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Chip-Pflicht, Haftpflicht und Co: Das sind die neuen Regeln für Hundehalter

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Hundehalter müssen im nächsten Jahr auf einiges achten.

Ab dem 1. Januar 2016 wird sich für Hundehalter einiges ändern. Dann tritt in Schleswig-Holstein ein neues Hundegesetz in Kraft. Unter anderem dann Pflicht: Jeder Hund, älter als drei Monate, muss einen Chip zur Identifizierung tragen. Ordnungswidrigkeiten – etwa das nicht entsorgen von Hundekot – kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden!

Ab 2016 heißt das Gesetz nicht mehr “Gesetz zur Vorbeugung und Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren” (GefHG) sondern “Gesetz über das Halten von Hunden” (HundeG). Die wohl größte Änderung: Die bisherige Rasseliste gefährlicher Hunde wird abgeschafft. Künftig werden Hunde als gefährlich eingestuft, wenn sie auffällig geworden sind – etwa durch Beißattacken. Das alles wird sich für Hundehalter ändern:

Kennzeichnungspflicht

Hunde, die älter als drei Monate sind, müssen elektronisch gekennzeichnet werden. Die Tierärztin oder der Tierarzt setzt dafür einen etwa reiskorngroßen Mikrochip unter der Haut des Hundes ein. Der Transponder muss dem ISO-Standard 11784 entsprechen und mit einem der ISO-Norm 11785 entsprechenden Lesegerät abgelesen werden können.

Gefährliche Hunde

Hunde werden zukünftig dann als gefährlich eingestuft, wenn sie auffällig geworden sind, z.B. weil sie Menschen oder Tiere verletzt haben oder unkontrolliert Tiere hetzen oder reißen. Aufgrund ihrer Rasse dürfen Hunde nicht mehr als gefährlich eingestuft werden. Für Hunde, auf die das aktuell zutrifft, wird die zuständige Behörde die Einstufung zum 1. Januar 2016 automatisch widerrufen.

Gefährliche Hunde

Halter, deren Hund als gefährlich eingestuft wurde, müssen u.a. eine theoretische und praktische Sachkundeprüfung mit dem Hund ablegen, um diesen weiterhin halten zu dürfen. Für alle anderen Hundehalter ist die Sachkundeprüfung keine Pflicht. Sie können diese aber freiwillig ablegen, um ggf. eine Ermäßigung der Hundesteuer zu erhalten. Ob eine Ermäßigung gewährt wird, liegt im Ermessen der zuständigen Behörde (Gemeinde oder Amt).

Haftpflichtversicherung

Der Hundehalter soll für sein Tier eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für Sachschäden abschließen. Das bedeutet: Wer die Möglichkeit hat, muss seinen Hund versichern. Nur in begründeten (Härte-)Fällen wird eine fehlende Versicherung nicht geahndet. Halter von als gefährlich eingestuften Hunden sind in jedem Fall verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

“Amnestie-Regelung”

Hunde, die aktuell – unabhängig von ihrer Rasse – als gefährlich eingestuft sind, können von fachkundigen Spezialisten erneut beurteilt werden. Nach positiver Bewertung können die Ordnungsbehörden die Gefährlichkeitseinstufung zurücknehmen.

Zweite Chance

Die zuständige Behörde kann auf Antrag feststellen, dass die Gefährlichkeit eines Hundes nicht mehr vorliegt. Voraussetzung dafür ist ein bestandener Wesenstest sowie die Einschätzung eines Tierarztes, dass kein weiteres gefährliches Verhalten des Tieres mehr zu befürchten ist. Der Antrag kann frühestens zwei Jahre nach Feststellung der Gefährlichkeit des Hundes und ein Jahr nach bestandenem Wesenstest gestellt werden.

Hundesteuer

Den Kommunen steht es frei, Hundehaltern, die eine Sachkundeprüfung nachweisen, Ermäßigungen bei der Hundesteuer zu gewähren. Die für die Erhebung der Hundesteuer zuständigen Behörden müssen als Satzungsgeber prüfen, ob und wenn ja in welcher Höhe erhöhte Hundesteuersätze für Hunde bestimmter Rassen erhoben werden sollen. Für Hunde, die nach dem neuen Gesetz als gefährlich eingestuft werden, können die Kommunen weiterhin höhere Steuern verlangen.

Zuchtverbot

Es ist verboten, Hunde – egal welcher Rasse – mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität gegenüber Menschen und Tieren zu züchten. Ein Zuchtverbot für einzelne Rassen gibt es nicht mehr.

Geldbußen

Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Darunter fallen u.a. Verstöße gegen die besonderen Pflichten für das Halten und Führen gefährlicher Hunde, aber auch Verstöße gegen die allgemeinen Pflichten, wie die Anleinpflicht oder die Pflicht zur Kennzeichnung oder zur Entsorgung des Hundekotes.

Quelle: Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten

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Depression: Drei Stormarner berichten über das stille Leid

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Reinbek – Sie haben jahrzehntelang geschwiegen, still gelitten und waren mehr als ein Mal ihres Lebens müde. Doch mittlerweile sprechen sie ganz offen über das, was ihnen auf der Seele liegt.

Sylvia Stabrey, Birgitt Kellinghusen und Maximilian Schöler, alle im Kreis Stormarn Zuhause, gehören zu den mehr als fünf Millionen Menschen bundesweit, die Depressionen haben.

Mit ihrer Offenheit befreien sie nicht nur sich selbst aus der mit der Erkrankung oft einhergehenden Isolation – sie helfen auch anderen.

Als sogenannte ‘Persönliche Experten’ sind sie das Herzstück des Projekts ‘Verrückt? Na und!’, mit dem die Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit (SVS) mit Sitz in Reinbek Aufklärungsarbeit leistet. Und das vor allem dort, wo das Thema Depression immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit findet: in der Schule.

Larissa Wende, Sozialpädagogin in der SVS, betreut neben anderen Beratungsangeboten das außergewöhnliche Präventionsprojekt für Jugendliche ab 14 Jahren. „Wir gestalten jeweils sechs Schulstunden zum Thema psychische Gesundheit“, sagt sie. In Gesprächsrunden, Rollenspielen und Gruppenarbeiten erfahren die Schülerinnen und Schüler unter anderem Grundlegendes über Ess- und Angststörungen, Suchtverhalten und Psychosen. „Unsere offene und eher spielerische Art der Aufklärung nimmt den Jugendlichen die Scheu, über seelische Erkrankungen zu sprechen. Ein Thema, das leider noch viel zu häufig totgeschwiegen wird“, sagt Larissa Wende.

„Wie oft hab’ ich mir als junger Mensch gewünscht, mit jemandem reden zu können. Jemanden kennenzulernen, dem es genauso geht wie mir“, sagt Birgitt Kellinghusen, die das Projekt der SVS seit 2020 als Betroffene mitgestaltet.

Gemeinsam mit einem pädagogisch geschulten Experten besucht sie dafür Schulklassen, erzählt ihre Lebensgeschichte, steht geduldig Rede und Antwort.

Die heute 69-Jährige war ein sehr sensibles Kind. Sie wächst mit vier Geschwistern auf, läuft als Zweitjüngste „so nebenher mit“.

Die kriegstraumatisierten Eltern bemerken nicht, wie unglücklich ihre Tochter ist, wie sehr sie sich nach Aufmerksamkeit sehnt.

„Ich war überzeugt davon, dass meine Mutter mich nicht liebt“, sagt Birgitt. Aus dem Gefühl wächst eine starke Unruhe, sie kann sich nur schlecht konzentrieren, spricht kaum noch. „Als ich elf war, wollte ich nicht mehr leben“, erinnert sie sich. Der tiefe Schmerz von damals ist der grauhaarigen Dame immer noch anzusehen. Die Suche nach Liebe und Aufmerksamkeit begleitet Birgitt durch ihr Leben. „Doch auch in Partnerschaften fand ich keine Sicherheit“, erinnert sie. Sie gerät an die Falschen, stürzt sich von einer unglücklichen Beziehung in die nächste. „In mir war eine Schwere, die ich versucht habe, wegzudrücken“, sagt Birgitt, die trotz der inneren Last nach außen hin „immer funktioniert“ hat. Erst in einer Therapie lernt sie, mit den Gefühlen umzugehen. Die Diagnose ‘Mittelschwere Depression’ ist fast eine Erleichterung. „Ich habe erfahren, dass es Möglichkeiten gibt, die mir helfen. Und, dass ich nicht alleine bin.“ Das sei ein großer Schritt in Richtung Heilung.

Birgitts Engagement beim Schulprojekt der Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit gibt ihr auf ihrem Weg zusätzliche Kraft. So geht es auch ihren ehrenamtlichen Kollegen Sylvia Stabrey und Maximilian Schöler. Beide sind an Depression erkrankt, Maximilian leidet außerdem unter Magersucht. Weiter auf der nächsten Seite.

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Legales Cannabis: Das sind die Vor- und Nachteile

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Über eine mögliche Legalisierung von Cannabis wird in Deutschland hitzig diskutiert. Sowohl Befürworter als auch Gegner führen gewichtige Argumente ins Feld.

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Deutschland ist längst nicht das erste Land, das sich mit dieser Problematik auseinandersetzt. Fast ein Jahrhundert war das Rauschmittel weltweit geächtet. In den letzten Jahren haben aber immer mehr Länder einen Kurswechsel vollzogen.

Mehr als fünfzig Nationen erlauben das Kiffen zu medizinischen Zwecken. Und in großen Teilen der USA und Kanadas gibt es viele Dispensaries, wo es möglich ist, Grassorten wie Strawberry Kush oder Sweet Tooth ohne Rezept zu kaufen. Viele weitere Länder haben zumindest den Besitz kleiner Mengen an Cannabis entkriminalisiert.

Die Bilanz fällt in den meisten Fällen positiv aus. Eine Reihe von Erfahrungen spricht dafür, dass die Legalisierung sinnvoll war. Es gibt aber auch Schattenseiten.

Vorteile einer Legalisierung

Die Legalisierung von Cannabis führt zu einem deutlichen Rückgang von Drogenkriminalität. Der Handel auf dem Schwarzmarkt wird dadurch eingedämmt, Konsumenten geraten nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt und die Behörden werden erheblich entlastet.

Gras von der Straße ist häufig mit Streckmitteln verunreinigt. Sie sind oft deutlich schädlicher für die Gesundheit als das Kiffen selbst. Die Legalisierung ermöglicht es, Standards für die Qualität von Cannabis festzulegen und die Gesundheit der Konsumenten zu schützen.

Die Legalisierung von Cannabis führt auch zu erheblichen Steuereinnahmen. Mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr könnte der Schritt allein zum deutschen Staatshaushalt beitragen. Außerdem könnte die Branche bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Cannabis kann zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt werden. Allerdings unterliegt es immer noch dem Stigma der Illegalität. Cannabispatienten haben häufig Probleme mit der Polizei. Und viele Ärzte haben Angst davor, Beihilfe zum Drogenkonsum zu leisten, wenn sie Cannabis verschreiben. Diese Probleme würden bei der Freigabe des Stoffs wegfallen.

Nachteile einer Legalisierung

In den USA und Kanada hat die Legalisierung von Cannabis dazu geführt, dass die Zahl der Autofahrten unter Drogeneinfluss gestiegen ist. Ob das auch zu mehr Unfällen geführt hat, ist noch unklar. In jedem Fall muss die Polizei aber einen größeren Aufwand für Verkehrskontrollen betreiben.

Die Freigabe von Hanf als Genussmittel kann auch ein falsches Signal an die Konsumenten senden. Denn genauso wie Alkohol oder Tabak ist auch Cannabis nicht frei von Risiken. Das sollte jedem bewusst sein, der sich dafür entschließt, zu kiffen.

In den letzten Jahren hat es große Fortschritte im Kampf gegen exzessiven Alkoholkonsum und Nikotinsucht gegeben. Die Legalisierung von Cannabis riskiert, die gesundheitlichen Erfolge dieser Kampagnen zunichte zu machen. Langfristige Studien zu den Folgen des Konsums gibt es bislang kaum.

Die Legalisierung führt dazu, dass immer mehr Stars und Prominente sich offen zum Cannabiskonsum bekennen. Gerade in den USA haben schon viele Musiker auf Instagram mit einem Joint posiert. Aufgrund ihrer Vorbildfunktion gegenüber jungen Menschen ist diese Entwicklung bedenklich.

Die Entscheidung über eine Legalisierung von Cannabis ist also nicht einfach. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Debatte noch über längere Zeit hinzieht. Wenn Deutschland dem weltweiten Trend folgt, wird es aber früher oder später auch hierzulande möglich sein, ganz legal zum Joint zu greifen.

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Fünf gesunde Angewohnheiten für dieses Jahr

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Die Ereignisse des vergangenen Jahres haben gezeigt, wie wichtig ein gesunder Lebensstil ist. Leider ist es vielen Leuten in dieser Zeit nicht leichtgefallen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Anstatt sich im Freien zu bewegen und auf ihre Ernährung zu achten, verbrachten sie viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm und naschten gegen den Corona-Blues.

Sport hält fit Symbolfoto: Skumer/shutterstock

Aktuell sieht es nicht danach aus, dass sich die Lage in diesem Sommer entspannt. Höchste Zeit also, die tägliche Routine um ein paar gesunde Angewohnheiten zu ergänzen. Diese fünf Vorschläge kann eigentlich jeder umsetzen.

Früher schlafen gehen

Wer jede Nacht zehn Stunden Schönheitsschlaf bekommt, kann diesen Tipp getrost überspringen. Und wer Schlafprobleme hat, für den ist es natürlich ein wenig komplizierter. Aber alle, die problemlos einschlafen, aber abends viel zu lange vor dem Fernseher sitzen, können so ganz einfach viel für ihre Gesundheit tun. Nur eine Stunde mehr Schlaf pro Nacht kann das Immunsystem stärken, senkt das Risiko für einen Herzinfarkt und schützt sogar vor Diabetes. Wer im Homeoffice arbeitet, kann natürlich auch einfach den Wecker etwas später stellen, anstatt früher ins Bett zu gehen.

Den Körper unterstützen

Wenn man unter Stress steht, braucht der Körper manchmal ein wenig Unterstützung von außen. Unter unzähligen Pflanzenstoffen, die eine beruhigende Wirkung haben, ist für jeden der richtige dabei. Für die einen ist eine Tasse Kamillentee vor dem Schlafengehen ideal. Andere tun sich leichter damit, CBD Öl von Cibdol oder einem vergleichbaren Hersteller in ihren morgendlichen Cappuccino zu mischen. Und wieder andere fahren mit dem Baldrianextrakt aus der Drogerie am besten. Am besten ist es, die Einnahme zu einem täglichen Wohlfühl-Ritual zu machen, denn auch die psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen.

Täglich an die frische Luft gehen

Für viele Menschen gibt es derzeit keinen Grund, täglich das Haus zu verlassen. Wenn der Wocheneinkauf erledigt ist, könnten sie eigentlich den Rest der Zeit innerhalb der eigenen vier Wände verbringen. Die Arbeit wird von Zuhause erledigt, soziale Kontakte werden per Skype gepflegt – da ist die Versuchung groß, es sich in den eigenen vier Wänden bequem zu machen. Das hat allerdings fatale Folgen für die Gesundheit. Bewegungsmangel schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für Diabetes und Herzkrankheit. Auch wenn es manchmal schwerfällt, sollte ein täglicher Spaziergang daher zum Pflichtprogramm gehören.

Auf die Ernährung achten

Zugegeben, dieser Tipp ist nicht gerade neu. Und für viele Menschen ist ein reichhaltiges Essen gerade die größte Freude im grauen Homeoffice-Alltag. Aber man kann auch etwas für die Gesundheit tun, ohne auf die Pizza am Abend zu verzichten. Wer genug Obst und Gemüse isst, versorgt seinen Körper mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Dann kann man auch die eine oder andere Portion Junk-Food besser wegstecken. Wer genügend gesunde Nahrungsmittel zu sich nimmt, muss sich nicht immer im Verzicht üben.

Positive Gedanken fassen

Die Psyche spielt eine wichtige Rolle für die körperliche Gesundheit. Angesichts ständig neuer Schreckensmeldungen ist es aber um das Gefühlsleben vieler Menschen schlecht bestellt. Umso wichtiger ist es, auch positive Gedanken zu fassen. Selbst in einer Krise gibt es im Alltag immer wieder kleine Dinge, die Mut machen können. Wer sich Zeit nimmt, diese kleinen Dinge zu würdigen, tut auch seinem Körper etwas Gutes.

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