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Kita und Erziehung

Nach Diskussion: Arbeitsgruppe “Kinderarmut” in Reinfeld gegründet

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Die Diskussionsrunde in Reinfeld. Foto: SPD Reinfeld/hfr

Die Diskussionsrunde in Reinfeld.
Foto: SPD Reinfeld/hfr

Reinfeld – Die SPD Reinfeld hatte am Dienstagabend im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Rote Runde“ zum Thema „Kinderarmut in Reinfeld“ geladen, zu der viele Interessierte kamen.

Fraktionsvorsitzender Rolf-Jürgen Hanf stellte zu Beginn fest, dass Kinderarmut einerseits ein wichtiges Thema sei, da viele betroffen seien, andererseits das Thema bisher nur unzureichend ins öffentliche Bewusstsein gedrungen ist. Er wünscht sich eine intensivere öffentliche Diskussion.

Etwa 10 % aller Kinder in Reinfeld leben in Hartz 4-Haushalten. Damit stehen ihnen – abhängig vom Alter – zwischen 7,90 € und 10,20 € täglich zur Verfügung, wovon der gesamte Lebensunterhalt bestritten werden muss.

Alexander Witsch vom Kinderschutzbund wies darauf hin, dass nicht nur die Kinder aus Hartz 4-Familien betroffen seien, sondern auch die so genannten Aufstocker, die mit dem Lohn für ihre Arbeit noch nicht einmal das Niveau von Hartz 4 erreichen und durch Sozialhilfe aufstocken müssten.

Foto: SPD Reinfeld/hfr

Foto: SPD Reinfeld/hfr

Eine ausreichende finanzielle Ausstattung für die Kinder sei notwendig, da eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit den Hartz 4-Sätzen nicht möglich sei. Das fange in KiTa und Schule an, wo die Eltern sich an den Kosten für Unterrichtsmaterialien und Ausflügen beteiligen müssten.

Witsch betonte, dass von Fachleuten die Jahreskosten für den Schulbesuch mit 300 – 500 € pro Kind angenommen werden, das Bildungs- und Teilhabepaket sehe aber nur 100 € vor.

Adelbert Fritz vom SV Preußen berichtete, dass über das Bildungs- und Teilhabepaket zwar jedem bedürftigen Kind 10 € pro Monat zusätzlich zur Verfügung stünden, dieses Geld jedoch noch nicht einmal ausreiche, den niedrigsten Beitragssatz des SV Preußen zu begleichen. Daher verzichte der Verein in besonderen Fällen auch vorübergehend auf den Beitrag.

Mehrere Teilnehmer der Veranstaltung wiesen auf die verschiedenen Hilfen hin, die es für bedürftige Kinder gibt. Davon müssen die Eltern aber erst einmal Kenntnis haben und in jedem Falle muss die Bedürftigkeit nachgewiesen werden. Das hält Viele von der Inanspruchnahme der Hilfen ab. Die Anwesenden waren sich einig, dass eine umfassende und wirksame Unterstützung nur von Land und Bund geleistet werden kann.

Eine Arbeitsgruppe, die an dem Abend spontan ins Leben gerufen wurde, will die vorgetragenen Ideen aufgreifen und auf Umsetzbarkeit in Reinfeld prüfen. Rolf-Jürgen Hanf: „Heute Abend ist deutlich geworden, wie groß die durch Kinderarmut verursachten Probleme auch in Reinfeld sind. Bei dieser Erkenntnis wollen wir aber nicht stehenbleiben, sondern zu konkreten Verbesserungen kommen“ Die SPD wird die Ergebnisse der Arbeitsgruppe in einer späteren „Roten Runde“ vorstellen.

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Bargteheide

Neue Babysitter in Bargteheide ausgebildet

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In den zurückliegenden Ferien startete im Kinderhaus Blauer Elefant Bargteheide erstmals wieder eine Ausbildung für Jugendliche, die gern Kinder betreuen möchten.

Foto: Kinderhaus Blauer Elefant

Nun stehen in Bargteheide neun neue und motivierte Babysitter*innen zur Verfügung.

Diese haben eine Ausbildung durchlaufen, in der sie die wesentlichen Dinge im Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern gelernt haben.

Jugendliche wurden von Hebammen ausgebildet

Dazu gehörte Basiswissen in der Säuglingspflege, das sie von einer erfahrenen Hebamme erlernen konnten, ein Erster-Hilfe-Kurs speziell für Kinder, die Grundlagen der Kleinkindpsychologie und ein Repertoire an Beschäftigungsmöglichkeiten mit Kindern.

Darüber hinaus hospitierten sie einen Tag in einer KiTa, welche die Jugendlichen freundlicherweise aufnahm.

Eltern, die eine Betreuung für ihre Kinder benötigen, egal, ob sie dies nur einmal oder regelmäßig wünschen, können sich an das Kinderhaus Blauer Elefant Bargteheide wenden, das die Babysitter*innen vermittelt. Es ist erreichbar von montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 04532 5170.

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Bad Oldesloe

Wimmelbücher: Sparkassen-Stiftungen beschenken Kita-Kinder

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Bad Oldesloe – Die Stiftungen der Sparkasse Holstein beschenken auch in diesem Jahr die neuen Kita-Kinder in den Kreisen Stormarn und Ostholstein mit Wimmelbüchern.

Jörg Schepers (von links), Olaf Nelle und Susanne Dox mit Sparkassen-Maskottchen SeebiSeebär und den Wimmelbüchern. Foto: Stiftungen der Sparkasse Holstein

In Kooperation mit dem renommierten Oetinger Verlag brachten die Stiftungen der Sparkasse Holstein bereits 2017 ein Wimmelbuch über den Kreis Stormarn heraus. 2020 erschien schließlich ein zweites Wimmelbuch über den Kreis Ostholstein. Nun werden die kunterbunten Schmöker ganz ohne Text alljährlich an die neuen Kitakinder im Kreis gegeben.

Mehrere tausend Bücher wurden in den vergangenen Wochen in Bündeln oder Kisten verpackt und mit Lieferscheinen versehen.

Wimmelbücher eignen sich besonders gut für Kinder im Kita- und Vorschulalter, denn sie erzählen Geschichten ausschließlich mit Hilfe von detailreichen Bildern. Durch die Illustrationen werden die Orte, Landschaften und Besonderheiten der Kreise Stormarn und Ostholstein erfahrbar.

So können auch Kinder ohne Lesekompetenzen auf den Bilderbuchseiten selbstständig Entdeckungen machen und ihren Heimatkreis kennenlernen. Jörg Schepers von den Stiftungen der Sparkasse Holstein freut sich auf die Verteilung: „Vielleicht werden unsere Wimmelbücher bei den beschenkten Kindern in diesem Jahr besonders viel Resonanz auslösen“, hofft er. „Die Wimmelbuchseiten zeigen eine Normalität mit Hochzeitsgesellschaften, Weihnachtsmärkten und Ausflugszenen, die unsere Jüngsten bisher durch die Pandemie nur sehr eingeschränkt kennenlernen durften und auf die sie sich mithilfe der bunten Seiten hoffentlich freuen können.“

Viele Kitas werden dieser Tage kostenlos beliefert, doch noch haben sich nicht alle Einrichtungen bei den Stiftungen der Sparkasse Holstein mit ihren Bestellungen zurückgemeldet.

„Wir haben versucht, alle Kitas und Kindergärten in Stormarn und Ostholstein zu kontaktieren, um zu erfahren, wie viele neue Kinder sie in ihrer Einrichtung mit den Wimmelbüchern beschenken möchten. Dass sich noch nicht alle bei uns zurückgemeldet haben, erkläre ich mir mit dem großen organisatorischen Aufwand, den die Einrichtungen nach den Sommerferien allein durch die CoronaRichtlinien zu bewältigen hatten“, so Susanne Dox von den Stiftungen der Sparkasse Holstein. „Natürlich dürfen sich die Kitas, die es bisher noch nicht geschafft haben, auch in den kommenden Wochen noch mit ihren Bestellwünschen melden. Wir werden dann unbedingt eine zweite Verteilrunde organisieren.“ Olaf Nelle, Leiter der Sparkassen-Filiale in Bad Oldesloe, stellte für die Packaktion und zur Lagerung der Bücher Räumlichkeiten zur Verfügung:

„Selbstverständlich habe ich sofort die Räumlichkeiten in unserer Filiale zur Lagerung der Wimmelbücher angeboten. Denn ich finde es klasse, dass wir den Kleinsten in unserer Region auch in diesem Jahr wieder so großartige Geschenke machen können. Der Schlüssel für unsere gemeinnützigen Aktivitäten sind immer unsere Kunden. Durch ihre Treue können wir Projekte wie dieses auf die Beine stellen“, so Olaf Nelle.

Kitas, die sich bisher noch nicht bei den Stiftungen der Sparkasse Holstein rückgemeldet haben, können die Wimmelbücher zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Bestellungen werden per Mail von Susanne Dox und Jörg Schepers (susanne.dox@spkstholstein.de und joerg.schepers@spkstholstein.de) entgegengenommen

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Ahrensburg

Neues Klettergerüst von “Ein Herz für Kinder” für die DRK-Kita Langeneßweg

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Ahrensburg – Ein großes Spielgerät, an dem viele Kinder zur gleichen Zeit spielen können – das fehlte der Kindertagesstätte Langeneßweg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Ahrensburg.

Nicolas Rath (Bereichsleitung Kitas DRK Stormarn), Lynn Kloss (Kita-Leiterin), Thieß Passon (Rewe) sowie Kristina Maniu, Sandra Gürth und Franziska Dahnke (Elternvertreterinnen) vor dem neuen Klettergerüst.

Doch das war zunächst gar nicht so einfach zu realisieren, denn das Außengelände der Kita ist ziemlich uneben, und so ein Klettergerüst braucht einen festen und sicheren Stand. Die Elternvertreter*innen und Mitarbeiter*innen der Kita machten sich auf die Suche nach Sponsoren und wurden bei „Ein Herz für Kinder“ fündig.

Die Hilfsorganisation der Bild Zeitung spendete knapp 14.000 Euro für das Klettergerüst. Eine Tiefbaufirma ebnete das Gelände für das Gerüst und setzte L-Träger. Die Kosten dafür in Höhe von ca. 4.000 Euro finanzierte die Kita von ihrem eigenen Spendenkonto.

Für die Montage schoss die Stadt Ahrensburg 3.200 Euro dazu, und der benachbarte Rewe-Markt am Erlenhof beteiligte sich mit über 2.000 Euro aus gespendeten Pfand-Bons. Und endlich war es soweit: Das neue große Klettergerüst durfte von den Kindern in Beschlag genommen werden. Doch zunächst sangen die Jungen und Mädchen ein Dankeslied für alle Sponsoren.

Anschließend schnitten das jüngste Kind (Mathilda, 3 Jahre) und das älteste Kind (Daniel, 6 Jahre), feierlich das Band durch. Und dann gab es auch kein Halten mehr. Nun können ganz viele Kinder gemeinsam gleichzeitig an dem Gerät spielen, denn das große Gerüst, ausgestattet mit Plattformen, Kletternetz, Rutsche und vielen weiteren Spielmöglichkeiten, bietet jede Menge Platz und Spielspaß für alle. Die Kinder, Mitarbeiter*innen und Elternvertreter*innen danken den Sponsoren recht herzlich, dass sich ihr Herzenswunsch nun erfüllt hat!

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