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Ahrensburg

Mehr Geld und klare Richtlinien für die Jugend-Musikförderung?

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Finn Fischer

Dr. Jens Voß, Vorsitzender des Vereins Jugendorchester Ahrensburg, hofft auf eine Stärkung des Musiknachwuchses in der Stadt.

Immer weniger Kinder lernen ein Instrument oder treten einem Orchester bei. Das Beobachtet Dr. Jens Voß, Vorsitzender des Vereins Jugendorchester Ahrensburg, in den vergangenen Jahren: „Es gibt einen leichten Mitgliederschwund. Durch den Ganztagsschulbetrieb haben die Kinder immer weniger Zeit, ein Instrument zu lernen.“

Der Verein ist Teil eines Mitte der 70er Jahre ins Leben gerufenen Kooperationsprojektes, an dem auch das Jugend-Sinfonieorchester, die Stadt und die Volkshochschule Ahrensburg beteiligt ist. Zwischen den Kooperationspartnern wurden die wesentlichen Ziele und Verantwortlichkeiten für die Zusammenarbeit vereinbart. Eine vertragliche Grundlage – etwa über die Verteilung von Fördermitteln.

„Die Kooperation hat sich in den folgenden Jahrzehnten hervorragend bewährt, auch wenn es niemals eine vertragliche Grundlage für die Zuständigkeiten innerhalb der Zusammenarbeit gegeben hat“, so Voß. „Wir wurden von der Stadt jetzt gebeten, ein Konzept zu erarbeiten. Das hatlen auch wir für sinnvoll, eine klare Regelung verschafft auch uns eine Planungssicherheit.“

Die Erarbeitung des Konzeptes nimmt der Verein zum Anlass für eine Neugestaltung einzelner Punkte der Kooperation. „Seit den 70er-Jahren hat sich die Jugendmusikszene stark verändert.“

Zu seiner wichtigsten Aufgabe zählt der Verein die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Vor allem Kindern, dessen Eltern kein Geld für ein Instrument oder Musikunterricht haben, greift der Verein unter die Arme.

Die Stadt Ahrensburg stellt jährlich Mittel für die Förderung des Instrumentalunterrichts von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, um auch den Kindern finanzschwacher Familien das Erlernen eines Orchesterinstruments zu ermöglichen.

Jens Voß: „Um soziale Benachteiligungen einzelner Familien, insbesondere mit mehreren musikalisch begabten Kindern besser ausgleichen zu können und auf diese Weise den musikalischen Nachwuchs für die Jugendorchester zu sichern, sollten die von der Stadt zur Verfügung gestellten Mittel für Unterrichtsbeihilfen angehoben werden.“

Derzeit stellt die Stadt 4.700 Euro pro Jahre zur Verfügung. Das reicht mittlerweile nur noch für etwa 10 Prozent der tatsächlichen Unterrichtskosten. Der Verein hofft zukünftig auf 15.000 Euro.

In dem neuen Konzept soll auch geregelt werden, wer Anspruch auf Förderung hat. Mangels Richtlinien vergibt der Verein Bewilligungen nach Augenmaß. „Insbesondere die Frage, ob die Beihilfeempfänger wohnhaft in Ahrensburg sein müssen, ist unbeantwortet und bedarf der Klärung“, so Dr. Jens Voß.

Der Verein vertritt den Standpunkt, dass die Mittel für Unterrichtsbeihilfen an alle Kinder und Jugendliche ausgezahlt werden dürfen, die durch Mitgliedschaft in einem der Ahrensburger Jugend- oder Schulorchester nachweislich mittel- oder langfristig am Jugend-Musikleben in der Stadt teilnehmen.

Neben der Jugendarbeit befasst sich der Verein auch mit der Ausrichtung des Internationalen Kammerorchester-Festivals, und der Unterstützung der verschiedenen Orchester innerhalb der Musikschule, an der Volkshochschule, speziell mit der Förderung des Jugend-Sinfonieorchesters.

Dr. Jens Voß wird den Verein und Ideen am Donnerstag, 5. März, um 19.30 Uhr im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss vorstellen.

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Der Kreis

Kinderhäuser in Bargteheide und Ahrensburg suchen “Bufdis”

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Foto: DKSB Stormarn e.V./hfr

Stormarn – Der Kinderschutzbund im Kreis Stormarn bietet auch im kommenden Jahr wieder Plätze für interessierte junge Erwachsene in den Kinderhäusern Blauer Elefant an, die an einem Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilnehmen möchten.

Für den Beginn ab dem 01. Februar oder dem 01. März 2020 nehmen die Kinderhäuser in Bargteheide und Bad Oldesloe Bewerbungen gern entgegen.

Der Tag für die BFDler beginnt mit einem Blick ins Dienstbuch. Was steht heute an? Wer kommt wann? Wer muss abgeholt werden? „Die Tage sind immer abwechslungsreich und aufregend, denn das Kinderhaus Blauer Elefant funktioniert ungefähr wie ein großer Haushalt,“ sagt Renate Günther, Leiterin des Hauses in Bad Oldesloe, „ein Haushalt mit 22 Kindern in zwei Gruppen, die allesamt individuelle Interessen und Bedürfnisse haben und hier eine Art zweites Zuhause finden.“

Der Kinderhausalltag beginnt für die Kinder nach der Schule, die Mitarbeiter sind oft schon ab 9.00 Uhr da. In der Regel endet der Tag dann um 17.30 Uhr. Neben den haushaltsüblichen Aufgaben unterstützen die BFDler die pädagogische Arbeit mit den 6-12-jährigen Kindern. Dazu gehören Fahrdienste, Hausaufgabenhilfe und auch Fußballspielen, Legobauen, Kartenspielen und Unterhaltungen über die neueste Musik.

Bei Interesse ist es möglich, eigene kleine Projekte wie Bastelarbeiten, Turniere oder eine Schnitzeljagd zu entwerfen und durchzuführen.

Für den Bundesfreiwilligendienst in den Kinderhäusern ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein Führerschein der Klasse B mit mindestens einem Jahr Fahrpraxis Voraussetzung.

Positiv ist die Fähigkeit im Team zu arbeiten sowie Interesse und Bereitschaft, sich mit Kindern, deren Bedürfnissen und mitunter schwierigen Lebenssituationen auseinanderzusetzen. Die Arbeitszeit beträgt 39 Stunden pro Woche.

Während der Einsatzzeit nehmen die Freiwilligen an 25 Bildungstagen teil und haben Anspruch auf Urlaub. Außerdem erhalten sie Taschengeld, Verpflegungsgeld und einen Unterkunftszuschuss. Die Sozialversicherung wird übernommen, der Anspruch auf das Kindergeld bleibt erhalten.

Weitere Informationen erhalten Interessentinnen und Interessenten in den Kinderhäusern Blauer Elefant. In Bad Oldesloe ist Renate Günther Ansprechpartnerin, Tel.: 04531-7814, in Bargteheide ist dies Andrea Schulz, Tel. 04532-5170.

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Politik und Gesellschaft

Ahrensburg: CDU- Landtagsabgeordneter beeindruckt vom Engagement der Tafel

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Foto: Tobias Koch/CDU Stormarn/hfr


Ahrensburg – Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kieler Landtag Tobias Koch (CDU) besuchte anlässlich des Tages des Ehrenamts die Ausgabestelle in der Alten Kate 1 des Vereins Ahrensburger Tafel.

„Die Tafel in Ahrensburg zeigt, wie wichtig das freiwillige Engagement zugunsten von hilfsbedürftigen Menschen ist. Ich finde, dass wir die Arbeit von Ehrenamtlichen angemessen wertschätzen müssen, um Menschen zusätzlich dafür zu motivieren, dass sie sich freiwillig für unsere Gesellschaft einsetzen“, sagte Koch.

Er wurde empfangen von Holger Pruß, Vorstand der Ahrensburger Tafel e. V., und Bernd Linde, Leiter der Ahrensburger Ausgabestelle.

Die beiden erläuterten Koch das System der Tafel, angefangen bei regelmäßigen Spenden, überwiegend von Supermärkten in der Region, die der Tafel kostenlos zum Verzehr geeignete Lebensmittel überlassen, die sie selbst zum Beispiel wegen ablaufender Haltbarkeitsdaten aussortieren.

Fünf Kühlfahrzeuge der Tafel Ahrensburg holen diese Produkte bei den Spendern ab und verteilen sie auf die fünf Ausgabestellen der Tafel Ahrensburg. Dort können nachweisbar Berechtigte gegen einen pauschalen Obolus von zwei Euro während der Öffnungszeiten bekommen, was pro Person oder Haushalt zur Verfügung steht.

Koch zeigte sich überrascht davon, welch logistischer Aufwand für den kontinuierlichen Ablauf mit dem Einsatz von etwa 120 Ehrenamtlichen notwendig ist. Holger Pruß und Bernd Linde berichteten ihm auch von ihren Nöten und Sorgen.

Voraussetzung für die Tafel, so Pruß, seien zwar viel ehrenamtliche Arbeit und die regelmäßigen Lebensmittelspenden, jedoch würde zusätzlich Geld benötigt, um anfallende Kosten unter anderem für die Miete der Ausgabestellen und den Betrieb der Fahrzeuge zu decken.

Zwar werde die Tafel von Kommunen unterstützt und erhalte auch Geldspenden von Firmen und Einzelpersonen, doch reichten alle Einnahmen nicht immer aus.

Die beiden Tafel-Organisatoren wünschten sich mehr Entlastung: zum Beispiel durch einen höheren Mietzuschuss der Stadt Ahrensburg, weil die Kosten sich durch den notwendigen Umzug der Ausgabestelle in die Große Straße 22 zum 1. Januar erhöhen werden.

Koch, der während der Ausgabe der Lebensmittel mit ehrenamtlichen Helfern und mit Bedürftigen sprach, war beeindruckt vom Funktionieren des Betriebs.

Er versprach, sich für zusätzliche öffentliche Unterstützung der Tafel einzusetzen, zum Beispiel für eine Entlastung von der Kfz-Steuer für die Auslieferungsfahrzeuge.

Koch sagte: „Der Staat muss der Wertschätzung für das Ehrenamt Ausdruck verleihen und die Freiwilligen auch mit Vergünstigungen belohnen, um Anreize zu schaffen. Unsere Demokratie ist ohne Ehrenamt nicht vorstellbar.“

Koch wünscht sich außerdem, dass auch die Spendenbereitschaft für die Tafel wächst.

Die Ahrensburger Tafel e. V. wurde 1995 als Stormarner Tafel e. V. gegründet, als 26. Tafel in Deutschland und vierte in Schleswig-Holstein.

Sie betreut inzwischen Ausgabestellen in Ahrensburg, Bargteheide (seit 1996), Rahlstedt-Großlohe am Hamburger Stadtrand (seit 1997), Ammersbek (seit 2014) und Großhansdorf (seit 2014).

Die fünf Ausgabestellen versorgen jede Woche mehr als 1900 bedürftige Personen in annähernd 700 Haushalten. Zurzeit arbeiten 118 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Ahrensburger Tafel, 75 in den Läden, 40 im Fahrdienst auf fünf Kleinlastern (allesamt Kühlwagen) und drei als Bürokräfte.

Die Betriebskosten der Ahrensburger Tafel e. V. betrugen im Jahr 2017 insgesamt 84.000 Euro für Mieten, Raum- und Betriebskosten sowie für den Betrieb der fünf Fahrzeuge.

In Deutschland gibt es zurzeit 937 Tafeln, 56 davon in Schleswig-Holstein und im Kreis Stormarn sechs Tafel-Vereine (neben Ahrensburg noch in Bad Oldesloe, Trittau, Reinfeld, Barsbüttel und Glinde) mit zehn Ausgabestellen.

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Ahrensburg

Bargteheide: Vermutlich gestohlene Fahrräder und Tretroller beschlagnahmt

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Bargteheide/Ahrensburg – Durch die Polizei Bargteheide wird seit mehreren Wochen unter Federführung der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Lübeck gegen einen 49-jährigen Mann wegen des Verdachts des Fahrraddiebstahls und der Hehlerei ermittelt.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis auf verdächtige Aktivitäten des Mannes aus Bargteheide. Durch umfangreiche Ermittlungen konnte der Tatverdacht erhärtet werden.

Das Amtsgericht Lübeck erließ daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 49-jährigen. Bei der Durchsuchung konnten vier Fahrräder und ein Tretroller beschlagnahmt werden.

Es besteht der Verdacht, dass die Fahrräder möglicherweise aus Diebstählen im Raum Bargteheide (Bahnhofnähe) und in Ahrensburg (S-Bahnhof) stammen könnten.

Die Polizei sucht nun mögliche Geschädigte von Fahrraddiebstählen, welche dieses noch nicht angezeigt haben. Diese mögen sich bitte mit der Polizeistation in Bargteheide unter der Telefonnummer 04532/7071-14 in Verbindung setzen.

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