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Bad Oldesloe

Kreis Stormarn: Entscheidung über stationäre Blitzer vertagt

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Eine fest installierte Blitzanlage. Foto: Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Der Kreis Stormarn plant mit stationären Blitzern eine Großoffensive gegen Raser. Doch die Abstimmung über eine entsprechende Vorlage wurde vom Verkehrsausschuss abgelehnt.

Der Grund: Es fehlten wichtige Informationen wie mögliche Standorte oder Kosten für stationäre Messanlagen. Und vor allem – das machte den Vorstoß der Kreisverwaltung für die Kreispolitiker unabstimmbar – fehlten Alternativen.

Joachim Wagner (CDU) zeigte sich genervt von der “halbgaren Vorlage”: “So was habe ich hier in den letzten 20 Jahren noch nicht erlebt”, polterte der Kreistagsabgeordnete los. Auch generell halte er den Sinn und Zweck stationärer Anlagen für fragwürdig: “Wenn wir mehr überwachen wollen, müssen wir das zu 100 Prozent mobil machen, da bei festen Anlagen vorher abgebremst und anschließend wieder beschleunigt wird.”

Derzeit wird der Verkehr im Kreisgebiet ausschließlich mit mobilen Messanlagen überwacht. Die Blitzer werden an 220 Messpunkten aufgestellt, an denen es häufiger zu Geschwindigkeitsüberschreitungen kommt. Doch eine dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung an festen Orten gibt es bislang nicht. Ein möglicher Ort für eine stationäre Messanlage wäre der Ostring in Höhe “An der Eilshorst” in Großhansdorf. Anwohner nutzten den Ausschuss, um auf die angespannte Verkehrssituation in dem Bereich aufmerksam zu machen. Auch der Verwaltung ist der “Hotspot” bereits bekannt und dort statt den erlaubten 60 Stundenkilometern eher 70 oder 80 gefahren wird.

Allerdings – das stellte Ingo Lange von der Kreisverwaltung klar – gibt es im Kreis Stormarn zwar Gefahrenstellen aber derzeit keine Unfallschwerpunkte. Dafür müsste es an einem Ort über ein Jahr mindestens drei Unfälle aus dem gleichen Grund geben. “In den meisten Fällen stellt sich heraus, dass die Geschwindigkeitsüberschreitung eher im gefühlten Bereich stattfindet”, so Lange.

Der Verkehrsausschuss beauftragte die Verwaltung jetzt mit der Formulierung einer neuen Vorlage zur nächsten Sitzung – und der Klärung von einigen offenen Fragen: Es fehlen bislang Angaben zur Auslastung der mobilen Blitzer, wo sich Gefahrenstellen befinden und welche Vorteile mobile oder stationäre Messanlagen haben. Außerdem kam die Frage nach den Kosten der verschiedenen Anlagen auf und welche Kommunen bereits Bedarf angemeldet haben.

Vor einem Schnellschuss warnte auch der Ausschussvorsitzende Lukas Kilian (CDU): “Wir wollen hier etwas für die Verkehrssicherheit tun und nicht die kommunalen Kassen aufbessern.” Und da müssten auch Alternativen vorgelegt werden.

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2 Comments

2 Comments

  1. Andreas

    28. April 2017 at 12:00

    *Geschwindigkeitsüberschreitung eher im gefühlten Bereich stattfindet* ….. darüber kann man sich doch nur kaputt lachen. Anwohner und Nutzer einiger Strecken mit extremer Verkehrssituation (z. B. 30er-Zone völlig unübersichtlich, nur einspurig geteert) werden beim direkten Polizeikontakt mit solchen Bemerkungen bedacht, als wenn über 50jährige Fahrer so etwas nicht einschätzen könnten, oder noch besser – direkt probiert haben. Dazu folgt man z. B. einem Fahrer in einer 30er-Zone …. um dabei festzustellen dass das vorausfahrende Fahrzeug weit voraus verschwindet und nach der nächsten Kurve nicht mehr zu sehen ist, wenn das dann keine 70/80 km/h gewesen sein können …. meine Güte.

    Dann stellt sich die Polizei doch tatsächlich offen an solchen Stellen auf, mit dem Erfolg dass vorausfahrende Fahrer warnen, einige Raser von vorausfahrenden Fahrern abgebremst werden, manche auch einfach mal nur brav sind, noch mal schnell die Arbeitskollegen gewarnt werden ….. am Ende sieht die Polizei überwiegend brave Fahrer ;-)))))) Taktik und Übersicht par excellence.

    Aber niemand kommt auf die Idee mal zivil in der Deckung zu beobachten worüber sich die Anwohner beschweren … dann würde man ja die 80km/h-Raser zu sehen bekommen und müste sich tatsächlich etwas einfallen lassen.

    Stattdessen gibt ein sehr junger Polizist an dass man auf dieser Strecke überhaupt keine 80km/h fahren kann, dazu wäre die Strecke überhaupt nicht geeignet …. grossartig.

    Grüsse

  2. Silke

    29. April 2017 at 8:34

    Fest installierte Blitzer SIND sinnvoll.
    Geschwindigkeitsbegrenzungen werden ja nicht aus Boshaftigkeit aufgestellt, sondern weil eine gefährliche Stelle entschärft werden soll – für alle Verkehrsteilnehmer.
    Wer meint, sich nicht daran halten zu müssen – und dies ist eine bewusste Entscheidung – dessen ‘Einsicht’ kann gern auch über den Geldbeutel gehen.

    Auf dem vielbefahrernen Ostring werden nicht gefühlte, sondern DURCHSCHNITTLICH GEMESSENE 25 km/h zuviel gefahren.

    Ein fester Blitzer an der Eilshorst macht diese Kreuzung defititiv sicherer.

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Bad Oldesloe

Corona-Infektionen an Stormarner Schulen – zahlreiche Schüler in Quarantäne

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Die Berufliche Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Nachdem zunächst mehrere Coronafälle am Bad Oldesloer Gymnaisum TMS aufgetreten sind und der 12. Jahrgang daher vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt wurde, gibt es mittlerweile auch fünf Fälle an den beruflichen Schulen des Kreises in Bad Oldesloe, an der Immanuel Kant Schule in Reinfeld und an der Anne Frank Schule in Bargteheide.

In allen Fällen sind die entsprechenden Kohorten in häusliche Quarantäne geschickt worden. Die Ergebnisse der Tests weiterer Schüler, die durchgeführt wurden oder durchgeführt werden sollen, stehen allerdings noch aus.

Der Kreis erklärte allerdings bereits, dass die entsprechenden Kohorten nicht kurzfristig wieder in die Schulen zurückkehren können, sondern zuhause bleiben müssen.

Bis zum 2. Oktober müssen die Schüler der jeweiligen Jahrgänge beziehungsweise Kohorten in den eigenen vier Wänden ihrer Familie bleiben.Es soll Online-Unterricht angeboten werden. Zum Teil sind auch Lehrkräfte von Quarantänemaßnahmen betroffen.

An der Bargteheider Anne-Frank-Schule gibt es bisher einen positiven Test. Hier ist – wie an der TMS in Bad Oldesloe – der 12. Jahrgang betroffen.

An der IKS in Reinfeld ist ebenfalls bisher ein Fall bekannt.

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Bad Oldesloe

5:3: VfL Oldesloe feiert Saisonauftakt mit Heimsieg gegen Berkenthin

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Bad Oldesloe – Mit einem knappen 5:3-Heimsieg gegen den starken Aufsteiger SG Berkenthin/Krummesse III konnte die dritte Mannschaft des VfL Oldesloe die ersten Punkte in der neuen Saison einfahren.

Badminton Symbolfoto: Byjeng/shutterstock

Es war ein spannendes Spiel, in dem der Ausgang lange Zeit auf der Kippe stand, denn immer wieder wechselte die Führung. Nach den Herren- und Damendoppeln führten die Oldesloer mit 2:1.

Im Dameneinzel konnten die Gäste ausgleichen. Entschieden wurde das Spiel schließlich in den Herreneinzeln und da konnten Felix Petersen und Nick Stobäus ihre Gegner bezwingen und die entscheidenden Punkte zum knappen Sieg beisteuern. Spannend besonders das 2. HE, das Nick Stobäus knapp im 3. Satz gegen Christian Wulff für sich entschied und damit hieß es 5:3 für den VfL.

Starke Leistungen der Oldesloer Teilnehmer/innen beim 3. Norddeutschen Ranglistenturnier (U17/U19) in Bützow

Außerdem war der VfL Oldesloe mit vier jungen SpielerInnen beim Norddeutschen Ranglistenturnier in Bützow vertreten.

Die Teilnahmeberechtigung ist allein schon ein großer Erfolg, aber sie konnten auch noch mit guten Platzierungen aufwarten. So belegten Peer Grünewald in der Klasse U17 im Einzel den 7. Platz und Malte Gerdes den 9. Platz. Zusammen im Doppel scheiterten sie erst im Halbfinale und wurden am Ende Vierter. – In der der Klasse U19 waren die Zwillinge Alina und Linea Kümmel aus der 1. Mannschaft des VfL Oldesloe erfolgreich.

Sie belegten Platz 2 (Alina) und Platz 3 im Einzel und verloren das Finale im Doppel denkbar knapp in drei Sätzen (21:18/11:21/19:21) gegen Marie Frese und Patricia Reu (SV Veldhausen 07/TuS Schwinde). Eine beeindruckende Leistung der jungen Talente vom VfL Oldesloe.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Das “Cafe im Bürgerhaus” öffnet wieder

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Foto: Kerstin Kuhlmann-Schultz/Stormarner Werkstätten/hfr

Bad Oldesloe – Nach der coronabedingten Schließung kann das “Café im Bürgerhaus Bad Oldesloe”, Mühlenstraße 22, seit dem 1. September 2020 wieder öffnen.

Montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr heißen die Mitarbeitenden der Stormarner Werkstätten wieder Gäste willkommen und servieren neben hausgemachtem Kuchen auch wie gewohnt Kaffee, Tee und andere Getränke. Dabei gelten auch hier die derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln.

Das Café im Bürgerhaus, zentral in der Fußgängerzone gelegen, ist laut Stadtverwaltung ein beliebter Treffpunkt besonders für ältere Oldesloerinnen und Oldesloer, die hier zum Klönen, Kaffeetrinken, Kartenspielen oder einfach zum Beisammensein zusammenkommen.

Im angrenzenden Saal finden – derzeit noch sehr eingeschränkt – vielfältige Veranstaltungen, Kurse und Feiern statt.

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