Folge uns!

Bad Oldesloe

Neuer Bedarfsplan soll Notfallrettung verbessern

Veröffentlicht

am

Rettungswageneinsatz (Symbolfoto)   Foto: stormarnlive.de

Rettungswageneinsatz (Symbolfoto) Foto: stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Bei einem Rettungseinsatz zählt jede Minute. Doch im Kreis Stormarn verstreicht oft zu viel Zeit, bis die Rettungswagen einen Einsatzort erreichen. Jetzt hat der Kreistag einem neuen Rettungsmittelbedarfsplan zugestimmt, der die Hilfsfristen verbessern soll.

Zwischen Alarmierung und Eintreffen der Rettungsfahrzeuges dürfen maximal zwölf Minuten verstreichen. In 90 Prozent der Fälle – so das Gesetz – muss diese Frist erfüllt werden. Der Kreis Stormarn kommt bislang auf knapp 82 Prozent. Jetzt handelt die Politik.

Kreistagsabgeordneter Maik Neubacher (CDU): “Wir erhöhen mit dem neuen Bedarfsplan sowohl die Sicherheit der Betroffenen als auch die Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte. Eine gute uns sichere Unfallrettung ist für unseren Kreis unabdingbar.”

Von nicht eingehaltenen Hilfsfristen besonders betroffen: Die Stadt Bargteheide und die umliegenden Ortschaften Ammersbek und Bargfeld-Stegen. Bislang musste in Notfällen ein Krankenwagen aus Ahrensburg anreisen. Wie die Prüfung der Gutachter ergab, wurden im Untersuchungszeitraum 433 Fälle registriert, in denen die zwölf Minuten überschritten wurden. Das sind 15 Prozent der Überschreitungsfälle im gesamten Kreisgebiet.

Bargteheide soll eine Rettungswache bekommen

“Es ist nicht so, dass es in den abweichenden Fällen eine halbe Stunde gedauert hätte, bis die Rettungskräfte eintreffen”, sagt Anja Kühl, die im Fachbereich Ordnung des Kreis Stormarn auch für die Rettungsdienste zuständig ist. Allerdings gäbe es durchaus Handlungsbedarf.

“Wir haben so schnell wie möglich einen Rettungswagen nach Bargteheide abgestellt”, sagt Anja Kühl. Das sei im März bereits realisiert worden. Mittelfristig ist geplant, eine Rettungswache in Bargteheide einzurichten. Bis dahin sind Fahrzeug und Besatzung bei der Feuerwehr untergebracht.

Große Auffälligkeiten gibt es auch in Bad Oldesloe (232 Überschreitungen) und in Ahrensburg (221 Überschreitungen), in denen es bereits Rettungswachen gibt.

Dort führt Anja Kühl die Hilfsfristüberschreigungen auf sogenannte Dublizitätsfälle zurück. Das bedeutet, dass Rettungswagen zum Zeitpunkt der Alarmierung mit einem anderen Einsatz beauftragt waren – etwa mit einem Krankentransport.

Um generell die Hilfsfristen zu verbessern, sollen künftig vermehrt private Rettungsorganisationen für Krankentransporte eingesetzt werden, um mehr Rettungswagen für Notfälle vorhalten zu können. Laut Bedarfsplan muss der Kreis 17 Rettungswagen vorhalten, von denen acht rund um die Uhr und die restlichen neun zeitlich eingeschränkt auf Abruf stehen.

Rettungssanitäter klagen steigende Arbeitsbelastung

Stormarner Rettungssanitäter hoffen auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. “Wir fahren schon seit Jahren am Limit, einige meiner Mitarbeiter sehe ich gar nicht mehr”, sagt Lutz Krüger, Leiter der Rettungswache in Bad Oldesloe. Das betrifft sowohl die Anzahl der Personals als auch die der Fahrzeuge. Sollte das so weiter gehen, macht Kröger deutlich,steuere der Kreis darauf zu, die Notfallrettung nicht mehr gewährleisten zu können.

Kreispräsident Hans-Werner Harmuth: “Wir erhoffen uns durch den neuen Rettungsmittelbedarfsplan auch eine Entspannung bei den Arbeitsbedingungen der Rettungssanitäter.”

Seit Jahren nehmen die Einsatzzahlen zu, die Belastungen für Sanitäter steigen. Immer häufiger kommt es auch zum Notruf-Missbrauch.

Ulf Zemann, erster Vorsitzender des Betriebsrates RV Stormarn-Segeberg: “Es kommt vor, dass wir mit Blaulicht zu einem Patienten rasen und der dann nur ein bisschen Fieber hat.”

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Kreis richtet kostenlosen Fahrdienst zwischen Reinbek und dem Impfzentrum Bad Oldesloe ein

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe/Reinbek – Um den über 80-jährigen Senioren aus Reinbek und Umgebung, die in der Zeit vom 1. bis 14. März einen Impftermin im Impfzentrum in Bad Oldesloe haben, die Anreise zu erleichtern, wird der Kreis für diesen Zeitraum eine zusätzliche kostenfreie Direktanbindung zwischen der Kreisstadt und dem Südkreis in Auftrag geben.

Sitz des Stormarner Landrats Symbolfoto: SL

Täglich um 12 Uhr und um 15:30 Uhr wird an der Bushaltestelle Schulstraße in Reinbek (unmittelbar am Impfzentrum) mit Zwischenhalt in Neuschönningstedt (Haltestelle Ebereschenweg, Abfahrt ca. 12:10 Uhr und 15:40 Uhr) ein Standard-Linienbus zum Einsatz kommen, der direkt und auf schnellstem Weg über die K80 und die A1 zur Bushaltestelle Travebad in Bad Oldesloe, in unmittelbarer Nähe zum dortigen Impfzentrum, fährt. Der Bus ist barrierefrei, so dass auch Rollstuhlfahrer befördert werden können.

Die Rückfahrt über Neuschönningstedt nach Reinbek ist jeweils für ca. 14:30 Uhr und ca. 18 Uhr geplant.

Der Bus wartet in der Zwischenzeit an der Bushaltestelle Travebad. Geimpfte können sich nach Abschluss des Impfvorganges dort aufhalten.

Landrat Dr. Görtz: “Das Impfzentrum Reinbek wird erst ab dem 15. März für Personen über 80 Jahre zur Verfügung stehen, da erst ab dann der entsprechende Impfstoff zur Verfügung steht. Bis dahin wollen wir den Bürgerinnen und Bürger aus dem Südkreis eine bessere Erreichbarkeit des Impfzentrums in Bad Oldesloe ermöglichen. Der Weg von Reinbek nach Bad Oldesloe ist mit dem regulären ÖPNV besonders für ältere Menschen schwierig zu bewältigen. Ich hoffe, dass wir ihnen mit diesem Angebot entgegenkommen können.”

Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer: „Das ist eine unkomplizierte Hilfe und für alle Seniorinnen und Senioren aus dem Südkreis eine gute Nachricht. Jetzt werbe ich dafür, schnell Impftermine zu buchen und den Shuttle zu nutzen.“

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Inzidenzwert und Todeszahlen: Die Corona-Lage in Stormarn am Dienstag

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet seit gestern Nachmittag 30 Neuinfektionen (Stand: 23.2., 15:00 Uhr). Die 7-Tages-Inzidenz liegt weiterhin bei unter 50, allerdings meldet das Gesundheitsamt weitere Todesfälle.

Der Kreis meldet insgesamt 4.617 bestätigte COVID-19-Fälle in Stormarn. 4.141 Personen gelten als genesen, 242 Personen sind aktuell infiziert.

“Leider müssen wir auch mitteilen, dass fünf weitere infizierte Personen verstorben sind”, teilt das Gesundheitsamt mit. Es handelt sich um einen Mann der Altersgruppe über 70 Jahre sowie vier Frauen der Altersgruppe über 80 (2) und über 90 (2) Jahre.

234 Personen sind somit verstorben.

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 115 Neuinfektionen zu bestätigen. Das entspricht einem Inzidenzwert von 47,1 Infektionen pro 100.000 EinwohnerInnen.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Stormarner Vorlesewettbewerb in diesem Jahr per Videokonferenz

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser der Stadt/des Landkreises Stormarn? Der Regionalentscheid der 62. Runde des Vorlesewettbewerbs fand in diesem Jahr digital per Video-Einreichung statt.

dav

Die 12 SchulsiegerInnen des Kreises Stormarn konnten ihren Vorlesebeitrag bis Mitte Februar aufzeichnen und über das Video-Portal des Wettbewerbs hochladen. 

An den Vorlese-Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich in diesem Jahr bundesweit mehr als 4.300 SchulsiegerInnen.

Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands.

In diesem Jahr waren rund 350.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen am Start. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken.

Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Auch in diesem Jahr unterstützen darüber hinaus die experimenta gGmbH und vier Sparda-Regionalbanken die Aktion.

Die Etappen führen von der Schule über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale, das voraussichtlich im Juni 2021 in Berlin stattfinden wird. Die rund 600 Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen organisiert.

Der Regionalentscheid Stormarn wurde auch dieses Jahr von der Stadtbibliothek organisiert. Die Jury, bestehend aus der früheren Stadtbibliotheks-Mitarbeiterin Barbara Preiss und den BibliotheksmitarbeiterInnen Saskia Boos und Jens A. Geißler hat am 17.2.2021 alle eingereichten Video-Beiträge gesichtet und bewertet.

Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis.

Als Sieger aus dem knappen Rennen ging Kalle Gerke hervor, der das Theodor-Mommsen-Gymnasium in Bad Oldesloe besucht.

Er tritt damit beim nachfolgenden Bezirksentscheid an.

Aktuelles zum 62. Vorlesewettbewerb sowie alle Infos, Termine und Teilnehmerschulen sind auf der Internetseite www.vorlesewettbewerb.de zu finden.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung