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Bad Oldesloe

Marktbeschicker genervt über neue Elektro-Poller

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Marktmeister "Apfel-Willi" Nagel an seinem Stand auf dem Wochenmarkt. Foto: Fischer

Marktmeister “Apfel-Willi” Nagel an seinem Stand auf dem Wochenmarkt. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Erst ein paar Tage sind die neuen elektronisch gesteuerten Poller an den Eingängen zur Oldesloer Fußgängerzone in Betrieb – und schon sorgen sie für Ärger. Um 6 Uhr morgens geben die Metall-Hindernisse den Weg für den Lieferverkehr frei. Zu spät für die Marktbeschicker, die jeden Mittwoch und Sonnabend auf dem Marktplatz mit ihren Fahrzeugen vorfahren.

„Viele von uns bauen schon deutlich früher auf“, sagt Marktmeister „Apfel-Willi“ Nagel. Er selbst beginne schon um kurz nach 4 Uhr morgens mit dem Aufbau. Die Poller stehen an den Zufahrten zur Hindenburgstraße und Mühlenstraße. Vor dem historischen Rathaus bleibt die Zufahrt zum Marktplatz zwar offen, doch das reicht nicht. Einige der Marktbeschicker können mit ihren Fahrzeugen nicht ohne weiteres auf dem Marktplatz wenden, müssen daher durch die Fußgängerzone anreisen.

„Alles folgt einem genauen Ablauf und der hat sich mit den Jahren eingespielt“, sagt Nagel. Jeder wisse genau, wie er wo mit seinem Gespann rangiert. „Wenn wir nicht mehr durch die Fußgängerzone fahren können, müssten wir jeden Anhänger per Hand wenden und das ist allein schon zeitlich unmöglich.“

Eine Ausnahmegenehmigung wäre möglich

Elektropoller an den Eingängen zur Fußgängerzone. Foto: Fischer

Elektropoller an den Eingängen zur Fußgängerzone. Foto: Fischer

In einem Gespräch schilderte die Marktgemeinschaft Bürgermeister Jörg Lembke die Situation, bekam aber zunächst keine Ausnahmegenehmigung. Die Begründung: Die Lokalpolitik habe die Verwaltung ausdrücklich angewiesen, keine Ausnahmen zu machen. Doch tatsächlich heißt es in dem Poller-Beschluss, dass die Erteilung von Ausnahmen grundsätzlich eng ausgelegt werden sollen, „aber im gebotenen Einzelfall im Sinne der Betroffenen gehandhabt werden sollen.“

Kurz vor dem Wochenmarkt am Sonnabend lenkte die Verwaltung doch noch ein und erteilte eine Ausnahmegenehmigung, die aber nur für vier Wochen gelten wird. Wie anschließend eine Regelung aussehen könnte – und um es eine geben wird – ist noch unklar. Am nächstem Mittwoch haben Vertreter der Marktgemeinschaft ein weiteres Gespräch mit dem Bürgermeister.

Patienten kommen nur noch während der Lieferzeiten mit dem Auto zu ihren Praxen

Die elektronischen Poller können per Code und Mobiltelefon abgesenkt werden. So kommen die rund 30 Anwohner mit ihren Fahrzeugen in die Fußgängerzone. Auch Polizei und Rettungsfahrzeuge können die Poller bei einem Einsatz fernbedienen.

Draußen bleiben müssen künftig auch Taxis, die noch bis vor kurzem Menschen im Besitz eines Behindertenausweises zu den Praxen fahren konnten. Das ist jetzt nur noch innerhalb der Lieferzeiten möglich – also von 6 bis 10.30 Uhr und abends von 18 bis 22 Uhr. Zwar können Anlieger auch individuell Genehmigungen beantragen, aber das könnte sich bei einem Arztbesuch als unpraktisch erweisen.

Die Anschaffung und Einrichtung der neuen Elektro-Poller kostete 83.000 Euro. Bereitgestellt war das Geld bereits 2015. Im Sommer 2016 wurden sie dann eingebaut und Anfang Februar in diesem Jahr in Betrieb genommen.

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Bad Oldesloe

Bewerbermangel: Oldesloer Verwaltung stellt vermehrt eigene Azubis ein

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Bürgermeister Jörg Lembke (2.v.l.) mit Ausbildungsleter Stefan Teich und den Azubis Jonas Wagner, Helen Kaltwasser, Wencke Behrens und Anna-Lena Wriedt. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – In der Oldesloer Stadtverwaltung gibt es viele freie Stellen, die sich einfach nicht besetzten lassen. Es fehlt an geeigneten Bewerbern. Daher wird jetzt vermehrt auf Auszubildende gesetzt. Es gibt sogar eine Übernahme-Garantie.

Die Zeiten in denen Verwaltungen hunderte Bewerbungen auf eine Stelle bekamen, sind vorbei. Vor allem fehlt es an Arbeitskräften mit Verwaltungserfahrung, wie Bürgermeister Jörg Lembke sagt: “Die sind auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu bekommen und wir stellen vermehrt fest, dass sich die Verwaltungen gegenseitig die Leute abjagen.”

Jetzt bildet das Oldesloer Rathaus verstärkt eigene Fachkräfte aus. In diesem Jahr starteten vier junge Leute ihre Karriere in der Stadtverwaltung. Eine von ihnen ist Anna-Lena Wriedt. “Eine Ausbildung habe ich schon hinter mir und jetzt mache ich ein duales Studium”, sagt die 22-Jährige. Bachelor-Studium ist ein neues Angebot der Stadtverwaltung und soll vor allem Schulabgänger ansprechen. Das funktioniert: Es gab 124 Mitbewerber. Ähnlich ist es bei der klassischen Ausbildung. Hier kamen 111 Bewerber auf zwei Stellen. Den Vertrag bekamen Helen Kaltwasser (18) und Wencke Behrens (19). “Ich habe schon ein Praktikum in dem Bereich gemacht und das hat mir gefallen”, sagt Segebergerin. Nicht nur im Büro sucht Bad Oldesloe Fachkräfte. Jonas Wagner macht beim städtischen Bauhof eine Ausbildung zum Straßenwärter. Seine Interessen dürften ihn bei vielen Autofahrern auf Anhieb sympathisch machen: “Schlaglöcher ausbessern, das interessiert mich”, sagt der 17-Jährige.

Bürgermeister Lembke hatte sogar noch einen fünften Ausbildungsplatz ausgeschrieben. Doch der Gärtner-Azubi sprang im letzten Moment ab. Im nächsten Jahr gibt es daher mindestens fünf statt vier freie Ausbildungsstellen. Unter anderem in Teilzeit. Damit soll etwa alleinerziehenden Eltern eine bessere Chance geboten werden, in Arbeit zu kommen. Die Anforderungen sind hoch: “Sie müssen in weniger Zeit das Gleiche leisten, wie unsere anderen Azubis”, sagt Ausbildungsleiter Stefan Teich. Alle neuen Mitarbeiter werden dabei so gut es geht unterstützt. Auch das Arbeitsklima soll stimmen: “Wir wollen eine Bindung herstellen und die Auszubildenden sollen sich bei uns wohl fühlen”, sagt Teich. Wichtig ist dabei auch die berufliche Perspektive. Jeder Azubi wird für mindestens ein Jahr übernommen. In der Regel länger. Teich: “Wir bilden ja nicht für andere aus und einen freien Platz bei uns in der Verwaltung gibt es eigentlich immer.”

Um auch künftig ausreichend Azubi-Bewerbungen zu bekommen, ist die Stadt Bad Oldesloe auch bei Ausbildungsmessen in der Region präsent. Unter anderem bei der “BIZ bei Nach”, der Nachtschwärmer Job Tour und auf der Jobmesse an der Anne-Frank-Schule in Bargteheide.

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Bad Oldesloe

Feuer auf Recyclinghof: So unterstützte das Technische Hilfswerk

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Einsatzkoordinierung in der THW Regionalstelle Lübeck. Foto: ots

Lensahn/Bad Oldesloe – Aufgrund des Brandes des Recyclinghofes bei Lensahn an der Autobahn A1 musste am Dienstagvormittag nicht nur die A1 vollgesperrt werden auch die über den Recyclinghof führende 110.000 Volt Stromleitung wurde abgestellt.

Daraufhin wurde das THW über den bereits im Einsatz befindlichen Fachberater angefordert. Vor Ort war auch das Technische Hilfswerk aus Bad Oldesloe.

Bei zahlreichen Stromausfällen östlich des Brandes stehen logistisch wichtige und sensible Bereiche bei der Versorgung im Vordergrund.

Die Alarmierung erfolgte am Vormittag ab 10.30 Uhr. In erster Linie waren dies Fachgruppen Elektroversorgung und Bergungsgruppen die mit ihren Netzersatzanlagen Strom einspeisen können.

Als Bereitstellungsraum für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte baute sich die Lübecker Fachgruppe Führung Kommunikation mit Meldekopf am Rastplatz Neustädter Bucht südlich des Lensahner Brandes.

Im Bereitstellungsraum sind insgesamt 6 Netzersatzanlagen mit bis zu einer Leistung von 300 KVA (in Summe rund 1400 KVA) aus den Ortsverbänden Hamburg -Wandsbek und -Bergedorf, Bad Segeberg und Eutin zusammengeführt. Weitere Helferinnen und Helfer mit zusätzlichen Stromaggregaten wurden voralarmiert. Hiervon sind auch Einsatzkräfte aus dem Nachbarlandesverband Bremen Niedersachsen betroffen.

Bereits im Einsatz sind die ehrenamtlichen Helfer aus Lübeck, die mit einer weiteren 175 KVA-Netzersatzanlage den Betrieb des Klärwerkes Cismar-Lenste sicherstellen. Der Ortsveband Neustadt versorgt mit seinem Aggregat einen Funkmast, der von der Stromabschaltung betroffen war.

Da ein genaues Ende des Einsatzes nicht absehbar ist, wurde zur Verpflegung der THW-Helferschaft und weiterer Einsatzkräfte die Fachgruppe Logistik des THW Ortsverbandes Preetz alarmiert, die von der Fachgruppe Logistik des THW Ortsverbandes Bad Oldesloe unterstützt wurde. Koordiniert wird der THW-Einsatz durch das Lage- und Koordinierungsteam der THW Regionalstelle Lübeck.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Radfahrer rammte Fußgänger zu Boden

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Wie die Polizei heute mitteilte, kam es bereits am 9. August zwischen 8 Uhr und 08:30 Uhr auf dem Geh- und Radweg der Hamburger Straße in Bad Oldesloe zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger verletzt wurde.

“Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhr ein Radfahrer den rechtsseitigen Radweg der Hamburger Straße in Richtung Innenstadt. In Höhe der Einmündung Salinenstraße wollte er rechts in diese einbiegen. Im Einmündungsbereich kam dem Radfahrer ein 23-jähriger Oldesloer zu Fuß, auf dem Gehweg der Hamburger Straße, entgegen. Der Radfahrer traf den Fußgänger mit seiner Schulter im Gesicht, woraufhin dieser stürzt und kurzzeitig das Bewusstsein verlor”, so Polizeisprecherin Rena Bretsch.

Als der Fußgänger wieder zu sich kam, war der Radfahrer noch am Unfallort. An das folgende Gespräch kann sich der Oldesloer nicht mehr erinnern. Der 23-jährige ging dann weiter zur Arbeit. Aufgrund starker Kopfschmerzen sucht er am nächsten Tag doch noch einen Arzt auf.

Es handelt sich bei dem Radfahrer um einen ca. 30-35-jährigen Mann mit dunklen kurzen Haare und Brille.

Zeugen gesucht: Wer hat den Unfall beobachtet? Wer kann möglicherweise weitere Angaben zu dem Radfahrer machen? Zeugenhinweise bitte an das Polizeirevier Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531 – 501 555.

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