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Lübeck

Lübecker soll Tochter (2) missbraucht und vergewaltigt haben

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Symbolfoto: Bluehand/shutterstock.com

Lübeck – Sollten sich die schweren Verdachtsmomente und Ergebnisse der Ermittlungen als wahr erweisen, dann ist es eine wirklich grausige Tat. Die umfangreichen Ermittlungen einer bei der Bezirkskriminalinspektion Lübeck besonders gebildeten Ermittlungsgruppe hat die Staatsanwaltschaft Lübeck Anklage gegen zwei Lübecker Männer im Alter von 28 und 47 Jahren wegen des Vorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs der Tochter des jüngeren Angeklagten zum Landgericht Lübeck erhoben.

Dem Kindsvater wird vorgeworfen, vom Sommer 2016 an bis zu seiner Festnahme Anfang November 2016 in neun Fällen seine zu dem Zeitpunkt zwei Jahre alt gewesene Tochter schwer sexuell missbraucht zu haben. Dabei soll das Kind in drei Fällen auch vergewaltigt worden und in zwei Fällen durch die Knebelung in die Gefahr des Todes gebracht worden sein.

Der 47-jährige Angeklagte ist in vier Fällen als Mittäter angeklagt, darunter die drei Taten, bei denen das Kind jeweils auch vergewaltigt und (in zwei Fällen) in die Gefahr des Todes gebracht worden sein soll.

Darüber hinaus wird den Angeklagten zur Last gelegt, ihre sexuellen Handlungen an dem und vor dem Kleinkind, das dabei auch geschlagen worden sein soll, gefilmt zu haben, um das so hergestellte kinderpornographische Material über das Internet zu verbreiten.

Ein Zeuge, den der Kindsvater über eine Internet-Datingplattform zur Suche von Sexualpartnern kennengelernt hatte, hatte sich Anfang November 2016 an das Jugendamt der Stadt Lübeck gewandt und dort den Verdacht eines aktuellen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes gemeldet, weil der Kindsvater ihm im Rahmen eines Chats Fotos und Videos von Missbrauchshandlungen zum Nachteil seiner Tochter über den Whatsapp-Messenger zugesandt hatte. Das Jugendamt hatte umgehend die Polizei benachrichtigt, sodass der Kindsvater drei Tage später festgenommen werden konnte.

Der 28-Jährige hat in seinen polizeilichen Vernehmungen die ihm vorgeworfenen Taten teilweise eingeräumt. Aufgrund seiner Angaben ist es den Ermittlungsbehörden gelungen, den 47-jährigen Mitangeklagten zu identifizieren. Er wurde festgenommen, als er sich gerade in einem verschlüsselten Chat im Internet bewegte.

Die Angeklagten haben im Rahmen des Ermittlungsverfahrens überein-stimmend angegeben, sie hätten sich über eine Internet-Datingplattform kennengelernt.

Im Rahmen von Wohnungsdurchsuchungen bei den Angeklagten wurden neben großen Datenmengen mit Bild- und Videomaterial unter anderem auch die von den Angeklagten bei den Taten verwendeten Fesselungs- und Knebelungsmaterialien sowie Sexutensilien sichergestellt.

Durch die umfangreichen Ermittlungen der Ermittlungsgruppe konnten zudem weitere Tatverdächtige identifiziert werden, denen das durch die Angeklagten hergestellte kinderpornographische Material übersandt wurde und die teilweise zudem verdächtig sind, den Missbrauch des Kleinkindes in Live-Chats mitverfolgt und möglicherweise die Angeklagten zur Vornahme bestimmter Handlungen an dem Kind aufgefordert zu haben. Insoweit dauern die Ermittlungen noch an.

Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Lübeck beginnt am 26.04.2017.

Es wird darauf hingewiesen, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung jeder Angeklagte als unschuldig gilt (Artikel 6 Abs. 2 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten).

Polizei und Feuerwehr

Lübeck: Polizei sucht Zeugen eines illegalen Straßenrennens

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Lübeck – Die Polizei Lübeck geht davon aus, dass am Pfingstwochenende in Lübeck ein gefährliches und illegales Straßenrennen stattgefunden hat. „Am Samstagmorgen, 19. Mai,  konnten Beamte des Zentralen Kriminaldauerdienstes Lübeck vier Fahrzeuge feststellen, die offenbar ein Rennen fuhren. Im Bereich der Fackenburger Allee sind die Fahrzeuge parallel nebeneinander mit hoher Geschwindigkeit gefahren. Die Fahrzeugführer konnten Bei der Lohmühle kontrolliert werden“, so Polizeisprecher Stefan Muhtz. 

Und so beschreibt die Polizei den Vorfall: „Die Beamten fuhren gegen 1 Uhr mit einem zivilen Streifenwagen auf der Holstenstraße in Richtung Lübecker Innenstadt. Dabei konnten sie vier Fahrzeuge aus den Schüsselbuden in die Holstenstraße und weiter in Richtung Holstentorplatz fahren sehen und hören. Die Fahrer hupten mehrfach und man rief sich aus den Fahrzeugen gegenseitig etwas zu.

Die Polizisten wendeten ihren Wagen und fuhren zunächst beobachtend hinterher. An der Ampelanlage in Höhe der Willy-Brandt-Allee stellten sich drei Fahrzeuge nebeneinander auf. Ein dunkler Audi Q3 nutzte die Busspur, ein schwarzer BMW und dunkler VW die beiden weiteren Fahrbahnen. Ein SUV hielt hinter dem Volkswagen.

Bei „grün“ beschleunigten die Wagen, bremsten grundlos und fuhren zu Teil parallel nebeneinander über den Kreisverkehr in Richtung Fackenburger Allee. Zwei Ampelanlagen wurde bei „gelb“ und „rot“ überfahren. Ein einfahrendes Fahrzeug musste stark abbremsen, um einen Unfall zu verhindern. Im Verlauf der Fackenburger Allee zeigte der Tacho des Streifenwagens 114 km/h. Drei Fahrzeuge fuhren abschließend auf einen Parkplatz Bei der Lohmühle, das SUV-Fahrzeug setzte seine Fahrt fort.

Die Beamten konnten die Fahrer des Audi, BMW und VW Passat kontrollieren. Es handelt sich um 19-jährige Lübecker. Sie bestreiten ein Rennen gefahren zu sein. Weitere Streifenwagen suchten nach dem SUV – dieses blieb in der Nacht erfolglos.

Es wird nun hinsichtlich des Verdacht eines verbotenen Straßenrennens nach § 315d Strafgesetzbuch ermittelt. Zeugen dieses Vorfalles mögen sich bitte bei der Polizei unter der Rufnummer 0451-1310 melden.

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Polizei und Feuerwehr

Lübeck: Nachtportier in Hotel überfallen und ausgeraubt

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Lübeck – In der Nacht von Samstag auf Sonntag (20.Mai 2018) ist in Lübeck St. Lorenz Süd ein Nachtportier eines Hotels überfallen und beraubt worden. Der bisweilen unbekannte Täter flüchtete mit der Beute, die Polizei sucht Zeugen.

Gegen 02.40 Uhr ging bei der Polizeiregionalleitstelle der Notruf ein, dass soeben der Nachtportier eines Hotels im Bereich Roter Löwe überfallen worden wäre. Mehrere Funkstreifenwagen suchten daraufhin das Hotel in der Dr.- Luise-Klinsmann-Straße auf und fahndeten nach dem flüchtigen Täter.

„Ersten Erkenntnissen nach betrat gegen 02.30 Uhr ein maskierter Mann den Empfangsbereich des Hotels und verlangte nach dem Nachtportier. Als der Hotelangestellte am Tresen erschien, soll der Täter plötzlich eine Waffe gezogen und den Nachtportier damit bedroht haben“, so Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach.

„Unter Vorhalt der Waffe forderte er die Herausgabe von Bargeld. Kurz darauf konnte der Täter mit einem dreistelligen Bargeldbetrag flüchten. Der unter Schock stehende Angestellte rief anschließend die Polizei. Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen konnte der Tatverdächtige nicht mehr angetroffen werden“, beschreibt Gerlach den Überfall.

Es wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Raubes und räuberischer Erpressung aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht, die den flüchtigen Täter in der Nacht zu Sonntag im Bereich Roter Löwe beobacbetet haben.

Der Beschreibung nach soll es sich um einen circa 180cm großen Mann mit normaler Statur im Alter von circa 50 Jahren gehandelt haben. Während des Überfalls sprach der Täter fließend Deutsch. Zur Tatzeit war er mit einer grünen Jacke und einer schwarzen Mütze bekleidet.

Sachdienliche Zeugenhinweise nimmt das Kommissariat 13 unter der Telefonnummer 0451/ 1310 entgegen.

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Allgemein

Bombendrohung in Lübeck: Kein Sprengstoff gefunden

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Lübeck Am heutigen Dienstagmorgen (15.05.) wurde an die Gerichte in Lübeck, die Polizei und einige Medien per E-Mail die Androhung versandt, dass beim Amts- und Landgericht in Lübeck Sprengsätze „hochgehen“ würden.

Seitens der Polizei wurden die Räumungen der Gebäude in St. Lorenz Nord, Schwartauer Landstraße und St. Gertrud, Am Burgfeld, veranlasst. Vorsorglich wurden auch die Außenstellen geräumt. Es erfolgte zunächst die Durchsuchung des Landgerichtes bis ca. 13:20 Uhr, anschließend die Durchsuchung des Amtsgerichtes in der Straße „Am Burgfeld“.

„Die Außenstellen waren zuvor nach Lagebewertung wieder freigegeben worden.Beide Durchsuchungen führten nicht zu Funden, so dass nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Gebäude jeweils wieder betreten werden konnten“, so Polizeisprecher Stefan Muhtz von der Polizei Lübeck.

Im Einsatz waren knapp 40 Beamte der Polizeidirektion Lübeck, Beamte des Technischen Zuges der 1. Einsatzhundertschaft, der Berufsfeuerwehr Lübeck, des Kampfmittelräumdienstes aus Groß Nordsee sowie elf Sprengstoffspürhunde aus den Polizeidirektionen Ratzeburg, Bad Segeberg, Itzehoe, Kiel, Neumünster und Lübeck.

Die strafrechtlichen Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Lübeck und das Staatsschutzkommissariat der Bezirkskriminalinspektion Lübeck. Es wird u.a. wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten (§126 StGB) ermittelt. Weiteres wird zurzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht.

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