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Bad Oldesloe

Aktivisten demonstrieren bei der ersten Regionalkonferenz zur Windenergieplanung

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Demonstranten vor der Stormarnhalle in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Demonstranten vor der Stormarnhalle in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – In der Stormarnhalle stellte die Landesregierung ihre neue Windenergieplanung vor – auf der ersten von einer Reihe Regionalveranstaltungen. Das Konzept soll festlegen, auf welchen Flächen im Land Anlagen stehen dürfen. Für Windkraftgegner eine willkommene Gelegenheit zu demonstrieren. Vor dem Gebäude versammelten sich rund 100 Aktivisten.

Vor einem Jahr kippte das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig die bisherige Planung. In neuen Regionalplanungen soll nun festgelegt werden, auf welchen Flächen im Land künftig Windkraftanlagen errichtet werden dürfen.

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Staatssekretär Thomas Losse-Müller

Nach dem Stand von 2015 sind 7,6 Prozent der Landesfläche geeignet. „Die ermittelte Potenzialfläche ist in den vergangenen Monaten anhand strenger Kriterien gesiebt worden“, sagt Staatssekretär Thomas Losse-Müller, der gemeinsam mit Energiestaatssekretärin Dr. Ingrid Nestle den Stand der Planungen vorstellte. Beide sehen das Verfahren auf einem guten Weg. Nachdem Ausschlusskriterien wie Mindestabstände zur Wohnbebauung und Natur- und Landesschaftsschutz in der Windenergieplanung berücksichtigt worden sind, konnte der Suchraum für die zukünftigen Vorranggebiete auf 3,7 Prozent eingegrenzt werden. „Am Ende sollen rund zwei Prozent der Landesfläche verbleiben, auf der der Bau von Windkraftanlagen möglich ist“, so Thomas Losse.-Müller.

Aktivisten fordern höheren Sicherheitsabstand

Die Gegner der Windkraftanlagen sehen das Verfahren problematisch, sehen die Gefahr, dass die Kriterien wie Mindestabstände an den Bedarf angepasst werden und nicht umgekehrt. So sei eine Entfernung von 800 Metern zwischen Anlagen und Wohnbebauung viel zu gering, präferiert werden Sicherheitsabstände zu jeglicher Wohnbebauung in 10-facher Höhe der Windkraftanlagen. Außerdem die Abschaffung der Subventionen durch das EEG, Energieeinsparen, Weiterentwicklung zu einem vernünftigen Energiemix, Entwicklung von Speicheranlagen und Forschung zu Alternativen.

„Ich kenne viele Bargteheider, die wegen den drohenden Bau von Windkraftanlagen schon weggezogen sind“, sagt Helga Dorer von der Initiative Gegenwind Bargteheide. „Der vermeintliche Stillstand in Sachen Windpark in Bargteheide mag über die tatsächliche Situation hinwegtäuschen. Es wird weiter an der Planung der Windindustrieanlagen am Glindfelder Weg festgehalten!“

Aus vielen Teilen des Landes kamen Menschen am Freitag mit ihren Ängsten nach Bad Oldesloe, etwa Rainer Kurtscheid und Petra Röckel in Vertretung eines Alten- und Pflegeheims in Hartenholm. Ihren Angaben zufolge sollen hier 14 Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zu ihrer Einrichtung aufgestellt werden. „Jedes Windrad in bewohntem Raum ist zu viel“, sagt Rainer Kurtscheid.

Für viele der Windkraftgegner wird es wohl nicht die letzte Demonstration sein. In den kommenden beiden Wochen finden weitere Regionalkonferenzen in Rendsburg, Husum und Brunsbüttel statt. Anschließend wird der Entwurf für die neue Planung konkreter Windgebiete von der Landesplanungsbehörde erarbeitet. Nach dem ersten Kabinettsbeschluss im Juli 2016 können Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden und andere Betroffene in einem viermonatigen Anhörungsverfahren zu den konkreten Plänen Stellung beziehen. Weitere Infrmationen auf www.schleswig-holstein.de/windenergie.

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2 Comments

2 Comments

  1. U. Meurer

    13. März 2016 at 11:54

    Schon auf dieser ersten von vier Regionalveranstaltungen zeigte sich, dass der Landesregierung der Bürgerwille egal ist. Es waren nur kurze Fragen der Anwesenden erlaubt, die dann im Sinne der Windkraftlobby von der Landesregierung beantwortet wurden. Eine Diskussion – wie angekündigt – sieht anders aus. Ebenso überflüssig und nichts bewirkend wird die Option sein, sich telefonisch, per Brief oder online zur Planung zu äußern.

    Jede Gemeinde und jede Kommune muss doch das Recht haben, selbst zu bestimmen, ob sie mit dem Bau weiterer Windkraftanlagen einverstanden ist, wo Schleswig Holstein doch schon jetzt rein rechnerisch mehr als 100 % seines Energiebedarfs durch Ökostrom produziert. Wie kann eine verantwortungsvolle Landesregierung dieses Recht für nichtig erklären?

    Wie kann eine verantwortungsvolle Landesregierung es zulassen, dass Mensch und Natur in Schleswig-Holstein so deutlich gegenüber anderen Bundesländern benachteiligt werden.
    SH: Mindestabstand 650 – 800 Meter, Bayern: 10 mal Höhe WKA;
    SH: bereits vorhandene WKA-Dichte pro qkm: 0,22, Bayern: 0,01-

    Hier muss bundeseinheitlich gleiches Recht für alle gelten.

  2. Pingback: Erster Lichtblick, Infos aus der Veranstaltung in Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe

W-Lan-Ausfall im KuB: Alarm!Silence. Konzert verschoben

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Foto:Alarm!Silence.

Bad Oldesloe – Das für diesen Freitag, 13. Dezember, geplante Konzert des Projekts „Alarm!Silence.“ des Oldesloer Musikers Patrick Niemeier muss aus technischen Gründen kurzfristig auf den 7. Februar verschoben werden. Der Grund dafür ist der Ausfall des WLAN im KuB.

„Vielen Zuschauern ist nicht bewusst, wie viele Live Auftritte mittlerweile auch wichtige webbasierte Anteile haben“,  so Leiterin des KuB Inken Kautter. Ein Ausfall des WLAN hat starke Auswirkungen auf die Veranstaltungen und kann, wie in diesem Fall, sogar zu einem Vorstellungsausfall führen. Dabei weist Kautter allerdings darauf hin, dass das Stattfinden der weiteren Veranstaltungen gesichert ist, da diese ohne Internetzugang funktionieren.

„Teile meines Equipments benötigen eine dauerhafte, stabile Verbindung zum Internet, um problemlos zu laufen. Schon bei den Proben fiel auf, dass es aktuell im KuB massive Internetprobleme gibt.“, so Niemeier. Trost ist, dass mit dem 07.Februar bereits ein zeitnaher Nachholtermin feststeht, so der Musiker weiter.

Die Tickets behalten ihre Gültigkeit, können aber auch – wenn man am 7. Februar verhindert sein sollte – in der Stadtinfo zurückgegeben werden. „Bis dahin kann man sich noch bei Spotify, Amazon, iTunes und Co in meine Musik einhören“, verweist Niemeier auf seine gerade erschienene EP „We are the ones you had been waiting for“  oder man könne nun zu Weihnachten ein Eintrittsticket verschenken, versucht er etwas Positives aus der Situation zu machen.

Termin: Die bereits erworbenen Tickets für das Konzert behalten ihre Gültigkeit für den Nachholtermin am Freitag, 07. Februar 2020 oder können an der Stadtinfo bis zum 13. Dezember zurückgegeben werden. 

Die Alarm!Silence. EP “We are the ones, we had been waiting for” zum Reinhören:

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Bad Oldesloe

Vereinigte Stadtwerke sponsern VfL-Trampolin

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Foto: Svenja Hansen/hfr

Bad Oldesloe – Die Turnabteilung des VfL Oldesloe kann sich über ein neues Trampolin freuen. Den größten Teil der Kosten übernahm die Vereinigte Stadtwerke GmbH. “

“Das Trampolin ist für alle Altersgruppen gedacht. Dank der tollen Qualität ist es ein großer Gewinn für unsere Förderturner. Sie haben nun erstklassige Bedingungen, um sich auf Wettkämpfe in dieser Art vorzubereiten”, freute sich Turnabteilungsleiterin Petra Funk über das neue Sportgerät.

Zum Turntraining der Jungengruppe kamen Mitarbeiter der Stadtwerke vorbei, um das Trampolin zu überreichen. Dabei war für die kleinen Turner auch der große VS-Energiebär der VSG ein weiteres Highlight. Da wurde nach den ersten Sprüngen auf dem neuen Trampolin schonmal mit “Eddi” abgeklatscht.

Beifall bekam Benedikt Schröder, der sogleich einen gekonnten Saltosprung zeigte. Auch Stefan Gäde vom Vorstand des VfL Oldesloe zeigte sich begeistert von den Sprüngen der Nachwuchsturner und bedankte sich stellvertretend bei Vereinigte Stadtwerke Mitarbeiterin Svenja Hansen.

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Bad Oldesloe

Kinderschutzbund Stormarn bedankt sich bei 170 Ehrenamtlern

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Foto: Vöcking/DKSB/hfr

Bad Oldesloe – Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich und bereichern so das gesellschaftliche Leben.

Das Ehrenamt ist ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft – dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass Menschen freiwillig ihre Zeit spenden, um wichtige Angebote möglich zu machen oder andere Menschen zu unterstützen.

„Aus Anlass dieses Feiertages möchten wir uns herzlich bei all den ehrenamtlich Tätigen in unseren Kinderhäusern Blauer Elefant in Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe für ihre wertvolle Arbeit bedanken“, erklärt Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes (DKSB) in Stormarn, „denn unsere Ehrenamtlichen sind eine wichtige Säule der Kinderschutzarbeit, auf die wir nicht verzichten können und wollen.

Das Ehrenamt hat im Kinderschutzbund Stormarn eine ganz besondere Bedeutung. Der Verein ist selbst aus bürgerschaftlichem Engagement heraus entstanden. Eine Gruppe von 16 Frauen und einem Mann gründeten ihn im Jahr 1980. Mit den Jahren haben sich viele Angebote des Vereins immer weiter professionalisiert und es wurden auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.

Heute sind über 170 ehrenamtliche Tätige und mehr als 70 Angestellte für den Kinderschutz im Kreis aktiv.

Der Kinderschutzbund freut sich darüber hinaus immer über weitere Ehrenamtliche, die die Teams der Kinderhäuser Blauer Elefant in Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe unterstützen. Birgitt Zabel ermuntert Menschen, sich bei Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit direkt mit den Kinderhäusern Blauer Elefant in Verbindung zu setzen:

„Menschen, die ehrenamtlich bei uns arbeiten möchten, finden ganz unterschiedliche Arbeitsfelder, z.B. am Kinder- und Jugendtelefon oder am Elterntelefon, im direkten Kontakt mit Familien als Familienpaten, bei der Hausaufgabenhilfe, als Lesepate, als Unterstützer in der Kinder-Kleider-Kammer und auch in der Vorstandsarbeit, der ebenfalls ehrenamtlich arbeitet.“

Der diesjährige Internationale Tag des Ehrenamtes kann also auch eine Anregung sein, den ersten Schritt in ein Ehrenamt zu wagen. Für die Kinder und Familien im Kreis Stormarn wäre dies auf jeden Fall eine gute Sache.

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