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Ahrensburg

Frauenhaus Stormarn schützt Betroffene seit 20 Jahren vor häuslicher Gewalt

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Häusliche Gewalt (Symbolbild). Foto: shutterstock.com

Häusliche Gewalt (Symbolbild). Foto: shutterstock.com

Ahrensburg/Bad Oldesloe – Frauen und Kinder gewalttätiger Männer finden hier Zuflucht und eine Chance auf ein neues Leben: Das Frauenhaus Stormarn ist 20 Jahre alt geworden.

Die Stormarner Einrichtung feierte jetzt ihr 20-jähriges Bestehen im Ahrensburger Marstall. „Es wäre besser, wenn es Frauenhäuser nicht geben müsste“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Behr in ihren Grußworten. Doch auch im Jahr 2016 sind derartige Einrichtungen notwendig – und es ist gut, dass es sie gibt.

Jede vierte Frau wird im Laufe ihres Lebens Opfer häuslicher Gewalt. Eine Zahl, die betroffen macht. Im Kreis Stormarn sind die Betten des Frauenhauses regelmäßig alle belegt – bis auf den letzten Platz. In diesem Jahr nahm die Einrichtung sogar mehr Frauen und Kinder auf, als Kapazitäten da sind. Ihnen allen wurde körperliche oder psychische Gewalt angetan.

“Gewalt an Frauen wird weiterhin Thema bleiben”

Landrat Henning Görtz: „Keiner von uns darf über solche Taten hinwegsehen und die Augen verschließen. Mit dem Frauenhaus haben wir in Stormarn eine Einrichtung, die sich mit anderen Sozialdiensten aber auch mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft vernetzt.“

20 Jahre Frauenhaus Stormarn: Mitarbeiterinnen und Gratulanten im Marstall. Foto: Fischer

20 Jahre Frauenhaus Stormarn: Mitarbeiterinnen und Gratulanten im Marstall. Foto: Fischer

Das Frauenhaus Stormarn ist eine der kleinsten und das jüngste in Schleswig-Holstein. Es wurde 1996 mit finanzieller Hilfe der Sparkasse Holstein gegründet. Die Immobilie wurde extra für diesen Zweck gekauft und renoviert. Seit 2014 gibt es dort 14 Plätze. Es könnten noch mehr sein. „Gewalt an Frauen ist noch immer ein großes Thema, und wird es wohl auch in Zukunft bleiben“, sagte die Gleichstellungbeauftragte Gabriele Fricke, die maßgeblich an der Gründung beteiligt war. Das Haus sei durch Höhen und Tiefen gegangen habe aber immer Unterstützung durch die Politik erhalten.

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen unterstützen die Frauen beim Start in ein selbstbestimmtes Leben, bieten Gespräche an und leisten Hilfestellung bei Behördengängen und anderen bürokratischen Hürden. Es soll ein strukturiertes und sicheres Umfeld geschaffen werden. Besuche innerhalb des Frauenhauses sind nicht erlaubt, die neue Anschrift wird dem Umfeld der Frauen zum Schutz verheimlicht.

Im vergangenen Jahr mussten rund 150 Frauen und dessen Kinder – in etwa noch einmal so viele – aufgrund mangelnder Kapazitäten abgewiesen werden.

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Ahrensburg

Ahrensburger Schule gewinnt komplettes Spielezimmer

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Ahrensburg – Die rund 380 Schüler*innen der Offene Ganztagsschule Am Reesenbüttel strahlen. Ihre Räume sind ab sofort um ein Spielezimmer reicher.

Die Kinder der Klasse 1a freuen sich mit OGS-Koordinatorin Sarka Bossen und Klassenleiterin Agneta Horstmann über ihre Spielesammlung

Mit ihrem innovativen Konzept konnte die Schulkooperation die Jury der Initiative „Spielen macht Schule“ überzeugen und wurde für ihr Engagement mit einer üppigen Ausstattung von Gesellschaftsspielen honoriert.

Die Initiative fördert das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau. Auch das Leitungsteam der Offenen Ganztagsschule Am Reesenbüttel sieht die Bereicherung von Gesellschaftsspielen für das tägliche Bildungsangebot. Schulleiterin Sabine Knuth erklärt den Gewinn für die Schüler*innen: „Spielen ist nicht reiner Selbstzweck. Im Schulunterricht erlernen die Kinder unserer ersten bis vierten Klassen u.a. das Rechnen, Lesen und wissenschaftliche Zusammenhänge. Kenntnisse, die sie am Nachmittag wunderbar im Spiel vertiefen und ausbauen können.“

Sarka Bossen, Koordinatorin der Nachmittagsangebote, ergänzt: „Spielerisches Lernen ist ein wichtiges Element unseres ganzheitlichen pädagogischen Ansatzes. Neben dem Sachwissen sind es nämlich vor allem soziale Kompetenzen, die sich die Schüler*innen im gemeinsamen Spiel aneignen. Sie sprechen miteinander, handeln Regeln aus, erklären sich gegenseitig die Spielabläufe, übernehmen Verantwortung für den sorgsamen Umgang mit den Spielen – und haben dabei auch noch eine Menge Spaß!“

Die OGS Am Reesenbüttel hatte sich an dem diesjährigen Aufruf der Initiative beteiligt. In ihrer Bewerbung stellten sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule vor. Mit Erfolg: Mit ihrem Konzept gehört die Grundschulkooperation zu den rund 200 Gewinnerschulen in Deutschland. Die besten Einreichungen wurden von einer Jury prämiert und die Einrichtung der Spielzimmer erfolgte im Anschluss.

Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein Mehr Zeit für Kinder und dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative, die in diesem Jahr zum 15. Mal ausgeschrieben wurde, von den 16 Kultusministerien. Die Spielwaren werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie e.V. (DVSI) kostenlos zur Verfügung gestellt.

Mit den Gewinnern aus diesem Jahr gibt es nun bundesweit über 2.800 spielende Schulen. Weitere Informationen zur Initiative, den pädagogisch geprüften Spielwaren und Teilnahmemöglichkeiten gibt es im Internet unter: www.spielen-macht-schule.de.

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Ahrensburg

Ahrensburger Stadtforum plant Tannenbaum-Verkauf

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Ahrensburg – Für viele Ahrensburger Familien ist es schon Tradition: den Tannenbaum kauft man am letzten Samstag vor Heiligabend – am 18. Dezember 2021 von 9 bis 13 Uhr – auf dem Rondeel beim Stadtforum.

„Diese Tradition pflegen wir auch in diesem Jahr. Selbstverständlich werden alle Verkäufer Masken tragen und auf Abstand achten“, sagt Antje Karstens vom Stadtforum. Jeder Baum kostet 30 Euro. Auch die ganz großen Bäume gibt es zu diesem Preis und bei Mini-Tannen kann mutig gehandelt werden.

„Glücklicherweise haben wir wieder ein paar Buden und hübsche Dekoration in der Nachbarschaft. Da kann man den Tannenbaumkauf mit dem Genuss einer Bratwurst oder dem Kauf von Naschereien zum Fest verbinden“, so Antje Karstens. Im nächsten Jahr werde es hoffentlich auch wieder Stollen von der Bäckerei Schacht und Glühwein vom Bürgerverein geben.

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Ahrensburg

Trickdiebin beklaut 81-Jährigen in Ahrensburg: Polizei sucht Zeugen

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Ahrensburg – Am 3. Dezember 2021 kam es gegen 13 Uhr in der Straße “Hinterm Vogelherd” in Ahrensburg zu einem Trickdiebstahl.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach ersten Erkenntnissen parkte ein 81-jähriger Ahrensburger sein Fahrzeug in seiner Garage in der Straße “Hinterm Vogelherd” ein.

Danach bemerkte er eine ungefähr 30-jährige Frau, die ihn vermutlich auf Italienisch nach dem Weg in die Innenstadt fragte.

Nachdem er ihr den Weg erläuterte, bedankte sich die Frau überschwänglich, schüttelte ihm mehrfach die Hand und verließ das Grundstück.

Sie stieg in ein wartendes Fahrzeug. Der 81-jährige Ahrensburger bemerkte im Anschluss das Fehlen seiner hochwertigen Armbanduhr. Die Schadenshöhe wird auf 1.000 Euro geschätzt.

Die Frau wurde als ca. 30 Jahre alt und mit schulterlangen blonden Haaren beschrieben. Sie war mit einem hellgrauen Steppmantel bekleidet und hat italienisch gesprochen.

Die Polizei sucht Zeugen. Wer hat den Vorfall beobachtet und kann Angaben zu der Person und dem Fahrzeug machen? Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ahrensburg unter der Telefonnummer: 04102/ 809-0 entgegen.

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