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Bad Oldesloe

Das “neue” Oldesloer Vogelschießen punktet

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VO12

Axel Sesiani

Bad Oldesloe – Es ist eine der erfolgreichsten Oldesloer Veranstaltungen und fest im Kalender am Donnerstag vor den Schulsommerferien verangert – eine Tradition wie eine “heilige Kuh”: Das Oldesloer Kindervogelschießen.

Demensprechend groß ist immer der Aufschrei vieler konservativen Traditionalisten, wenn darüber nachgedacht wird, dass sich an der Struktur und der Durchführung etwas ändern soll. Doch seit Jahren ist auch klar, dass sich etwas tun musste. Die neue Kulturmanagerin der Stadt, Inken Kautter, machte sich daher gemeinsam mit dem Vogelschießerverein daran, erste Veränderungen vorzunehmen.

Nach einer Analyse wurde klar, wo in den Vorjahren ein deutlicher Qualitätsverlust eingetreten war, den man besonders schnell ändern könnte: das Programm nach den Spielen auf dem Exer. Solange wenigsten noch DJ Peter Meyer am Abend für musikalisch Qualität der alten DJ-Schule gesorgt hatte, war nach dessen Karriereende sicher, dass auch dieser Punkt mit Sicherheit wegfallen würde.

Dazu kam es, dass die Gestaltung mit Buden und damals etwas heruntergekommen wirkenden Festzelten in der Art und Weise sich nicht weiter verschlechtern sollte. Hier waren Qualitätsverluste eingetreten. Der Festplatz wirkte in den letzten Jahren unmodern und lieblos gestaltet – so der Vorwurf an frühere Kooperationspartner, die sich gegen diese Kritik energisch wehrten, aber nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit die Trennung akzeptieren mussten.

So beschloss man den Zeltbetreiber auf dem Festplatz zu wechseln. Axel Sesiani und sein Team gingen die Sache mit frischem Schwung an und konnten in der Ausgestaltung direkt professionell überzeugen. Ihre weißen, großen, zu den Seiten offenen Zelte wirkten sauberer, aufgeräumter und vor allem einladender. Die Food-Stände auf dem Platz hatten ein höhere Qualität als in den Vorjahren und der Aufbau war deutlich kompakter. Das kam bei den meisten Besucher sehr gut an.

Es gab ein Kinderbespaßungsprogramm mit Spielgeräten und Kinderschminken. Ein Bereich der allerdings noch immer ausbaufähig ist, der aber sehr gute Ansätze und eine Qualitätssteigerung zeigte.

VoNachmittag16

Days of northern lights im Festzelt

Außerdem beschloss Sesiani gemeinsam mit Kautter, Veranstaltungsmanagerin Katrin Offen und dem Vogelschießerverein, dass man im Nachmittagsprogramm jungen Oldesloer Bands eine Bühnengelegenheit bieten wollte. Schließlich wurde auch noch der klngstdt e.V. mit ins Boot geholt und tatsächlich ein auch musikalisch qualitativ gutes Programm mit Nachwuchsmusikern aus Bad Oldesloe und Umgebung zusammengestellt. Bands wie Mayonaise, Lena und Days of Northern Lights oder auch Solomusikerinnen wie Alina Kühn und Juna konnten überzeugen, auch wenn die Publikumsresonanz bei hochsommerlichen Temperaturen am Nachmittag im Zelt überschaubar war.

Dieses Konzept für den Nachmittag mit Nachwuchsbands soll nach ersten Rücksprachen zwischen Sesiani und dem Klngstdt-Vorsitzenden Patrick Niemeier auch im nächsten Jahr fortgesetzt und weiter ausgebaut werden. So entstünden im Rahmen  des großen Festes weitere kleine Traditionen. Besonders wichtig sei dabei, dass auch Jugendliche, die aus dem Vogelschießenalter raus sind, mit eingebunden werden. Der Charakter des Fests soll dabei vor allem weiterhin auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten sein.

Der Umzug an sich war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg und bleibt so etwas wie ein Selbtsgänger. Wie er sich in den nächsten Jahren entwicklen wird, wird sicherlich auch daran liegen, wie lange es noch spielfähige Spielmannszüge in der Region gibt. Ein Wechsel auf Discowagen – wie er zeitweise mal diskutiert wurde  – käme sicherlich nur dann wieder auf den Tisch, wenn es keine Spielmannszüge oder Marching Bands mehr gäbe.

Insgesamt kann man also sagen: Alle Aufregung war unbegründet. Die Tradition wurde nicht zerstört oder ausgehöhlt – im Gegenteil sie wurde vorsichtig aufpoliert und modernisiert. Dazu kann man dem Team gratulieren.

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1 Comment

1 Comment

  1. Karin Rahnenführer

    26. Juli 2016 at 5:01

    …genau auf den Punkt gebracht 🙂
    auch ich gehöre zu den “traditionsliebenden Alt-Oldesloerinnen” und stand skeptisch dem neuen Konzept gegenüber. Wie sich herausgestellt hat, unbegründet.
    Bereits am Vormittag war klar, dass mit Axel Sesiani und seinem tollen Team -gepaart mit Superwetter- das Fest gelingen würde. Ich persönlich fand die “Zentralisierung” in einem überdachten offenen Zelt mit Lautsprecherboxen, wo die Musik aus dem Zelt nebenan übertragen wurde , eine sehr gute Idee.
    Auch die “Fressmeile” gefiel mir sehr gut – für jeden etwas dabei und auch geschmacklich einige Neuerungen.
    Also Glückwunsch an alle Organisatoren und Beteiligten.
    Thema Umzug wird tatsächlich daran kranken, dass es wahrlich immer weniger spiel- und marschfähige Musikformationen gibt. Discowagen finde ich persönlich keine gute Alternative…sollen die Kinder die Auspuffgase einatmen ?….allerdings natürlich ohne Musik auch nicht denkbar…..wollen wir hoffen, dass wir noch viele Jahre musikalisch mit Musik- und Spielmannszügen/Marchingbands den Umzug gestalten können.
    Nochmals grosses DANKESCHÖN an alle Beteiligten der Organisation, Axel Sesiani und seinem Team und dem Vogelschiesserausschuss.

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Bad Oldesloe

Corona-Leugner schmieren wirre Impf-Thesen an Oldesloer Jugendherberge

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Bad Oldesloe – “Zwangsgeimpft mit dem Gift des Teufels”: In der Nacht zu Sonnabend ist die Oldesloer Jugendherberge mit wirren Impfkritik-Parolen beschmiert worden. Die Polizei ermittelt.

Foto: Stormarnlive.de

Nachdem der Kreis Stormarn bekanntgegeben hatte, dass eines von drei Impfzentren in der Jugendherberge in Bad Oldesloe eingerichtet wird, ist es in der Nacht zu Sonnabend zu Sachbeschädigungen gekommen.

“Es gab sieben oder acht Parolen am Gebäude”, sagte Thilo Scheuber, Fachbereichsleiter Bauen, Umwelt und Verkehr bei der Kreisverwaltung. Diese stammen offenbar alle von einem Verfasser. “Die Handschrift ist dieselbe”, so Scheuber.

Die Sachbeschädigung fiel am Sonnabendvormittag auf, als Vertreter des Kreises und des Technischen Hilfswerks das Gebäude begutachteten.

Seit Freitag ist das THW damit beschäftigt, die Jugendherberge herzurichten.

Das Impfzentrum soll Mitte Dezember einsatzbereit sein. Das Bundeskriminalamt (BKA) hält es für möglich, dass es im Umfeld von Impfzentren in den nächsten Wochen zu Störungen kommen könnte.

Das scheint sich hier zu bestätigen. Andreas Rehberg, zuständig für Sicherheit und Gefahrenabwehr beim Kreis Stormarn: “Wir werden auch einen Sicherheitsdienst einsetzen. Dieser Vorfall bestätigt uns darin, dass das nötig ist.”

Hinweise auf den Verfasser der Parolen an die Oldesloer Polizeidienststelle (04531/5010)

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Bad Oldesloe

Protest oder Hetze?

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In einer Stellungnahme zeigt Die Linke in Stormarn Verständnis für rationale Maßnahmen-Kritik – verurteilt aber die sogenannten “Querdenker”-Proteste. Denn die Szene tritt im Netz und auf der Straße immer aggressiver auf

Protestaktion in der Oldesloer Innenstadt

Es ist mehr als verständlich, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und auch ihre Begründung kritisch betrachtet werden. Bei so weitreichenden Eingriffen ins wirtschaftliche und private Leben muss sowohl ihre Ausgewogenheit als auch ihre Wirksamkeit klar begründet sein, damit sie Akzeptanz finden.

Kritik an den Maßnahmen kann und sollte geäußert und diskutiert werden.

Dass etwa derzeit der Eindruck entsteht, dass die Maßnahmen genau da ihre Grenzen haben, wo das Interesse großer Wirtschaftszweige beginnt, trägt ebenso wie die oft mangelnde Einbeziehung der Parlamente sicher nicht zur Glaubwürdigkeit von Regierungshandeln bei.

Es gab und gibt Proteste – etwa von Kulturschaffenden bei „Alarmstufe Rot“ oder von völlig überlasteten PflegerInnen –, die eine völlig legitime Kritik formulieren. Solange diese unter Einhaltung der Hygieneregeln stattfinden, sind solche Proteste nicht zu kritisieren, oft sogar sehr notwendig.

Doch leider gibt es derzeit nicht nur solche rationale Kritik. Eine im Netz und auf der Straße immer aggressiver auftretende Szene von GegnerInnen der Maßnahmen hat sich in den letzten Monaten formiert.

Hier dominieren Verschwörungsmythen, Impfgegnerschaft und bewusste und unbewusste Halb- und Unwahrheiten über die Pandemie.

Diese sich gerne aus „alternativen Medien“, wie z. B. Rubikon oder dem Verschwörungsportal KenFM, informierende Szene bezieht sich auf eine kleine Gruppe von MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen, die – entgegen dem wissenschaftlichen Konsens ihrer Fachwissenschaften – ihnen die passenden Argumente liefern und die Pandemie kleinreden oder gar ihre Gefährlichkeit ganz leugnen. Sie hat in den letzten Monaten deutlichen Zulauf bekommen.

Unverkennbar ist auch, dass eine Abgrenzung der Szene nach ganz rechts außen nicht stattfindet, wenn eben antisemitisch-verschwörungsmythische Portale als „Informationsquellen“ sorglos zitiert werden, wenn mit Schildern wie „Impfen macht frei“ oder dem Missbrauch von Judensternen für die eigene Opferinszenierung der Holocaust relativiert wird und die Opfer der Nazis verhöhnt werden. Auch sind auf vielen dieser Demonstrationen bekannte Rechtsextreme mitgelaufen und aufgetreten, deutlich sichtbar mit den Symbolen ihrer Parteien und Bewegungen. Identitäre, AfD und NPD haben zu vielen der Veranstaltungen mobilisiert. In dieser Form des irrationalen Protestes, der hinter allem eine bewusste Verschwörung dunkler Mächte wittert, von Plänen „der Bilderberger“ oder „der Rothschilds“ raunt und der völlig widersinnigen Annahme Raum gibt, es könne eine globale Verschwörung geben, die die Wirtschaft und Gesellschaft aller großen Industrienationen bewusst lahmlegt, finden rechte Gruppen und Parteien, die ja selbst nichts außer irrationaler Angst und Hass anzubieten haben, ganz natürlich ihren Platz. Es ist keine Instrumentalisierung, die wir hier sehen, sondern Bewegungen, die da zusammenkommen, die ideologisch nah beieinander sind.

Auch in Stormarn gibt es Kundgebungen und Aktionen, die aus diesem Umfeld stammen. Auch hier werden in Reden „die Bilderberger“ als Strippenzieher insinuiert.

Auch hier werden Schilder getragen, die die Opfer des Faschismus verhöhnen. Die Fraktionen Die Linke im Kreistag Stormarn und in der Stadtverordnetenversammlung Bad Oldesloe haben sich bereits klar von diesen Aktivitäten distanziert und alle Mitglieder und SympatisantInnen der Linken dazu aufgerufen, sich hier nicht zu beteiligen. Für linke, fortschrittliche Menschen kann dies kein Umfeld sein, in dem berechtigte Kritik an den bestehenden und geplanten Maßnahmen formuliert werden kann. Die Linke steht für eine Kritik, die die Probleme unserer Welt als Folgen unseres kapitalistisch geprägten sozial-ökonomischen Systems und nicht als Ergebnis einer düsteren und böswilligen Verschwörung sieht. Wir rufen weiterhin dazu auf, diesen Veranstaltungen fern zu bleiben und Widerspruch gegen die aktuelle Politik in anderen Zusammenhängen vorzubringen.

Bei dem Text handelt es sich um eine Stellungnahme der Fraktion Die Linke im Stormarner Kreistag und der Fraktion Die Linke in der Stadtverordnetenversammlung Bad Oldesloe. Um zu verhindern, dass einzelne Mitglieder der Fraktionen zu Zielscheiben für die Szene werden, wurde die Redaktion gebeten, auf die Nennung von Namen der Verfasser zu verzichten. Das respektieren wir.

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Bad Oldesloe

Gemeinschaftsaktion: Bad Oldesloe wird zur Sternenstadt

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Bad Oldesloe – Um den Menschen in der Kreisstadt trotz Corona eine weihnachtliche Stimmung in der Innenstadt zu präsentieren, haben sich in gemeinsamer Kooperation die Stadt, die Wirtschaftsvereinigung, der Wir-Verein sowie der Wirtschaftsbeirat mit der Oldesloer Bühne verschiedene Highlights für die Adventszeit einfallen lassen und wollen unter dem Motto “Sternenstadt Bad Oldesloe” weihnachtliches Flair in die Innenstadt bringen.

Gemeinsam für die Sternenstadt (von links): Agnes Heesch (Stadtverwaltung), Phillip Marz (Wirtschaftsbeirat), Astrid Hintze und Günter Knubbe (Wir-Verein), Angela Dittmar und Nicole Brandstetter (Wirtschaftsvereinigung). Foto: Luna Brandstetter

“Gerade vor dem Hintergrund, dass wir die Weihnachtsmärkte absagen mussten, freue ich mich, dass die Organisatoren eingesprungen sind und Alternativen initiiert haben”, zeigt sich Bürgermeister Jörg Lembke begeistert. Die Stadtverwaltung hat die Koordination übernommen und hat alle Ideen der Akteure zusammengetragen und freut sich, dass bereits Erfolge zu sehen sind: Die Weihnachtsbeleuchtung ist durch den Bauhof aufgehängt und eingeschaltet, die großen Tannen stehen beleuchtet auf dem Marktplatz, der Hude und dem Bahnhofsvorplatz.

Neu ist eine Holzhütte auf dem Marktplatz, die der Wirtschaftsbeirat gemeinsam mit dem Hagebaumarkt aufgestellt und mit der Oldesloer Bühne geschmückt hat. “Wenn die Kinder aufs Weihnachtsmannwecken dieses Jahr verzichten müssen, wollen wir ihnen wenigstens das Wohnzimmer vom Weihnachtsmann zeigen”, sagt Thomas Benthien, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats, mit einem Augenzwinkern. Das Jugendaufbauwerk der Kreishandwerkerschaft Stormarn hat einen großen, mit einem Weihnachtsmann bemalten Briefkasten neben die Hütte gestellt. Dort können Kinder bis zum 15. Dezember ihre Post an den Weihnachtsmann einstecken, dann bekommen sie noch rechtzeitig Antwort. Um Post geht es auch bei der Aktion des Wir-Vereins. Der Bürgerverein hat die Schüler der Stadtschule dazu aufgerufen, Adventsbriefe an die Bewohner der Altenheime zu schreiben. “In den Einrichtungen gibt es viele Leute ohne Verwandte. Gerade in der Corona-Zeit können viele Besuche nicht stattfinden. Deshalb wollen wir den alten Menschen eine Freude bereiten”, erklärt Wir-Vereins-Vorsitzender Günter Knubbe gemeinsam mit Astrid Hintze.

Die Wirtschaftsvereinigung setzt auf Sterne als zentrales Thema. Über 1.500 rote Dekorationssterne hat der Unternehmerverein an rund 80 Geschäfte verteilt und stellt zusätzlich große Holzsterne in der Innenstadt auf. “Wir freuen uns, dass unsere Idee der Sternenstadt aufgenommen wurde und nach und nach mit Leben gefüllt wird. Es ist wichtig, dass wir für Bad Oldesloe ein Alleinstellungsmerkmal kreieren. Mit der gemeinsamen Dekoration tragen die Händler zum Wir-Gefühl in der Innenstadt bei”, ist Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldelsoe, überzeugt. Gemeinsam mit der Stadt hat sich der Unternehmerverein auch eine stimmungsvolle Dekoration für die Laternen in der Fußgängerzone einfallen lassen.

Beleuchtet wird dieses Jahr auch die Brücke von Exer zum KuB. Die Firma Bork Stahl und Metallbau hat eine Konstruktion geschaffen, die es ermöglicht, zwei leuchtende Tannen über der Trave schweben zu lassen.

Eine kleine Alternative zum ausgefallenen Adventsmarkt bietet der Verein Kaktus, zusätzlich am Nachmittag werden Accessoires aus Wolle, Patchwork und Taschen angeboten.

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