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Bad Oldesloe

Exer-Exil: Wochenmarkt-Händler befürchten Umsatzeinbußen

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Der Oldesloer Wochenmarkt. Foto: Archiv

Der Oldesloer Wochenmarkt. Foto: Archiv

Bad Oldesloe – Die Oldesloer Marktbeschicker sorgen sich um ihre Umsätze: An fünf Samstagen kann der Oldesloer Wochenmarkt auf den Exer verlagert werden, um Platz für andere Veranstaltungen zu schaffen. 

Verwaltung und Marktgemeinschaft befinden sich derzeit in Vertragsverhandlungen über die künftige Nutzung des Marktplatzes. Die Ausweich-Regelung soll zum Leidwesen der Marktbeschicker beibehalten werden.

Markt-Sprecherin Birgit Winzler: “Die Verlegungen fallen in der Regel nicht auf den eher schwächeren Mittwoch sondern auf die starken Samstage im Sommer. Fünf Verlegungen, das hört sich erst mal nicht viel an, bedeuten aber hohe Umsatzeinbußen.”

Winzler befürchtet, dass das einige der Marktbeschicker mittelfristig vertreiben könnte und in der Folge ein Sterben des Wochenmarktes: “Wenn die Großen abwandern, wäre der Prozess im Grunde nicht mehr aufzuhalten.”

Kritik gab es konkret an dem geplanten Fischmarkt mit externen Anbietern vor dem zweiten verkaufsoffenen Sonntag, für den der Wochenmarkt auf den Exer umziehen soll. Dieser soll aus Winzlers Sicht ähnliche oder gleiche Waren anbieten. Damit werde direkte Konkurrenz zum Wochenmarkt geschaffen. 

Die städtische Veranstaltungsmanagerin Inken Kautter zeigt sich verwundert: “Unser Anliegen ist es, Veranstaltungen in der Innenstadt anzubieten. Wir stehen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung und haben immer auch Gespräche mit den Marktbeschickern geführt.” Das betrifft auch die Terminkoordinierung zu den verkaufsoffenen Sonntagen.

“VERLEGUNG AN FÜNF TAGEN IM JAHR KEINE ÜBERMÄSSIG GROSSE BELASTUNG”

Bürgermeister Jörg Lembke stellte seine Sicht der Dinge dar: “Ich halte eine Verlegung an maximal fünf Tagen im Jahr nicht für eine übermäßig große Belastung.”

Auch habe die Verwaltung die Marktgemeinschaft in den vergangenen zehn Jahren durchaus unterstützt, in dem die Gebühren nie erhöht wurden.

“Es ist uns natürlich ein Anliegen, dass es künftig einen Wochenmarkt geben wird”, so der Verwaltungschef. Das zeige auch die kürzlich getätigte fünfstellige Investition in die Stromversorgung auf dem Marktplatz.

Agnes Heesch vom Stadtmarketing: “Der Wochenmarkt ist ohne Frage wichtig, aber die Stadtverwaltung muss sich natürlich das Recht vorbehalten, dort an mindestens fünf Tagen auch andere Veranstaltungen abhalten zu können. Was war so, uns wird auch so bleiben müssen.”

In der Lokalpolitik kursiert nach der Kritik der Marktgemeinschaft dennoch eine gewisse Sorge, die Beschicker könnten abwandern.

“Wir sollten schon genau schauen, ob die fünf Veranstaltungen jedes Jahr ausgeschöpft werden sollten oder ob zwei bis drei Verlegungen nicht reichen”, sagt Wilfried Janson (Bündnis 90/Die Grünen). 

Diakon Wolfgang Schmidt, parteiloses Mitglied im Hauptausschuss, mahnte die Verwaltung: “Es darf gar nicht erst passieren, dass einzelne Marktbeschicker mit dem Gedanken spielen, nicht mehr zu kommen.”

 

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Bad Oldesloe

Bewerbermangel: Oldesloer Verwaltung stellt vermehrt eigene Azubis ein

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Bürgermeister Jörg Lembke (2.v.l.) mit Ausbildungsleter Stefan Teich und den Azubis Jonas Wagner, Helen Kaltwasser, Wencke Behrens und Anna-Lena Wriedt. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – In der Oldesloer Stadtverwaltung gibt es viele freie Stellen, die sich einfach nicht besetzten lassen. Es fehlt an geeigneten Bewerbern. Daher wird jetzt vermehrt auf Auszubildende gesetzt. Es gibt sogar eine Übernahme-Garantie.

Die Zeiten in denen Verwaltungen hunderte Bewerbungen auf eine Stelle bekamen, sind vorbei. Vor allem fehlt es an Arbeitskräften mit Verwaltungserfahrung, wie Bürgermeister Jörg Lembke sagt: “Die sind auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu bekommen und wir stellen vermehrt fest, dass sich die Verwaltungen gegenseitig die Leute abjagen.”

Jetzt bildet das Oldesloer Rathaus verstärkt eigene Fachkräfte aus. In diesem Jahr starteten vier junge Leute ihre Karriere in der Stadtverwaltung. Eine von ihnen ist Anna-Lena Wriedt. “Eine Ausbildung habe ich schon hinter mir und jetzt mache ich ein duales Studium”, sagt die 22-Jährige. Bachelor-Studium ist ein neues Angebot der Stadtverwaltung und soll vor allem Schulabgänger ansprechen. Das funktioniert: Es gab 124 Mitbewerber. Ähnlich ist es bei der klassischen Ausbildung. Hier kamen 111 Bewerber auf zwei Stellen. Den Vertrag bekamen Helen Kaltwasser (18) und Wencke Behrens (19). “Ich habe schon ein Praktikum in dem Bereich gemacht und das hat mir gefallen”, sagt Segebergerin. Nicht nur im Büro sucht Bad Oldesloe Fachkräfte. Jonas Wagner macht beim städtischen Bauhof eine Ausbildung zum Straßenwärter. Seine Interessen dürften ihn bei vielen Autofahrern auf Anhieb sympathisch machen: “Schlaglöcher ausbessern, das interessiert mich”, sagt der 17-Jährige.

Bürgermeister Lembke hatte sogar noch einen fünften Ausbildungsplatz ausgeschrieben. Doch der Gärtner-Azubi sprang im letzten Moment ab. Im nächsten Jahr gibt es daher mindestens fünf statt vier freie Ausbildungsstellen. Unter anderem in Teilzeit. Damit soll etwa alleinerziehenden Eltern eine bessere Chance geboten werden, in Arbeit zu kommen. Die Anforderungen sind hoch: “Sie müssen in weniger Zeit das Gleiche leisten, wie unsere anderen Azubis”, sagt Ausbildungsleiter Stefan Teich. Alle neuen Mitarbeiter werden dabei so gut es geht unterstützt. Auch das Arbeitsklima soll stimmen: “Wir wollen eine Bindung herstellen und die Auszubildenden sollen sich bei uns wohl fühlen”, sagt Teich. Wichtig ist dabei auch die berufliche Perspektive. Jeder Azubi wird für mindestens ein Jahr übernommen. In der Regel länger. Teich: “Wir bilden ja nicht für andere aus und einen freien Platz bei uns in der Verwaltung gibt es eigentlich immer.”

Um auch künftig ausreichend Azubi-Bewerbungen zu bekommen, ist die Stadt Bad Oldesloe auch bei Ausbildungsmessen in der Region präsent. Unter anderem bei der “BIZ bei Nach”, der Nachtschwärmer Job Tour und auf der Jobmesse an der Anne-Frank-Schule in Bargteheide.

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Bad Oldesloe

Feuer auf Recyclinghof: So unterstützte das Technische Hilfswerk

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Einsatzkoordinierung in der THW Regionalstelle Lübeck. Foto: ots

Lensahn/Bad Oldesloe – Aufgrund des Brandes des Recyclinghofes bei Lensahn an der Autobahn A1 musste am Dienstagvormittag nicht nur die A1 vollgesperrt werden auch die über den Recyclinghof führende 110.000 Volt Stromleitung wurde abgestellt.

Daraufhin wurde das THW über den bereits im Einsatz befindlichen Fachberater angefordert. Vor Ort war auch das Technische Hilfswerk aus Bad Oldesloe.

Bei zahlreichen Stromausfällen östlich des Brandes stehen logistisch wichtige und sensible Bereiche bei der Versorgung im Vordergrund.

Die Alarmierung erfolgte am Vormittag ab 10.30 Uhr. In erster Linie waren dies Fachgruppen Elektroversorgung und Bergungsgruppen die mit ihren Netzersatzanlagen Strom einspeisen können.

Als Bereitstellungsraum für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte baute sich die Lübecker Fachgruppe Führung Kommunikation mit Meldekopf am Rastplatz Neustädter Bucht südlich des Lensahner Brandes.

Im Bereitstellungsraum sind insgesamt 6 Netzersatzanlagen mit bis zu einer Leistung von 300 KVA (in Summe rund 1400 KVA) aus den Ortsverbänden Hamburg -Wandsbek und -Bergedorf, Bad Segeberg und Eutin zusammengeführt. Weitere Helferinnen und Helfer mit zusätzlichen Stromaggregaten wurden voralarmiert. Hiervon sind auch Einsatzkräfte aus dem Nachbarlandesverband Bremen Niedersachsen betroffen.

Bereits im Einsatz sind die ehrenamtlichen Helfer aus Lübeck, die mit einer weiteren 175 KVA-Netzersatzanlage den Betrieb des Klärwerkes Cismar-Lenste sicherstellen. Der Ortsveband Neustadt versorgt mit seinem Aggregat einen Funkmast, der von der Stromabschaltung betroffen war.

Da ein genaues Ende des Einsatzes nicht absehbar ist, wurde zur Verpflegung der THW-Helferschaft und weiterer Einsatzkräfte die Fachgruppe Logistik des THW Ortsverbandes Preetz alarmiert, die von der Fachgruppe Logistik des THW Ortsverbandes Bad Oldesloe unterstützt wurde. Koordiniert wird der THW-Einsatz durch das Lage- und Koordinierungsteam der THW Regionalstelle Lübeck.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Radfahrer rammte Fußgänger zu Boden

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Wie die Polizei heute mitteilte, kam es bereits am 9. August zwischen 8 Uhr und 08:30 Uhr auf dem Geh- und Radweg der Hamburger Straße in Bad Oldesloe zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger verletzt wurde.

“Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhr ein Radfahrer den rechtsseitigen Radweg der Hamburger Straße in Richtung Innenstadt. In Höhe der Einmündung Salinenstraße wollte er rechts in diese einbiegen. Im Einmündungsbereich kam dem Radfahrer ein 23-jähriger Oldesloer zu Fuß, auf dem Gehweg der Hamburger Straße, entgegen. Der Radfahrer traf den Fußgänger mit seiner Schulter im Gesicht, woraufhin dieser stürzt und kurzzeitig das Bewusstsein verlor”, so Polizeisprecherin Rena Bretsch.

Als der Fußgänger wieder zu sich kam, war der Radfahrer noch am Unfallort. An das folgende Gespräch kann sich der Oldesloer nicht mehr erinnern. Der 23-jährige ging dann weiter zur Arbeit. Aufgrund starker Kopfschmerzen sucht er am nächsten Tag doch noch einen Arzt auf.

Es handelt sich bei dem Radfahrer um einen ca. 30-35-jährigen Mann mit dunklen kurzen Haare und Brille.

Zeugen gesucht: Wer hat den Unfall beobachtet? Wer kann möglicherweise weitere Angaben zu dem Radfahrer machen? Zeugenhinweise bitte an das Polizeirevier Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531 – 501 555.

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