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Kultur

Mit Künstlerin Pia Obel: Projekt "KunstBetriebe" startet in der Sparkasse Holstein

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Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, Künstlerin Pia Obel und Dr. Katharina Schlüter, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, präsentieren in der Kundenhalle der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe einige der Materialien, mit denen die Künstlerin arbeiten wird.

Die dänische Künstlerin Pia Obel war bei ihrem ersten Besuch in der Hauptstelle der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe begeistert: „So vielseitige Materialien, mit denen ich arbeiten kann, das ist großartig.“

Sofort entstanden im Kopf der Künstlerin erste Ideen. Pia Obel wird vom 21. bis 25. September 2015 in der Kundenhalle der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe ihrer künstlerischen Tätigkeit nachgehen: Im Rahmen von „KunstBetriebe“ – einem Projekt, bei dem Künstlerinnen und Künstler in je einem Betrieb arbeiten und live vor Ort aus den Betriebs-Werkstoffen Skulpturen erstellen.

Die besondere Idee der „KunstBetriebe“ stammt von der Lübecker Künstlerin Bettina Thierig in Zusammenarbeit mit der IHK zu Lübeck. Nachdem das Projekt 2012 zum ersten Mal erfolgreich durchgeführt wurde, ist es im Juni 2015 in die zweite Runde gestartet. Unterstützung bei der Umsetzung erhält Thierig von der Stiftungen der Sparkasse Holstein gGmbH, die Projektträgerin ist, der Stiftung der IHK zu Lübeck „Pro Economia“ und der Possehl-Stiftung. Für die zweite Auflage haben die Organisatoren das Konzept jedoch erweitert: Dieses Mal sind auch dänische Unternehmen und Künstlerinnen bzw. Künstler dabei – so auch Pia Obel.

Pia Obel arbeitet in ganz verschiedenen Medien – malerisch und skulptural. Die Künstlerin interessiert sich für Menschen und soziale Zusammenhänge. Sie ist fasziniert von Momenten im menschlichen Miteinander, die Neues oder Anderes hervorbringen. Diese künstlerischen Beweggründe werden auch bei ihrer Arbeit in Bad Oldesloe eine Rolle spielen.

Für die Sparkasse Holstein haben das Projekt und die damit verbundene Verknüpfung von Wirtschaft und Kultur besondere Relevanz. Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, erläutert: „Eine lebendige und vielfältige Kulturlandschaft schafft Mehrwerte für alle. Dies gilt vor allem auch für die Wirtschaft, denn ein umfangreiches Kulturangebot wird immer stärker zu einem wichtigen Standortfaktor. Es ist aus unserer Sicht also wichtiger denn je, wirtschaftliches Denken und das kulturelle Angebot der Region stärker miteinander zu verzahnen und die Synergieeffekte zwischen beidem optimal zu nutzen.“

Dies dürfe aber nicht bedeuten, die Kultur zu kommerzialisieren, so der Vorstandsvorsitzende weiter. „Vielmehr geht es darum, die Öffentlichkeit für die hohe Relevanz des kulturellen Angebotes zu sensibilisieren und dies umfasst auch, den Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern.

Das Projekt ‚KunstBetriebe’ leistet dafür einen wichtigen Beitrag: Es bietet Kunst zum Anfassen und weckt Interesse bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kundinnen und Kunden. Wie ich finde, eine tolle Aktion. Ich freue mich, dass wir wieder dabei sind und bin schon gespannt, was Pia Obel aus unseren Sparkassen-Materialien erschaffen wird.“ Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich vom 21. bis 25. September 2015 den Fortschritt der Arbeit von Pia Obel regelmäßig anzusehen und in den (englischsprachigen) Dialog mit der Künstlerin zu treten.

Insgesamt werden im Rahmen der „KunstBetriebe“ zwölf Künstlerinnen und Künstler in zwölf Betrieben bis Ende des Jahres Skulpturen erarbeiten. Das Projekt endet in 2016 mit drei Abschlussausstellungen: in der Kunsthalle St. Annen in Lübeck, auf der Landesgartenschau in Eutin sowie in der Galerie im Marstall Ahrensburg.

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Bad Oldesloe

Neuaufschlag für die Live-Kultur in Bad Oldesloe mit dem Festival „KuB im Hof“

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Bad Oldesloe – Live und unter freiem Himmel: Ende Juni eröffnet die Stadt Bad Oldesloe die lokale Open-Air-Saison mit einem kleinen Wortkunst-Festival im Innenhof des Bürgerhauses.

Mathias Tretter (20.6.) serviert hochkarätiges, nonchalantes politisches Kabarett. Foto: Dominic Reichenbach

Das fünftägige Festival wartet mit einem vielfältigen Programm von Comedy, Kabarett und Musikkabarett über Improvisationstheater und Artistik bis hin zu einer offenen Bühne auf.   

„Natürlich bin ich aufgeregt“, sagt die Leiterin des Kulturbereiches der Stadt Bad Oldesloe, Inken Kautter. Schließlich haben sie und ihr Team im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) seit sechs Monaten keine Veranstaltungen vor Publikum mehr durchführen können. Und ein Quäntchen unverwüstliche Hoffnung gehöre auch immer noch dazu, jetzt Veranstaltungen zu planen:

„Ich glaube aber daran, dass Live-Kultur im Sommer mit viel Abstand an der frischen Luft möglich sein wird – wann sonst?“

Das Festival, für das der städtische Kulturbereich mit den Frauenkulturtagen und KLNGSTDT zusammenarbeitet, holt die Wortkunst in unterschiedlichsten Formen in die Oldesloer Innenstadt. Klar, dass es da viel zu lachen gibt: Mathias Tretter (20.6.) serviert hochkarätiges, nonchalantes politisches Kabarett, die stimmgewaltige Katie Freudenschuss (17.6.) begeistert mit fein-satirischem Musikkabarett. Jens Ohle (16.6.), der Comedian aus dem Schmidt Theater und dem Quatsch Comedy Club, präsentiert eine Mischung aus atemberaubender Akrobatik und cooler Stand-up-Comedy. KLNGSTDT bietet mit ihrem Format „Mary Stolpe“ (18.6.) eine offene Bühne für alle auftrittsbegeisterten Menschen. Und das Improtheater „Verflixte Entscheidung!?“ (19.6.) lädt das Publikum lustvoll zum gemeinsamen Fragen und Antworten ein.

„Wir zeigen die komplette Bandbreite der Wortkunst“, so Kautter. „Dass das unter diesen Bedingungen möglich ist, verdanken wir zum einen unseren Netzwerkpartnern und zum anderen einer Förderung der Veranstaltungen durch NEUSTART KULTUR.“ Der zugegebenermaßen etwas versteckte Kulturhof in der Mühlenstraße biete dabei den perfekten Rahmen für kleine, aber feine Veranstaltungen unter den derzeitigen Bedingungen. Jeweils bis zu 60 Zuschauer pro Veranstaltung finden dort Platz. 

Tickets sind online unter www.kub-badoldesloe.de und in der Stadtinfo im KuB erhältlich.

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Bad Oldesloe

Stormarn zeichnet innovative Kulturprojekte aus

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Bad Oldesloe – Mit dem neuen Förderinstrument „Kulturfonds Stormarn“ – der innovative Kulturpreis -zeichnet der Kreis Stormarn ab sofort jedes Jahr innovative und kreative Kulturprojekte aus, die sich an den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Transformation orientieren und sich durch eine inklusive sparten- und generationsübergreifende Ausrichtung auszeichnen.

Der neue Kulturfonds ist ein Teil der in 2019 begonnenen Kulturentwicklungsplanung (KEP). Foto: Kreis Stormarn

Der Kulturfonds soll dazu beitragen, die Kultur und ihre Akteure zu befähigen, auf aktuelle Prozesse innerhalb der Gesellschaft zu reagieren und digitale, nachhaltige und transformative Themen stärker in den Fokus zu rücken und zu unterstützen.

„Unser Ziel ist es, in Stormarn eine visionäre und zukunftsorientierte Kulturarbeit zu fördern. Die innovative und integrative Ausrichtung des Kulturfonds ist dabei ein wichtiger Baustein”, so Landrat Dr. Henning Görtz.

Der dabei ausdrücklich angelegte breite Kulturbegriff verknüpft die Kultur mit gesellschaftlicher Innovation und Transformation – noch befeuert durch die von der Corona-Pandemie verursachten Herausforderungen des (kulturellen) Zusammenlebens. „Die ‚Bühne‘ Kultur kann in diesem Sinne auch als gesellschaftliches und soziales Innovationsfeld gesehen werden“, so Görtz weiter.

Damit hebt sich der Kulturfonds Stormarn bewusst nicht nur von Instrumenten der Kulturförderung anderer Kreise und Kommunen, sondern auch vom in der Vergangenheit ausgeschriebenen „Kulturpreis“ und „Jugendkulturpreis“ des Kreises ab.

„Der neue Kulturfonds ist ein Teil der in 2019 begonnenen Kulturentwicklungsplanung (KEP) und richtet sich an Kulturinstitutionen, -vereine und -verbände sowie gemeinschaftlich wirkende Gruppen des Kreises Stormarn“, ergänzt Kirstin Krochmann, Vorsitzende des Schul-, Kultur- und Sportausschusses des Kreises (SKSA).

“Wir haben im SKSA  mutig und in Gänze beschlossen uns auf ein neues Förderterrain zu wagen. Wir möchten unsere klassischen Förderstrukturen öffnen für agile Strukturen und Prozesse ganz im Sinne einer gesellschaftlich relevanten Kulturarbeit”, bekräftigt Kirstin Krochmann. Die Bewerbung kooperativer Kulturprojekte ist ausdrücklich erwünscht.

Mit Hilfe des Fonds sollen innovative, noch nicht abgeschlossene Projektformate aus allen Bereichen der Kultur wie Musik, Bewegung, bildender Kunst, Naturpädagogik, Digitales u.v.m. im Kreis Stormarn unterstützt werden, die auf den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und/oder Transformation beruhen.

Dafür werden Fördermittel in Höhe von jährlich 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Vergabe der Mittel erfolgt mittels eines Juryverfahrens. Die Jury setzt sich zusammen aus einer unabhängigen Fachjury unter Einbezug einzelner Mitglieder des SKSA.

„Wir möchten mit der Ausschreibung und Vergabe des Kulturfonds einerseits die Kulturarbeit der Akteure verstetigen und nachhaltig fördern. Andererseits fordert der Kulturfonds Stormarn ausdrücklich zur Innovation in den Inhalten und der Arbeit an Kulturprojekten auf“, erläutert Tanja Lütje, Kulturreferentin des Kreises Stormarn.

Sich bewerbende Kulturschaffende sollen ermutigt werden, kooperativ zu wirken und Neues auszuprobieren. Die innovativen Kulturprojekte können große digitale Anteile aufweisen; „Innovation“ ist jedoch ausdrücklich nicht (nur) als technischer Begriff zu verstehen.

Vielmehr beziehen sich die Werte Transformation und Nachhaltigkeit auch auf die Genese und Arbeitsweise sowie die Herangehensweise an kulturelle Projekte.

Der Kulturfonds Stormarn wird mit dem „Kultur- und Kreativlabor“ durch ein weiteres Förderinstrument ergänzt. Dieses bietet kostenlose Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen für Kulturschaffende und Interessierte.

Die sich für den Kulturfonds Bewerbenden sind ausdrücklich ermutigt, an den Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen – unabhängig von einem positiven Förderbescheid. Im Vorfeld der Bewerbung sowie während der Realisierung des Gewinnerprojektes steht der Stabsbereich Kultur den Kulturschaffenden beratend und unterstützend zur Seite.

Bewerbungen sind ab sofort möglich und können bis zum 16. Mai 2021(Ausschlussfrist) eingereicht werden. Das zu verwendende Antragsformular und weitere Informationen stellt der Stabsbereich auf seiner Homerpage unter www.kultur-stormarn.de/kulturfoerderung/kulturfonds zur Verfügung. Anträge können per E-Mail an kultur@kreis-stormarn.de mit Bezug auf „Kulturfonds Stormarn“ sowie postalisch eingereicht werden.

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Kultur

Internet statt Kirche: Ahrensburger Chor singt wegen Pandemie auf Youtube

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Ahrensburg – Seit einem Jahr gilt: Corona-Pause (nicht nur) für Chöre. Keine “normalen” Proben, Gottesdienste und Konzerte – diese Begegnungen voller Energie, Lebensfreude und Ausstrahlung fehlen! Stattdessen: viele digitale Kontakte und je nach Lockerungsphase und Witterung gelegentliches Singen – oft in Kleingruppen, mal drinnen, meist draußen. Seit einigen Monaten geht aber “analog” gar nichts mehr.

So kam es zu der Idee, ähnlich wie beim 1. Video-Projekt mit dem “Irischen Segen” ganz am Anfang der Pandemie ein 2. Video-Projekt zu starten, diesmal mit Liedern aus Taizé.

Seit etwa sechs Wochen laufen die Vorbereitungen, nun ist es soweit: 75 Mitglieder aus der Kantorei und dem Gospelchor der Schloßkirche haben zuhause “Laudate omnes gentes” und “Meine Hoffnung und meine Freude” eingesungen und sich dabei mit dem Smartphone gefilmt.

Reinhart Normann, der in beiden Chören singt, hat daraus ein Video produziert.

Auf diese Weise erleben die Chöre Gemeinschaft und setzen ein Zeichen von Glaube, Liebe und Hoffnung trotz der Pandemie.

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