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Bad Oldesloe

In Bad Oldesloe: Feldhorster Bürgermeister stellt sich zur Wahl

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hfr

Jörg Lembke, derzeit ehrenamtlicher Bürgermeister in Feldhorst, kandidiert für den Posten des Verwaltungschefs in Bad Oldesloe.

Ein Mann mit Verwaltungserfahrung: Jörg Lembke (parteilos), derzeit Bürgermeister der Gemeinde Feldhorst, bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in Bad Oldesloe. Damit gibt es zum Jahresbeginn bereits zwei Kandidaten.

Vor fünf Wochen schickten die Sozialdemokraten Maria Herrmann ins nun nicht mehr einsame Rennen. Jetzt hat die SPD-Fraktionsvorsitzende mit Lembke einen erfahrenen Konkurrenten.

„Ich bin hier geboren und aufgewachsen und der Stadt immer eng verbunden gewesen“, sagt Jörg Lembke, der mit seiner Familie in Feldhorst lebt, einer direkten Nachbargemeinde von Bad Oldesloe. „Als bekannt wurde, dass Tassilo von Bary nicht mehr antreten wird, habe ich mich für eine Kandidatur entschieden“, so der 48-Jährige. Seine Entscheidung hat er nicht leichtfertig getroffen: „Ich bin überzeugt, dass ich das kann.“ Erfahrung er reichlich mit. Seit acht Jahren ist der Diplom-Verwaltungswirt ehrenamtlicher Bürgermeister seiner 600-Seelen-Gemeinde. Nach seinem Abitur startete der Feldhorster eine Karriere bei der Polizei. Seit 2002 leitet der Kriminalhauptkommissar die Abteilung zur Korruptionsprävention der Hamburger Innenbehörde.

Er kennt seine Aufgabe: „Ein Bürgermeister ist nicht Teil der Politik. Die Hauptaufgabe ist eine funktionierende Verwaltung“, sagt er. „Dazu gehört aber aus meiner Sicht durchaus die gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung. Das ist mir wichtig.“

Ebenso wie die Kommunikation zu den Bürgern. Im Wahlkampf will sich Jörg Lembke möglichst überall vorstellen, das Gespräch suchen, „Klinken putzen“. Und das nicht nur im Wahlkampf: „Der Verwaltungschef kann zwar nicht eigenmächtig entscheiden, aber mit Gesprächen lässt sich viel bewegen.“

Derzeit befindet sich der Kandidat in der Planung seines Wahlkampfes und der Erarbeitung eines Programms. Einer der Hauptpunkte: Wachstum – sowohl im sozialen, altengerechten und regulären Wohnungsbau als auch in der Wirtschaft: „Wir brauchen mehr Unternehmen, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen und um neue Steuereinnahmen zu generieren“, sagt der Verwaltungsfachmann. Vor allem in der Fußgängerzone muss sich in den nächsten Jahren einiges tun: „Der lokale Einzelhandel hat mit der Konkurrenz durch Online-Händler zu kämpfen. Daher brauchen wir neue Konzepte und Ideen, wie sich die Innenstadt beleben lässt.“

Gleichermaßen liegt sein Fokus auf der Stärkung des Ehrenamts: „Wenn sich die Menschen einbringen, muss das hoch anerkannt werden“, findet Lembke, der sich seit 30 Jahren, mittlerweile als Vorsitzender, im Kreisfußballverband Stormarn engagiert. Gerade jetzt bei der aktuellen Flüchtlingssituation sei das nötige Außenmaß wichtig: „Bei der Unterbringung der Asylsuchenden leistet die Verwaltung hervorragende Arbeit“, lobt der 48-Jährige. Aber die Nutzung von öffentlichen Gebäuden wie Sporthallen als Unterbringung könne nur eine vorübergehende Lösung sein. Notfalls müssten Wohncontainer aufgestellt werden, die beste Variante seiner Meinung nach: Feste Gebäude, die auch anschließend weiter genutzt werden können.

Es dürfte eine spannende Wahl werden. Lembke hat seinen Wahlkampf als parteiloser Kandidat geplant, wird aber – sofern Interesse besteht – sich bei den Parteien für eine mögliche Unterstützung vorstellen. Noch ist unklar, ob es aus den politischen Lagern – abgesehen von der SPD – weitere Kandidaten geben wird. Die CDU hält sich zurück, die Grünen geben ihre Wahl beim Neujahrsempfang bekannt.

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0 Comments

  1. Meurers, Manfred

    2. Juni 2016 at 11:19

    Thema: Bürgermeister Kandidaten; hier Maria Herrmann, SPD

    Ich bewundere Frau Herrmann, sich dieser Herausforderung zu stellen. Warum?
    Ganz einfach, sie ist dieser Herausforderung nicht gewachsen. Das kann man aus der politischen Tätigkeit ableiten. Denken wir an die Aktion Straßennamen/Hindenburg, oder an die Namensgebung MuK. Nur 2 Beispiele.
    Wir haben als Demokraten ein Wahlrecht, was aus meiner Sicht aber auch eine Verpflichtung ist. 39 % Wahlbeteiligung, siehe Bad Schwartau, ist ein Hohn für die Demokratie. Ich kann die Bürger nur bitten und ihnen empfehlen, demokratische Rechte, um die andere Bürger in den unterschiedlichsten Staaten kämpfen, wahrzunehmen. Wir hatten andere Zeiten und sollten sie nie wieder aufkommen lassen.
    Wir besitzen Presse/und Meinungsfreiheit, ein hohes Gut, aber keine Beleidigungsfreiheit/frechheit. Damit meine ich die Aussage, Frau Herrmann soll unsere etwas verschlafene Verwaltung effektiver machen. Das ist ein Affront gegen den amtierenden Bürgermeister und geht nicht gegen die Mitarbeiter, wenn auch so u.U. gewollt. Gibt es Beweise? Hier wird Populismus geweckt.
    Wichtig ist bei der Besetzung dieses Amtes die Schollengebundenheit und kein Egoismus. So wie es der amtierende Bürgermeister bewiesen hat. Da gibt es einen Kandidaten, der sowohl ehrenamtlich als Bürgermeister Erfahrung gesammelt hat und auf anderen Ebenen tätig war bzw. ist. Dazu gehört auch der Sport. Sicherlich kann man auch eine Tätigkeit für den Kreistag erwähnen, das ist aber keine Garantie oder Voraussetzung für Erfolg auf der städtischen Ebene. Für regionale Aufgaben und Transparenz im Internet zu werben, hm?
    Ich glaube, es ist alles gesagt. Ich wünsche und hoffe, das die Wählerinnen und Wähler für die Stadt Bad Oldesloe die richtige Entscheidung treffen, um damit auch die Probleme, die andere Städte noch intensiver haben, weiterhin erfolgreich zu bewältigen.
    Manfred Meurers

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Bad Oldesloe

Keine Mini-Züge in der Sporthalle: Oldesloer Modellbahn-Ausstellung fällt aus

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Bad Oldesloe – Kurz und knapp teilen die Eisenbahnfreunde Bad Oldesloe mit: Die Modellbahnausstellung wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen.

Modellbahn Foto: Schleicher/Hfr

Eigentlich wäre das über die Grenzen Oldesloes hinaus bekannte Treffen von Modellbahnern in diesem Jahr zum 35. Mal veranstaltet worden.

“Wir hoffen sehr, dass wir diese Ausstellung im November 2021 wieder durchführen können”, sagt Uwe Schleicher von den Modellbahnfreunden.

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Bad Oldesloe

Trotz Pandemie-Auflagen: Oldesloer Einzelhändler halten an Einkaufssonntag fest

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Bad Oldesloe – Am kommenden Wochenende planen die Oldesloer Einzelhändler einen verkaufsoffenen Sonntag (1.11. von 13 bis 18 Uhr). Trotz der hohen Infektionszahlen soll das „Lichterfest“ nicht abgesagt werden. Einen Laternenumzug wird es allerdings nicht geben.

Ordner beim Foodtruck-Einkaufssonntag in Ahrensburg. Foto: Fischer

Ob der verkaufsoffene Sonntag stattfinden wird, war in den vergangenen Tagen noch unklar. Jetzt haben die Organisatoren eine Entscheidung getroffen. Das „Lichterfest“ soll der Pandemie nicht zum Opfer fallen. Zumindest nach jetzigem Stand.

Veranstalter Jan Rohde: „Nach reiflicher Überlegung und Austausch mit den Behörden von Stadt und Kreis, haben wir uns entschlossen den verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen.“

Zusätzliche Auflagen werden selbstverständlich umgesetzt und auch gewissenhaft kontrolliert, wie Jan Rohde sagt:

„Wir wollen zeigen , dass auch unter diesen schwierigen Umständen ein wenig Normalität möglich ist, wenn sich alle Beteiligten und Besucher an die gängigen Regeln halten.“

Das Infektionsgeschehen haben die Veranstalter dennoch weiter im Blick.

Vom Markt, über die gesamte Hindenburgstraße bis zum Ende der Besttorstraße haben sich die Gewerbetreibenden viel einfallen lassen, um die Bürger und Gäste in die Innenstadt zu locken.

Alle Geschäfte werden die Eingangsbereiche illuminieren und ihre Kunden mit Aktionen, besonderen Angeboten und Überraschungen zum Bummeln einladen.

Zusammen mit einigen Marktbeschickern gibt es auf dem Wochenmarkt in abgespeckter Form kulinarische Besonderheiten der Region, auch ein Foodtruck mit Grünkohl-Außerhaus Verkauf ist wieder dabei.

„Auf Grund der Corona Situation verzichten wir in diesem Jahr auf den großen Laternenumzug und Stände in der Fußgängerzone, nur so können wir die notwendigen Abstände sicherstellen“, sagt Jan Rohde und weist nochmals auf die Maskenpflicht in der Innenstadt hin. Ein Sicherheitsdienst soll die Einhaltung sicherstellen.

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Bad Oldesloe

Inzidenzwert von 50 überschritten: Stormarn verschärft erneut Corona-Einschränkungen

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Bad Oldesloe – Der Kreis Stormarn verliert bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter die Kontrolle über die Ausbreitung. Das Gesundheitsamt bezeichnet das Infektionsgeschehen als “zunehmend diffus”. Der Inzidenzwert liegt am Montag bei 53,6 Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

Das bedeutet, dass dem Kreis innerhalb der letzten sieben Tage 131 Neuinfektionen gemeldet wurden.

Nur wenige Tage nach der Verschärfung der Maßnahmen durch eine Ausweitung der Maskenpflicht auf stark frequentierte öffentliche Räume hat der Kreis eine neue kritische Marke von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern erreicht.

Bei diesem Inzidenzwert hatte Landrat Henning Görtz eine erneute Verschärfung der Maßnahmen angekündigt.

Diese werden sich nach der entsprechenden Landesverordnung richten.

Konkret bedeutet das: Generelles Verbot des Außerhausverkaufes von Alkohol ab 23.00 bis 06.00 Uhr des Folgetags (Gaststätten, Tankstellen oder beispielsweise Supermärkten) und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf maximal zehn Personen.

Schüler müssen jetzt auch im Unterricht einen Mund-und-Nasenschutz tragen.

In der Gastronomie gilt weiterhin eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr des Folgetags und auf öffentlichen und stark frequentierten Plätzen eine Maskenpflicht.

Bei Veranstaltungen sind maximal 100 Personen erlaubt. Das gilt sowohl für Innenräume als auch für Außenbereiche. Ausnahmen sind nur mit einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzept möglich.

Private Feiern im öffentlichen Raum (etwa Gaststätten) und auch in privaten Innenräumen sind auf maximal zehn Personen zu begrenzen. Auch hier müssen Ausnahmen mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden.

Landrat Henning Görtz: “In den letzten Tagen und Wochen ist ein kreisweiter, aber auch bundesweiter kontinuierlicher Anstieg der Infektionsfälle zu vermerken. Es bedarf deshalb auch grundrechtseinschränkender Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion. Die hier angeordneten Maß nahmen stellen sich hierbei als verhältnismäßig dar.”

Sollte sich das Infektionsgeschehen nach zehn Tagen nicht merklich beruhigen, kann es zu weiteren Verschärfungen kommen.

Die Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn beträgt 908 (Stand: 26.10., 13:00 Uhr). Davon sind 659 Personen wieder genesen, 210 aktuell in Quarantäne, vier in stationärer Behandlung. 35 Personen sind verstorben.

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