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Klngstdt: Oldesloes Musiker-Lobby zieht in das KUB

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Die Klngstdt-Gründer Patrick Niemeier (l.) und Christian Bernardy als MCPC gemeinsam auf der Bühne. Foto: Finn Fischer/SL Archiv

Die Klngstdt-Gründer Patrick Niemeier (l.) und Christian Bernardy als MCPC gemeinsam auf der Bühne. Foto: Finn Fischer/SL Archiv

Bad Oldesloe Ab September ist das KUB die erste feste Lokalität der Klangstädter.  Neben dem noch recht jungen und erfolgreichen Verein wird dasKUB die Volkshochschule,  die Oldesloer Musikschule für Stadt und Land  e. V., die Oldesloer Bühne e. V., sowie die städtische Kulturarbeit beheimaten.

Als 2006 die Klangstadt-Musikinitiative auf der Oldesloer Bildfläche erschien, wussten viele Mitbürger mit dieser bunten Truppe aus Kreativen noch nicht viel anzufangen. Doch die Lobby der lokalen und regionalen Musikszene hat sich durchgesetzt. Jetzt – über 100 Veranstaltungen, an denen die engagierten Ehrenamtler beteiligt waren, später – steht der erste Einzug in eine feste Lokalität vor der Tür.

Aus der Untergrund-Indie-Idee ist eine kulturelle Institution in Stormarn geworden. „Wir konnten über die Jahre gemeinsam mit vielen Mitstreiern mehr bewegen, als wir uns ausgemalt hatten, als wie angefangen haben“, so der Klngstdt-Vorsitzende Patrick Niemeier. Unter dem Namen „Klngstdt“ wird die Initiative als frisch gegründeter Verein in ein Büro und in mehrere Probe- und Studioräume im KuB-Untergeschoss einziehen.

Von Anfang an haben Klangstadt-Vertreter den gesamten Prozess der Entstehung des Kultur- und Bildungszentrums acht Jahre lang vom ersten bis zum aktuell letzten Treffen begleitet. „Es war ein langer Prozess und wir freuen uns irre darauf, jetzt dieses Gebäude gemeinsam mit den anderen Nutzern mit Leben zu füllen. Die Räumlichkeiten sind toll geworden. Das ist alles eine ganz schöne Ansage, jetzt sind wir gefordert“, so Christian Bernardy von Klngstdt.

Open Stage Veranstaltung mit Leroy Jönsson Foto: SL Archiv

Open Stage Veranstaltung mit Leroy Jönsson Foto: SL Archiv

Den neuen offiziellen Namen ohne Vokale hat sich der vorher als lose Initiative organisierte Verein bewusst gegeben, um sich ein wenig vom Förderverein des Festivals am Poggensee abzuheben. Zu dessen Initiatoren gehören Bernardy und Niemeier zwar auch, aber es wird  bei möglichen zukünftigen Auflagen auch wieder vom ProKlangstadt Förderverein organisiert werden.

„Unser Verein, mit dem wir ins KuB einziehen, übernimmt hingegen die Organisation kleiner Konzerte, mehrere neuer Reihen, der Open Stage, der Quality Zeit, die Lobbyarbeit für die Musikszene und alles was da so an Ideen noch kommt. Der Festivalverein bleibt wie gehabt autark außerhalb des KUBs“, erklärt Niemeier.

Zuletzt organisierte Klngstdt erfolgreich das sehr stark lokal geprägte Musikbühnenprogramm des Oldesloer Stadtfestes mit der Agentur Tiedemann Art Productions und gemeinsam mit der Kulturarbeit der Stadt das CD-Release-Konzert der Band „The Ages“ im Bürgerhaus. „Wir sehen das KuB als große Chance, hier aktuelle Projekte noch weiter zu stärken. Wir freuen uns auch auf die Kooperationen, die uns erwarten“, sagt Bernardy.

The Ages Release-Konzert

The Ages Release-Konzert

In Planung sind als eigene Veranstaltungen im KuB Open Stages, eine Singer-Songwriter-Reihe, ein Poetry-Slam und die Fortsetzung der Quality-Zeit, die mit der Bürgermeisterkandidatentalkrunde auf dem Stadtfest ihre Premiere feierte. In den Proberäumen sollen lokale Musiker die Möglichkeit bekommen zu proben.

Das Studio ist bisher noch „kahl“ und wird nach und nach durch die Klangstädter mit Technik ausgestattet werden. „Das Geld müssen wir uns als Verein erstmal wieder erarbeiten. Dann werden wir investieren“, so Kassenwart Bernardy.  In Zukunft sollen dann dort auch regelmäßig Aufnahmen stattfinden können. „Es wird alles seine Zeit brauchen und die werden wir uns nehmen“, weiter Bernardy.

“Die lokale Rock- und Popbandszene ist seit Jahren stark. Wir wollen sie noch weiter zu einem der kulturellen Aushängeschilder im Norden machen. Dabei werden uns die neuen Räumlichkeiten und die Nähe zu den anderen Nutzern sicher helfen“, freut sich Niemeier. „Man muss ganz klar sagen, dass wir hier enormes Potenzial im Bereich der populären Musik haben, auch weil wir gemeinsam mit anderen – wie der Musikschule –  schon seit längerer Zeit immer wieder Bühnen dafür geschaffen haben“, sagt Niemeier selbstbewusst.

Klngstdt Quality Zeit auf dem Oldesloer Stadtfest Foto: SL Archiv

Klngstdt Quality Zeit auf dem Oldesloer Stadtfest Foto: SL Archiv

„Man hört ja immer wieder etwas davon, dass Ahrensburg und Bargteheide sich um den Titel „Kulturhauptstadt Stormarn“ streiten. Da sind wir dann halt jetzt hier der lachende Dritte. In Sachen Rockmusik hat Oldesloe die Nase vorn“, lacht Niemeier augenzwinkernd. 

„Das KuB bietet ganz neue Möglichkeiten und wenn die Oldesloer die Angebote annehmen und sogar noch selbst mitwirken, wird es seine vollen Möglichkeiten entfalten. Noch ist es wie ein verpuppter Schmetterling, der darauf wartet loszufliegen“, so Niemeier. Ob er und Bernardy irgendwann auch als MCPC DJ Duo in den Räumlichkeiten auflegen werden, lässt er erstmal noch offen. „Wer weiß, klingt zumindest nach einer weiteren guten Idee“, lacht er.

 

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Rap und Kunst: “Farbe zeigen statt Grenzen ziehen” am Oldesloer Hölk

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Bad Oldesloe – „Farbe zeigen statt Grenzen ziehen“: Berliner Künstlerin Hera bringt zusammen mit zwölf Bad Oldesloer Jugendlichen große Kunst an die Wände der Hölk-Hochhäuser.

Links Rapper Booz, rechts Kunst von der Berliner Künstlerin Hera. Fotos: Rengtones(l.)/Jasmin Siddiqui

Die Berliner Künstlerin Hera erarbeitet vom 25. bis 29. Oktober mit zwölf Jugendlichen an den Außenmauern der Hochhäuser am Hölk in Bad Oldesloe ein großes und weitere kleinere Wandkunstwerke als Statement gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft.

Das Projekt ist Teil des Kultursommers 2021 „Kultur in Stormarn – Von A(hrensburg) bis Z(arpen)“.

Die Gestaltung des öffentlichen Raumes hat einen unmittelbaren Einfluss auf das Lebensgefühl aller sich dadurch und darin bewegender Personen und besitzt somit das Potential, positive und erhellende Momente zu schaffen.

Die Berliner Künstlerin Hera erarbeitet an den Außenmauern der Hochhäuser am Hölk in Bad Oldesloe mit Jugendlichen -mit und ohne Migrationshintergrund- ein großes Wandkunstwerk und weitere Kleinere als Statement gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft.

Die Künstlerin und eine Sozialarbeiterin tauschen sich bereits im Vorfeld mit den Jugendlichen über eigene Ausgrenzungserfahrungen aus und vermitteln Methoden, sich dem Thema künstlerisch anzunähern. Es findet eine Auseinandersetzung mit den allgemeinen Motiven für Ausgrenzung statt. In diesem Prozess entstehen Skizzen für Wandgemälde, die die Jugendlichen selbst an die Wand bringen werden und eine Inspirations-Grundlage für ein Großgemälde der Künstlerin Hera.

Die Hölk- und Poggenbreeden-Hochhäuser in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Hera wird zwischen dem 25. und 30. Oktober mit Hilfe eines Steigers an der 36 Meter hohen Außenwand der Hochhäuser arbeiten – die Jugendlichen arbeiten im selben Zeitraum an dem korrespondierenden Gemälde in geringerer Höhe.

Am Samstag, den 30. Oktober findet zwischen 11:30 bis 16 Uhr ein Nachbarschaftsfest statt, welches gleichzeitig Finissage und Abschlussfest für das Projekt ist.

Um 12 Uhr wird Rapper Booz aus Hamburg dabei ein Konzert spielen.

Der in Hamburg geborene und aufgewachsene Booz macht seit über 10 Jahren Musik. Er ist der geborene Entertainer, tanzte auf internationalen Krump-Festivals, spielte Rollen in Kinofilmen und Serien, unter anderem bei „Skylines“ auf Netflix, und stand bereits mit Rapgrößen wie Kool Savas, Jan Delay und Samy Deluxe auf der Bühne. Ferner wird auch das musiculum Mobil das Fest besuchen.

Das musiculum MOBIL ist ein großer bunter Transporter, der mit vielfältigen Musikinstrumenten, Musikspielen und Klangexponaten ausgestattet ist und der Kinder für Musik begeistert.

Das Projekt „Farbe zeigen statt Grenzen ziehen“ findet im Rahmen des Kultursommers 2021 „Kultur in Stormarn – Von A(hrensburg) bis Z(arpen)“ statt und wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. Projektträger ist der Stabsbereich Kultur des Kreises Stormarn. Initiator des Projektes ist der Sachbereich Kultur der Stadt Bad Oldesloe und die Stadt Bad Oldesloe.

Termine zum Zuschauen beim Arbeiten: 25.-29.10.2021, jeweils 11 bis 17 Uhr Termin Nachbarschaftsfest: Sa. 30.10. mit Live-Musik und weiteren Programmpunkten vor den Hölk-Hochhäusern, Im Hölk 2, 23843 Bad Oldesloe. Eintritt frei.

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Arbeiter stirbt in Stapelfeld bei Unfall in Müllverbrennungsanlage

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Stapelfeld – Am 5. Oktober kam es gegen 11:10 Uhr auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld zu einem Arbeitsunfall.

Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach ersten Erkenntnissen stürzte ein Bauarbeiter aus ungefähr 25 Meter Höhe in ein Betonsilo und erlag noch vor Ort seinen Verletzungen.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Weitere Informationen können derzeit nicht gegeben werden.

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Wegen Hassrede: Facebook löscht rund 150 “Querdenken”-Seiten

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Wegen der Verbreitung von Hassrede und Verschwörungserzählungen: Facebook geht gegen “Querdenken” auf der eigenen Plattform vor und hat eigenen Angaben zufolge zahlreiche Seiten, Gruppen und Einzelaccounts der Bewegung gelöscht.

Bei vielen Querdenken-Kanälen erscheint jetzt der Hinweis, dass die Seite entfernt wurde. Screenshot: Facebook

Neben Facebook-Seiten sind auch Accounts auf der zu Facebook gehörenden Plattform Instagram betroffen.

Wie viele Seiten, Gruppen und Accounts genau gelöscht wurden, sagte das Unternehmen nicht und nannte nur eine grobe Zahl: 150.

Darunter ist auch die Facebook- und Instagram-Seite “Querdenken711” und der Account von Querdenken-Gründer Michael Ballweg. Dieser hat angekündigt, gegen die Löschung vorgehen zu wollen.

Facebook begründete den Schritt damit, dass die betroffenen Seiten wiederholt gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen hätten:

“Hierzu zählen die Veröffentlichung von gesundheitsbezogenen Falschinformationen, Hassrede und Anstiftung zur Gewalt.”

Laut Facebook haben die Seiten unter anderem die Verschwörungserzählung einer “Coronadiktatur” verbreitet und dass die Corona-Beschränkungen Teil eines groß angelegten Plans der Regierung seien, Freiheiten und Grundrechte einzuschränken.

Mit der Löschung setzt Facebook erstmals eine neue Regel in der Praxis um, mit der das Unternehmen stärker gegen sogenannte “bedrohliche Netzwerke” vorgehen will.

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