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Kultur

"Hen to Pan": Stipendiatin präsentiert Abschlussausstellung

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Künstlerin Hannah Rath

Künstlerin Hannah Rath

Hannah Rath zeigt ab dem 19. März 2016 ihre Abschlussausstellung in der Galerie in der Wassermühle Trittau. Rath, die 1983 in Marburg geboren ist und 2010 ihr Kunststudium mit einem Diplom an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg abgeschlossen hat, nähert sich in ihren Werken behutsam und stringent den Eigenschaften von Sprache und Text. Mit Hannah Rath wurde zum 24. Mal eine bildende Künstlerin ein Jahr von der Stiftung mit dem Kunststipendium in der Trittauer Wassermühle gefördert.

Die Künstlerin experimentiert und dekonstruiert, reiht oder verschiebt einzelne Schriftzeichen und Buchstaben, um sie in ihren Arbeiten in eine neue Dimension zu überführen. In ihren Werken versucht Rath unsichtbare Strukturen und Rhythmen aufzuspüren und neu zu verorten. Ihre Werke generieren sich somit aus einem stetigen Abtasten und Reflektieren von Schrift und Sprache.

In Trittau sind verschiedene neue Werkgruppen entstanden, unter anderem times. Der Autor Jens Asthoff schreibt in der Publikation zur Ausstellung: Es gibt in den „(…) Arbeiten von Hannah Raths neuer Werkgruppe times auch eine immanente, quasi gehaltene Zeitlichkeit: ein Gestus, der sich auch ins Thema der Arbeiten verlängert. Die teils unterschiedlich schmalen Röhren – neben Kupfer verwendet Rath auch Aluminium und Messing – sind Träger für Text; man sieht das spätestens auf den zweiten Blick oder beim Näherkommen, da die Buchstaben nicht etwa lackiert oder gestanzt, sondern aufpoliert sind – und damit eher als eine Nuancierung des Metalls erscheinen.

Text und Material wirken wie amalgamiert. Rath hat für die Werkgruppe Zitate verschiedener Schriftsteller und Philosophen zum Thema Zeit ausgewählt und diese in die Stabobjekte eingearbeitet. Die Buchstabenfolgen sind mittels Folienschablonen aufgebracht – dabei ist die Schrift mal positiv, mal negativ gesetzt –, und die jeweils freibleibenden Flächen wurden in mehreren Arbeitsgängen leicht angeschliffen und poliert. Die Setzung unterhält also eine große Nähe zu Material und Oberfläche, und es ist nicht ausgeschlossen, dass die Metalle durch Oxidation im Laufe der Zeit an Terrain zurückgewinnen.“

Der Katalog „Hen to Pan“ erscheint im Textem Verlag, Hamburg.

Laufzeit der Ausstellung:
19. März bis 8. Mai 2016

Ausstellungsort:
Galerie in der Wassermühle Trittau
Am Mühlenteich 3
22946 Trittau

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag 11 –18 Uhr

Künstlergespräch mit Hannah Rath:
10. April 2016 um 15 Uhr, moderiert von Rebekka Seubert
Anmeldungen sind nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Stormarner Kinderatelier zur Ausstellung:
16. April 2016 in der Galerie in der Wassermühle Trittau

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Bad Oldesloe

Das kleine Fest der Durschnittlichkeit

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Livemusik war vorhanden Foto: SL

Bad Oldesloe – Zwei Abende auf dem “Bier und Genussfest in Bad Oldesloe”: Irgendwer singt “Sweet Home Alabama” und die Zuschauer singen mit, irgendwer singt “Wonderwall”, der dritte Act, der das heute macht und irgendwer lässt das Publikum raten, von wem die Songs sind, die er gerade covert.

Niemand macht viel falsch, niemand fällt groß auf. Lebende, austauschbare Jukeboxen unterhalten ein Publikum mit Hits, die dieses kennt und das Publikum honoriert das, indem es nicht wegläuft, sondern noch ein Bier bestellt – die Rechnung geht auf.

Man hofft, dass niemand von denen auf der Bühne mal davon träumte, mit eigener Musik Erfolg zu haben und Menschen zu erreichen und nun auf einem Bierfest in der norddeutschen Provinz landete. Denn einige haben durchaus Talent, aber zu viel Eigenständigkeit würde hier nur stören.

Foto: SL

Es stimmte, was angekündigt wurde vor dem “Bier- und Genussfest” in Bad Oldesloe, dass die Musik nicht im Mittelpunkt stehen wird. Namen wurden zunächst von den Veranstaltern gar nicht genannt. Denn die Musik – so ehrlich war man von Anfang an – sei nur Beiwerk.

Dass sie leise sein werden und bei Gesprächen nicht “stören”, war im Vorfeld als Qualität der lebenden “Jukeboxen” hervorgehoben wurde – es stimmte lustigerweise nicht so ganz.

Die Menschen sitzen an Tischen, sie trinken Bier, sie konsumieren an den wenigen Foodständen ein wenig Essen und die Musik ist dazu da, sie ein wenig auf dem Platz zu halten. So ungefähr wie Party-Djs nur dass diese halt live spielen. Das Ganze ist eine Fest des Kommerzes , ansonsten erschließt sich der tiefere Sinn nicht.

Das einzige was an diesem Fest mit Bad Oldesloe zu tun hat, ist , dass am Freitagabend die nachgebuchte Oldesloer Sängerin Gabi Liedtke aufgetreten ist, die sich souverän durch ihr Repertoire spielte und “ablieferte”. Vor der Bühne war zu merken, dass es schlau ist, lokale Bands spielen zu lassen.

Das alles hat den Hauch eines leicht gehobenen Oktoberfests mit seichtem Pop-Rock statt Schlager und Volksmusik und ohne Zelt halt. Und wenn man schon einige Bier intus hat und vergessen, wo man ist, dann könnte man sich auch vorstellen, dass das hier in Wanne-Eickel , Paderborn, Castrop-Brauxel oder einem Dorf bei Bielelfeld stattfindet. “Bier- und Genussfest” – das ist so unverbindlich, das kann überall sein. Alles ist nett, aber unpersönlich.

Dass das Highlight ein Stand ist, der einem mittelalterlichen Handelsschiff nachempfunden ist, sagt schon viel über eine Veranstaltung aus.

Foto: Sl

Selbst bei den Gastronomen vermisst man das Lokalkolorit und auch eine gewisse Auswahl. Vor allem im Essensbereich fällt das Sortiment überschaubar aus. Und unter einem Bierfest hätte man sich dann doch eine größere Auswahl an Brauereien vorgestellt. Aber auch das ist nicht schlimm, es ist halt so. Es ist nett, es ist alles Durchschnitt. Es fühlt sich okay an, man rennt nicht schreiend weg und irgendwie ist es so total belanglos, dass es sogar zu egal ist, um sich darüber aufzuregen.

Im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags öffnen die Stände auf dem Oldesloer Marktplatz übrigens nochmal. Es wird sicherlich niemanden stören.

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Bad Oldesloe

“Stormarn Magic” präsentiert neue Show bei öffentlichem Training

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Foto: SL

Bad Oldesloe – Am Sonnabend, 21. September, trainiert die bekannte Oldesloer Marching Band “Stormarn Magic” wieder auf dem Exer. Es ist eine wichtige Generalprobe vor dem Auftritt bei einem großen Musikwettbewerb in Enschede (Niederlande).

Um 15:30 Uhr können alle neugieren Musikliebhaber und Marching-Band-Fans kostenlos in den Genuss der neuen Show “Journey of man” kommen. Denn dann werden die “Magics” diese inklusive Kostümen in voller Länge auf dem Sportplatz am Exer proben.

Die “Magics” sorgen auch für Kaffee und Kuchen, damit das leibliche Wohl der Zuschauer gesichert ist.

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Bad Oldesloe

Ist das Nutzen der Oldesloer Stadtbibliothek zu billig ?

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Oldesloer Stadtbibliothek Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Ist die Oldesloer Stadtbibliothek mit Blick auf die entstehenden Kosten und das wachsende Angebot zu billig ? Diese Diskussion hat die Oldesloer CDU losgetreten.

Erwachsene Nutzer zahlen im Jahr 15 Euro für einen Bibliotheksausweis. Zu wenig findet die CDU-Fraktion. Denn bei über 650 000 Euro Kosten spielt die Bibliothek nur knapp 127 000 Euro ein. Das bedeutet einen Kostendeckungsgrad von 19,18 Prozent.

Zu wenig für die CDU-Fraktion. Sie versteht auch einen Hinweis des Landesrechnungshof so, dass der Deckungsgrad erhöht werden müsse. Eine Erhöhung auf 20 Euro pro erwachsenen Nutzer im Jahr sei absolut tragbar.

Die SPD sieht das anders. Für sie ist die Bibliothek ein Teil der Daseinfürsorge und sollte eigentlich komplett kostenlos nutzbar sein für alle. “CDU und FBO haben die Straßenausbaubeiträge abgeschafft und sich so für Hausbesitzer eingesetzt. Dadurch ist ein neues Loch im Haushalt geschaffen und das sollen jetzt Nutzer der Bibliothek wieder mit füllen?”, so Torben Klöhn (SPD). Mit der SPD sei das nicht zu machen.

Auch die FDP, die Grünen und die Familienpartei sind gegen eine Erhöhung. Nur die Linke erklärte, dass sie lieber eine Regelung hätte, bei der wohlhabende Nutzer mehr bezahlen und Menschen mit weniger Geld gar nicht. “Das Gießkannenprinzip, dass alle gleich viel oder gleich wenig zahlen, ist nicht gerecht. Darüber sollten mal alle nachdenken”, so Cornelia Steiner (Die Linke).

Es wurde im Endeffekt kein Antrag gestellt, die Nutzungsgebühren tatsächlich zu erhöhen, die CDU blieb aber bei ihrer Haltung, dass diese Erhöhung langfristig kommen müsse. Schließlich sei das Angebot auch ständig ausgebaut worden und fünf Euro mehr im Jahr könne wohl jeder Erwachsene irgendwie aufbringen, der die Bibliothek nutzen wolle.

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