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Norddeutschland

Anti-Terror-Übung: 1500 Einsatzkräfte proben Ernstfall in Kiel

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Polizei-Spezialkräfte im Einsatz. Archivfoto: Stormarnlive

Kiel – Am Donnerstag, 27. Mai, beginnt ab etwa 9 Uhr die Anti-Terror-Vollübung “Pandora” der Landespolizei Schleswig-Holstein im Raum Kiel.

In verschiedenen Übungsszenarien trainieren Polizei, Feuerwehr und weitere Rettungs- und Hilfsdienste das taktische Vorgehen bei so genannten multiplen Anschlagslagen. Ziel ist die Überprüfung des polizeilichen Einsatzkonzeptes bei terroristischen Ereignissen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen. Mögliche Schwachstellen sollen erkannt und beseitigt werden.

Für den Ablauf hat sich die Landespolizei an terroristischen Anschlägen orientiert, die so oder ähnlich in den vergangenen Jahren in Europa geschehen sind. Dabei geht es nicht nur um die Bewältigung der Lage vor Ort durch Spezialeinheiten, Schutzpolizei, Ermittler und Rettungskräfte. Auch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Aufgabenbereiche einer besonderen Aufbauorganisation (BAO) soll geübt werden – vom Führungsstab bis zum Streifenbeamten, von der Spurensicherung bis zur Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Evakuierung von Gefahrenzonen, die Versorgung von Verletzten und die Bergung von Toten gehören zum Übungsszenario.

Insgesamt sind rund 1500 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Dienststellen der gesamten Landespolizei haben Kräfte entsandt, auch das Landespolizeiamt und das Landeskriminalamt sind umfangreich beteiligt. Sie werden durch Spezialeinheiten anderer Landespolizeien unterstützt. Die Bundespolizei, die Berufsfeuerwehr Kiel mit Rettungsdienst sowie freiwillige Feuerwehren üben mit. Die Rolle als Übungsdarsteller übernehmen studierende Polizisten der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz.

Neben verschiedenen Örtlichkeiten im Raum Kiel wird es auch an der BAB A 21 im Bereich der Polizeidirektion Bad Segeberg (Parkplatz Bebenseer Moor, Fahrtrichtung Süden) einen Übungsbestandteil geben. Hier wird eine Kontrollstelle eingerichtet. Für einen kurzen Zeitraum (ca. 15 Minuten) wird es hier zu einer Ableitung des in Richtung Süden fließenden Verkehrs kommen. Grundsätzlich gilt, dass es in allen Übungsbereichen kurzfristig zu Verkehrsbeeinträchtigungen sowie geringfügigen Lärmbelästigungen durch eingesetzte Hubschrauber kommen kann. Die Beeinträchtigungen bleiben aber auf das unvermeidliche Maß beschränkt.

Wichtig: Trotz des hohen Personaleinsatzes während der Übung gibt es keine Einschränkung der polizeilichen Erreichbarkeit oder Hilfeleistung.

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Norddeutschland

A1: Urlaubsverkehr und Strandbesucher sorgen für Staus

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Autobahnstau
Symbolfoto: Christian Müller/Shutterstock

Reinfeld/Lübeck/Hamburg – Wer in Richtung Ostsee und Dänemark fahren möchte, beziehungsweise heute Abend von der Ostsee und der Travemünder Woche zurück in Richtung Hamburg fährt, sollte die A1 meiden.

Seit dem Sonnabendmorgen staut sich der Verkehr in Richtung Ostsee immer wieder auf mehreren Kilometern. Auch in Stormarn kam es immer wieder zu Stau und Stop- und Go-Bildungen. Zwischen Reinfeld und Lübeck erreichte der Stau bereits zwischenzeitlich Längen von zehn Kilometern.

Auch auf der A7 und in Richtung Nordsee kommt es immer wieder zu Staus.

Vor allem ist daran zu denken, bei Staus an die Rettungsgasse zu denken. Sie kann Leben retten.

 

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Polizei und Feuerwehr

A1 Richtung Bremen: Autofahrer hat Pony im Kofferraum

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Das Pony im Kofferraum
Foto: Autobahnpolizei Münster/hfr

Münster – Am Freitag, den 20.07., gegen 19.22 Uhr, traf eine Funkstreifenbesatzung BAB A1, in Fahrtrichtung Bremen fahrend, auf einen schwedischen Opel SUV (PKW), mit dem ein außergewöhnlicher Tiertransport durchgeführt wurde.

Im Kofferraum des Fahrzeugs machten die Beamten ein Shetland-Pony aus, welches hinter den Vordersitzen stand und lediglich mit einem Seil an den Haltegriffen im Fond am Fahrzeughimmel des Fahrzeugs angebunden war.

Zusätzlich befand sich ein Heuballen hinter dem Fahrersitz für das Pferd. Die Beamten lotsten den SUV zu einer Tank- und Rastanlage. Dort war für den Tiertransport in dieser Art und Weise die Fahrt zu Ende.

Dem 48-jährigen schwedischen Fahrzeugführer wurde die Weiterfahrt untersagt, ihm wurde erklärt, dass er zum Transport des Tieres einen geeigneten Anhänger verwenden müsse. Gegen ihn wird eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt. Nachdem das Pferd die Möglichkeit zum Auslauf im Nahbereich der Tank-und Rastanlage erhalten hatte, wurde es von der Besitzerin aus Dänemark abgeholt.

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Lübeck

Messerangriff im Linienbus: Keine Hinweise auf Terror-Hintergrund

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Polizeisperrung
Symbolfoto: U J Alexander/shutterstock.com

Lübeck – Im Lübecker Stadtteil Kücknitz kam es heute, 20. Juli, in einem Bus der Linie 30 zu einem Messerangriff in einem Bus, der in Richtung Travemünde unterwegs waren.

Ein 34-jähriger Fahrgast, ein deutscher Staatsangehöriger aus Lübeck,  stach plötzlich und unvermittelt kurz vor 14 Uhr auf mehrere Fahrgäste ein. Die Polizei bestätigt kurz vor 15 Uhr via Twitter “einen größeren Polizeieinsatz”:

Der Angriff ereignete sich in einem Gelenk-Bus, bei dem nach bisherherigen Erkenntnissen mindetens eine Person schwer verletzt und mehrere weitere Personen leicht verletzt wurden.

Medienberichte über eine getötete Person stimmen nicht.  Im Bus befand sich außerdem ein verdächtiger Rucksack, der offenbar mit einer brennbaren Flüßigkeit gefüllt war. “Der Rucksack wurde durch Mitarbeiter des Munitionsräumdienstes Schleswig-Holstein überprüft. Es befand sich Brandbeschleuniger, aber kein Sprengstoff in dem Rucksack. Der Rucksack wurde gesichert”, so die Polizei.

Zuerst berichteten die Lübecker Nachrichten und der NDR von dem gewalttätigen Zwischenfall.

Die Polizei äußert sich direkt nach der Tat zurückhaltend und bat darum, von Spekulationen Abstand zu nehmen. In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich allerdings trotzdem schnell Gerüchte. Viele erste Kommentare richteten sich gegen Flüchtlinge und sprachen – ohne jegliche Bestätigung – von einer Terrorgefahr.

“Es liegen keinerlei Hinweise auf eine politische Radikalisierung des Mannes vor. Es liegen derzeit auch keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund vor”, so die Polizei zu den ersten Ermittlungsergebnissen. Innenminister Hans Joachim Grote erklärte, es handle sich um einen Mann mit iranischen Wurzeln, der allerdings in Deutschland geboren und aufgewachsen sei.  Er soll Mitarbeiter der Bundeswehr gewesen sein.

“Die genaue Anzahl der Verletzten ist noch unklar. Es gab keine Toten. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde eine Person schwer verletzt. Die Hintergrunde zu der Tat sind noch unklar und Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen”, heißt es von Seiten der Polizei Lübeck und er Staatsanwaltschaft.

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) hat seine Teilnahme an der Eröffnung der Travemünder Woche nach dem mutmaßlichen Anschlag abgesagt.

Welche Auswirkungen die Tat auf das Sicherheitskonzept der Travemünder Woche oder auf andere Veranstaltungen in Lübeck wie das Belt-Festival haben könnte, steht noch nicht fest.

Die Polizei hat ein Bürgertelefon eingerichtet (0451/29079319).

Die Polizei hat den Bereich um den Tatort weiträumig abgesperrt. Der Zugverkehr in Richtung Kücknitz wurde eingestellt. Die Tat soll mit einem Küchenmesser durchgeführt worden sein. Offenbar überwältigten andere Fahrgäste den Täter. Der Busfahrer öffnete geistesgegenwärtig die Türen, so dass die Passagiere fliehen konnten.

Die Polizei bittet darum, dass sich Zeugen und auch Busmitfahrer melden.

“Der Bus war voll besetzt. Viele der Fahrgäste und Zeugen haben den Tatort verlassen, bevor ihre Personalien von der Polizei aufgenommen werden konnten.

Diese Fahrgäste werden dringend gebeten sich mit der Polizei unter der Nummer des eingerichteten Bürgertelefons 0451 / 29079-319 oder 0451 / 29079-303 in Verbindung zu setzen.

 

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