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Bad Oldesloe

Vom Problemkind zum Vorbild: Ein Oldesloer auf dem Weg zum Boxprofi

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Meriton Rexhepi kämpft nur noch im Ring. Foto: Fischer

Meriton Rexhepi kämpft nur noch im Ring. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Immer wieder war er in Schlägereien verwickelt, hatte Ärger mit der Polizei. Mit 13 Jahren war Meriton Rexhepi auf dem direkten Weg ins gesellschaftliche Aus. Seine Freunde von damals: Heute fast alle im Gefängnis.

Der 21-Jährige hat den Absprung geschafft und kämpft jetzt nicht mehr auf der Straße, sondern im Ring. Die Geschichte des ehemaligen Sonderschülers ist ein Beispiel dafür, wie Sport einen Menschen verändern kann. Aus dem gesellschaftlichen Ärgernis von damals ist ein Vorbild für viele andere Jugendliche geworden.

Stolz präsentiert er Medaillen der vielen Kämpfe und einen Meisterschaftsgürtel. Zu Hause steht eine Vitrine randvoll mit Pokalen. Der Oldesloer hat ein klares Ziel: Irgendwann einmal den Weltmeistergürtel in den Händen halten. „Ich will im meiner Klasse der bester Boxer der Welt werden und den Gürtel nach Bad Oldesloe holen“, sagt Meriton, der von seinen Freunden „Tony“ genannt wird. Vor zwei Wochen holte er die Goldmedaille im Mittelgewicht (bis 75 Kilogramm) bei der Hamburger Meisterschaft und damit das Ticket für die Deutsche Meisterschaft Mitte November.

Fünf Mal die Woche machte er sich auf den Weg nach Hamburg, um zu trainieren. Willensstärke und Disziplin die beeindruckt. „Wenn der Wille da ist, lässt sich alles erreichen“, sagt der Sportler. „Ich bin in meiner Jugend auf die schiefe Bahn geraten und habe es da raus geschafft.“

Während seiner Schulzeit an der Kurparkschule bekam Meriton Rexhepi – außer immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten – nichts auf die Reihe. Seine Freunde fingen an, Drogen zu konsumieren und den Lebensstil mit Diebstählen und Einbrüchen finanzieren. Das war vor knapp zehn Jahren. Die Gangart wurde härter: Immer wieder sorgten Überfälle auf Tankstellen und Spielkasinos oder Goldhändler im Kreis Stormarn und Hamburg für Schlagzeilen. Rexhepis Freundeskreis machte keine halben Sachen. Er selbst habe nie Drogen genommen oder sich an den schwerkriminellen Aktionen seiner Freunde beteiligt, beteuert er.

„Ich möchte Jugendlichen zeigen, dass man sich ändern kann.“

Sozialarbeiter Aygün Caglar. Foto: Fischer

Sozialarbeiter Aygün Caglar. Foto: Fischer

Meriton war einer von den schwierigen Jungs und stand auf der Kippe, ein Krimineller zu werden“, sagt Sozialarbeiter Aygün Caglar.

Auf seinen Rat hin habe er mit dem Boxen angefangen. Mit den Schlägereien und dem „Ärger suchen auf der Straße“ habe er sich beweisen wollen. Caglar: „Das kann er jetzt im Ring machen, sportlich und fair.“

Ein guter Rat, wie sich herausstellte. Erst der Sport brachte Meriton Rexhepi wieder auf Linie – auch privat. Er holte seinen Haupt- und Realschulabschluss nach und arbeitet jetzt bei seinem Onkel in einer Gartenbau-Firma. Seine Verlobte unterstützt ihn bei seinem Traum, den Sport professionell zu betreiben. Doch was treibt ihn an? Die größte treibende Kraft, die ihn zwei Mal am Tag zum Training gehen lässt, ist eben seine Vergangenheit und die Schulzeit. Die mittlerweile geschlossene Kurparkschule war eine Sonderschule für lernbehinderte oder „einfach schwierige“ Kinder und Jugendliche – und berühmt-berüchtigt für eben dieses Klientel, „aus dem ja sowieso nichts wird“. Mit seinem Lebenswandel will Meriton Rexhepi anderen ein Vorbild sein: „Ich möchte Jugendlichen, wie ich mal einer war, zeigen, dass man sich ändern kann.“

Nach seiner Boxkarriere könnte er sich vorstellen, ein eigenes Gym in Oldesloe aufzumachen, um Jugendlichen von der Straße zu holen und das was er gelernt habe, weiterzugeben. „Ich weiß nicht wo ich ohne den Sport wäre, aber sicherlich nicht hier“, sagt Meriton Rexhepi. Derzeit sucht er einen oder mehrere Sponsoren und finanzielle Unterstützung, um möglichst viel trainieren – und irgendwann dann den Weltmeistergürtel nach Oldesloe holen zu können. Kontakt über Aygün Caglar unter (040)42881-5248.

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Bad Oldesloe

CDU Bundestagsabgeorndeter besucht Oldesloer Rotarier

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Foto: Präsident Magnus Grauman (links) diskutierte gemeinsam mit 40 andern Rotariern mit dem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann.                                                                                                                                                                            Foto: CDU Stormar/hfr

Bad Oldesloe – Politikerbesuch beim Rotary Club Bad Oldesloe. Am Donnerstag sprach der Stormarner CDU- Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann im Hotel Wiggers über die Auswirkungen der aktuellen Bundespolitik auf den Kreis Stormarn.

Dazu gehören natürlich auch Anekdoten beim Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebes in der Bundeshauptstadt mit Geschichten aus den Koalitionsverhandlungen und die Entstehung von Gesetzen mit den gegensätzlichen Interessen von Bundestag und Bundesrat.

Der Sprecher der CDU-CSU Fraktion im Petitionsausschuss und Verkehrsexperte beantwortete in der anschließenden Diskussionsrunde Fragen der circa 40 Rotarier über die aktuelle Erweiterung der Maut auf Bundesstraßen, den Ausbau der A7, die Situation beim Nord-Ostsee-Kanal und der Schleuse in Brunsbüttel. Schwerpunkt war Storjohanns spezielles Thema Fahrradverkehr.

Die Teilfinanzierung durch den Bund vom  Ausbau der S4 Ost (Hamburg – Bad Oldesloe) mit Gesamtkosten von ca. 950 Mio. Euro sei noch nicht endgültig geklärt. Es fehle noch die Nutzen-Kosten-Bewertung. Planung, Organisation und Finanzierung solcher Projekte des Schienenpersonennahverkehrs liegen in der Zuständigkeit der Länder.

Nach Erfahrungswerten ähnlicher Projekte sei mit einer Mischfinanzierung 60% Land und 40% Bund zu rechnen. Bis Ende 2018 sei mit der Einigung über die Finanzierung zu rechnen. 2020 soll Baubeginn sein. 2027/2028 ist die Fertigstellung des Projektes geplant, zeitgleich mit der Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung. In diesem Jahr wird es den 4. Bundeshaushalt in Folge ohne Schulden geben.

Bei der Förderung finanzschwacher Kommunen mit 3,5 Milliarden Euro Gesamtvolumen stelle der Bund ausreichend Gelder für bisher 12.000 Einzelmaßnahmen zur Verfügung.

Probleme gebe es beim Mittelabruf durch die Länder. Diese sind zuständig für Abruf und Zuteilung auf einzelne Kommunen.

Die Probleme seien insbesondere auf fehlende Planungskapazitäten und konjunkturell bedingte Kapazitätsgrenzen im Bau zurückzuführen. Aus diesem Grund hat der Bund die Umsetzungsfrist um 2 Jahre bis Ende 2020 verlängert.

„Es kommt selten vor, dass man in unserem Kreis bei einem Vortrag, eine Stecknadel fallen hören kann. Heute war das der Fall“, dankte Bad Oldesloes Rotary Präsident Magnus Grauman dem Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann für seinen unterhaltsam-informativen Vortrag

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Bad Oldesloe

Ausgezeichnet: Ausbildungsengagement der Buhck Gruppe

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Agenturchefin Dr. Heike Grote-Seifert mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Buhck und Ausbildungsleiterin Antje Wilhelm bei der Zertifikatsübergabe. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, hat die Buhck Gruppe mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit ausgezeichnet. Der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Buhck und Ausbildungsverantwortliche Antje Wilhelm haben in Wiershop die Urkunde für ihr Engagement in der Ausbildung junger Menschen entgegen genommen.

„Die Buhck Gruppe ist das dritte Unternehmen in den beiden Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg, das wir in diesem Jahr mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit auszeichnen. Alle ausgezeichneten Unternehmen engagieren sich in besonderem Maße in der Ausbildung junger Menschen. Dies wollen wir mit dem Zertifikat „Ausgezeichnete Nachwuchsförderung“ anerkennen und honorieren“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Die Buhck Gruppe: Ausbildung junger Menschen in einem Familienunternehmen

„Ausbildung und ein breites Angebot für die Auszubildenden haben bei der Buhck Gruppe einen hohen Stellenwert“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Buhck. Das mittelständische Familienunternehmen besteht mittlerweile aus 29 Einzelfirmen und hat mehr als 800 Mitarbeiter. „An unseren Standorten Barsbüttel, Wiershop, Wentorf, Grambek und Hamburg bilden wir in acht Ausbildungsberufen aus“, so Buhck weiter. „Aktuell befinden sich 44 junge Menschen bei der Buhck Gruppe in der Ausbildung. Das sind cirka sechs Prozent aller Mitarbeiter.“ Auch junge Menschen mit Migrationshintergrund bildet das Unternehmen aus. Unter den 18 Auszubildenden, die zum Beispiel im vergangenen Jahr ihre Ausbildung aufgenommen haben, finden sich vier Jugendliche aus Albanien, Eritrea und dem Irak.

Für den jetzt anstehenden Ausbildungsbeginn sucht das Unternehmen noch Auszubildende. So kann Ausbildungsleiterin Antje Wilhelm jungen Ausbildungssuchenden Plätze für angehende Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft anbieten.

„Gerade im gewerblichen Bereich ist es aber schwieriger geworden, Auszubildende zu finden, obwohl die Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice oder die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft hoch interessante Berufe sind“, berichtet Wilhelm. „Und beide Berufe bieten sichere Arbeitsplatzperspektiven für die Zukunft.“ In diesem Bereich würde sie sich auch über mehr Bewerbungen von jungen Mädchen freuen. Deshalb beteiligt sich die Buhck Gruppe auch jedes Jahr am Girls`Day und bietet Praktika an.

Bei der Auswahl ihrer Auszubildenden stehen für die Ausbildungsverantwortliche nicht die Schulnoten im Vordergrund. „Wer zeigt, dass er Spaß am Beruf hat und uns überzeugen kann, dass er zu unserem Unternehmen passt, bekommt seine Chance. In einem Praktikum kann jeder zeigen, was er kann“, so Wilhelm. „Und wer erst einmal unser Unternehmen kennengelernt hat, ist dann auch begeistert.“

Die Chefin der Arbeitsagentur lobt das Ausbildungsengagement bei der Übergabe des Ausbildungszertifikates: „Mein Dank gilt der Buhck Gruppe stellvertretend für alle Ausbildungsunternehmen, die kontinuierlich junge Menschen qualitativ sehr gut ausbilden, sie in ihrer Ausbildung begleiten und auch schwächeren Bewerbern eine Chance geben.“

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Bad Oldesloe

Oldesloer (21) klaut VW-Bus und verursacht Unfall

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Symbolfoto: Tomasworks/Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Ein Mann hat in Bad Oldesloe einen VW T4 geklaut und damit noch am gleichen Tag einen Unfall verursacht. Er wollte weglaufen, doch die Polizei war schneller.

Zunächst meldete eine Zeugin am Donnerstag gegen 17.35 Uhr bei der Polizei, dass sie in der Mewesstraße in Bad Oldesloe einen als gestohlen gemeldeten VW-Bus gesehen habe.

Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung nach dem Fahrzeug ein. „Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen ging über Notruf der Hinweis ein, dass der Fahrer eines VW T4 im Rümpeler Weg einen Verkehrsunfall verursacht hätte“, sagt Polizeisprecher Holger Meier.

Der T4 sei zunächst vorwärts auf eine Grundstückeinfahrt gefahren. Anschließend setzte der Fahrer zurück, rammte dabei einen VW Polo und flüchtete.

VW-Bus auf Schulparkplatz gefunden

Der als gestohlen gemeldeteT4 konnte unweit des Unfallortes, auf einem Parkplatz der Theodor-Storm-Schule in der Hamburger Straße abgestellt, aufgefunden werden.

Der Fahrer stand noch in der Nähe des Fahrzeugs. Als er die Polizei sah, versuchte er zu Fuß zu flüchten, konnte jedoch von den Beamten schnell gefasst werden.

Tatverdächtiger polizeibekannt

Es handelte sich um einen polizeibekannten 21-jährigen Mann aus Bad Oldesloe.

Drogen oder Alkohol hatte er nicht konsumiert. Jedoch war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Nach Feststellung der Identität wurde der 21-jährige wieder entlassen.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrzeugdiebstahls, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort wurde eingeleitet.

Verletzt wurde niemand. An beiden unfallbeteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden von ca. 5.500 Euro.

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