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Norddeutschland

Alle 40 Minuten eine Straftat: Wie kriminell ist der Kreis Stormarn?

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Finn Fischer

Alle 40 Minuten wird im Kreis Stormarn eine Straftat begangen. Und da ist noch nicht einmal die Dunkelziffer mit einberechnet. Diese Zahl geht aus der aktuellen Kriminalstatistik hervor. Aber: Die Zahl der Straftaten ist seit Jahren rückläufig. Insgesamt ist der Kreis sicherer geworden.

Betrugsdelikte, Sachbeschädigungen und allen voran Diebstähle. Das sind die Straftaten, die in Stormarn am häufigsten begangen werden. 13.419 Delikte registrierten die zuständigen Polizeidienststellen im Jahr 2014. Das ist ein leichter Rückgang – 75 weniger – gegenüber dem Vorjahr.

„Es gibt Bereiche, in denen wir Fortschritte gemacht haben“, sagt Holger Meincke, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion in Ratzeburg. Er spricht von „unaufgeregten Zahlen“. „Das heißt aber nicht, dass wir uns zurücklehnen.“ Eine Straftat sei immer ein Einschnitt für die Opfer. „Das lassen wir nicht außer Acht.“

Vor allem schwere Diebstähle, also Wohnungseinbrüche und Autoaufbrüche, machen der Polizei zunehmens zu schaffen. „Diese Delikte geschehen dort, wo etwas zu holen ist. Und der Kreis Stormarn gehört zu den reichsten Kreisen der Republik“, so Holger Meincke. Die Zahl der Einbrüche ist gegenüber dem Vorjahr (1018) auf 873 angezeigte Delikte gesunken. Allerdings taucht die Einbruchsserie aus dem Dezember in der Statistik noch nicht auf. Es werden nur Delikte erfasst, die bereits zum Abschluss gebracht wurden. Aufgeklärt werden Wohnungseinbrüche nur selten: Die Aufklärungsquote liegt bei unter sieben Prozent. Das liegt an der zunehmenden Professionalisierung der Tätergruppen.

„Der ortsansässige Täter, der vielleicht schon durch andere Straftaten wie Drogendelikte aufgefallen ist, ist wesentlich einfacher zu ermitteln als professionelle Banden, die häufig aus dem Ausland operieren“, erklärt Hans-Jürgen Köhnke, Leiter der Kripo Stormarn. Im Vergleich: Ladendiebstähle werden zu 90,4 Prozent aufgeklärt. Bei 84 im Jahr 2013 angezeigten Brandstiftungen konnten in 38,1 Prozent der Fälle die Täter ermittelt werden.

Erfreulich: Über Jahre gesehen ist die Kriminalität im Kreis Stormarn stark rückläufig. 2005 kam es noch zu 16.847 Straftaten. Es gibt immer weniger Gewaltdelikte (von 441 in 2005 auf 307 in 2014) und Sexualdelikte (von 272 in 2005 auf 97 in 2014). Auch verzeichnet die Polizei einen Rückgang in der Jugendkriminalität.

Im Städtevergleich liegt Ahrensburg an der Spitze (8670 Straftaten gerechnet auf 100.000 Einwohner), dicht gefolgt von Bad Oldesloe (8551 auf 100.000) Die Schlossstadt hält gleichzeitig den Negativrekord bei den Wohnungseinbrüchen mit 200 Delikten. An zweiter Stelle kommt Geesthacht (70), Reinbek und die Kreisstadt Bad Oldesloe teillen sich den dritten Platz (jeweils 60).

Dass der Kreis Stormarn unterm Strich in den letzten Jahren sicherer geworden ist, ist im subjektiven Empfinden vieler Menschen noch nicht angekommen. Das liegt zum Teil auch an der Diskussionskultur in Sozialen Medien, glaubt Polizeisprecherin Sonja Kurz. „Unter Pressemeldungen weiß dann jeder etwas über eine Straftat aus seinem Umfeld zu berichten. Was tatsächlich passiert ist, und was nicht, lässt sich dann schwer sagen. Häufig liegt uns dann gar keine passenden Anzeigen vor. Dass es in Stormarn immer gefährlicher wird, ist das subjektive Empfinden.”

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Kreis Segeberg

Polizei und Feuerwehr retten erschöpften Waschbär aus Hafenbecken

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Wedel – Bereits am Donnerstagnachmittag ist es zu einem ungewöhnlichen Wildtiereinsatz in der Wedeler Elbhafenanlage gekommen.

Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Um 13:08 Uhr alarmierten Passanten die Polizei, da sie einen pelzigen Vierbeiner an einem Brett in hilfloser Lage der Hafenanlage bemerkten. Das Tier kam aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Becken.

Bei dem zotteligen Tier handelte es sich um einen Marderhund, der durch sein ähnliches Aussehen mit einem Waschbären verwechselt werden kann. Er wurde durch die Kameraden der Feuerwehr mit Unterstützung eines Schlauchboots gerettet.

Das völlig entkräftete Tier wurde im Anschluss in einer Transportbox zur Wildtierauffangstation nach Steilshoop gebracht.

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Herzogtum-Lauenburg

“SOS”: Mann liest Hilferuf auf Lieferkarton und ruft die Polizei

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Büchen – Eine unleserliche Handschrift hat am Wochenende im Kreis Herzogtum-Lauenburg einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Kunde eines Lieferdienst entzifferte auf einem der Kartons einen Hilferuf.

Foto: pixabay.de

Ein 20-jähriger Mann ließ sich am Sonntagabend über einen Büchener Lieferdienst sein Abendessen nach Hause bringen.

Beim Öffnen seiner Lieferung, staunte der Mann nicht schlecht, auf der Verpackung stand handschriftlich ein “SOS”!

Der Bröthener informierte umgehend die Beamten des Polizeirevieres Schwarzenbek.

Umgehende Ermittlungen lösten wenig später das Geschehen auf. Tatsächlich handelte es sich hier um die Bestellnummer 505 seines Gerichtes.

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Bad Oldesloe

THW-Ortsverbände im Norden bekommen acht neue Einsatzfahrzeuge

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Bad Oldesloe – Durch das Fahrzeugbeschaffungsprogramm des Deutschen Bundestages, das die SPD-Fraktion auf den Weg gebracht hat, erhalten nun auch die THW-Ortsverbände in Wahlstedt, Kaltenkirchen, Bad Segeberg, Norderstedt und Bad Oldesloe neue Einsatzfahrzeuge, meldet der SPD-Bundestagsabgeordnete Bengt Bergt.

Einsatzfahrzeuge des Technischen Hilfswerks (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

„Ich freue mich sehr, dass die Helferinnen und Helfer des THW in unserer Region jetzt moderne technische Verstärkung erhalten. Insgesamt bekommen die Ortvereine drei Mehrzweckgerätewagen und fünf Mannschaftstransportwagen. Damit kann das THW seine umfangreichen und wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrnehmen“, so Bengt Bergt.

Besonders in Erinnerung ist der Einsatz des THW bei der Hochwasserkatastrophe im Sommer: Über 14.000 THW-Einsatzkräfte aus allen Ortsverbänden Deutschlands haben mit angepackt, um in den betroffenen Gebieten bundesweit, besonders aber im Süden und Westen zu helfen. „Die Helferinnern und Helfer des THW haben Flutopfer gerettet, Trümmer und Schäden beseitigt, zerstörte Infrastruktur wie Straßen, Strom und Wasser wiederhergestellt und insgesamt über zwei Millionen Einsatzstunden geleistet. Diese Flutkatastrophe ist der größte Einsatz in der THW-Geschichte“, so Bergt weiter, der schon selbst 2002 und 2013 in Sachsen-Anhalt von den großen Elbfluten betroffen war und unmittelbar miterlebte, wie wichtig die Hilfe der Einsatzkräfte vor Ort ist.

„In diesem Jahr werden insgesamt rund 1000 neue Fahrzeuge an die THW-Ortsverbände ausgeliefert – so viele wie nie zuvor!“, freut sich Bengt Bergt.

„Bis Mitte Dezember 2021 wurden deutschlandweit 918 Fahrzeuge im Wert von insgesamt etwa 84 Millionen Euro an die Ortsverbände übergeben, darunter auch die acht Fahrzeuge in unserem Wahlkreis. Eine wichtige Unterstützung, dass das THW in Ausnahmesituationen handlungsfähig ist.“

„Den Einsatz und das Engagement des THW können wir gar nicht genug würdigen. Deshalb haben wir uns in der SPD vehement dafür eingesetzt, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möglichst gute Rahmenbedingungen und die dafür notwendige finanzielle Ausstattung zur Verfügung gestellt bekommen. Wir haben in diesem Jahr ganz besonders gesehen, wie wichtig das ist“, so Bergt.

Mit seinen über 80.000 ehrenamtlich Engagierten leistet das THW einen entscheidenden Beitrag zum Zivil- und Katastrophenschutz in unserem Land. Sei es bei der Bewältigung von Überschwemmungen und Hochwasserereignissen, von Waldbränden oder bei Bergungs- oder Rettungseinsätzen. Auch in der Corona-Pandemie wurde der schnelle Aufbau von Impfzentren vielerorts durch das THW organisiert.

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