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Bargteheide

Mordprozess gegen Sven S.: Bargteheider Todesschütze spricht von Unfall

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Ermittler vor dem Haus in dem der Mord geschah.
Foto: F.Fischer

Lübeck/Bargteheide – Vor acht Monaten hat Sven S. sein Ex-Freundin mit drei Schüssen aus einem großkalibrigen Revolver getötet. Erstmals hat sich der 35-Jährige jetzt im Prozess zu der Tat geäußert. Es soll ein Unfall gewesen sein, behauptet S.

Die Tat: Mehrere Kugeln treffen Svea T. am Vormittag des 12. August 2016 in der Wohnung von Sven S. Nach dem ersten Schuss geht die junge Frau zu Boden. Dann wird sie noch von zwei weiteren Kugeln getroffen. Die 28-Jährige ist sofort tot. Sven S. ist einen Tag auf der Flucht und wird in Ammersbek von der Polizei festgenommen. Die Tatwaffe, ein Colt Python, wird einige Tage später in einem Teich gefunden.

Jetzt muss sich Sven S. für seine Tag vor dem Landgericht in Lübeck verantworten. Die Anklage geht davon aus, dass der 35-Jährige seine Ex-Freundin am Tag der Tat in seine Wohnung gelockt und sie dann kaltblütig ermordet hat – aus Eifersucht und Wut über die Trennung.

In einem Geständnis hat Sven S. die Tat eingeräumt, spricht allerdings von einem Unfall:

Kurz vor der Tat hatte der Angeklagte seinen Bekannten erzählt, dass er in Urlaub fahre. Tatsächlich mietete er sich in einem Hotelzimmer in Norderstedt ein. Am Tattag kehrte er nach Bargteheide zurück – allerdings nach seiner Einschätzung nicht, um seine Ex-Freundin zu töten, sondern um in seinem Wohnhaus versteckte Drogen zu holen.

Auf dem Balkon seiner Wohnung will er dann die Waffe und Munition gefunden und sich entschlossen haben, sich damit umzubringen. Während er sich den Lauf des Revolvers in den Mund hielt, soll Svea T. aufgetaucht sein, angefangen haben zu schreien und versucht haben, ihm die Waffe abzunehmen. Dabei, so heißt es in seinen Ausführungen, habe sich der erste Schuss gelöst. Der traf ihren Arm. Als sie am Boden lag, sollen sich dann die beiden weiteren Schüsse gelöst haben.

Dieser Darstellung widerspricht ein anderer Zeuge, einer von Sven S. Mithäftlingen.

Auch ihm habe er zwar von einem Unfall erzählt, jedoch glaube er das nicht: „Er sagte, er werde auf krank machen und sei dann nach vier bis fünf Jahren wieder draußen. Er plant nach der Haft ein neues Leben mit einer anderen Frau“, zitiert das Hamburger Abendblatt die Aussage des 47-Jährigen, der eine langjährige Haftstrafe wegen Betruges absitzt und als Zeuge im Prozess geladen war.

Der Häftling hatte das Gespräch mit Sven S. der Staatsanwaltschaft gemeldet. Daraufhin soll Sven S. aggressiv geworden sein und damit gedroht haben, die Tochter des 47-jährigen Mithäftlings zu vergewaltigen.

Bargteheide

Einbruch in Bargteheide: 37-Jähriger bleibt in U-Haft

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Mannin Handschellen (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Bargteheide – Am 18.06., gegen 09:10 Uhr, kam es in Bargteheide zu einer Festnahme nach einem Einbruch in einen Einfamilienhaus.

Ein aufmerksamer Anwohner bemerkte gegen 09:00 Uhr zwei unbekannte männliche Personen, welche in den hinteren Gartenbereich eines Grundstückes verschwanden, und verständigte die Polizei.

Die Polizei war schnell vor Ort und stellte zwei männliche Personen fest, welche gerade versuchten die rückwärtige Terrassentür zu öffnen. Nachdem die beiden Tatverdächtigen die Polizeibeamten bemerkten, flüchteten sie durch den Garten auf die angrenzenden Grundstücke.

Im Rahmen der Nahbereichsfahndung konnte ein Tatverdächtiger aufgrund von guten Hinweisen aus der Bevölkerung festgenommen werden. Es handelt sich bei dem Tatverdächtigen um einen 37-jährigen Mann aus Südamerika. Die Kriminalpolizei Ahrensburg hat die Ermittlungen übernommen.

Da der Beschuldigte über keinen festen Wohnsitz verfügt, hat die Staatsanwaltschaft Lübeck beim Amtsgericht Ahrensburg den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls wegen Fluchtgefahr gegen den 37-jährigen Mann beantragt.

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Bargteheide

Bargteheide: Polizei bittet um Hilfe bei Jagd nach flüchtigem Einbrecher

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Bargteheide – Am heutigen Tage gegen 09:45 Uhr wurde in Bargteheide, Hufeisenring, durch zwei Täter versucht in ein Einfamilienhaus einzubrechen.

Die Täter wurden beobachtet und die Polizei informiert. Bei Eintreffen der Polizeibeamten flüchteten beide. Ein Tatverdächtiger konnte jedoch festgenommen werden. Es handelt sich um einen 37-jährigen Südamerikaner.

Nach dem weiteren Tatverdächtigen, ebenfalls einem nach dem äußeren Erscheinen nach südamerikanischem Mann, wird aktuell mit Hochdruck auch mit Einsatz eines Hubschraubers gesucht.

Bisher verlief diese Suche erfolglos. Daher wird die Bevölkerung von Bargteheide und Umgebung gebeten die Polizei bei der Suche zu unterstützen.

Bei dem Mann handelt es sich um eine ca. 180 cm große Person, schlanke Figur, schwarze kurze Haare mit einem deutlich sichtbaren Seitenscheitel auf der linken Seite Er trägt blaue Jeans, einen hellen (evt. gräulichen) langärmligen Pullover, schwarze Schuhe und weiße Socken.

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Familie und Freizeit

Bargteheider „All inklusiv Crew“ zum Baltic Sea Circle gestartet

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Bereit zum Start die Bargteheider „All Inklusiv Crew“
Foto: tohus GmbH/hfr

Bargteheide – Der 26 Jahre alte VW Bus ist fertig umgebaut und rollt nun über Europas Straßen.   Am 16. Juni startete das inklusive Projekt „All inklusiv Crew“ aus Bargteheide mit mehr als 250 anderen Teams zum Baltic Sea Circle

Sonnabend, 11.00 Uhr auf einem Parkplatz neben dem Hamburger Fischmarkt: mehr als 250 Teams aus ganz Europa und zahlreiche Neugierige schlendern über die Betonfläche, fachsimpeln über ihre Autos oder organisieren per Smartphone noch die letzten zu erledigenden Dinge. Wie Stefanie Dieck am roten Tour-Bus der Bargteheider „All inklusiv Crew“. Sie ist am frühen Morgen mit Ihrem Hund noch Gassi gegangen. Während der Tour bleibt er bei Freunden und die benötigen noch einige Ratschläge, glaubt sie.

Neben ihr steht Dennis Asaev: „Meine Stimmung ist perfekt, aber ich bin so aufgeregt, dass ich an die Fahrt noch gar nicht denke.“ Michael Glitza ist da schon ein wenig weiter: „Ich spüre ein angenehmes Kribbeln im Bauch und gehe davon aus, das wir alles gut schaffen können.“

Entspannt zeigt sich auch Krischan Sester-Stehn. Als ehemaliger Fernfahrer hat er es schon bis zum Polarkreis geschafft und will mit dem Baltic Sea Circle (BSC) die große Runde um die Ostsee jetzt vollenden und dabei Landschaft gucken und Leute kennenlernen.

Die größte Herausforderung, so Jörn Brücken und Fabian Josten von der tohus gGmbH, wird die große Enge sein, sechs Menschen in einem Bus. Immerhin: Jedem steht für die Schlafenszeit ein eigenes Zelt zur Verfügung und in dieser Zeit hat jeder seine Ruhe und muss selbst sehen, wie er mit der Mitternachtssonne oder anderen Widrigkeiten fertig wird.

Ab 12 Uhr sind die sechs aus Klienten, interessierten Bargteheider Mitbürgern und Sozialarbeitern bestehenden Mitglieder der besonderen „All inklusiv Crew“ mit der Startnummer 29 dann unterwegs: Vom Fischmarkt 7500 Kilometer durch zehn Länder über die Lofoten, das Nordkap, Murmansk, St. Petersburg, Kaliningrad und wieder zurück nach Hamburg. Am 1. Juli muss das Ziel mit dem 26 Jahre alten VW-Bus T4 erreicht sein.

Ein anderer Teil der Crew bleibt zu Hause und dokumentiert das ferne Geschehen in sozialen Medien und auf einer Homepage. 

Auf eines sind sie alle Beteiligten schon jetzt stolz: Den schon aussortierten Bus so fit gemacht zu haben, dass die Reise beginnen kann.

 

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