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Bad Oldesloe

Konzept für ein besseres Klima: Ahrensburg will sauber werden

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Finn Fischer

Dipl.-Ing. Volker Broekmans (v.l.) überreichte Bürgermeister Michael Sarach und Bürgervorsteher Roland Wilde das neue Klimaschutzkonzept.

Viel Verkehr und CO2-ausstoßende Geländewagen in der Innenstadt, wenig Ambitionen beim Stromsparen, dafür ganz vorne bei der Wärmeeffizienz. Die Schlossstadt hat jetzt ein frisches Klimaschutzkonzept, das haarklein die positiven und negativen Entwicklungen in Sachen saubere Luft und Energie aufzeigt – Lösungsansätze inklusive.

Es ist ein beachtlicher Wälzer, den Diplom-Ingenieur Volker Broekmans mit seinem Team von der Firma bofest consult und tatkräftiger Unterstützung der Stadtverwaltung über die letzten zwei Jahre erarbeitete. Den Lesestoff überreichte er nun Bürgermeister Michael Sarach. Zusammengefasst: So schlecht ist das Klima in Ahrensburg nicht – aber es gibt Nachholbedarf.

„Das Klimakonzept wird eine kräftige Wirkung für unsere Stadt haben“, ist Bürgermeister Michael Sarach überzeugt. „Das Konzept zeigt, dass unsere vorhandenen lokalen Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft sind. Die ersten wesentlichen Schritte sind getan und der weitere Weg ist klar definiert.“

Die Stadt Ahrensburg hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Maßnahmen ergriffen, um die CO2-Emissionen zu senken. Dabei fehlte es bislang an Struktur. Das Energie- und Klimaschutzkonzept soll die Grundlage für eine lokale, qualitativ hochwertige und nachhaltige Klimaschutzarbeit schaffen. Wesentlicher Grundgedanke ist, kommunales Handeln mit den Aktivitäten und Interessen aller relevanten lokalen Akteure zu verbinden.

„Das Konzept zeigt die positiven und negativen Punkte und formuliert konkrete Lösungsansätze. Wir haben einige spannende Erkenntnisse gewonnen“, sagt Volker Broekmans. In vielen Bereichen, wie etwa beim Wärmeverbrauch oder der CO2-Bilanz von Wirtschaftsunternehmen, steht Ahrensburg gut da. Kritisch ist der hohe Individualverkehr. Die Tendenz geht zum Zweit- oder Dritt-Fahrzeug.

„Eine Untersuchung zeigt, dass 80 Prozent des Verkehrs durch Fahrten innerhalb der Stadt entstehen“, so Bürgermeister Sarach. Es müsse eine Sensibilisierung stattfinden und Alternativen geschaffen werden. Das betrifft insbesondere das Radwegenetz. Ladestationen für E-Bikes im Innenstadtbereich könnten den Prozess vorantreiben. Denkbar, aber derzeit wirtschaftlich noch nicht umsetzbar, sind Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge.

Das Klimaschutzkonzept formuliert ein klares und ambitioniertes Ziel: Eine Senkung der CO2-Emmissionen bis 2020 – also innerhalb von fünf Jahren – um 20 Prozent. Dies bezieht sich insbesondere auf die Bereiche Haushalte, Verkehr und kommunale Infrastruktur.

Außerdem sieht das Konzept vor, die Sanierungsquote bei Wohngebäuden zu erhöhen. Ein Lösungsansatz ist dabei eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Energieberatung, die für die Sensibilisierung der Bevölkerung sorgt und die Motivation zur Umsetzung von energetischen Sanierungsarbeiten steigert.

Broekmans sieht dabei auch die Stadt selbst in einer Vorbildfunktion: „Die energetische Sanierung des Rathauses ist da ein Leuchtturmprojekt.“ Auch könne das Nahwärmenetz ausgebaut werden, das Badlantic mit einem Blockheizkraftwerk betrieben werden, an das auch Wohnhäuser in der Umgebung angeschlossen werden könnten.

Ein weiterer zentraler Punkt ist auch die Energieerzeugung selbst. So gibt es in Ahrensburg vergleichsweise wenig Solar-Kollektoren. Mit einem Photovoltaik-Kataster, in dem für die Erzeugung von Solarenergie nutzbare Flächen eingetragen sind, könnte die Quote gesteigert werden. Stromerzeugung durch Windenergie spielt im Stadtgebiet mangels geeigneter Flächen keine Rolle.

Das Konzept steht, jetzt geht es an die Umsetzung. „Bei dem Thema müssen wir uns alle auch an die eigene Nase fassen. Wir schaffen das nur, wenn sich alle Bürger daran beteiligen.“

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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