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Kultur

Nach Trojaner und Grippe: Nachholtermin für Theaterstück

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Foto: Niederdeutsche Bühne / hfr

Foto: Niederdeutsche Bühne / hfr

“Leider macht die Grippewelle auch vor einem Theatervorhang nicht halt und so musste unsere letzte Aufführung von „Käte maakt Sluss!“ am 26.02.2016 kurzfristig ausfallen, weil ausgerechnet der Beleuchter/Bühnenmeister, der für die Sicherheit bei der Vorstellung zuständig ist, krank geworden ist”, berichtet die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg. 

Aufgrund eines Trojaner-Angriffs auf das Netz der Stadtverwaltung lief seine Krankmeldung ins Leere, so dass keine Vertretung bereitgestellt werden konnte. Die Feuerwehr und der Hausmeister entschieden dann aus Sicherheitsaspekten die Vorstellung abzusagen.

“Bei den über 100 Gästen, die sich am 26. Februar umsonst auf den Weg durch die Kälte zu uns in den Alfred-Rust-Saal gemacht haben, möchten wir uns noch einmal ausdrücklich entschuldigen. Die Karten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit Sie können damit entweder zu unserem Ersatztermin kommen oder die Karten bei einer unserer anderen Vorstellungen („Verleeft, Verlööft, Verloorn!“ am 17./18.03.2016 oder „Opa is de beste Oma“ am 14./15.+22.04.2016) an der Abendkasse eintauschen. Für das von Ihnen gezeigte Verständnis sind wir Ihnen sehr dankbar. Statt sich wütend zu ärgern, haben sich viele von Ihnen noch mit einem Glas Wein zusammengesetzt”, lässt die Niederdeutsche Bühne mitteilen.

So war das Foyer, trotz der verschlossenen Türen zum Theatersaal, noch bis weit nach 20 Uhr von einer gemütlichen und geselligen Atmosphäre erfüllt.

“Zum Glück können wir Ihnen nun auch einen Ersatztermin für die ausgefallene Aufführung anbieten. Wir würden und sehr freuen, Sie am Freitag den 1. April noch einmal bei uns zu dem Stück „Käte maakt Sluss!“ begrüßen zu dürfen. Sie brauchen auch keine Angst zu haben, das wird ganz sicher kein Aprilscherz. Dennoch werden ihre Lachmuskeln bestimmt nicht zu kurz kommen, wenn Käte sich nach 40 Jahren von Ihrem Willi trennen will und damit die ganze Familie ins Chaos stürzt.”

Zum Inhalt: Willi Prieske (Wolfgang Tietjens) versteht die Welt nicht mehr. Gerade noch hat er mit seiner Frau Käte (Hannelore Gehrmann) glückselig Rubinhochzeit gefeiert, da eröffnet sie ihm, dass sie sich von ihm scheiden lassen will. Und nicht nur Willi steht fassungslos vor den Trümmern seiner Ehe. Auch Tochter Katrin (Antje Körner), ihr Verlobter Frank (Mario Loleit) und Willis herrschsüchtige Tante Mechthild (Andrea Rühling) sind entsetzt über Kätes Entschluss. Nur Busenfreundin Uschi (Erika Sonntag) bestärkt Käte in ihren Scheidungsplänen. Trotz aller Bemühungen der Familie, Käte umzustimmen, kommt es zur Trennung. Da keiner der Eheleute bereit ist, aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen, vereinbaren sie getrenntes Wohnen unter einem Dach. „Getrennt von Tisch und Bett“ erkennen die beiden, wie gut sie sich doch kennen und zugleich, wie wenig sie nach all den Jahren doch voneinander wissen.

“Da unsere Darstellerin Het Lüthje gerade im Krankenhaus liegt, wird die Regisseurin Andrea Rühling an diesem Abend die Rolle der Tante Mechthild übernehmen”.

Karten kosten zwischen 7 und 12 Euro und sind ab sofort an den Markt Theaterkassen: Große Str. 15 a, Ahrensburg, Tel. 04102/51640 und Rathausstr. 25, Bargteheide, Tel. 04532/20800, sowie an der Abendkasse erhältlich.

 

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Kultur

Ahrensburger Blockflötenensemble in der Bargteheider Kirche

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Foto: Heike Treichel/hfr

Ahrensburg – Das Blockflötenensemble der Volkshochschule Ahrensburg spielt am Sonntag, 2. Februar, in der Ev. Kirche in Bargteheide (Lindenstraße 2).

Im Konzert von „Blockweise“ erklingen die unterschiedlichsten Blockflöten, vom 16cm kleinen Flötlein bis zur 2 Meter großen Subbassflöte.

Die studierte Musikpädagogin Katrin Stobbe hat das Ensemble 1991 gegründet und seither alle Mitspieler von ihrem Enthusiasmus für die Blockflöte angesteckt.

Interessant für die Zuhörer ist auch das Programm: von Tänzen von Dowland und Holborne (um 1600) über „Nimrod“ von Edward Elgar bis zu unterschiedlichsten Kompositionen für Blockflötenorchester.

Teile davon wurde beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm 2016 und bei der Orchestrale in Rendsburg 2019 mit großem Erfolg gespielt.

Die Vorsitzende des Fördervereins Bargteheider Kirchenmusik, Gisela Greinus, auch Mitspielerin bei Blockweise, hatte die Idee, das 30. Jahr des Ensembles mit einem Konzert in der Bargteheider Kirche einzuläuten. Das Konzert beginnt bei freiem Eintritt um 17 Uhr.

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Bad Oldesloe

Bunt, begeisternd, beweglich: Marana verzaubert und verblüfft das Oldesloer KuB-Publikum

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Foto: KuB/Niemeier/hfr

Bad Oldesloe – Dass das Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum all die kulturellen Erwartungen erfüllt hat, die einst mit ihm verbunden waren, ist längst bekannt. Die Investition in die Kunst- und Kulturszene der Kreisstadt hat sich gelohnt und Bad Oldesloe zu einem Hot-Spot für Kulturschaffende nicht nur aus der Region gemacht.

Der multifunktionale Saal, das begeisterungsfähige Publikum und das von der Lokalpolitik unterstützte KuB-Team ermöglichen es dabei auch immer mehr, experimentelle Auftrittsformate nach Stormarn zu holen, die hier zuvor selten bis nie zu sehen waren. Von kultureller Provinz sollte man da wirklich nicht mehr sprechen.

Ein weiteres ungewöhnliches Highlight in der schon prall gefüllten Liste der besonderen KuB-Gastspiele fügt nun die Gruppe von “Marana” hinzu, die gestern und heute (20 Uhr) im KuB-Saal gastiert. Man kann mit Fug und Recht und ohne Übertreibung sagen, dass das was man dort erleben kann wohl einmalig ist.

Das Bühnenbild ist bunt

Die tanzenden Artisten oder artistischen Tänzer – je nach Defintion – treten in einer komplett aus Wolle gehäkelten Kulisse und in fantasievollen Kostümen auf. Alles ist bunt und beweglich. Ist es eine Performance oder modernes Tanztheater? Was erzählt uns die Geschichte, die offenbar in unterschiedlichen Naturräumen spielt ?

Die Idee zu Marana hatte die Regisseurin Paula Riquelme. Sie ist eine ehemalige Zirkusartistin und Luftakrobatikchoreografin aus Chile. Für ihre Produktion wurde sie von der Natur inspiriert.

Foto: KuB/Niemeier/hfr

Das auf der Bühne Gezeigte wird zum im wahrsten Sinne des wortes “verwobenen” Gesamtkunstwerk, das ein wenig wie ein grellbunter Trip in eine ander Welt wirkt.

Untermalt wird das alles von elektronischen Klängen eines Livemusikers, der für einen Ambient-Soundtrack live an Mischpult, Percussion und Sampler sorgt.

Musikalische Untermalung live am Sampler

Das Publikum am Freitagabend reagierte begeistert, überrascht, zeitweise leicht verstört und immer neugierg und respektvoll auf das Dargebotene.

Für den Auftritt am Sonnabend (20 Uhr) wird es noch einige Karten an der Abendkasse geben. Ein echter Tipp für Performancefans und Freunde moderner Inszenierungen sowie elektronischer Klänge.

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Bad Oldesloe

Komische Oper: Musikhochschule zeigt „Die schöne Helena“ im KuB

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Bad Oldesloe – Um seinen Schülern die Komik zu lehren, inszeniert Regisseur Dominik Wilgenbus in Bad Oldesloe „Die schöne Helena“.

KuB-Managerin Inken Kautter, Regisseur Dominik Wilgenbus und Tim Knackstedt (KuB).

Die von Jaques Offenbach geschriebene Parodie des griechischen Mythos „Urteil des Paris“ wird Ende Februar von Studenten der Musikhochschule Lübeck im Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum (KuB) aufgeführt.

Für Dominik Wilgenbus ist Komik nichts, das einem in die Wiege gelegt wird. Wer unterhalten will, muss arbeiten. Das vermittelt er seinen Studenten an der Musikhochschule Lübeck, die jetzt seit fünf Wochen „Die schöne Helena“ proben. „Unterhaltung wird allzu oft mit Anspruchslosigkeit in Verbindung gebracht aber das, was wir hier machen, ist keineswegs leicht und seicht“, sagt der freischaffende Musiktheater- und Schauspielregisseur. Das ist eine der ersten Lektionen, die er seinen Schülern beibringt. Dabei setzt er auch auf unkonventionelle Methoden: Komische Animationsfilme. Denn leichte Unterhaltung wie „Ice Age“ und Co. haben etwas, das sich auch auf anspruchsvolles Theater übertragen lässt: Timing. „Rhythmus, Tempo und das Setzen der richtigen Pausen ist für glaubhafte Komik sehr wichtig“, sagt Wilgenbus, der seinen Schülern immer und immer wieder die ersten Szenen aus dem Animationsfilm „Ice Age“ (2002) zeigte. So lange, bis allen das Lachen verging.

Damit die Oper „Die schöne Helena“ funktioniert, braucht es eben dieses Timing, wie Dominik Wilgenbus sagt:

„Das Stück verlangt den Darstellern alles ab.“

Denn Offenbach hat den griechischen Heldenmythos um das „Urteil des Paris“ in seiner Adaption in eine beinahe skandalöse Parodie verwandelt. Da gibt es den fetten König Agamemnon, seine etwas dümmlichen Handlanger, den Prinz von Troja, der gekommen ist, um die schöne Helena zu heiraten, die aber leider schon vergeben ist. Die in anderen Opern als unfehlbar und mit hehren Zielen dargestellten griechischen Helden werden eher als lachhafte Idioten dargestellt. Wer den Plot, fühlt sich unweigerlich an einen Monty Phyton-Film erinnert. „Sonst steht die griechische Mythologie eher auf einem hohen Podest, die schöne Helena entzaubert das alles. Es ist eine Hallodri-Geschichte“, sagt KuB-Managerin Inken Kautter. Sie freue sich sehr darüber, dass die Musikhochschule diese Oper gewählt habe: „Es ist ein populäres Stück, kurzweilig und eingängig für das Publikum.“ Sie ist überzeugt, dass das Stammpublikum nicht enttäuscht sein wird. Aufgeführt wird das Stück von 20 Studierenden unter der musikalischen Leitung von Prof. Robert Roche.

„Die schöne Helena“, Premiere am Freitag, 21. Februar, 20 Uhr, KuB-Saal (Beer-Yaacov-Weg 1), Bad Oldesloe. Weitere Aufführungen: Sonnabend, 22. Februar, 20 Uhr und Sonntag, 23. Februar, 17 Uhr. Tickets im Vorverkauf (www.kub-badoldesloe.de) für 18,50 Euro (erm. 12,50 Euro) und an der Abendkasse 20,50 Euro (erm. 14,50 Euro).

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