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Szene

Narrenkrone abgesetzt: Elmenhorsts Karnevalspräsident zurückgetreten

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In diesem Moment erklärte Reiner Solvie seinen Rücktritt

In diesem Moment erklärte Reiner Solvie seinen Rücktritt

Elmenhorst – Es war ein für Außenstehende überraschender und scheinbar fast spontan wirkender Abgang. Elmenhorsts Karnevalspräsident Reiner Solvie hat mitten in der Veranstaltung “ElKaNa II” mit sofortiger Wirkung seinem Verein ganz öffentlich den Rücken gekehrt.

Nachdem alle Gardenauftritte über die Bühne gegangen waren, trat Solvie vor die hunderten Besucher in der Mehrzweckhalle und verkündete, dass es sein letzter Abend mit dem Verein gewesen sei. Er verließ sogar sofort die Feier. Selbst die Mitglieder der Garden wirkten zum Teil überrumpelt. Früher am Abend feierte Solvie noch scheinbar gelöst und ausgelassen mit den Gästen auf der Tanzfläche.

Solvie war zwanzig Jahre im Verein und zehn Jahre Präsident. Unter ihm war die Elmenhorster Karnevalsnacht immer populärer und größer geworden. In den letzten Jahren gab es aber auch immer wieder Probleme. Sicherheitsauflagen wurden erhöht, das Finanzamt forderte eine bessere Traditionspflege und drohte sonst mit höheren Steuern.

Zuletzt soll es im Vorstand Streit gegeben haben. Erstmals unter Solvie schien die Chemie im Verein nicht mehr zu stimmen, so dass Solvie – der ja als Präsident auch die Verantwortung trägt, für das was im Verein und auf dessen Events passiert – nach eigener Aussage die “Notbremse zog”. In seiner Abschiedsrede wünschte er dem Verein und seinem Nachfolger – der noch gefunden werden muss – viel Glück und Erfolg.

Dirk Bakker, aktueller Prinz des EKV, äußerte seinen Respekt für Solvies Verhalten, auch wenn er Abschied in dieser Form überraschend kam. “Er wollte es offensichtlich hier vor Publikum und nicht erst auf einer Jahresversammlung. Dass er hier viel Applaus bekommen hat, sei ihm gegönnt, er hat ihn wirklich verdient und hatte so hoffentlich den Abschied, den er sich wünschte”, so Bakker. Solvie habe in all den Jahren viel für den Verein und die Elkana getan. “Er ist ohne böse Worte gegangen und ohne Vorwürfe. Das muss man auch mal betonen.”

“Jede Zeit hat ein Ende und meine Ära hier im Verein ist beendet”, stellte Solvie abschließend fest. Der Verein sieht sich nun mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Neben einem neuen Präsidenten muss auch ein neuer Zeremonienmeister gefunden werden. Boris von Lonsky hatte ebenfalls seinen Abschied erklärt.

Außerdem bedarf das Konzept der zwei Elkana-Abende einer Überarbeitung. Denn während der zweite Abend sehr erfolgreich läuft , verliert der erste Abend Jahr für Jahr weitere Gäste. Die Zeiten in denen beide Abende quasi als Selbsgänger ausverkauft sind, scheinen vorüber. Ein Umstand, den sich der EKV in dieser Form auch rein finanziell nicht ewig leisten kann. “Wir sind da dran und werden uns etwas überlegen”, so Bakker.

Hier tanzte Solvie noch ausgelassen mit den Garden und den Gästen. 

 

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Schleswig-Holstein

Bundestagsabgeodneter Beutin: “Sayn-Wittgenstein ist mitverantwortlich, dass Menschen mit dem Tod bedroht werden”

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Lorenz Gösta Beutin
Foto: Alexander Klebe/hfr

Bad Schwartau – Nachdem gegen eine Schule in Timmendorfer Strand und ein Kino in Bad Schwartau schlimme Drohungen durch eine Gruppe, die sich selbst den platten Nazi-Namen “Enkel Adolf Hitlers” gegeben hat, ausgesprochen wurden, sehen viele Mitbürger die Schuld für die geistige Brandstiftung für diesen und ähnliche Vorfälle auch bei der AfD. Genauer gesagt in diesem Fall bei der Landtagsabgeordneten Doris von Sayn-Wittgenstein. Denn diese hatte auf ihrem Facebook-Kanal vor der Drohung die Schule und das Kino explizit erwähnt und an den Pranger in den sozialen Medien gestellt. ”

„Die Vorführung eines Films, der eine linksradikale Band, die zu Gewalt gegen Polizisten aufruft, von der Mitglieder im Fokus des Verfassungsschutzes standen, positiv darstellt, ist ein Unding. Ebenso erdreistet sich der Ankündigungsbrief der Schule, ‚rechtes Gedankengut‘ und den Aufstieg der AfD in Zusammenhang mit ‚Rassismus und Rechtsextremismus‘ zu setzen. Politische Neutralität? Fehlanzeige! Ein gravierender Eingriff zudem in elterliche Rechte und ein massiver Verstoß gegen die Verfassung”, hatte die rechtspopulistische Landtagsabgeordnete kommentiert und dazu den Brief der Schule veröffentlicht. Anschließend kam es zu den Drohungen. Aufällig ist, dass es keine Drohungen gegen anderen Kinos oder Schulen gab, die diesen Film zeigen.

Dass ein Film im Sinne der Kunst- und Meinungsfreiheit durchaus nicht nur positiv gesehen werden muss, sondern als Diskussionsgrundlage dienen kann und es nicht darum geht, die Band nur positiv darzustellen, sondern eben durchaus in die Diskussion zu kommen, wie es in einer Demokratie üblich ist, scheint Sayn-Wittgenstein nicht als Teil  einer schulischen Bildung bekannt zu sein.

Das Posting von Sayn-Wittgenstein.
Screenshot: Facebook

Die AfD zündelt, gewaltbereite Rechtsextreme drohen mit Mord! Sayn-Wittgenstein muss Landtagsmandat niederlegen”, heißt es jetzt aus dem Büro des linken Stormarner Bundestagsabgeordneten Lorenz Gösta Beutin.

“Die Drohung einer Nazi-Gruppe war brutal und offen: Wenn im Rahmen der Schulkinowoche in Bad Schwartau für eine Klasse aus Timmendorfer Strand der Film „Wildes Herz“ über die Band „Feine Sahne Fischfilet“ gezeigt würde, würden sie die “Volksverräter” erschießen und das Kino in Bad Schwartau in die Luft sprengen”.

“Zuvor hatte Doris von Sayn-Wittgenstein, Rechtsaußen-Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein, die Filmvorführung öffentlich angeprangert und den Namen der Schule und des Kinos und den Treffpunkt für die Filmvorführung veröffentlicht”, stellt Beutin klar den Zusammenhang her.

„Sayn-Wittgenstein hat damit eindeutig den Startschuss gegeben für rechtsextreme Gewalt gegen Menschen. Sie ist mitverantwortlich, dass in unserem Land Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und ein Kinobetreiber sowie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Tod bedroht wurden. Hier geht die Saat des Hasses auf. Wer Nazis gegen Kinder aufhetzt, hat jegliche Menschlichkeit und Politikfähigkeit verloren. Ich fordere Frau Sayn-Wittgenstein auf, Verantwortung für ihr geistiges Zündeln zu übernehmen und ihr Landtagsmandat niederzulegen. Die Ermittlungsbehörden fordere ich auf, wegen des Verdachts auf Anstiftung zu Straftaten gegen Frau Sayn-Wittgenstein zu ermitteln”, so Lorenz Gösta Beutin.

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Kultur

Stadtbücherei Ahrensburg: Blue-Night mit Folk und “Ritter Rost”

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Faith.Hate.Love.
Foto: FHL/hfr

Ahrensburg – Am 1. Dezember findet wieder eine “Blue Night” in Ahrensburg statt. Die Stadtbücherei beteiligt sich auch dieses Jahr wieder mit verlängerten Öffnungszeiten bis 23 Uhr und musikalischen Veranstaltungen an der Aktion. Von 15 bis 16 Uhr wird das Obergeschoss für den Ausleihbetrieb gesperrt, da Ritter Rost und das Gespenst die Stadtbücherei unsicher machen werden. Nicht nur für mutige Kinder wird eine fröhliche und spannende Geschichte auf mitreissende Art von der professionellen Schauspielerin und Sängerin Patricia Prawit erzählt und gesungen.

Das heißt: 60 spannende Minuten mit dem Ritter Rost und seinen Freunden, dem Drachen Koks und dem Burgfräulein Bö. Patricia Prawit, die in allen Ritter Rost-Produktionen dem Burgfräulein ihre Stimme leiht. Im Gepäck hat sie einen CD-Spieler, einen Laptop und Beamer, einen Notenständer, ein paar Kabel und eines der Ritter Rost-Bücher. Und natürlich gibt es jede Menge Musik, denn nicht umsonst nennen sich die „Ritter Rost“ Bücher „Musicals für Kinder“. Es darf mitgesungen und –geklatscht werden, es gibt viel zu lachen und einen Ohrwurm nimmt man garantiert mit nach Hause. 

Später gibt es dann Musik mit “Faith,hate,love”. FHL sind ein Duo, welches sich der Musik des letzten halben Jahrhunderts verschrieben hat. Dabei verstehen es Susan Schütze und Volker Bratz sowohl ruhige als auch rockigere Melodien zum Klingen zu bringen. Entstanden ist das Duo aus einer gemeinsamen Zeit beim Jazz-Popchor „auserChoren“, welcher von Volker Bratz geleitet wurde. Zum Repertoire gehören deutsche und englischsprachige Popliteratur, vielfach aus dem Bereich der Liedermacher / Songwriter. 

Auch mit dabei sind die “FourFolks”. Die Band besteht, wie der Name schon sagt, aus vier Musiker(innen), “die auf langjährige Erfahrung auf ihren Instrumenten und dem Singen aufbauen und ihren Spaß daran offensichtlich zur Schau stellen”.Das Repertoire stammt hauptsächlich aus dem irisch/schottischen Raum, wobei sie sich Auflüge in andere musikalische Gefilde nie verkneifen können.  Neben „traditionellen“ Instrumenten wie Fiddle, Banjo und irischer Bouzouki kommt aber auch eher in diesem Zusammenhang Ungewohntes, wie ein Cello, zu Gehör.

 

Die Stadtbücherei wird während der BlueNight durchgehend von 10 – 23 Uhr geöffnet sein.

Karten für die Kinderveranstaltung kann zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei Ahrensburg zum Preis von 3 Euro abgeholt werden. Der Eintritt zu den Konzerten am Abend ist frei.

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Kultur

Leserbrief zum Bargteheider Kino: “Letzter Kreativer muss gerettet werden”

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Schreiben analog und virtuell
Symbolfoto: Mrmohock/shutterstock

Bargtheide – Der Bargteheider Bürger Shai Sinai ist sauer über die Vorgänge im “Kleinen Theater”. Zu seinen Gedanken hat er einen Leserbrief verfasst. Verantwortlích für den Leserbrief ist Shai Sinai. Der Text ist redaktionell nicht bearbeitet, nicht gekürzt und in keiner Weise verändert worden. Der Leserbrief spiegelt keine Redaktionsmeinung, sondern die Meinung von Herrn Sinai zu diesem Thema wider:

“Es war einmal ein Kleines Theater in einer kleinen Stadt namens Bargteheide. Im Gebäude waren zwei Parteien. Kulturring mit Herrn Manfred Kutsche, der mit zwölf hochkarätigen Vorstellungen im Jahr den Saal besetzte und Kirsten Martensen, die für die restlichen Theater- und Kinotage sorgte. Sogar für Gastronomie sorgte Frau Martensen. Sie hatten oft Auseinandersetzungen, mit sich selbst und miteinander, aber sie haben sich immer irgendwie geeinigt. Später kamen zwei weitere Parteien dazu, Hans-Peter Jansen und Baki Abazi. Der eine hat für ein noch besseres Kinoprogramm und der andere für noch viel bessere Gastronomie gesorgt. Sie hatten oft Auseinandersetzungen, aber sich immer irgendwie geeinigt. Einmal hat es sogar richtig gekracht im Hause der Kultur, aber: Ende gut – alles gut. Man (und frau) hat sich hingesetzt und miteinander gesprochen. Die Bürger der Stadt konnten sich auf hohe Qualität verlassen.

Kirsten Martensen starb, aber Ihre künstlerische Arbeit wurde von Caroline Dibbern und Angela Kroß übernommen. Für die hohe Qualität war weiterhin gesorgt, weil jeder von Ihnen ein Profi auf seinem Gebiet und mit Leidenschaft dabei war. Nur die Verwaltung des Gebäudes war noch zu vergeben. Herr Jansen hat sich angeboten, aber aus irgendeinem mir unbekannten Grund entschied sich das damalige Stadtoberhaupt, Dr. Henning Görtz (CDU), gegen Herrn Jansen. Stattdessen hat er lieber pensionierte Freunde aus seinem Bekanntenkreis um Hilfe gebeten. Sie waren stets zu Diensten und so übernahm der neu gegründete Trägerverein ehrenamtlich und kommissarisch für die Stadt Bargteheide die Verwaltung des Kleinen Theaters.

Die Herren Rainer Wiegard, Joachim Krämer und Olaf Nehls, die nun das Kleine Theater verwalten, sind wohlhabend und mächtig. Sie können sich auch auf Rückenwind aus der CDU und/oder den Rotarier-Club verlassen. Die Stelle des Verwalters war anscheinend nicht genug für Sie. Sehr bald haben Sie Hunger bekommen und es auf Herrn Kutsche, Frau Dibbern und Frau Kroß abgesehen. Wie man schwächere Menschen, womöglich empfindliche Künstler, zum Wahnsinn treibt, das scheinen die Herren vom Trägerverein sehr wohl zu beherrschen. Es hat nicht lange gedauert und weg waren sie, die „schwierigen“ Kreativen.

Mist, einer ist immer noch da und er ist auch noch so hartnäckig. Macht nix, den werden sie auch noch raus jagen, den Herrn Jansen. Am besten mit Hilfe ihrer Parteifreunde. Das klappt bestimmt. Manch einer spricht die gleiche Sprache und weist ähnliche Qualitäten auf. Das durfte ich selbst erleben, als ich am 24.10.18 exakt drei Minuten bekommen habe, vor dem Hauptausschuss zu sprechen. Dann haben Sie, Herr Steinbuck, während ich gesprochen habe, sich sehr intensiv mit ihrem Smartphone beschäftigt. Genau diese Art überheblicher Missachtung hat Herr Jansen dem Vereinsvorstand vorgeworfen. Einfach unverschämt!

Jetzt sieht es so aus: der Trägerverein, der rechtlich keinerlei Entscheidungen über das Kino treffen darf, hat angeblich schon einen Nachfolger für Herrn Jansen. In zwei Jahren, wenn der Vertrag von Herrn Baki ausläuft, will der Trägerverein auch über die Gastronomie bestimmen. Herrscher über alles! Wie gierig kann man sein? Und warum diese Allmacht? Haben sie nicht schon genug erreicht?

Mit Herrn Jansen verlieren zwei nicht wohlhabende, langjährige Mitarbeiter ihren Job. Der letzte kreative Fachmann, der die Stadt nichts kostet, soll nun für wohlhabende Herren, die auf Kosten der Stadt dort ihren “Palast” errichten wollen, die Bühne frei machen. Die Stadt trägt dabei alle Risiken und wir, die Bürger, die Nebenwirkungen. Also wir verlieren an Qualität, wir verlieren die Vielfalt und geben dafür viel mehr Geld aus. Herr Wiegard, ich bin kein Finanzgenie, aber wie wollen Sie mir das erklären?

All das konnte nur passieren weil die Stadtverwaltung versagt hat und nicht rechtzeitig angegriefen. Jetzt, Frau Bürgermeisterin, sind Sie gefragt. Jetzt können Sie, wenn Sie den Mut haben, gegen alle Mächte, noch den letzten Kreativen im Kleinen Theater retten und somit uns Bürger. Wenn Sie jetzt versagen, bleiben uns in Bargteheide nur noch schwarze Nullen.”

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