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Ahrensburg

Den Alltag neu lernen: Hölderlin eröffnet psychosoziales Zentrum in Ahrensburg

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Finn Fischer

Bauen in Ahrensburg ein neues psychosoziales Zentrum auf: Stephanie Massel (32) und Katharina Elson (27) vom Hölderlin-Team.

Stabilität, Verantwortung, Selbstbestimmung. Den Alltag neu lernen. Viele psychisch erkrankte Menschen müssen sich nach einer Therapie oder einem stationären Klinikaufenthalt erst wieder zurecht finden. Ein neues psychosoziales Zentrum will Stormarnern mit seelischen Erkrankungen nun eine unkomplizierte Therapiemöglichkeit bieten.

Noch wirken die großzügigen Räumlichkeiten wie eine Wohnung kurz nach dem Einzug. Groß und leer. “Die Küche kommt nächste Woche”, sagt Stephanie Massel vom Hölderlin-Team und zeigt in einen Raum neben dem großen Saal. Hier soll in Gruppentherapien demnächst gekocht werden. In einem kleineren Raum wird eine Kreativwerkstatt enstehen.

Es sind Menschen mit schweren Depressionen oder Psychosen, solche die an Schizophrenie erkrankt sind, oder andere schwere psychische Probleme haben, an die sich das Angebot des Hölderlin e.V. richtet. Der Verein hat Anfang April nun einen Standort in Ahrensburg eröffnet, existiert aber bereits seit Anfang der 90er Jahre.

Im Spätsommer 1992 traf sich erstmals ein kleiner Förderkreis und schon ein Jahr später wurde Hölderlin e.V. zum festen Bestandteil des Hamburger „Unterstützungs-Netzes“ für Menschen mit einer psychischen Erkrankung.

Von Anfang an dabei war der heutige Fachliche Leiter der Einrichtung, Peter Borchardt, der sowohl den ersten Impuls zur Gründung dieser Einrichtung als auch zu deren konzeptioneller Ausrichtung gab: „Über den gemeinsamen Nenner der konzeptionellen Ausrichtung hinaus brachten Mitarbeiter eigene berufliche Erfahrungen, Ausbildungen und Ansichten mit, die in Form einer offenen Begegnung in das Konzept und die praktische Arbeit einflossen.“

Das Angebot soll eine Ergänzung zu den bestehenden Therapiemöglichkeiten sein. Stephanie Massel: „Es richtet sich an Menschen, die sich gerade in einer Therapie befinden oder eine Behandlung wegen einer psychischen Erkrankung hinter sich haben und jemanden brauchen, der ihnen bei der Alltagsbewältigung hilft.“

Dazu gehört auch der Erhalt der eigenen Wohnung, Hilfe bei der Erledigung alltäglicher Notwendigkeiten, wie dem Umgang mit Behörden oder auch die Suche nach einer sinnvollen und befriedigenden Beschäftigung.

„Betreuung findet auch in den eigenen Wohnräumen statt, wenn es sinnvoll und nötig erscheint und gewünscht wird“, erklärt die 32-Jährige. Gemeinsam mit Katharina Elson und Katharina Elson organisiert sie in den Räumlichkeiten in der Innenstadt zukünftig Einzel- und Gruppentherapien, gemeinsames Kochen, Malen, Musik machen. “Es ist eine weitere Belastungsprobe, nach einer Therapie in die Normalität zurück zu finden”, erklärt die studierte Sozialpsychologin. Alle drei haben bereits im Hauptsitz des Vereins in Hamburg Erfahrungen gesammelt.

Oft vergessen wird das Umfeld psychisch erkrankter Menschen. So bietet das Zentrum auch den Angehörigen, die sich oft in einer ähnlich belastenden Situation befinden, eine Anlaufstelle.

Betreut werden ab sofort Erwachsene aus der Region Stormarn, die aufgrund einer psychischen Erkrankung vorübergehend oder für längere Zeit Unterstützung benötigen. Nach einer Anlaufphase sollen es 18 Menschen sein.

Betroffene oder Angehörige erhalten unter 04102-604-4548 weitere Informationen. Das Zentrum, An der Reitbahn 3, in Ahrensburg hat Montag und Mittwoch von 11 bis 18 Uhr und Donnerstag und Freitag 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Name des Hölderlin e.V. geht auf den gleichnamigen bedeutenden deutschen Lyriker Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770 bis 1843) zurück, der unter einer Manie gelitten haben soll und zeitweise zwangsbehandelt wurde. Nach seiner Entlassung lebte er der als unheilbar eingestuft und in die Obhut einer Tübinger Familie übergeben. In dessen Haus bewohnte der Lyriker eine Turmstube und über Jahrzehnte hinweg in privatem Rahmen gepflegt.

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Ahrensburg

Trickdiebin beklaut 81-Jährigen in Ahrensburg: Polizei sucht Zeugen

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Ahrensburg – Am 3. Dezember 2021 kam es gegen 13 Uhr in der Straße “Hinterm Vogelherd” in Ahrensburg zu einem Trickdiebstahl.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach ersten Erkenntnissen parkte ein 81-jähriger Ahrensburger sein Fahrzeug in seiner Garage in der Straße “Hinterm Vogelherd” ein.

Danach bemerkte er eine ungefähr 30-jährige Frau, die ihn vermutlich auf Italienisch nach dem Weg in die Innenstadt fragte.

Nachdem er ihr den Weg erläuterte, bedankte sich die Frau überschwänglich, schüttelte ihm mehrfach die Hand und verließ das Grundstück.

Sie stieg in ein wartendes Fahrzeug. Der 81-jährige Ahrensburger bemerkte im Anschluss das Fehlen seiner hochwertigen Armbanduhr. Die Schadenshöhe wird auf 1.000 Euro geschätzt.

Die Frau wurde als ca. 30 Jahre alt und mit schulterlangen blonden Haaren beschrieben. Sie war mit einem hellgrauen Steppmantel bekleidet und hat italienisch gesprochen.

Die Polizei sucht Zeugen. Wer hat den Vorfall beobachtet und kann Angaben zu der Person und dem Fahrzeug machen? Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ahrensburg unter der Telefonnummer: 04102/ 809-0 entgegen.

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Ahrensburg

Betrüger beklauen Seniorin (84) in ihrer Wohnung in Ahrensburg

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Ahrensburg – Am 30. November 2021 kam es gegen 16 Uhr zu einem Trickdiebstahl in einem Mehrfamilienhaus in der Gerhart-Hauptmann-Straße in Ahrensburg.

Symbolfoto: Fleimax/Pixabay

Nach derzeitigem Kenntnisstand kam eine 84-jährige Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses nach Hause. Im Hausflur wurde sie von zwei Männern angesprochen, die angeblich schon länger auf sie warten.

Sie gaben sich als Stadtwerke-Mitarbeiter aus und müssen aufgrund eines Wasserrohrbruches in ihre Wohnung.

Einer der Männer half ihr die Einkäufe in die Wohnung zu tragen und lenkte sie im Badezimmer ab, während der zweite Mann offenbar unbemerkt in die Wohnung gelangte und diese durchsuchte.

Nachdem der Mann sich verabschiedete, musste sie feststellen, dass ihr Portemonnaie und Schmuck entwendet wurden. Die Schadenshöhe wird auf 1.000 Euro geschätzt.

Die beiden schlanken Männer waren dunkel bekleidet, trugen Handschuhe sowie blaue OP- Masken. Mehr Angaben konnten zu den Tätern nicht gemacht werden.

Wer kann Angaben zu den Tätern machen? Wer hat verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Tatzeitraum beobachtet? Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ahrensburg unter der Telefonnummer: 04102/ 809-0 entgegen.

Bitte lassen Sie nie Handwerker in ihr Haus ohne dass diese von Ihnen beauftragt wurden. Bei Notfällen lassen Sie sich die Ausweise zeigen und prüfen sie die Angaben per Telefon bei Ihrem Versorger. Seien Sie vorsichtig!

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Ahrensburg

Ahrensburger Kirche organisiert zwei Impftermine im Dezember

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Ahrensburg – Die evangelisch-lutherische Kirche bietet gemeinsam mit der kassenärztlichen Vereinigung zwei offene Impftermine in ihrem Gemeindehaus Am Alten Markt 9, neben der Schloßkirche, in Ahrensburg an.

Die Schloßkirche in Ahrensburg. Foto: Stormarnlive.de

Am 4. Dezember 2021 besteht nach dem „Windhundprinzip“, für alle Impfwillige die Möglichkeit des offenen Impfangebots von 9 bis 17 Uhr und am 11. Dezember 2021 von 10 bis 16 Uhr. Eine Anmeldung oder Krankenversicherung ist nicht erforderlich.

„Ich freue mich über das zusätzliche und unkomplizierte offene Impfangebot für Erst-, Zweit- und so genannte Boosterimpfungen in Ahrensburg“ erklärt Bürgermeister Michael Sarach und ergänzt, „dass eine größtmögliche Impfquote in der Bevölkerung die weitere Entwicklung der täglich steigenden Inzidenzen mit eindämmen kann.“

Da das Impfkontingent auf jeweils ca. 150 Impfdosen begrenzt ist, werden die Impfwilligen am Tag des Angebots vor Ort im Ticketsystem mit einer der begehrten Impfberechtigungen ausgestattet. „Wer kein begehrtes „Ticket“ ergattert, kann nicht geimpft werden, weil die Kapazitäten des Impfpersonals keine höhere Anzahl an Impfungen zulassen“, ergänzt die Pastorin Elisabeth Fischer-Waubke für die Kirchengemeinde die Ausführungen des Bürgermeisters. „Keiner wird beim Impfen allerdings alleine gelassen“.

Alternativen für Impfwillige gibt es bei den Hausärzten, die teilweise auch an Samstagen Zusatztermine anbieten.

Informationen darüber können direkt beim Hausarzt eingeholt werden. Die kassenärztliche Vereinigung stellt unter dem Link www.arztsuche.kvsh.de/suche.do eine Liste von Ärzten zur Verfügung.

Eine flächendeckende Grundlage hierfür bieten hingegen die drei Impfstellen im Kreisgebiet, die mit Terminbuchung erreichbar sind. Das „Windhundprinzip“ wird durch die Terminbuchung bei den Impfstellen vermieden.

Die Impfstellen im Kreisgebiet befinden sich in Bad Oldesloe (Jugendherberge), Großhansdorf (früheres Jugendzentrum am EVB) und Glinde (Biedenkamp, EG beim ASD). Die Anmeldung ist nur online über www.impfen-sh.de möglich.

Laut einer Information des Landesgesundheitsministeriums ist die Terminvergabe ab 25. November 2021 vorerst nur für Menschen ab 60 Jahren freigeschaltet. Erste Termine sollen bereits ab dem Folgetag verfügbar sein. Ab 2. Dezember 2021 kommen dann auch alle anderen zum Zug. Hilfe bei der Online-Buchung gibt es unter 0800/ 455 65 50.

„Die bisherigen Erfahrungen bei solchen offenen Impfterminen zeigen, dass es zumeist zu großem Andrang und zu langen Warteschlagen kommt“, sagt Elisabeth Fischer-Waubke.

Bürgermeister Michael Sarach appelliert an alle Impfwilligen:

„Kommen Sie bitte nicht mit dem Auto zum Gemeindehaus, da aufgrund erforderlicher Verkehrsregelungen kein Parkraum zur Verfügung steht. Nutzen Sie die, an Adventwochenenden unentgeltliche und unmittelbare, Busanbindung vor Ort oder kommen Sie zu Fuß.“ weist Sarach auf die Erreichbarkeit des Gemeindehauses an diesen beiden Tagen hin. „Für alle, die auf das Auto angewiesen sind stehen Parkplätze hinter dem Kulturzentrum Marstall und hinter dem Rathaus zur Verfügung“ schließt er seine Hinweise auf Mobilität und Parkmöglichkeiten für alle Impfwilligen ab.

Wem es möglich ist, der möge bitte das “Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit mRNA-Impfstoff” von der Seite des RKI ausgedruckt und bereits ausgefüllt mitbringen sowie den Impfausweis, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Ein Sicherheitsdienst wird diese Impfaktion an beiden Tagen begleiten, damit die Einhaltung der Corona-Regeln gewährleistet ist.

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