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Bad Oldesloe

Mensa-Streit geht weiter: "Es krabbelten Tiere aus dem Essen!"

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Elternsprecherin Christina Friese sorgt sich um das Schulessen. Foto: Fischer

Elternsprecherin Christina Friese sorgt sich um das Schulessen. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Nach dem großen Mensa-Streit um Ekel-Essen, Unruhe und unklare Kompetenzen, wurde die Oldesloer Stadtverwaltung im Februar beauftragt mit allen Beteiligten ein Konzept zur zukünftigen Nutzung der Mensa im Schulzenturm Olivet-Allee zu erarbeiten – bis Juni. Doch eine Lösung gibt es immer noch nicht. „Wir waren mit dem Beschluss sehr zufrieden, aber dann ist nicht viel passiert“, sagt Sabine Bauer, Vertreterin des Mensa-Beirats.

Nach der Februar-Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss, auf dem die Beschwerden auf den Tisch kamen, wurde der Verein „Ökomarkt Hamburg“ beauftragt, der das Gespräch mit der Verwaltung und den Schulleitungen suchte. Offenbar aber nie mit den Betroffenen: „Schüler und Eltern wurden in den Monaten nicht einbezogen“, kritisiert Bauer.

“Es krabbelten kleine Tiere aus dem Essen“

Schon seit der Eröffnung der Mensa in der Olivet-Allee gibt es immer wieder Konflikte und Probleme. Im Februar berichteten Eltern und Schüler von Streitereien, halbgaren Mahlzeiten und Haaren im Essen.

Die Mitarbeiterinnen in der Mensa sind seitens des Betreibers daraufhin erneut in den Bereichen Hygiene und Qualitätssicherung geschult worden. Die Speiseplanung wurde überarbeitet und es gibt gesunde Snacks. „Wir haben ein Probeessen gemacht und konnten an der Qualität der Speisen nichts aussetzen“, sagt Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak. Es reiche nicht immer wieder zu sagen, dass das Essen nicht schmecke.

Für Elternvertreterin Christina Friese ist die aktuelle Situation weiterhin unhaltbar: „Während hier im Rahmen eines Austausches Schüler aus Schweden zu Gast waren, krabbelten kleine Tiere aus dem Essen“, behauptet sie. Das sei auch an die Verwaltung weitergegeben worden. Das Gesundheitsamt wurde durch Eltern oder Schulleitung aber in keinem Fall eingeschaltet.

Der begonnene Prozess mit dem Verein „Ökomarkt“ soll auf Beschluss der Lokalpolitik jetzt fortgesetzt, Eltern und Schüler einbezogen werden. Ökomarkt erhält als Vermittler 4000 Euro von der Stadt.

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Bad Oldesloe

Covid-19 in Stormarn – 199 bestätigte Infektionen. 22 Stormarner in Kliniken

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Mundschutz Symbolfoto: Christo Anestev/pixabay

Bad Oldesloe– Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn seit Beginn der Pandemie beträgt 199 (Stand: 06.04)

22 in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 124 in häuslicher Quarantäne”, teilte der Kreis am Montagnachmittag mit.

51 Personen konnten zwischenzeitlich als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. Zwei Personen sind leider an den Folgen der Covid-19–Infektion verstorben.

Landesweit sind seit Beginn der Pandemie 1678 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Aktuell werden 156 Mitbürger landesweit in Kliniken behandelt. 20 Menschen in Schleswig-HOlstein sind mittlerweile landesweit an den Folgen einer Covid-19- Infektion verstorben.

Die meisten betätigen Infektionen gab es bisher im Kreis Pinneberg (325). Stormarn liegt immer noch bei der Anzahl der Infektionen auf Platz zwei.

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Bad Oldesloe

Nur noch mit Personal ohne Handicap: Werkstätten stellen jetzt auch Behelfsmasken her

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Bad Oldesloe – Die Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe in Zeiten von Corona: Mitarbeitende mit Handicap müssen zu Hause bleiben, die Übrigen halten den Betrieb so weit es geht aufrecht und stellen jetzt auch noch Behelfsmasken her.

Normalerweise arbeiten in der Besteckkonfektionierung bis zu 36 Mitarbeitende mit Handicap. Jetzt sind es höchstens elf Kolleginnen und Kollegen ohne Handicap – wie Tine Werner (li.) und Karina Marschner. Fotos: Stormarner Werkstätten

Aber auch trägerübergreifend werden die Frauen und Männer in Wohneinrichtungen für Menschen mit Einschränkungen gerade unterstützend eingesetzt.

„Gerade in diesen Zeiten, ist es wichtig, sich gegenseitig zu helfen, sich zu unterstützten. Ich bin sehr froh und dankbar, dass sich unsere Kolleginnen und Kollegen sofort bereit erklärt haben, den Einrichtungen und damit auch den dort lebenden Menschen zu helfen“, sagt Stephan Bruns, Einrichtungsleiter der Stomarner Werkstätten Bad Oldesloe. Das sei das Gebot der Stunde.

Für die etwa 270 Mitarbeitenden der Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe mit Handicap ist es gerade keine leichte Zeit – wie für viele andere Menschen auch nicht.

Sie dürfen nicht in den Werkstätten arbeiten. Das entschied das Land Schleswig-Holstein bereits Mitte März für alle Werkstätten als Schutzmaßnahme vor einer Corona-Erkrankung für die Menschen mit Beeinträchtigungen.

Nicht arbeiten zu dürfen, wirbelt ihr Leben durcheinander. Halt gebende Strukturen brechen weg, der persönliche Austausch mit den Arbeitskollegen fehlt.

Neben einer von den Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe eingerichteten Hotline, die wochentags von 10 bis 12 Uhr besetzt ist, stehen den Mitarbeitenden mit Handicap deshalb jetzt online und per Post Bildungsangebote zur Verfügung, die über diese werkstattlose Zeit hinweghelfen sollen.

Dass schlagartig 270 Kolleginnen und Kollegen nicht mehr in den Werkstätten arbeiten, hat starke Auswirkungen auch auf den Werkstattalltag.

Es ist still geworden, aber nicht ganz still: Denn der Betrieb geht eingeschränkt weiter.

Auch wenn die Arbeitsbereiche runtergefahren wurden, Aufträge müssen trotzdem noch abgearbeitet werden.

Gefragt sind jetzt umso mehr die Kolleginnen und Kollegen ohne Handicap, die sogenannten Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung (FAB).

Sie, die quasi als Ansprechpartner und Anleiter für die Mitarbeitenden mit Handicap agieren, stehen jetzt täglich an den Förderbändern, an dem die Besteckkonfektionierung für Hamburger Kliniken läuft.

Neu aufgenommen wird jetzt die Herstellung von einfachen Behelfs-Masken.

Schneiderei-Leiterin Judith Lübberstedt arbeitet mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen die Aufträge ab

Der Bedarf ist sehr groß, entsprechende Anfragen beispielsweise von Feuerwehren und Wohneinrichtungen wie den Stormarner Wegen erreichten die Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe. In der Schneiderei werden diese Masken jetzt genäht – von fünf Kolleginnen und Kollegen ohne Handicap.

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Bad Oldesloe

195 bestätigte Corona-Fälle in Stormarn

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Bad Oldesloe – Anfang der Woche wird die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Stormarn 200 erreichen. Am Sonntag meldete die Behörde 195 bestätigte Fälle.

21 der betroffenen Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 126 in häuslicher Quarantäne. 46 gelten als genesen, zwei Erkrankte haben da Virus nicht überlebt.

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