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Norddeutschland

Polizei-Panne: Schlüssel für Asservatenkammer unter Blumentopf versteckt?

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Schlüssel unter Blumentopf (Symbolbild)

Kiel – Waffen, Drogen, Beweisstücke: Der Inhalt einer Asservatenkammer der Polizei sollte nicht in falsche Hände geraten. Aber glücklicherweise hat ja auch nicht jeder Zugriff zu den brisanten Gegenständen – oder?!
Nun – beim LKA 21 in Kiel könnte über acht Jahre möglicherweise jeder Zutritt gehabt haben, der vom Schlüsselversteck wusste.

Dabei handelte es sich Medienberichten zufolge um einen Blumentopf…

Acht Jahre lang soll der Schlüssel zur Asservatenkammer unter einer Pflanze versteckt gewesen sein. Das berichtet die BILD. Ein Sprecher des Landeskriminalamtes bestätigte das nicht, gab allerdings an, dass die Verwahrung der Asservate „anhand der durch Erlass vorgegebenen Regelungen überprüft und aktualisiert“ wurde.“ Das soll wohl in etwa so viel heißen, wie: Der Schlüssel wird nun anders aufbewahrt. Na hoffentlich…

Der Aufbewahrungsort wurde „geleaked“ nachdem sich bei Abholung zwei Hells Angels über das Fehlen von Ansteck-Pins an Ihren Kutten beschwerten, die zuvor von der Polizei beschlagnahmt und in der Asservatenkammer aufbewahrt wurden.

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Hamburg

Gehen elf Übergriffe auf sein Konto? Hamburger Polizei fasst Sex-Serientäter

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Verhaftung
Symbolfoto: Brian A Jackson/shutterstock

Hamburg – Nach einem Sexualdelikt in Hamburg haben Zivilfahnder gestern Nachmittag einen 18-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen.

Ermittler der Fachdienststelle für Sexualdelikte (LKA 42) führten den 18-jährigen Deutschen einem Haftrichter zu. Nach den Erkenntnissen der Ermittler kommt der Tatverdächtige für bis zu zehn weitere mutmaßlich sexuell motivierte Übergriffe als Täter infrage.

Die 26-jährige Geschädigte spazierte gestern entlang des Mundsburger Kanals, als sie im Bereich einer Brücke unvermittelt zu Boden gestoßen wurde. Der Täter berührte sie dann in sexueller Weise. Als sie um Hilfe schrie und sich wehrte, flüchtete der Täter.

In der Nähe befindliche Zivilfahnder wurden auf die Schreie der Geschädigten aufmerksam. Sie stellten den Flüchtenden und nahmen ihn vorläufig fest. Bei ihm handelt es sich um einen 18-jährigen Deutschen.

Ermittler des LKA 42 übernahmen die weitere Sachbearbeitung. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Beamten Beweismittel sicher.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige für einen weiteren mutmaßlich sexuell motivierten Übergriff in Hamburg-Uhlenhorst vom 12.06.2018 sowie neun ebenfalls mutmaßlich sexuell motivierte Übergriffe in Hamburg-Bahrenfeld in der Zeit vom 23.05.2018 bis zum 14.06.2018 als Täter infrage kommt.

Die einzelnen Taten reichen unter anderem von einem Ansprechen und Bedrohen über Körperverletzungen bis zu sexuellen Nötigungen.

In fast allen Fällen setzten sich die Geschädigten unmittelbar zur Wehr, woraufhin er von ihnen abließ. Zu Vergewaltigungen ist es in den genannten Fällen nicht gekommen.

Der Tatverdächtige wurde einem Haftrichter zugeführt, die weiteren Ermittlungen dauern an.

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Kreis Segeberg

Großfeuer in Bad Segeberg: 12-Stunden-Einsatz für die Feuerwehr

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Luftaufnahme der Brandstelle
Foto: KFV Segeberg/hfr

Bad Segeberg – Zu einem Vollbrand in einer größeren Lagerhalle ist es gestern kurz nach 12 Uhr mittags in einem Gewerbegebiet in Bad Segeberg gekommen. In den Hallen einer ehemaligen Großküche befinden sich eine Autowerkstatt, ein Küchenstudio sowie ein Bistro. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Gebäude geräumt, Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude.

Auch umliegende Unternehmen sind geräumt worden. Offenbar hatte das Feuerwehr bereits vor der Entdeckung durch einen Mitarbeiter der Autowerkstatt Zeit sich auszubreiten.

„Trotz der sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen entstand eine weithin sichtbare Rauchentwicklung, über die Nachrichtendienste Katwarn und Nina wurde die Bevölkerung gewarnt, das Gebiet weiträumig zu umfahren und in dem betroffenen Gebiet Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gefahr für die Bevölkerung besteht jedoch nicht.“, so Gabriele Turtun, Sprecherin des KFV Segeberg, während des laufendne Einsatzes

Im Laufe der Löschmaßnahmen wurde ein Feuerwehrkamerad leicht verletzt und ärztlich versorgt. Die sommerliche Temperatur machte den Einsatzkräften zusätzlich zum Einsatzgeschehen zu schaffen. Die Löschmaßnahmen dauern noch an, ein Einsatzende ist noch nicht absehbar.

Es konnte gegen 21:20 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben und auch beschlagnahmt.

Die Bauart der Flachdachkonstruktion hatte es notwendig gemacht, mit Hilfe von zwei Baggern das Dach zu öffnen, um an die ins Dach gelaufenden Brandnester zu kommen. Weiterhin war bereits an verschiedenen Stellen das Dach eingestürzt, so dass auch hier mit dem Baggereinsatz sich Zugang zu den Schwelbränden im Inneren des Gebäudes verschafft wurde. Dieses führte dazu, das schließlich insgesamt über 70 Atemschutztrupps im Einsatz waren.

„Wir danken allen eingesetzten Kräften der Feuerwehren, der Polizei, des Rettunsgdienstes und der DRK Bereitschaft, dem THW sowie den Gartenbau-Unternehmen Plath und Kaden für die Unterstützung mit ihren Baggern. Den Einheiten des Kreisfeuerwehrverbandes (TEL; Drohne und ABC Zug), der Leitstelle Holstein sowie den Wehren Bad Oldesloe, Trappenkamp und Leezen für die Sicherstellung der Gefahrenabwehr für die Wehren, die sich bei uns im Einsatz befunden haben. Einen besonderen Dank gilt jedoch den Arbeitgebern, die die Einsatzkräfte für den Einsatz freigestellt haben“, so Dennis Schubring von der Freiwiligen Feuerwehr Bad Segeberg.

Der Einsatz für die Feuerwehr Bad Segeberg war gegen Mitternacht beendet.

Die Kriminalpolizei Bad Segeberg hat die Ermittlungen zur Brandursache und Sachschadenshöhe übernommen. Eine erste Begehung kann allerdings erst nach Erkalten der Brandstelle stattfinden.

Angaben zur Brandursache können daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden.

Die Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise zur Brandentstehung geben können, sich unter 04551 8840 bei der Bad Segeberger Kriminalpolizei zu melden.

 

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Kiel

Partizipationsgremien fordern Mitsprache beim neuen Integrationsgesetz

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Toska Jakob, Violetta Seelig-Kiss (beide Servicestelle), Janet Kaiser (FL), Shamsia Azarmehr (SE), Spyridon Aslanidis (HL), Innenstaatssekretär Torsten Geerdts, Thomas Wetterau (KI), Dursiye Aytekin (KI), Elisabeth Dannenmann (NMS), Natali Schnar (NMS), Nilgün Kiroglu (NMS), Rana Hafez (SE), Maryna Christiansen (FL). Foto: hfr

Kiel – Klare Vorstellungen von Integration und Teilhabe: Vertreter der schleswig-holsteinischen Partizipationsgremien haben am Dienstag ein Positionspapier an Innenstaatssekretär Torsten Geerdts übergeben .

Die Gremien formulierten auf 20 Seiten ihre Forderungen zum geplanten Integrations- und Teilhabegesetz. Unter anderem fordern die Verfasser Chancengleichheit und die Teilhabe aller Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Keinen Bereich des Lebens unbeachtet lassen

Von Kita bis Studium und Ausbildung, über Wirtschaft und Arbeitsmarkt, politisches Engagement, Wohnraumpolitik und Aktivitäten in Vereinen lassen die Gremien keinen Bereich des Lebens unbeachtet.

„Der für uns wichtigste Bereich ist natürlich die politische Partizipation. Wir brauchen dauerhafte Strukturen auf kommunaler und landesweiter Ebene“, sagt Dursiye Aytekin, Vorsitzende des Kieler Forums.

Insgesamt waren neben Kiel die Gremien aus Flensburg, Lübeck, Neumünster und Norderstedt gemeinsam mit der Servicestelle für Partizipationsgremien ein Jahr lang am Entstehungsprozess des Positionspapiers beteiligt. Das erst kürzlich konstituierte Forum des Kreises Segeberg entschied sich für die Mitunterzeichnung der Positionen.

Teilhabe leben und die Belange der migrantischen Bevölkerung in Schleswig-Holstein nicht der Politik allein zu überlassen, ist Ziel der Partizipationsgremien.

„Für uns nun Chefsache“

Torsten Geerdts hatte im Sommer 2017 einen offenen Prozess angekündigt, in dem nicht über sondern mit den Migrantinnen und Migranten Schleswig-Holsteins gesprochen werden sollte:

„Ich bin sehr froh über ihre Ausarbeitungen und verspreche Ihnen, dass ich es sehr aufmerksam lesen werde und wo es nur geht versuchen möchte, es umzusetzen.“

Vor allem beim Thema der Interkulturellen Öffnung, welches für die Gremien einen hohen Stellenwert hat, sagte Geerdts, dass dieses Anliegen auch in der Landesregierung hoch angesehen ist und aus diesem Grund bereits in die Verantwortung der Staatskanzlei übergegangen sei. „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung und Institutionen ist für uns nun Chefsache“, versprach Geerdts.

Der Innenstaatssekretär möchte die Positionen der Partizipationsgremien nun auch in alle anderen relevanten Ressorts tragen, um die Anliegen der Gremien zu unterstützen.

Bei der Gestaltung des Entwurfs wollen die Partizipationsgremien weiterhin die Landesregierung genau beobachten und hoffen, viele der ihnen wichtigen Punkte im späteren Gesetz wiederzufinden. Toska Jakob von der Servicestelle lud Staatssekretär Geerdts dazu ein, die Kompetenz der Partizipationsgremien für das Gesetz zu nutzen: „Alle in dieser Runde sind jederzeit bereit, ihnen und der Landesregierung als Expertinnen und Experten im weiteren Prozess beratend zur Seite zu stehen.“

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