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Bad Oldesloe

Probewohnen für junge Erwachsene: Kooperation erleichtert Start in die Eigenständigkeit

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Nathalie Lorenz mit Stefan Götting (links) vom Kinder- und Jugendhaus St. Josef und Jan Schlief von der Wohnbaugenossenschaft Neue Lübecker. Foto: Timo Jürs

Nathalie Lorenz mit Stefan Götting (links) vom Kinder- und Jugendhaus St. Josef und Jan Schlief von der Wohnbaugenossenschaft Neue Lübecker. Foto: Timo Jürs

Bad Oldesloe – Die Wohnsituation wird im Kreis Stormarn immer prekärer, vor allem für Menschen mit niedrigen Einkommen. Eine neue Kooperation zwischen dem Kinder- und Jugendhaus St. Josef und der Wohnbaugenossenschaft Neue Lübecker soll jungen Erwachsenen den Weg in die Eigenständigkeit erleichtern: Das Probewohnen

Jugendliche, die den Sprung in die Eigenständigkeit wagen wollen, haben schlechte Karten bei der Suche nach einer eigenen Wohnung. Eine von ihnen ist Natalie Lorenz.

Nach einer nicht immer einfachen Kindheit will die 19-Jährige endlich auf eigenen Beinen stehen. Dazu gehört auch ein eigenes kleines Reich.

Die junge Frau gehört zu einem Klientel, das es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer hat: Jung, alleinerziehend, noch dazu mit Kinderheim-Background. Als kleines Mädchen wurde sie von den Eltern getrennt, kam nach Bad Oldesloe in das Kinder- und Jugendhaus St. Josef. Hier kümmerte man sich mit viel Hingabe um sie und viele weitere jungen Menschen, gibt ihnen Unterricht, eine Obhut und viel Zuwendung.

Doch langsam zog es die 19-jährige Oldesloerin hinaus in die eigenen vier Wände. “Es ist fast unmöglich eine Wohnung zu finden, wenn man sagt, wo man herkommt”, erklärt Nathalie Lorenz. Falsche Vorstellungen, Ängste oder Vorurteile, die Vermieter gegenüber den jungen Leuten aus dem St. Josef haben, sind oftmals die Gründe dafür.

Anfang 2016 nahm Stefan Götting, pädagogischer Leiter des St. Josef, Kontakt zu der Wohnungsbaugenossenschaft Neue Lübecker (NL) auf, die gut 450 Wohnungen in Bad Oldesloe bewirtschaftet. “Das erste Gespräch mit dem ServiceCenter war sofort erfolgreich”, sagt der Pädagoge. “Das St. Josef mietete die Wohnung an und Nathalie Lorenz konnte schon Anfang Mai einziehen.”

In der Vergangenheit hat die NL schon andere Kooperationen gestartet, die zum Beispiel Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung die Chance auf das Leben in einer eigenen Wohnung bietet. “Wenn wir helfen können, dann tun wir dies natürlich auch gern und nehmen unsere soziale Verantwortung in den Regionen wahr”, sagt Jan Schlief, Leiter des NL ServiceCenters aus Ahrensburg hinzu. Natalie Lorenz hat nun durch die Kooperation ein Jahr die Möglichkeit, zur Probe zu wohnen und den Alltag fast ganz alleine zu bestreiten. Dabei erhält sie Unterstützung von der Genossenschaft und vom Kinder- und Jugendhaus St. Josef.

Jan Schlief: “Sofern alles gut läuft und sie sich nach wie vor wohl in unserer Hausgemeinschaft und bei der NL fühlt, kann sie allein in den Mietvertrag eintreten.”

Mit 15.297 Wohnungen und 17.066 Mitgliedern ist die Neue Lübecker eine der größten Baugenossenschaften Norddeutschlands. Als Dienstleistungsgenossenschaft bietet sie ihren Mitgliedern moderne Wohnungen zu fairen Preisen. Neben dem Hauptsitz in Lübeck unterhält die Neue Lübecker daher Service-Center und Service-Büros in Ahrensburg, Crivitz, Elmshorn, Hagenow, Schwarzenbek und Schwerin.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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