der Fachgruppe Logistik des THW Ortsverbandes Bad Oldesloe unterstützt wurde. Koordiniert wird der THW-Einsatz durch das Lage- und Koordinierungsteam der THW Regionalstelle Lübeck.

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