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Ahrensburg

Terrorverdächtige in Reinfeld, Ahrensburg und Großhansdorf verhaftet

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Polizei-Spezialkräfte im Einsatz. Archivfoto: Stormarnlive

Polizei-Spezialkräfte im Einsatz. Archivfoto: Stormarnlive


 

Reinfeld – Der Terror scheint oft weit weg. Doch ein stückweit ist er heute in Stormarn angekommen. Am Morgen gab es in Reinfeld, Ahrensburg und Großhansdorf größere Polizeieinsätze. Mehrere Straßen wurden gesperrt und Flüchtlingsunterkünfte durchsucht. Relativ schnell machten Gerüchte die Runde, dass es sich dabei um einen Anti-Terror-Einsatz gehandelt haben soll, der sich gegen mögliche Attentäter richtete. Diese Gerüchte konkretisieren sich gegen Mittag. Das BKA bestätigte Festnahmen.

Bundesinneminister Thomas de Maiziere sagte, dass es Verbindungen zu den Attentätern von Paris gebe, die während eines Spiels der Fußballnationalmannschaft gegen Frankreich mehrere Anschläge verübten. Unter anderem wurde in Paris der Club Bataclan während eines Konzerts der “Eagles of death metal” gestürmt und zahlreiche Menschen getötet.

In Reinfeld, Großhansdorf und Ahrensburg wurden Verdächtige festgenommen. Die Syrer im Alter von 17, 18 und 26 Jahren sollen Verbindungen zum “IS” haben. De Maiziere betonte, dass die Observationen monatelang durchgeführt wurden. Auch die Telefone der unter Terrorverdacht stehenden Flüchtlinge in Stormarn wurden abgehört. De Maiziere warnte gleichzeitig davor, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. Auch diese Destabilisierung sei ein Ziel des IS, der Misstrauen gegen Flüchtlinge gerne instrumentalisiere.

Entsprechend dem Stand der bisherigen Ermittlungen, denen auch Erkenntnisse des Bundesamts für Verfassungsschutz zugrunde liegen, wird den Beschuldigten im Haftbefehl im Wesentlichen Folgendes vorgeworfen:

Der Beschuldigte Mahir Al-H. schloss sich spätestens Ende September 2015 in Rakka dem sogenannten “Islamischen Staat” an und erhielt eine kurze Ausbildung, die auch die Einweisung in den Umgang mit Waffen und Sprengstoff umfasste. Im Oktober 2015 verpflichtete sich der Beschuldigte Mahir Al-H. gemeinsam mit den weiteren Beschuldigten Mohamed A. und Ibrahim M. gegenüber einem für Operationen und Anschläge außerhalb des IS-Gebiets zuständigen Funktionär des sog. “Islamischen Staates”, zusammen nach Europa zu reisen.

Dort sollten die drei Beschuldigten entweder einen bereits erhaltenen Auftrag ausführen oder auf weitere Anweisungen warten. Hierzu wurden sie mit vom IS bereitgestellten Pässen ausgestattet und erhielten höhere vierstellige Bargeldbeträge in amerikanischer Währung sowie Mobiltelefone mit vorinstalliertem Kommunikationsprogramm.

Über die Türkei und Griechenland kamen die Beschuldigten Mitte November 2015 nach Deutschland.Konkrete Aufträge oder Anweisungen konnten bislang durch die durchgeführten Ermittlungen nicht festgestellt werden.

Die Festgenommenen werden dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihnen die Haftbefehle eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird

An den Einsätzen war auch die GSG – 9 der Bundespolizei beteiligt.

 

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2 Comments

2 Comments

  1. Karl-Heinz Lenz

    13. September 2016 at 13:14

    Aus gegebenem Anlass – Ruhe bewahren
    Viele Bürger im Kreis Stormarn haben mit Erschrecken festgestellt, dass der Terror zum Nachbarn geworden ist. Viele werden auch eine große Wut auf die Politiker bekommen. Das alles darf aber nicht dazu führen, dass einige ihre Wut an den Flüchtlingen auslassen. Viele Menschen, die zu uns gekommen sind, wurden tatsächlich verfolgt und sie haben nichts mit den Terroristen zu tun. Andere kamen, weil Merkel sie zu einem besseren Leben eingeladen hatte – vielleicht hätten auch wir so eine Einladung angenommen. Auch sie sind keine Terroristen! Natürlich dürfen wir die Lage nicht verharmlosen – wie es alle anderen Parteien tun – es sind eben nicht wenige Einzelfälle, es sind viele, die nichts Gutes vor haben. Die Schuld liegt also nicht bei den wirklichen Flüchtlingen, die Schuld liegt eindeutig bei den verantwortlichen Politikern und einer genau so verantwortungslosen Opposition. Wir müssen dieses Problem einzig auf einem demokratischen und friedlichen Weg angehen, aber wir haben dazu nicht mehr viel Zeit!

  2. Pingback: Terrorverdächtiger Mahir Al-H. aus Reinfeld: "Er beteiligte sich sogar am Karpfenfest"

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Ahrensburg

Neues Klettergerüst von “Ein Herz für Kinder” für die DRK-Kita Langeneßweg

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Ahrensburg – Ein großes Spielgerät, an dem viele Kinder zur gleichen Zeit spielen können – das fehlte der Kindertagesstätte Langeneßweg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Ahrensburg.

Nicolas Rath (Bereichsleitung Kitas DRK Stormarn), Lynn Kloss (Kita-Leiterin), Thieß Passon (Rewe) sowie Kristina Maniu, Sandra Gürth und Franziska Dahnke (Elternvertreterinnen) vor dem neuen Klettergerüst.

Doch das war zunächst gar nicht so einfach zu realisieren, denn das Außengelände der Kita ist ziemlich uneben, und so ein Klettergerüst braucht einen festen und sicheren Stand. Die Elternvertreter*innen und Mitarbeiter*innen der Kita machten sich auf die Suche nach Sponsoren und wurden bei „Ein Herz für Kinder“ fündig.

Die Hilfsorganisation der Bild Zeitung spendete knapp 14.000 Euro für das Klettergerüst. Eine Tiefbaufirma ebnete das Gelände für das Gerüst und setzte L-Träger. Die Kosten dafür in Höhe von ca. 4.000 Euro finanzierte die Kita von ihrem eigenen Spendenkonto.

Für die Montage schoss die Stadt Ahrensburg 3.200 Euro dazu, und der benachbarte Rewe-Markt am Erlenhof beteiligte sich mit über 2.000 Euro aus gespendeten Pfand-Bons. Und endlich war es soweit: Das neue große Klettergerüst durfte von den Kindern in Beschlag genommen werden. Doch zunächst sangen die Jungen und Mädchen ein Dankeslied für alle Sponsoren.

Anschließend schnitten das jüngste Kind (Mathilda, 3 Jahre) und das älteste Kind (Daniel, 6 Jahre), feierlich das Band durch. Und dann gab es auch kein Halten mehr. Nun können ganz viele Kinder gemeinsam gleichzeitig an dem Gerät spielen, denn das große Gerüst, ausgestattet mit Plattformen, Kletternetz, Rutsche und vielen weiteren Spielmöglichkeiten, bietet jede Menge Platz und Spielspaß für alle. Die Kinder, Mitarbeiter*innen und Elternvertreter*innen danken den Sponsoren recht herzlich, dass sich ihr Herzenswunsch nun erfüllt hat!

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Ahrensburg

Weil viele Gutscheine nicht zugestellt werden konnten: Ahrensburg verlängert Stadtgeld

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Ahrensburg – Positive Überraschung für alle Stadtgeld-Fans: Der Aktionszeitraum des Ahrensburger Stadtgeldes wird bis zum 30. Juli verlängert.

Rathaus Ahrensburg Archivfoto: SL

Das hat die Ahrensburger Stadtverordnetenversammlung am vergangene Montag beschlossen. Somit haben alle Gutschein-Eigentümer die Gelegenheit etwas entspannter einkaufen zu können.

Bereits am Freitag, 21. Mai, wurden alle Gutscheine in Hamburg aufgegeben. Da es sich bei den Briefen um geldwerte Gutscheine handelt, wurde eine Rücksendung für den Fall gebucht, dass ein Brief nicht an der angegebenen Adresse zugestellt werden kann. Bereits in der ersten Woche meldeten sich Einwohner*innen, die noch immer keinen Stadtgeldgutschein erhalten hatten.

Bis zur zweiten Aktionswoche erhielt die Stadtverwaltung bisher rund 500 Retouren, Briefe, die durch DHL nicht zugestellt werden konnten.

Teilweise, weil die Empfänger in der Zwischenzeit verzogen sind, teilweise, weil der DHL-Mitarbeiter dem jeweiligen Brief keinen Briefkasten zuordnen konnte.

Parallel dazu sammeln sich hunderte Anfragen im Postfach Stadtgeld@ahrensburg.de. Neben der Hotline für Fragen zum Stadtgeld, werden außerdem die Rufnummern des Fachdienstes Wirtschaftsförderung und Citymanagement für Anfragen genutzt. Dabei führt das Abarbeiten der Vielzahl von Einzelvorgängen zu Wartezeiten auf den ersehnten Stadtgeldgutschein.

Um die positive Stimmung, die diese Aktion bei teilnehmenden Gewerbetreibenden und bei Einwohner*Innen ausgelöst hat aufrecht zu erhalten, wurde der Aktionszeitraum vom 10. Juli bis einschließlich zum 30.Juli zu verlängert. Seit Beginn der Aktion am 31. Mai wurden bisher ca. 36.000 Codes im Wert von 360.000 Euro eingelöst. Dies entspricht 30 Prozent der insgesamt verteilten Gutscheine. Mit der Abrechnung vom 14.06.2021 wurden Überweisungen an ca. 70 Unternehmen veranlasst.

Alle teilnehmenden Ahrensburger Unternehmen sind unter www.youbuyda.de/Ahrenbsurg/Haendler zu finden. Auf der Website www.ahrensburger-stadtgeld.de gibt es alle nützlichen Infos und Erklärfilme zur Aktion.. Unter der Rufnummer 04102/77-500 beantwortet die eigens dafür geschaltete Telefonhotline offene Fragen.

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Ahrensburg

Einbruch in Ahrensburg misslingt: Polizei sucht Zeugen

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Ahrensburg – Am 15. Juni 2021 kam es zu einem versuchten Einbruch in ein Einfamilienhaus in der Straße Am Obsthain in Ahrensburg.

Foto: Shutterstock.com (Symbolbild)

Nach bisherigen Erkenntnissen versuchten unbekannte Täter zwischen 16.00 und 18.40 Uhr gewaltsam über die Haustür ins Wohnhaus zu gelangen. Nachdem dieses misslang, brachen sie den Versuch ab.

Die Kriminalpolizei Ahrensburg hat die Ermittlungen übernommen. Wer hat im Tatzeitraum im Bereich der Straße Am Obsthain verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet? Sachdienliche Hinweise nehmen die Beamten unter der Telefonnummer 04102/ 809-0 entgegen.

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