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Norddeutschland

Stellplatz-Egoismus: Wenn gesunde Autofahrer Behinderten die Parkplätze klauen…

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Foto: Privat

Verkehrserziehung: Wenn Natalie Schmidt jemanden auf einem Behindertenparkplatz erwischt – in diesem Fall den Opel – dann parkt sie ihn schon mal zu.

Ausreden, Beschimpfungen, Rechtfertigungen. Behinderte Menschen müssen sich von anderen Verkehrsteilnehmern viel anhören, wenn sie gerade einmal wieder um ihren Behindertenparkplatz gebracht wurden. Aber sie müssen es sich nicht gefallen lassen.

Immer wieder stellen gesunde Menschen ihre Autos auf Behindertenparkplätze. Das ist vor Einkaufszentren – aber auch auf privaten Parkplätzen – täglich zu beobachten.

“Ein Ärgernis, mit dem ich jeden Tag zu kämpfen habe und besonders auf Privatgrund ist das oberdreist”, findet Natalie Schmidt (Name von der Redaktion geändert). Die Stormarnerin ist körperlich eingeschränkt und im Besitz eines Ausweises, der sie berechtigt, auf Behindertenparkplätzen zu parken. Und dennoch muss sie täglich um ihr Recht kämpfen.

“Ich bin inzwischen nur noch frustriert, da oft selbst eine Ansprache überhaupt nichts bezweckt”, schildert Natalie Schmidt. Wenn sie die Falschparker anspricht, bekommt sie oft zu hören, dass sie sich nicht so anstellen solle. Das habe sie sogar schon von Polizisten gehört.

Bei Behindertenparkplätzen geht es nicht nur um die geringere Entfernung zu den Zielorten. Die Parkplätze sind breiter als herkömmliche, da Autofahrer mit körperlichen Beeinträchtigungen oft mehr Platz zum Einsteigen benötigen.

Während sich gesunde Menschen in engen Parklücken noch in ihre Autos zwengen können, muss Natalie Schmidt bei Regen, Sturm, Hitze und Kälte warten, bis die Leute wieder zu ihren Autos kommen und sie “ausparken”.

“Bekomme ich meine Tür nicht weit genug auf, so komme ich selbst in einem normal eingehaltenen Abstand nicht mehr ins Auto. Aber viele interessiert das einfach nicht, weil sie sich darum keinen Kopf machen.”

Natalie Schmidt ist mittlerweile dazu übergegangen, Denkanstöße zu verteilen. Wenn sie jemanden ohne Ausweis auf einem Behindertenparkplatz erwischt, parkt sie ihn schon mal ein – auf der Fahrerseite. Wie letztens einen Opel (siehe Foto). “Der Opelfahrer hatte keinen Ausweis, steig normal aus, schaute mich in meinem Auto sogar nochmal an, schloss ab und ging flotten Schrittes fort.” Trotz ihres erzieherischen Parkmanövers kam er dann doch noch in sein Auto. Für Natalie Schmidt wäre das unmöglich gewesen.

“Einen Zettel hat er auch noch von mir bekommen, dass ich ihm sonst gerne meine Behinderung schenken würde, was ja leider nicht möglich ist. Dann könnte er auch den Parkplatz haben”

EIn ähnlicher Fall: Auch bei deutlich ausgewiesenen Parkplätzen für Familien mit Kindern zeigen viele Autofahrer plötzlich, dass sie zu Analphabeten werden und die Hinweisschilder offenbar schlichtweg nicht lesen können. Oder sie führen offenbar unsichtbare Geisterkinder mit sich.

Auch in diesen Fällen konnte die Stormarnlive-Redaktion selbst beobachten, wie “Falschparker” zu wüsten Schimpftiraden und Drohungen ausholten, wenn sie darauf angesprochen wurden. Der Egoismus scheint die neue Religion vieler Mitmenschen gewordne zu sein. Im Endeffekt gilt dann das Recht der vermeindlich Stärkeren, der eigentlich nur zumeist der deutlich Dümmere ist. 

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Herzogtum-Lauenburg

Von Auto erfasst: Mann (66) stirbt bei Unfall auf Bundesstraße 209

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Lauenburg – Ein Mann (66) ist auf der B209 bei Schulendorf von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden.

Rettungswagen im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Unfall ereignete sich am 6. Dezember gegen 6.30 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen befuhr ein 66-jähriger Lauenburger die B 209 in Richtung Lauenburg. Im Bereich der Ortschaft Schulendorf hielt er aus unbekannten Gründen in einer Feldeinfahrt und verließ sein Fahrzeug.

Der 66- Jährige begab sich auf die Gegenfahrbahn und ging zu Fuß in Richtung Schwarzenbek. Ein 58-jähriger Lauenburger fuhr zur gleichen Zeit mit seinem Renault ebenfalls in Richtung Schwarzenbek.

Er übersah den dunkel gekleideten Fußgänger auf der Fahrbahn und stieß mit diesem zusammen.

Durch den Zusammenstoß wurde der 66-Jährige lebensgefährlich verletzt und trotz umgehend eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb er noch an der Unfallstelle. Der 58-jährige Lauenburger erlitt einen Schock.

Durch die Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter beauftragt. Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten musste die B 209 für fast vier Stunden voll gesperrt werden.

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Politik und Gesellschaft

Land fördert Schulsanierungen mit 120 Millionen Euro

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Kiel – In dieser Woche hat die Landesregierung das größte Schulbauprogramm gestartet, das es bisher in Schleswig-Holstein gegeben hat. Bis zu 120 Millionen Euro stehen damit für den Bau und die Sanierung von Schulen im Land bereit. 

Klassenzimmer (Symbolbild). Foto: pixabay.com

„Angesichts der Corona-Pandemie haben die Landesregierung und alle im Landtag vertretenen Parteien im vergangenen Jahr ein Konjunkturpaket geschnürt. Neben zusätzlichen Mitteln für Investitionen in Krankenhäuser sind darin auch diese Gelder für Schulbaumaßnahmen enthalten“, erläutert der Ahrensburger CDU-Landtagsabgeordnete Tobias Koch, zugleich Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kieler Landtag. 

Von den Geldern des Schulbauprogramm entfielen rund 10 Millionen Euro auf den Kreis Stormarn. Empfänger der Förderung seien die kommunalen Träger der öffentlichen Schulen, also Gemeinde, Städte und Kreise. Förderfähige Investitionsmaßnahmen seien die Sanierung, der Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Schulgebäudes ebenso wie die Errichtung eines Neubaus. Der Landeszuschuss betrage 50 Prozent der Ausgaben, allerdings begrenzt auf maximal drei Millionen Euro pro Schulgebäude bzw. eine Million Euro pro Schulsporthalle.

„Auch wenn die Kommunen in den letzten Jahren bereits viel in ihre Schulen investiert haben, ist der Sanierungsstau an den öffentlichen Schulen immens. Gerade in den Corona-Zeiten hat sich gezeigt, dass nicht mehr alle Klassenräume den heutigen Anforderungen entsprechen, wenn z.B. keine Lüftung durch das Öffnen der Fenster möglich ist. Deshalb wollen wir mit diesem Förderprogramm die Kommunen bei der Schulsanierung unterstützen und weitere Schulbaumaßnahmen initiieren“, so Tobias Koch. 

Das jetzt aufgelegte Schulbauprogramm ist bereits das dritte in dieser Wahlperiode.

50 Millionen Euro seien aufgrund des Jamaika-Koalitionsvertrages vor drei Jahren ausgelobt worden.

Hieraus werde z.B. der Neubau der Grundschule Bünningstedt in der Gemeinde Ammersbek mit 2 Millionen Euro gefördert. Hinzu kam ein Bundesprogramm für Schulbaumaßnahmen in finanzschwachen Kommunen, von dem rund 100 Millionen Euro auf Schleswig-Holstein entfielen. Davon profitierte u.a. die Gemeinde Grönwohld mit ihrer Grundschule.

Anträge auf Zuschüsse aus dem Schulbauprogramm des Landes können ab dem 1. Juni 2022 gestellt werden. Bis dahin haben die Kommunen nun Zeit, um die erforderlichen Unterlagen wie z.B. Bauzeichnungen sowie die Kosten- und Finanzierungsplanung zusammenzustellen. Nach erfolgter Bewilligung müssen die Baumaßnahmen anschließend spätestens bis Ende Juni 2024 umgesetzt werden.

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Herzogtum-Lauenburg

Rollerfahrerin stirbt bei Verkehrsunfall in Geesthacht

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Geesthacht Am Mittwochabend (17.11.) kam es gegen 17.50 Uhr im Einmündungsbereich Berliner Straße / Trift in Geesthacht zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Leichtkraftrad.

Rettungsdienst im EInsatz Symbolfoto: SL

Nach derzeitigem Ermittlungstand befuhr ein 42 Jahre alter Mann mit einem Opel Astra die Straße Trift in Richtung Berliner Straße. Im dortigen Einmündungsbereich bog er dann verbotswidrig nach links ab.

Dabei übersah der Opel-Fahrer die von links herannahende und vorfahrtsberechtige Geesthachterin auf ihrem Roller.

Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Die 57-jährige wurde lebensgefährlich verletzt und verstarb wenig später im Krankenhaus.

Der Opel-Fahrer erlitt einen Schock und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

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