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Bad Oldesloe

Besondere Ausstellung präsentiert Flüchtlingsfotos

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Foto: Mohammad Rezai/hfr

Foto: Mohammad Rezai/hfr

Bad Oldesloe – In der Kundenhalle der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe ist vom 8. bis zum 26. August 2016 eine ganz besondere Ausstellung zu sehen.

Die Sängerin Martina Doehring präsentiert ihr interkulturelles Fotoprojekt „Schau mal, ich erzähl dir was … oder Wie man versuchen kann, ohne Worte miteinander ins Gespräch zu kommen”. Für diese Ausstellung hat die Sopranistin aus ca. zehntausend Fotos von Flüchtlingen, die derzeit in Bad Oldesloe und Umgebung leben, etwa einhundert Bilder ausgewählt und zu thematischen Einheiten zusammengefügt.

Diese erzählen wie die Kapitel eines Buches die Geschichte ihrer Herkunft und ihrer Flucht und zeigen ihren Blick auf Deutschland, ihr aktuelles Zuhause. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 8. August um 18 Uhr statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

„Die Idee zu diesem Projekt habe ich entwickelt, als man mich vor einigen Monaten gebeten hat, in einer Flüchtlingsunterkunft für 600 Menschen aus Syrien ein Konzert zu singen“, berichtet Martina Doehring über die Wurzeln ihrer Ausstellung.

Natürlich habe sie sofort zugesagt, aber gleichzeitig darüber nachgedacht, ob ihr nicht noch etwas besseres einfalle – etwas, wobei alle gemeinsam Spaß haben und die Flüchtlinge nicht nur den Part des passiven Zuhörers besetzen, sondern ins Geschehen einbezogen werden. Sie wollte ihnen die Möglichkeit geben, jenseits aller Sprachbarrieren etwas von sich zu erzählen.

Zunächst hat Martina Doehring die Flüchtlinge ermuntert, mit der Kamera ihrer Handys all das festzuhalten, was ihnen an unserem Alltag, der ja nun auch der ihre ist, interessant erscheint und wovon sie gern in einer Ausstellung erzählen möchten. Das Ergebnis war eine Überraschung: „Einige sind tatsächlich losgezogen, um zu fotografieren, aber viele haben mir auch ihr Telefon in die Hand gedrückt und mir erlaubt, aus hunderten von Erinnerungsfotos, die in jedem Handy stecken, das auszusuchen, was ich gern in die Ausstellung nehmen wollte”, so Doehring.

Und weil darunter auch viele Bilder aus der Heimat und von der Reise nach Europa waren, hat sie kurzerhand das Konzept für ihr Projekt erweitert. Nun beinhaltet die Ausstellung eine Reihe ganz unterschiedlicher Bilder, aus denen Martina Doehring Kurzportraits von den Menschen erstellt hat, die verbal so wenig von sich hergeben können – in einer Sprache, die jeder versteht.

„Bei der Auswahl der Bilder habe ich versucht, trotz des begrenzten Raumes, den die Stellwände bieten, für alle Länder und Lebensbereiche neben den geographischen, kulturellen, persönlichen und religiösen Besonderheiten das Verbindende herauszuarbeiten. Dafür habe ich oft die Geschichten, die das Leben erzählt, aus den Ecken der Fotos herausgeholt. Beim Betrachten der Fotos sollte man sich daher Zeit lassen”, erläutert Martina Doehring ihr Konzept und ergänzt: „Die Arbeit an dieser Fotostrecke hat mich immer wieder an die Arbeit eines Archäologen erinnert, der zwischen unzähligen Scherben, die sich alle gleichen, plötzlich einen Überrest entdeckt, der als Teil einer fremden Welt seine ganz eigene Geschichte erzählt.“

Wer die Ausstellung besuchen möchte, hat dazu während der Öffnungszeiten der Filiale der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe die Möglichkeit: Montag, Mittwoch und Freitag 9.00 bis 16.00 Uhr, Dienstag 9 bis 18 Uhr, Donnerstag 9 bis 19 Uhr und Samstag 9 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Aktion und Performance vor dem KuB: Eine Hommage ans Jammern

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Am Samstag, den 2. Juli macht das Jammermobil Station vor dem KuB in Bad Oldesloe.

Ab 10 Uhr darf bei dieser Aktion jede Bürgerin und jeder Bürger jammern was das Zeug hält. Das Jammermobil ist eine Aktion von BAUCHLADEN MONOPOL und wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

Das Bauchladen Monopol macht Jammern salonfähig! Dafür touren sie mit einem Transporter – dem Jammermobil – durch die ganze Republik und öffnen ihre Mobiltüren auf belebten Plätzen und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns sowie regionale Reizthemen.

Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern wird gesucht, sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.

„Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Austausch stattfindet. Trotz des durch die Pandemie bekannte social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten schaffen wir Räume, in denen Begegnungen möglich werden.“, so die Performerin Sophia Guttenhöfer, die seit 2010 Straßentheater und Interventionen an theaterunübliche Orte durchführt. 

Zwei clowneske Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam.

Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt. 

Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare  aufzugeschrieben oder zu malen, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So wächst über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt.

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Bad Oldesloe

Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe mit erster Turnierteilnahme

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Gut neun Monate nach Gründung der Fußball-Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe, in Kooperation mit den Stormarner Werkstätten und dem Kreissportverband Stormarn, nahm dieses Team erstmals an einem Turnier teil.

Christian Bauer (blaues Trikot) stoppt diesen Angriff mit vollem Einsatz. Fotos: VfL Oldesloe

Es ging zum „Kalle-Stawikowski-Cup“, der von der Vorwerker Diakonie ausgerichtet und an der Lübecker Lohmühle auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Hier sollte man auf Kleinfeld auf andere Werkstätten, Förderschulen und soziale Einrichtungen treffen.

Die Aufregung war bei allen Spielern riesengroß. Für die meisten Kicker des Teams war es absolutes Neuland.

„Aufgrund von Corona konnten wir leider auch nicht so trainieren wie wir es uns gewünscht hätten, aber für mich war klar das wir diese Einladung gerne annehmen“, so Trainer Rainer Fischer. Schon vor dem Beginn war die Platzierung für den bekannten Oldesloer Coach Nebensache.

„Sie sollen das hier einfach genießen und auf sich wirken lassen. Der Spaß steht absolut im Vordergrund“, erklärte „Fischi“. So hatte der Veranstalter auch extra darauf hingewiesen das man keine Scheu haben sollte spielschwächere Akteure mitspielen zu lassen. Da immer ein Betreuer mit auf dem Platz stehen durfte, kickten Daniel Elten von den Stormarner Werkstätten und Pia Görrissen vom KSV Stormarn mit.

Für Görrissen, die selbst Fußball gespielt hat, und die Inklusionsmannschaft wie Elter bei jedem Training begleitet auch eine tolle Erfahrung.

Im ersten Spiel sah man allen die Aufregung und Nervosität an. Mit einer knappen 0:1 Niederlage verließ man den Platz.

Im zweiten Vorrundenspiel steigerte man sich schon ein wenig und spielte Remis, wobei Stephan Knorr für seinen bereits geschlagenen Keeper in höchster Not rettete. Nach der Vorrunde wurde in zwei leistungsgerechte Gruppen eingeteilt.

Im dritten Spiel konnte man gegen Marli II dann auch endlich jubeln. Das erste Tor war zudem wohl auch das Tor des gesamten Turnieres, denn Davor Peric hob den Ball gekonnt aus 30 Metern über den Torwart hinweg. „Der Jubel nach dem ersten eigenen Tor war unbeschreiblich“, beschrieb VfL-Pressewart Nico v. Hausen die Szenerie nach dem Treffer.

Nun hatte man Blut geleckt und gewann die Partie noch mit 3:0. Zwischen den Spielen bot der VfB Lübeck eine Stadionführung an.

Auch der VfL nahm dieses Angebot gerne an und ließ sich von dem Geschäftsstellenleiter Florian Möller das Innenleben der alterwürdigen Lohmühle zeigen.

Nach dem Mittagsessen gab es noch weitere Partien. Und die Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe wurde immer stärker, zeigte als Mannschaft sogar richtige Spielzüge. Auch der Leiter des Bildungszentrums der Stormarner Werkstätten, Jan Domeier, konnte sich davon überzeugen und staunte wie einige mitgereiste Eltern nicht schlecht. „Das sieht ja schon nach Fußball aus. Wie haben Sie das gemacht“, fragte ein Elternteil in Richtung Trainer Fischer.

Rainer Fischer grinste erfreut und war sichtbar stolz auf seine Schützlinge. Wobei gerade er einen großen Anteil daran hat.

„Rainer hat seine ganz eigene Art mit den Jungs umzugehen. Sie vertrauen ihm und das ist die halbe Miete. Wie er in dieser kurzen Zeit aus den Jungs eine richtige Einheit geformt hat ist schon eine ganz tolle Sache“, so von Hausen. Auch Werkstätten-Betreuer Daniel Elter ist voll des Lobes.

„Einige Jungs sind bei ihrer Arbeit oft allein oder kapseln sich ab. Hier blühen sie richtig auf. Einige reden jetzt wo sie früher kaum ein Wort gesprochen haben. Und vorallem, sie lachen. Das ist besonders schön!“ In der Tat genoss jeder Spieler diese für sie neuen Eindrücke und Erlebnisse auf diesem Turnier. Am Ende langte es sogar für Platz zwei in ihrer Leistungsgruppe, punktgleich und ungeschlagen.

Steven Burmeister freute sich als Sieger der Geschicklichkeitsübung über Eintrittskarten für ein Heimspiel des VfB Lübeck

Bei der Siegerehrung herrschte nochmal große Freude, denn neben Pokalen und Medaillen hatte die Vorwerker Diakonie auch einige Geschicklichkeitsübungen wie Fußballcurling oder Torwandschießen als Rahmenproramm vorbereitet. Und hier sahnte die Inklusionsmannschaft des VfL ab. Der 1. Platz ging an Steven Burmeister, der sich über zwei Karten für ein Heimspiel des VfB Lübeck freute. Auch Panuwatra Tangboon und Günter Timmann belegten vordere Plätze und bekamen Präsente.

„Wir bedanken uns bei der Vorwerker Diakonie für dieses tolle Turnier bei dem Toleranz und Fairplay im Vordergrund standen und auch beim VfB Lübeck für die Stadionführung. Die strahlenden Gesichter unserer Spieler sprachen Bände“, so VfL-Pressewart von Hausen abschließend.

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Bad Oldesloe

Betrunken durchs Parkhaus: Oldesloer Polizei nimmt Seat-Fahrer Führerschein ab

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Bad Oldesloe Am vergangenen Mittwoch (25.05.2022), gegen 19.25 Uhr fuhr ein 44-jähriger Bad Oldesloer mit einem Seat Ibiza im Parkhaus in der Lübecker Straße diverse “Schleifen”.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Bei einer Kontrolle kam zutage, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,82 Promille.

Es folgte eine Entnahme einer Blutprobe, die Beschlagnahme seines Führerscheines und die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels.

Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

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