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Bad Oldesloe

Oldesloer Skateland: Der Frust erreicht einen Höchststand

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Für Krähen aktuell interssanter als für Skater. Das veraltete Skateland. Foto: Fischer

Für Krähen aktuell interessanter als für Skater. Das veraltete Skateland in der Kreisstadt.
Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Hätten Sie es gewusst, wie lange es dauern würde und wie viel Frust auf sie zukommt, sie hätten die Hände davon gelassen, geben einige Jugendliche aus Oldesloe zu. Seit 2014 engagieren sie sich für ein Street-Workout und eine Erneuerung des Skatelands.

Erst sollte 2016 gebaut werden, dann wurde ihnen der Bau für 2017 fest zugesagt, nun wurde nach einem mittlerweile langjährigem Beteiligungsverfahren das Vorhaben erneut verschoben. Der Grund: die Verwaltung möchte eine mögliche Förderung durch “Holsteins Herz” überprüfen lassen. Bis zu 100 000 Euro könnten von dieser Seite in das Projekt fließen, dessen Finanzierung allerdings schon durch die Lokalpolitik bewilligt wurde. Ohne den Förderantrag könnte der Bau also beginnen.

Was die Jugendlichen am meisten frustriert, ist nicht nur die Verschiebung, sondern der Fakt, dass sie nicht in die Förderidee mit eingebunden wurden. Niemand kam zu den Beteiligungstreffen und sprach von einer möglichen Förderung, niemand erklärte ihnen die Möglichkeit. Sie wurden vor vollendete Tatsachen gesetzt. Wenn man junge Mitbürger demotivieren möchte, hat man hier ein wunderbares Rezept, wie es funktionieren kann. 

Auch die Stadtjugendpflege kritisierte dieses Vorgehen nun. Unverständlich bleibt den Jugendlichen – die sich bereits auf ein saniertes und erweitertes Skateland freuten – auch, dass die Maßnahmen nicht erweitert werden, sollten die 100 000 Euro genehmigt werden. In ihrer Vorstellung müssten das Geld dann direkt als Zusatz in das Projekt fließen.

Der neue Kinder- und Jugendbeirat hat sich eingeschaltet. “Wir akzeptieren es nicht, dass Jugendliche auf diese Art und Weise vertröstet werden. Wir wollen, dass das Projekt wie versprochen jetzt umgesetzt wird und nicht erst 2018”, sagte Svea Müller aus dem Beirat. Man wolle den Bürgermeister an sein Versprechen erinnern, dass Jugendprojekte so schnell wie möglich realisiert werden.

Große Hoffnungen steckten die Beteiligten daher in ein Treffen mit Bürgermeister Jörg Lembke am Dienstagabend. Aus Reihen des Beirats war anschließend zu erfahren, dass es “ultimativ frustrierend verlaufen” sei. Der Einsatz für die Skater habe “gar nichts gebracht”. Und so schleicht sich auch beim gerade erst angetretenen Beirat der erste Frust ein. Ein durchaus nicht neuer Frust übrigens, der bei den vergangenen Beiräten soweit führte, dass irgendwann keiner mehr Lust auf das Amt hatte.

Aus der Lokalpolitik ist Sympathie für die Teilnehmer des Beteiligungsverfahrens und den Beirat herauszuhören. Man sei verwundert, dass in der Verwaltung offenbar erst nach drei Jahren Planung die Idee einer möglichen Förderung aufgekommen sei. Das dürfe in Zukunft nicht mehr geschehen.

Dass die Politik nun aber auf mögliche 100 000 Euro verzichte, sei auch unrealistisch. Das Thema soll aber in den nächsten Ausschüssen erneut auf den Tisch kommen, damit es wenigstens in Zukunft besser abläuft.

Den frustrierten Jugendlichen hilft das aktuell allerdings gar nicht. Ob “Holsteins Herz” die 100 000 Euro überhaupt bewilligt, steht derweil ebenfalls noch in den Sternen.

 

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Bad Oldesloe

CDU Bundestagsabgeorndeter besucht Oldesloer Rotarier

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Foto: Präsident Magnus Grauman (links) diskutierte gemeinsam mit 40 andern Rotariern mit dem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann.                                                                                                                                                                            Foto: CDU Stormar/hfr

Bad Oldesloe – Politikerbesuch beim Rotary Club Bad Oldesloe. Am Donnerstag sprach der Stormarner CDU- Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann im Hotel Wiggers über die Auswirkungen der aktuellen Bundespolitik auf den Kreis Stormarn.

Dazu gehören natürlich auch Anekdoten beim Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebes in der Bundeshauptstadt mit Geschichten aus den Koalitionsverhandlungen und die Entstehung von Gesetzen mit den gegensätzlichen Interessen von Bundestag und Bundesrat.

Der Sprecher der CDU-CSU Fraktion im Petitionsausschuss und Verkehrsexperte beantwortete in der anschließenden Diskussionsrunde Fragen der circa 40 Rotarier über die aktuelle Erweiterung der Maut auf Bundesstraßen, den Ausbau der A7, die Situation beim Nord-Ostsee-Kanal und der Schleuse in Brunsbüttel. Schwerpunkt war Storjohanns spezielles Thema Fahrradverkehr.

Die Teilfinanzierung durch den Bund vom  Ausbau der S4 Ost (Hamburg – Bad Oldesloe) mit Gesamtkosten von ca. 950 Mio. Euro sei noch nicht endgültig geklärt. Es fehle noch die Nutzen-Kosten-Bewertung. Planung, Organisation und Finanzierung solcher Projekte des Schienenpersonennahverkehrs liegen in der Zuständigkeit der Länder.

Nach Erfahrungswerten ähnlicher Projekte sei mit einer Mischfinanzierung 60% Land und 40% Bund zu rechnen. Bis Ende 2018 sei mit der Einigung über die Finanzierung zu rechnen. 2020 soll Baubeginn sein. 2027/2028 ist die Fertigstellung des Projektes geplant, zeitgleich mit der Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung. In diesem Jahr wird es den 4. Bundeshaushalt in Folge ohne Schulden geben.

Bei der Förderung finanzschwacher Kommunen mit 3,5 Milliarden Euro Gesamtvolumen stelle der Bund ausreichend Gelder für bisher 12.000 Einzelmaßnahmen zur Verfügung.

Probleme gebe es beim Mittelabruf durch die Länder. Diese sind zuständig für Abruf und Zuteilung auf einzelne Kommunen.

Die Probleme seien insbesondere auf fehlende Planungskapazitäten und konjunkturell bedingte Kapazitätsgrenzen im Bau zurückzuführen. Aus diesem Grund hat der Bund die Umsetzungsfrist um 2 Jahre bis Ende 2020 verlängert.

„Es kommt selten vor, dass man in unserem Kreis bei einem Vortrag, eine Stecknadel fallen hören kann. Heute war das der Fall“, dankte Bad Oldesloes Rotary Präsident Magnus Grauman dem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann für seinen unterhaltsam-informativen Vortrag

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Bad Oldesloe

Ausgezeichnet: Ausbildungsengagement der Buhck Gruppe

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Agenturchefin Dr. Heike Grote-Seifert mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Buhck und Ausbildungsleiterin Antje Wilhelm bei der Zertifikatsübergabe. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, hat die Buhck Gruppe mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit ausgezeichnet. Der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Buhck und Ausbildungsverantwortliche Antje Wilhelm haben in Wiershop die Urkunde für ihr Engagement in der Ausbildung junger Menschen entgegen genommen.

„Die Buhck Gruppe ist das dritte Unternehmen in den beiden Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg, das wir in diesem Jahr mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit auszeichnen. Alle ausgezeichneten Unternehmen engagieren sich in besonderem Maße in der Ausbildung junger Menschen. Dies wollen wir mit dem Zertifikat „Ausgezeichnete Nachwuchsförderung“ anerkennen und honorieren“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Die Buhck Gruppe: Ausbildung junger Menschen in einem Familienunternehmen

„Ausbildung und ein breites Angebot für die Auszubildenden haben bei der Buhck Gruppe einen hohen Stellenwert“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Buhck. Das mittelständische Familienunternehmen besteht mittlerweile aus 29 Einzelfirmen und hat mehr als 800 Mitarbeiter. „An unseren Standorten Barsbüttel, Wiershop, Wentorf, Grambek und Hamburg bilden wir in acht Ausbildungsberufen aus“, so Buhck weiter. „Aktuell befinden sich 44 junge Menschen bei der Buhck Gruppe in der Ausbildung. Das sind cirka sechs Prozent aller Mitarbeiter.“ Auch junge Menschen mit Migrationshintergrund bildet das Unternehmen aus. Unter den 18 Auszubildenden, die zum Beispiel im vergangenen Jahr ihre Ausbildung aufgenommen haben, finden sich vier Jugendliche aus Albanien, Eritrea und dem Irak.

Für den jetzt anstehenden Ausbildungsbeginn sucht das Unternehmen noch Auszubildende. So kann Ausbildungsleiterin Antje Wilhelm jungen Ausbildungssuchenden Plätze für angehende Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft anbieten.

„Gerade im gewerblichen Bereich ist es aber schwieriger geworden, Auszubildende zu finden, obwohl die Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice oder die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft hoch interessante Berufe sind“, berichtet Wilhelm. „Und beide Berufe bieten sichere Arbeitsplatzperspektiven für die Zukunft.“ In diesem Bereich würde sie sich auch über mehr Bewerbungen von jungen Mädchen freuen. Deshalb beteiligt sich die Buhck Gruppe auch jedes Jahr am Girls`Day und bietet Praktika an.

Bei der Auswahl ihrer Auszubildenden stehen für die Ausbildungsverantwortliche nicht die Schulnoten im Vordergrund. „Wer zeigt, dass er Spaß am Beruf hat und uns überzeugen kann, dass er zu unserem Unternehmen passt, bekommt seine Chance. In einem Praktikum kann jeder zeigen, was er kann“, so Wilhelm. „Und wer erst einmal unser Unternehmen kennengelernt hat, ist dann auch begeistert.“

Die Chefin der Arbeitsagentur lobt das Ausbildungsengagement bei der Übergabe des Ausbildungszertifikates: „Mein Dank gilt der Buhck Gruppe stellvertretend für alle Ausbildungsunternehmen, die kontinuierlich junge Menschen qualitativ sehr gut ausbilden, sie in ihrer Ausbildung begleiten und auch schwächeren Bewerbern eine Chance geben.“

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Bad Oldesloe

Oldesloer (21) klaut VW-Bus und verursacht Unfall

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Symbolfoto: Tomasworks/Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Ein Mann hat in Bad Oldesloe einen VW T4 geklaut und damit noch am gleichen Tag einen Unfall verursacht. Er wollte weglaufen, doch die Polizei war schneller.

Zunächst meldete eine Zeugin am Donnerstag gegen 17.35 Uhr bei der Polizei, dass sie in der Mewesstraße in Bad Oldesloe einen als gestohlen gemeldeten VW-Bus gesehen habe.

Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung nach dem Fahrzeug ein. „Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen ging über Notruf der Hinweis ein, dass der Fahrer eines VW T4 im Rümpeler Weg einen Verkehrsunfall verursacht hätte“, sagt Polizeisprecher Holger Meier.

Der T4 sei zunächst vorwärts auf eine Grundstückeinfahrt gefahren. Anschließend setzte der Fahrer zurück, rammte dabei einen VW Polo und flüchtete.

VW-Bus auf Schulparkplatz gefunden

Der als gestohlen gemeldeteT4 konnte unweit des Unfallortes, auf einem Parkplatz der Theodor-Storm-Schule in der Hamburger Straße abgestellt, aufgefunden werden.

Der Fahrer stand noch in der Nähe des Fahrzeugs. Als er die Polizei sah, versuchte er zu Fuß zu flüchten, konnte jedoch von den Beamten schnell gefasst werden.

Tatverdächtiger polizeibekannt

Es handelte sich um einen polizeibekannten 21-jährigen Mann aus Bad Oldesloe.

Drogen oder Alkohol hatte er nicht konsumiert. Jedoch war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Nach Feststellung der Identität wurde der 21-jährige wieder entlassen.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrzeugdiebstahls, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort wurde eingeleitet.

Verletzt wurde niemand. An beiden unfallbeteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden von ca. 5.500 Euro.

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