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Der Kreis

Von Notz: „Entschlossen gegen Hasspostings vorgehen“

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Konstantin von Notz. Foto: von-notz.de

Konstantin von Notz. Foto: von-notz.de

Stormarn/Berlin – Zum ersten bundesweiten Einsatztag des BKA zur Bekämpfung von Hasskriminalität im Internet erklärt der Stormarner Grünen-Bundestagabgeordnete Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Netzpolitik:

„Es ist sehr zu begrüßen, dass die Polizei entschlossen gegen Hass und Hetze im Netz vorgeht. Die Bundesregierung hat das Problem viel zu lange ignoriert und den Anbietern sozialer Netzwerke signalisiert, dass sie von Seiten der Politik nichts zu befürchten haben. Eine tatsächliche Strategie zum Umgang mit Hass und Hetze gegen Flüchtlinge, Ehrenamtliche, Journalisten und Politiker hat die Bundesregierung bis heute nicht. Die in der „Task Force“ von Bundesjustizminister Heiko Maas vereinbarten Dinge sind größtenteils Selbstverständlichkeiten, die teilweise sogar hinter der geltenden Gesetzeslage zurückbleiben. Die vereinbarten Maßnahmen reichen bei Weitem nicht aus, um dem gesamtgesellschaftlichen Problem Herr zu werden.

Die Bundesregierung hält sich zudem selbst nicht an die Vorgaben, die sie anderen macht. Das hat eine aktuelle Kleine Anfrage von uns gerade noch einmal gezeigt. Wir brauchen endlich eine Strategie, die alle Akteure mit einbezieht. Die sozialen Netzwerke stehen weiterhin in der Pflicht, ebenfalls entschlossen gegen Hasspostings vorzugehen. Sowohl die deutsche als auch die europäische Rechtslage machen klare Vorgaben zum Löschen von Hasskommentaren. Ein schlichter Verweis auf die eigenen Gemeinschaftsstandards ist absolut unzureichend. Das muss die Bundesregierung den Anbietern sozialer Netzwerke, die andere Inhalte auch durchaus umgehend löschen, unmissverständlich klar machen.

Auch brauchen wir eine stärkere internationale Kooperation. Dass die Bundesregierung endlich der „No Hate Speech“-Kampagne des Europarats beigetreten ist, begrüßen wir ausdrücklich. Der Beitritt war überfällig. Insgesamt muss auch die Bundesregierung die Dimension der Problematik erkennen. Auch sie muss entschlossen gegen Hass und Hetze vorgehen – egal, ob diese am Stammtisch oder online geäußert wird.“

Bad Oldesloe

Angst vor Amokläufen: TMS-Eltern fordern Alarmsystem

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Polizeieinsatz an der TMS in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Zum Schutz vor möglichen Amokläufen soll das Oldesloer Schulzentrum ein Alarmsystem bekommen.

Auslöser für die Planungen ist ein Amokalarm an der Theodor-Mommsen-Schule (TMS), der vor einigen Monaten einen Polizeieinsatz auslöste. Immer wieder kommt es auch an Stormarner Schulen zu Drohungen, die sich bisher aber immer als gegenstandslos herausstellten.

Dennoch vergrößert sich unter Eltern scheinbar die Sorge, dass es irgendwann doch zu einem Ernstfall kommen könnte. „Die Eltern wünschen ein Alarmsystem“, sagte Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak im städtischen Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Das habe ein Treffen mit dem Schulelternbeirat der TMS ergeben.

„Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“

Am 4. Juli wird eine Firma der Stadtverwaltung zwei Alarmsysteme vorstellen. Umfang und Kosten sind noch nicht bekannt. „Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“ , sagte Sobczak. Der Sicherheitswunsch der Eltern wird auch bauliche Maßnahmen nach sich ziehen. In den Sommerferien sollen zunächst feste Türknäufe nachgerüstet werden, damit ein Amokläufer im Ernstfall nicht mehr ohne weiteres in die Klassenräume gelangen kann. Nach dem Schulzentrum mit Ida-Ehre-, Theodor-Mommesen- und Theodor-Storm-Schule könnten auch an anderen Schulen Vorkehrungen getroffen werden.

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Bad Oldesloe

Erle-Abenteuerspielplatz: Stadt soll sich mit Verein einigen

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Viel Besucher beim Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Der Oldesloer Abenteuerspielplatz Erle bekommt zunächst keine höhere Förderung. Stattdessen soll es einen Kompromiss geben. Das hat der städtische Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss beschlossen. Der Erle-Verein, der das naturnahe Betreuungsprojekt vor drei Jahren gründete, hatte eine Erhöhung der städtischen Förderung von 36.000 auf 88.000 Euro für hauptamtliche Betreuer beantragt.

Im nächsten Jahr läuft die Anschubfinanzierung durch den Projektförderer Holsteins Herz wie berichtet aus. Dadurch ist die Grundfinanzierung des Abenteuerspielplatz in Gefahr.

„Wir müssen einen Mittelweg finden“

„Wir wollen auf keinen Fall, dass das Engagement und die bereits investierten 100.000 Euro verloren gehen aber wir müssen einen Mittelweg finden“, sagte Hajo Krage (SPD).

Sollte die Stadt die Zuschüsse für den Erle-Verein aber mehr als verdoppeln, könnten sich andere Vereine benachteiligt fühlen. Auf SPD-Antrag einigte sich der Ausschuss darauf, dass Verein und Stadt gemeinsam eine Lösung suchen sollen, „die deutlich günstiger ist, als die beantragte Summe.“ Das Ergebnis wird nach den Sommerferien erneut im Ausschuss beraten.

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Bargteheide

Am Gymnasium Eckhorst: Sport-Schwerpunkt soll weiter ausgebaut werden

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Gemeinsam stärken sie den Bereich Sport am Gymnasium Eckhorst: (v.l.n.r.) Schulleiter Herbert Diebold, Christian Wendt vom Rotary Club, der aktuelle FSJler Alexander Nowak, der zukünftige FSJler Sebastian Rohland und Michael Schwarz, Koordinator. Foto: hfr

Bargteheide – Seit zwei Jahren unterstützt eine Kraft im „Freiwilligen Sozialen Jahr“ (FSJ) das Gymnasium Eckhorst bei der Umsetzung des Konzeptes „Sport macht schlau“, das die Schule in Kooperation mit dem Kreissportverband umsetzt und das u.a. den DAZ-Klassen der Schule zu Gute kommt. Der Rotary Club Bargteheide stellt mit einer Zuwendung in Höhe von 1.000,00 Euro sicher, dass das Projekt auch im nächsten Schuljahr fortgesetzt und mit Angeboten speziell für die Mittelstufe weiter ausgebaut werden kann.

Als Leuchtturmprojekt wurden vor sechs Jahren erstmals an einer Schule in Schleswig-Holstein alle Schüler des Sportprofils im Oberstufen-Einführungsjahr zu Übungsleitern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) qualifiziert. Dieses Projekt wurde in Kooperation mit dem Kreissportverband Stormarn und dem Landessportverband durchgeführt.

Der Rotary Club Bargteheide unterstützt dieses Konzept. Christian Wendt „Engagement im Sport im Rahmen einer Lizenz zu fördern, weist deutlich über die Schulzeit hinaus. Die Jugendlichen tun etwas für sich und für die Gemeinschaft. Wer in der Jugend als Übungsleiter aktiv ist, bliebt dem Sport in der Regel auch im späteren Berufsleben verbunden.“

Am Gymnasium Eckhorst soll das Projekt jetzt dadurch ausgebaut werden, dass bereits in der Mittelstufe in einem Wahlpflichtkurs Sport die „Jugendleiter Card“ erworben werden kann, das ist die Grundstufe zur Trainerlizenz. Michael Schwarz, Koordinator für schulfachliche Aufgaben, freut sich auf die Weiterentwicklung: „Beide Ausbildungen stärken  signifikant die soziale  Kompetenz der Jugendlichen, fördern sie in ihren sportlichen Fähigkeiten und wecken ihre Begeisterung am gesellschaftlichen Engagement weit über die Schule hinaus – und wir wissen: Sport macht schlau!“

Durch die Vereinszugehörigkeit stehen die ausgebildeten ÜbungsleiterInnen aber nicht nur der Schule für gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Verfügung, sie sind auch als Fachkräfte im Übungsleiterbetrieb der Stormarner Sportvereine einsetzbar.

Die Sportprojekte am Gymnasium Eckhorst werden durch den Einsatz einer Kraft im Bundesfreiwilligendienst (Sport) möglich, die sich die Schule mit dem Kreissportverband teilt. Schulleiter Herbert Diebold freut sich, dass mit Sebastian Rohland nun erstmals ein Abiturient vom Eckhorst die Sport-FSJ-Stelle am Eckhorst übernehmen wird. „Das zeigt, wie nachhaltig dieses Projekt wirkt“, so Diebold.

„Nicht nur die beiden Ausbildungen, auch viele andere Aktionen wie der regelmäßige Pausensport oder Sportangebote speziell für unsere DAZ-Schüler wären ohne den FSJler nicht möglich“, erklärt Karel Ziemann von der Sportfachschaft der Schule, „umso dankbarer sind wir dem Rotary Club für die Unterstützung des Projektes.“

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