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Bad Oldesloe

Kino, Musikszene und mehr: Oldesloes Bürgermeisterkandidaten zum Thema Kultur

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Symbolfoto: EKS/Shutterstock

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Bad Oldesloe – Wie kann es mit einem Kino weitergehen? Wie kann man Auftrittsmöglichkeiten für Bands schaffen? Ist Kultur ein Standortfaktor? Die vier Oldesloer Bürgermeisterwahlkandidaten stellen sich kulturellen Fragen.

Wo sehen Sie „die kulturellen Stärken“ Bad Oldesloes?

Jörg Feldmann (CDU): Es gibt ein sehr breites und vielfältiges Angebot, an dem sich sehr viele Oldesloer beteiligen.Das findet man andernsorts wahrlich nicht immer.

Maria Herrmann (SPD): Ich sehe die Stärken vor allem in der Vielfalt der kulturellen Aktivitäten, dem Engagement und der Eigeninitiative von EhrenamtlerInnen und ihrer Vernetzung untereinander. Dabei wird eine hohe Professionalität erreicht.

Jörg Lembke (parteilos): Bad Oldesloe hat eine lange Tradition der Kultur. Schon als Bad Oldesloe noch ein echtes “Bad“ war, gab es Konzerte im Kurpark, in den Hotels und an anderen Stätten, wie z.B. der alten Pferderennbahn oder dem alten Amphitheater.

Heute lebt Bad Oldesloe i.S. Kultur vor allem von der Vielfalt seiner Vereine und dem Engagement seiner Bürger. Genannt seien hier die Musikschule, Chöre, Spielmannszüge, die Theatervereine Badomat und Oldesloer Bühne, zahlreiche Bands, aber auch die VHS oder Künstler wie z.B. Walther Kunau.

Sebastian Schulz (parteilos): Die kulturellen Stärken sehe ich u. a. im Theater, in der Musikszene, den BO-Art Vorstellungen jeglicher Art und in den Angeboten der VHS, aber auch die Bibliothek sowie das Museum sind nicht zu vergessen.

shutterstock.com (Symbolfoto

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Mit welchen kulturellen Angeboten platziert sich Oldesloe wesentlich in der Region? Gibt es Alleinstellungsmerkmale der lokalen Kultur?

Feldmann: Oldesloer Bühne, BadOmaT (Bad Oldesloe macht Theater) Klangstadt-Festival am Poggensee, SHMF, Blumendorfer Begegnungen, Rock am Schloss, Wein trifft Buch.

Alleinstellungsmerkmal: Unsere Kirche mit einer hochwertigen neuen Mühleisen-Orgel und allerbester Akustik.

Herrmann: Hier ist vor allem das Klangstadt Open air-Festival und BADOMAT mit seinen Theaterprojekten im öffentlichen Raum zu nennen. Aber auch die Inihaus-Konzerte gehören für mich dazu.

Lembke: Es gibt sehr gute, wiederkehrende Aktionen, wie z.B. Klangstadt, Konzerte in der Peter Paul Kirche, die Frauenkulturtage, Kurparkfeste, Rock am Schloss oder auch die Beteiligung am SHMF. Alleinstellungsmerkmale zu finden, ist hier allerdings schwierig, da ähnliche Veranstaltungen natürlich auch anderswo stattfinden.

Schulz: Als kulturelles Angebot mit Alleinstellungscharakter würde ich die Musikszene, das KuB und erweiternd die Musikschule benennen, die es mit dem Engagement von Herrn Zare geschafft hat unter den Dachverband „VdM“ zu gelangen.

Symbolfoto: Ollyy/shutterstock

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Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht die lokale Kultur als Wirtschafts- und Standortfaktor für die Stadt? Sehen Sie eine Vernetzung von Kultur und Tourismus als sinnvolle Maßnahme, die es zu bearbeiten gilt?

Feldmann: Kultur ist als weicher Standortfaktor wichtig. Firmen berücksichtigen mittlerweile bei ihrer Ansiedlung nicht nur noch Kita und Schulen, sondern auch das kulturelle Umfeld und ein intaktes Vereinswesen.

Vernetzung: Kultur muss auch für Bad Oldesloe werben (z.B. BadOmaT mit Stücken der Oldesloer Geschichte). Kultur ist für mich ein Teil des Gesamtnetzes von Themen in Bad Oldesloe.

Herrmann: Kultur ist Teil eines Gesamtpaketes, das die Attraktivität von Oldesloe ausmacht und zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. Dazu gehören ebenso Sport und Bildungseinrichtungen. Eine Chance, Tourismus und Kultur zu vernetzen sehe ich mit dem KuB.

Lembke: In Ermangelung landschaftlicher „Highlights“ (Ausnahme Brenner Moor und Trave), wären Kulturevents eine Option, Menschen in die Stadt zu locken (vgl. „Jazz Baltica“ o.ä.).

Ein Problem könnte hier allerdings die geringe Zahl an Gästebetten in Bad Oldesloe sein.

Schulz: Die lokale Kultur spielt eine sehr große Rolle als Wirtschafts- und Standortfaktor für die Stadt. Nicht jeder möchte oder kann z. Bsp. nach Hamburg fahren. Und ich denke, dass es auch anderen Menschen im Umland so geht. Die würden dann vielleicht eher nach Bad Oldesloe kommen. Als Kreisstadt stünde uns eine gute Kultur gut zu Gesicht. Inwiefern eine Vernetzung mit der Tourismusbranche stattfinden kann, wäre dann anhand des Angebots (ob z. Bsp. Alleinstellungsmerkmal) zu prüfen.

Symbolfoto: Stocklite/Shutterstock

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Welche Bedeutung hat Ihrer Meinung nach ein Kino für Bad Oldesloe und sehen Sie diesbezüglich die Aufgabe des Angebots bei der Stadt Bad Oldesloe? Haben Sie Ideen für eine Kino-Zukunft in Oldesloe?

Feldmann: Es übersteigt die Möglichkeiten und auch die Kompetenz der Stadt, ein Kino zu führen, das sollte privatwirtschaftlich geregelt werden. Im Rahmen meiner Gedanken zur Schärfung des Kreisstadtprofils werde ich mich aber für ein Kino in Bad Oldesloe einsetzen.

Herrmann: Ich halte ein Kino für einen wichtigen Standortvorteil einer Stadt. Oldesloe hat das örtliche Kino bei der Umstellung auf digitale Technik unterstützt. Trotzdem handelt es sich hier um ein Wirtschaftsunternehmen und die Bürgerinnen und Bürger müssen es annehmen. Das weitere Verfahren um die Insolvenz muss abgewartet werden und ob es gelingt, die Gebäude mit einem Pachtvertrag für Heinz Wittern zu verkaufen.

Sollte dies nicht gelingen, muss darüber nachgedacht werden, ob Kino auch in anderen Räumen und mit anderen Organisationsformen stattfinden kann. Dabei gilt es zu bedenken, dass das Flair eines Kinos eine andere Stimmung braucht, als dies in einem normalen Veranstaltungssaal möglich ist. Ich kann mir vorstellen, hier einen Kreativ-Workshop zu initiieren (z.B. Kino in alten Werkstätten oder Läden).

Lembke: Bad Oldesloe ist Mittelzentrum mit einem sehr großen Einzugsgebiet. Früher einmal gab es drei große Kinos in Bad Oldesloe, von denen bis in die frühen 80er Jahre nur die „Gondel“ in der Bahnhofstraße erhalten blieb. Das OHO-Kino löste dieses Problem für lange Zeit und wird nun schmerzhaft vermisst. Nicht nur bei jungen Leuten.

Die nächsten Kinos befinden sich in Bargteheide und Lübeck. Das ist zu weit, um mal eben ins Kino zu gehen.

Ein Kino ist also mehr als wünschenswert. Aber ein Kino ist grundsätzlich auch ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen. Steuergelder haben hier zunächst keine Einsatzmöglichkeit.

Vorstellbar wäre aber eine Art Programmkino, oder Filmtage im KuB. Sie könnten an Werktagen mit geringer Nachfrage des KuB stattfinden, um dort Lücken zu füllen.

Jedoch kann der Massengeschmack so sicher nicht bedient werden.

Schulz: Ein Kino in Bad Oldesloe hat eine sehr große Bedeutung für mich. Nicht nur, dass viele gesellige Orte nicht mehr vorhanden sind, so gehört doch ein Kino nach wie vor in unsere Stadt. Nicht jeder möchte oder kann, wie oben benannt, in andere Städte fahren. Ich denke da an all jene, die nicht mobil sind, wie Kinder, Jugendliche und bisweilen auch die Senioren.

Eine „zündende Idee“ habe ich derzeit aber ebenso wenig, wie andere.

Symbolfoto: GongTo/Shutterstock

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Es fehlen in Bad Oldesloe sympathische, kleine Auftrittsorte für Bands unterschiedlichster Art, die gerade an Anfang einer Laufbahn stehen und sich ausprobieren wollen. Darauf spezialisierte Kneipen schließen, zuletzt Reiners Stage Club. Früher waren Auftritte in der JuZe und in Turnhallen möglich, auch diese Möglichkeiten sind weggefallen. Gleichzeitig gibt es eine große und aktive Rock- und Popmusikszene, die dringend Auftrittsorte benötigt. Wie sollte Ihrer Meinung darauf reagiert werden?

Feldmann: KuB zum Üben und für Aufführungen. Sandkamp (privat), JuZe? Die Stadt kann sich dabei meiner Meinung nach nicht wirtschaftlich engagieren.

Herrmann: Es gibt durchaus noch Hallen, in denen Auftritte möglich sind. Warum dies in der JuZe nicht mehr möglich sein soll, versuche ich noch zu klären. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen. Ich erinnere mich an ein Konzert 2013 mit Flüchtlingen in der TMS-Aula. Wir haben das Inihaus, Bella Donna oder die SchanZe, Farmer’s Pub, THC, Old Esloe, Mühle, … alles Möglichkeiten, die genutzt werden können. Mit Engagement und Kreativität lässt sich sicher auch der ein oder andere öffentliche Raum dafür nutzen. Ich denke zum Beispiel an das seit Jahren ungenutzte alte Kurbad.

Lembke: Sie haben Recht. Auftrittsorte wie früher das Cafe Chaos oder das OldEsloe sind selten geworden. Aber Gaststätten die nicht unbedingt darauf spezialisiert sind, können natürlich dennoch Konzerte bei sich veranstalten (Beispiel „Laurent“ – ein Open Air auf dem Markt?).

Natürlich kann man das Stadtfest oder die vorhandenen Veranstaltungsreihen nicht als ausreichend bezeichnen und die Schulen sind sicher mit der Durchführung von Veranstaltungen dieser Art überfordert.

Vielleicht kann man aber Kultur und Sport derart zusammenführen, dass man Künstlern bei den zahlreichen großen Sportveranstaltungen in Bad Oldesloe Plattformen bietet, sich zu präsentieren. Das würde auch das Ehrenamt in diesen Dingen zusammenbringen.

Schulz: Da wir eine Hochburg musikalischer Köpfe in Bad Oldesloe sind, sollte gerade zur Sommerzeit über entsprechende Aktivitäten nachgedacht werden. In der Regel wissen die Musiker aus der Szene über mögliche Auftrittsorte am ehesten Bescheid. Diese sollte man mit ins Boot holen und dann die Rahmenbedingungen abklopfen. Ich bin selbst Freizeitmusiker und habe von daher schon ein Interesse an der Förderung unserer Musikszene.

Symbolfoto:Eugenio Marongiu /shutterstock

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Was sind Ihrer Meinung nach geeignete Orte für bildende Kunst? Wie sollten Konditionen und Bewerbungsmodalitäten beschaffen sein, wer sollte über die Bewerber/ Künstler entscheiden? Ist eine Jury notwendig?

Feldmann: Kunst am Bau ist in Bad Oldesloe meiner Kenntnis nach ab und an ein Thema. Ausstellungen sind im KuB, der Stadtverwaltung und im privaten Bereich möglich. Nicht alles kann eine Jury regeln (siehe Namensvergabe fürs KuB). Ein Rundum-sorglos-Paket wird es meiner Meinung nach nicht geben können.

Herrmann: Die ganze Stadt kann für mich „Spielwiese“ für Bildende Kunst sein: Es gibt überall Orte, hier kreativ zu werden. Kurpark, Schulhöfe, Geschäfte, Kinder malen die Hude an, ….. . Die Kulturförderrichtlinien werden derzeit überarbeitet. Ein Impulspapier für die weitere Ausgestaltung der Kulturarbeit für die Stadt ist in Arbeit. Hier geht es auch um die inhaltlichen Wünsche und Anregungen städtischer Kulturarbeit und Veranstaltungen. Die SPD hatte hier beantragt, dies in einem Beteiligungsverfahren mit den Kulturschaffenden, also auch denen der Bildenden Kunst, zu erarbeiten. Dies ist auch für mich zukünftig der Weg – gemeinsam mit den Kulturschaffenden.

Lembke: Die bildende Kunst ist ein sehr weites Feld. Meiner Meinung nach, tut eine Kommune gut daran, der Kunst Raum zu verschaffen. Sei es durch Baukunst oder auch Kunst am Bau, Bildhauerei, aber auch Malerei.

Da es um Steuergelder geht, muß dies natürlich in einem seriösen finanziellen Rahmen erfolgen.

Ob man sich hier für Auftragskunst entscheidet, oder auf dem „freien Markt“ bedient, sei einmal dahingestellt.

Eine Jury kann sinnvoll sein, sollte aber nach gewissen Vorgaben agieren, damit die Bürger, die Politik und die Verwaltung Einflußnahmemöglichkeiten behalten.

Schulz: Geeignete Orte sind in meinen Augen jene, die es Interessierten ermöglicht sich die Kunstwerke anzusehen, die aber auch das Kunstwerk nicht ungeschützt lassen. Das wäre mit dem Künstler/der Künstlergruppe zu erörtern, wo sie ihre „Schätze“ dargestellt wissen wollen und ob dies ermöglicht werden kann. Über die Beschaffung der Konditionen und Bewerbungsmodalitäten sollten Sachverständige, also Kunstschaffende, entscheiden. Ich denke, dass in diesen Kreisen das größte KnowHow vorhanden ist. In Einzelfällen kann eine Jury mit Sicherheit sinnvoll sein.

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Aktion und Performance vor dem KuB: Eine Hommage ans Jammern

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Am Samstag, den 2. Juli macht das Jammermobil Station vor dem KuB in Bad Oldesloe.

Ab 10 Uhr darf bei dieser Aktion jede Bürgerin und jeder Bürger jammern was das Zeug hält. Das Jammermobil ist eine Aktion von BAUCHLADEN MONOPOL und wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

Das Bauchladen Monopol macht Jammern salonfähig! Dafür touren sie mit einem Transporter – dem Jammermobil – durch die ganze Republik und öffnen ihre Mobiltüren auf belebten Plätzen und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns sowie regionale Reizthemen.

Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern wird gesucht, sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.

„Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Austausch stattfindet. Trotz des durch die Pandemie bekannte social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten schaffen wir Räume, in denen Begegnungen möglich werden.“, so die Performerin Sophia Guttenhöfer, die seit 2010 Straßentheater und Interventionen an theaterunübliche Orte durchführt. 

Zwei clowneske Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam.

Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt. 

Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare  aufzugeschrieben oder zu malen, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So wächst über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt.

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Bad Oldesloe

Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe mit erster Turnierteilnahme

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Gut neun Monate nach Gründung der Fußball-Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe, in Kooperation mit den Stormarner Werkstätten und dem Kreissportverband Stormarn, nahm dieses Team erstmals an einem Turnier teil.

Christian Bauer (blaues Trikot) stoppt diesen Angriff mit vollem Einsatz. Fotos: VfL Oldesloe

Es ging zum „Kalle-Stawikowski-Cup“, der von der Vorwerker Diakonie ausgerichtet und an der Lübecker Lohmühle auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Hier sollte man auf Kleinfeld auf andere Werkstätten, Förderschulen und soziale Einrichtungen treffen.

Die Aufregung war bei allen Spielern riesengroß. Für die meisten Kicker des Teams war es absolutes Neuland.

„Aufgrund von Corona konnten wir leider auch nicht so trainieren wie wir es uns gewünscht hätten, aber für mich war klar das wir diese Einladung gerne annehmen“, so Trainer Rainer Fischer. Schon vor dem Beginn war die Platzierung für den bekannten Oldesloer Coach Nebensache.

„Sie sollen das hier einfach genießen und auf sich wirken lassen. Der Spaß steht absolut im Vordergrund“, erklärte „Fischi“. So hatte der Veranstalter auch extra darauf hingewiesen das man keine Scheu haben sollte spielschwächere Akteure mitspielen zu lassen. Da immer ein Betreuer mit auf dem Platz stehen durfte, kickten Daniel Elten von den Stormarner Werkstätten und Pia Görrissen vom KSV Stormarn mit.

Für Görrissen, die selbst Fußball gespielt hat, und die Inklusionsmannschaft wie Elter bei jedem Training begleitet auch eine tolle Erfahrung.

Im ersten Spiel sah man allen die Aufregung und Nervosität an. Mit einer knappen 0:1 Niederlage verließ man den Platz.

Im zweiten Vorrundenspiel steigerte man sich schon ein wenig und spielte Remis, wobei Stephan Knorr für seinen bereits geschlagenen Keeper in höchster Not rettete. Nach der Vorrunde wurde in zwei leistungsgerechte Gruppen eingeteilt.

Im dritten Spiel konnte man gegen Marli II dann auch endlich jubeln. Das erste Tor war zudem wohl auch das Tor des gesamten Turnieres, denn Davor Peric hob den Ball gekonnt aus 30 Metern über den Torwart hinweg. „Der Jubel nach dem ersten eigenen Tor war unbeschreiblich“, beschrieb VfL-Pressewart Nico v. Hausen die Szenerie nach dem Treffer.

Nun hatte man Blut geleckt und gewann die Partie noch mit 3:0. Zwischen den Spielen bot der VfB Lübeck eine Stadionführung an.

Auch der VfL nahm dieses Angebot gerne an und ließ sich von dem Geschäftsstellenleiter Florian Möller das Innenleben der alterwürdigen Lohmühle zeigen.

Nach dem Mittagsessen gab es noch weitere Partien. Und die Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe wurde immer stärker, zeigte als Mannschaft sogar richtige Spielzüge. Auch der Leiter des Bildungszentrums der Stormarner Werkstätten, Jan Domeier, konnte sich davon überzeugen und staunte wie einige mitgereiste Eltern nicht schlecht. „Das sieht ja schon nach Fußball aus. Wie haben Sie das gemacht“, fragte ein Elternteil in Richtung Trainer Fischer.

Rainer Fischer grinste erfreut und war sichtbar stolz auf seine Schützlinge. Wobei gerade er einen großen Anteil daran hat.

„Rainer hat seine ganz eigene Art mit den Jungs umzugehen. Sie vertrauen ihm und das ist die halbe Miete. Wie er in dieser kurzen Zeit aus den Jungs eine richtige Einheit geformt hat ist schon eine ganz tolle Sache“, so von Hausen. Auch Werkstätten-Betreuer Daniel Elter ist voll des Lobes.

„Einige Jungs sind bei ihrer Arbeit oft allein oder kapseln sich ab. Hier blühen sie richtig auf. Einige reden jetzt wo sie früher kaum ein Wort gesprochen haben. Und vorallem, sie lachen. Das ist besonders schön!“ In der Tat genoss jeder Spieler diese für sie neuen Eindrücke und Erlebnisse auf diesem Turnier. Am Ende langte es sogar für Platz zwei in ihrer Leistungsgruppe, punktgleich und ungeschlagen.

Steven Burmeister freute sich als Sieger der Geschicklichkeitsübung über Eintrittskarten für ein Heimspiel des VfB Lübeck

Bei der Siegerehrung herrschte nochmal große Freude, denn neben Pokalen und Medaillen hatte die Vorwerker Diakonie auch einige Geschicklichkeitsübungen wie Fußballcurling oder Torwandschießen als Rahmenproramm vorbereitet. Und hier sahnte die Inklusionsmannschaft des VfL ab. Der 1. Platz ging an Steven Burmeister, der sich über zwei Karten für ein Heimspiel des VfB Lübeck freute. Auch Panuwatra Tangboon und Günter Timmann belegten vordere Plätze und bekamen Präsente.

„Wir bedanken uns bei der Vorwerker Diakonie für dieses tolle Turnier bei dem Toleranz und Fairplay im Vordergrund standen und auch beim VfB Lübeck für die Stadionführung. Die strahlenden Gesichter unserer Spieler sprachen Bände“, so VfL-Pressewart von Hausen abschließend.

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Bad Oldesloe

Betrunken durchs Parkhaus: Oldesloer Polizei nimmt Seat-Fahrer Führerschein ab

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Bad Oldesloe Am vergangenen Mittwoch (25.05.2022), gegen 19.25 Uhr fuhr ein 44-jähriger Bad Oldesloer mit einem Seat Ibiza im Parkhaus in der Lübecker Straße diverse “Schleifen”.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Bei einer Kontrolle kam zutage, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,82 Promille.

Es folgte eine Entnahme einer Blutprobe, die Beschlagnahme seines Führerscheines und die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels.

Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

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