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Ahrensburg

Ahrensburger Flüchtlingsheim: Anwohner fühlen sich übergangen

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Stadt Ahrensburg/hfr

So soll der Neubau aussehen

Es ist wie in vielen Orten: die ansteigende Zahl an Flüchtlingen zwingt Gemeinden und Städte dazu, neue Unterkünfte zu bauen. So soll es auch im Ahrensburger Wohngebiet Kamp geschehen. Das Grundstück gehört der Stadt, baurechtlich ist alles abgeklärt. Doch die Anwohner protestierten jetzt beim Sozialausschuss und bewirkten eine Vertagung des Beschlusses.

In einem Ort dessen Flüchtlingsinitiative stellvertretend den Olof Palme Preise der SPD erhalten hat und der für seine gute Integration bei jeder Gelegenheit gelobt wird, ist das ein Vorgang der durchaus auch nachdenklich machen kann.

Denn eigentlich bringen sich in Ahrensburg viele Menschen für Flüchtlinge ein und auch aus dem Kamp ist zu hören: generell habe man nichts gegen Flüchtlinge in der Stadt – nein, man muss sie sogar aufnehmen, aber bitte nicht unbedingt in der direkten Nachbarschaft.

Und während sich ein Teil der Anwohner vor allem aufregt, weil man zu spät informiert worden sei und somit kein Mitspracherecht hatte, weitere dem Heim skeptisch aber aufgeschlossen gegenüber stehen, gibt es auch andere, die die üblichen Ängste äußern und den Bau komplett verhindern wollen. Vom Wertverlust bei der eigenen Immobilie durch ein Flüchtlingsheim ist die Rede. Und die Angst vor psychischen Auswirkungen auf Kinder eines in der Nähe des geplanten Baus gelegenen Kindergartens.

Kurzum: Bei manchen Bedenkenträgern klingt es schon ein wenig so, als wenn das „Böse“ in der Nachbarschaft einziehen wird. Zum Beispiel, wenn man direkt um den „sozialen Frieden“ im Viertel bangt, weil eine Unterkunft entstehen soll. An anderen Stellen in Ahrensburg sind schon Flüchtlinge untergebracht und dort hat es keine negativen Auswirkungen auf den „sozialen Frieden“ gegeben. Nein, sogar im Gegenteil.

Mehrfach berichten die in der Flüchtlingsinitiative Aktiven von einem echten Gewinn im Umgangen mit manchen der Geflüchteten. Wenn dann an anderer Stelle gefragt wird, ob es auch sicher sei, dass es “echte Kriegsflüchtlinge” seien, ist es nicht mehr weit bis zu echten Vorurteilen und rechtspopulistischen Ressentiments. Das Thema ist heikel. 

Hier zeigt sich, wie auch oft öffentlich geschürte Ängste sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben. Die Stormarner Piraten-Partei äußerte sich dazu bereits in einem Leser-Kommentar.

Auf der anderen Seite ist klar, dass es nicht sehr geschickt ist, als Verwaltungen solche Pläne recht kurzfristig Anwohnern mitzuteilen und sicherlich wäre es auch über das Ziel hinausgeschossen, eine ganze Siedlung nun mit einem fremdenfeindlichen Stempel zu versehen. 

Es entlädt sich in dieser Diskussion aber auch weiterer angestauter Frust: das Jugendzentrum, das nie gebaut wurde, die (gefühlt) mangelnde Unterstützung in anderen städteplanerischen Bereichen und der Wunsch die Siedlung selbst quasi autark gestalten zu dürfen.

Fest steht wohl, dass rein baurechtlich gesehen, die Anwohner gegen die Errichtung juristisch wenig machen könnten. Das Grundstück gehört der Stadt und auch der Bau eines Flüchtlingsheims sei dort ohne weitere Zustimmung der Anwohner möglich, stellt Bürgermeister Michael Sarach klar.

Es soll jetzt aber zuvor eine Informationsveranstaltung für die Anwohner aus dem Kamp geben, bei der sie sich mit Verwaltung und Lokalpolitik auseinandersetzen können. Entscheiden werden sie dabei aber nicht, ob das Flüchtlingsheim gebaut wird oder nicht. Die Meinung in der Siedlung scheint gespalten. Es gibt auch unter den Anwohnern definitv welche, die gar nichts gegen den Bau haben. Andere fürchten Konflikte. 

Nun wird am 19. Mai von den Lokalpolitikern im Sozialausschuss entschieden werden, ob im Kamp ein solches Gebäude für Flüchtlinge gebaut wird, oder nicht. Und da es an alternativen Standorten mangelt und rund 300 Flüchtlinge in diesem Jahr in Ahrensburg aufgenommen werdne müssen, dürfte es nur ein Aufschub des Baus sein. Ein Aufschub, der der Stadt eventuell noch Probleme bereitet, wenn die Flüchtlinge da sind, aber eine Unterbringung noch nicht fertig.  

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Ahrensburg

Ahrensburg sperrt Parkplätze auf der “Alten Reitbahn” für immer

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Ahrensburg Der Parkplatz „Alte Reitbahn“ steht ab dem 16. Mai nicht mehr für die Nutzung zur Verfügung. Zugunsten eines Bauprojektes entfällt diese Parkfläche dauerhaft.

Ersatzparkplätze am Stormarnplatz. Foto: Stadt Ahrensburg

Ab Montag, 16. Mai, wird der provisorische Parkplatz auf dem Stormarnplatz als neuer Tagesparkplatz ausgewiesen.

Parkende können dort von montags bis freitags in der Zeit von 9 bis18 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr gegen eine Gebühr von 2,40 Euro ganztägig parken.

Für die ersten 150 Minuten gilt weiterhin, dass für die ersten 60 Minuten Gebühren von 60 Cent sowie je weitere angefangenen fünf Minuten zehn Cent erhoben werden.

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Ahrensburg

1000 Menschen bei Besuch von Außenministerin Bearbock in Ahrensburg

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Ahrensburg Am Samstagabend besuchte die Bundesaußenministerin, Annalena Baerbock, anlässlich einer Wahlkampfveranstaltung zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein die Stadt Ahrensburg.

Rund um die Veranstaltungsfläche auf dem Rathausplatz wurden ca. 1000 interessierte Zuhörer*innen verzeichnet. Die Veranstaltung dauerte von 19 Uhr bis 20.30 Uhr.

Etwa 150 Personen versammelten sich um den Wahlkampfauftritt der Bündnis 90/ Die Grünen, um durch laute Zwischenrufe und unter Einsatz von Trommeln, Megaphonen und Trillerpfeifen zu stören.

Nach Hinzuziehung von Polizeikräften beruhigte sich die Situation.

Es wurde gegen eine Person ein Platzverweis für den Bereich rund um den Veranstaltungsort ausgesprochen. Weitere polizeilichen Maßnahmen waren nicht erforderlich.

Die Polizei war insgesamt mit rund 90 Beamt*innen im Einsatz und hat so für einen störungsfreien Ablauf der Veranstaltung gesorgt.

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Ahrensburg

Schwerer Raub: Jugendliche am Ahrensburger Bahnhof festgenommen

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Ahrensburg Am Donnerstag (28.04.2022), gegen 17 Uhr wurde ein 14-jähriger Ostholsteiner am Ahrensburger Bahnhof überfallen und leicht verletzt. Zwei tatverdächtige Jugendliche konnten kurze Zeit später vorläufig festgenommen werden.

Bahnhof Ahrensburg Archivfoto: SL

Ersten Erkenntnissen zufolge wurde der Geschädigte von zwei männlichen Personen auf dem Bahnsteig des Ahrensburger Bahnhofes angesprochen.

Hier wurde dem Opfer dann körperliche Gewalt angedroht, mit dem Hinweis auf den Einsatz einer Schlag- und Stichwaffe.

Anschließend entriss ein Tatverdächtiger dem Geschädigten seine mitgeführte Tasche sowie ein Handy. Dabei verletzte sich der 14-jährige leicht.

Anschließend flüchteten die zwei Tatverdächtigen und konnten im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen vorläufig festgenommen werden. Es handelt sich dabei um einen 14-jährigen Eutiner und um einen 15-jährigen Sieker. Bei der anschließenden Durchsuchung der Personen konnte das Raubgut aufgefunden werden. Eine Schlag- oder Stichwaffe führten beide Personen nicht bei sich.

Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen an ihre Erziehungsberechtige bzw. dem Jugendnotdienst übergeben.

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