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Bad Oldesloe

Zeichen oder Fehler? Bad Oldesloe hat jetzt eine palästinensische Partnerstadt

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Stormarnlive

Die Oldesloer Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordneten waren sich nicht einig bei ihrer Abstimmung darüber, ob das palästiensische Jifna in Zukunft die neue Partnerstadt Oldesloes werden soll oder nicht. Am Ende setzte siche eine Mehrheit aus SPD/Grünen und Linken durch. Bei der FBO und der CDU blieb man skeptisch bis ablehnend.

Die größte Sorge auf Seiten der CDU war, dass diese Partnerschaft, die schon seit 30 Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit dem israelischen Beer Yaacov beschädigen oder soger zerstören könnte. Daher forderte Gudrun Möllnitz (CDU), dass zunächst die Zustimmung aus Israel eingeholt werden müsste. “Ich bin für Völkerverständigung und auch im Prinzip für diese Partnerschaft. Aber wenn unsere Freunde in Beer Yaacov gegen diese Partnerschaft mit einer palästinensischen Stadt sind, dann wäre ich dagegen”, sagte sie. “Ich habe den Eindruck, sie wurden  nicht richtig gefragt”, führte sie weiter aus.

“Was tun wir, wenn uns Beer Yaacov die über Jahre gewachsene und gute Freundschaft einfach vor die Füße wirft?”, fragte Horst Möller (CDU) und sein Parteikollege Uwe Rädisch sah die “geoplitische Lage” als nicht angemessen an, um eine solche Freundschaft einzugehen. “Israel wird permant von Palästina bedroht und wir haben uns als Deutschland verpflichtet, Israel immer zur Seite zu stehen. Nobelpreise und Friedensverträge haben nichts gebracht – was wollen wir denn jetzt mit einer Städtepartnerschaft bewirken?!”

“Ansonsten ging es bei Partnerschaften immer um uns und die Partnerstadt, jetzt geht es um die Aussöhnung zwischen zwei Partnerstädten. Das ist für mich ein großer Unterschied”, führte Möller noch weiter aus.

Auf Seiten der SPD, Grünen und Linken sah man das anders. “Wir wollen ja gerade keine große internationale Politik machen, sondern für niedrigschwellige, echte Begegnungen zwischen Menschen sorgen und ein Zeichen für Völkerverständigung setzen”, so Dagmar Danke-Beyer (Grüne).  “Es ist ein Angebot für die Menschen, die in den drei Städten mitmachen wollen. Am Ende wird echte Freundschaft siegen”, so Hendrik Holtz (Die Linke)

Angesichts der Diskussion waren die Freien Bürger Oldesloes außer sich. “Hier wurde in der Vorbereitung alles falsch gemacht. Ich schäme mich dafür, wie das hier abläuft”, so Matthias Rohde (FBO). “Wir wurden als Fraktion nicht über alle Schritte informiert. Wer eine wirkliche Partnerschaft will, sollte alle mit ins Boot holen”, so Rohde weiter. “Ich finde, dass wir in dieser Stimmungslage nicht abstimmen sollten und das Thema vertagen, damit es nicht mit einer knappen, sondern mit einer klaren Mehrheit beschlossen werden kann”, sagte der FBO-Mann.

“Ich dachte, dass wir hier nach Sachargumenten und nicht nach Stimmungslagen abstimmen. Ansonsten wäre hier schon manche Abstimmung von meiner Seite sicherlich anders gelaufen”, entgegnete Maria Herrmann (SPD).

Im Endeffekt wurde die Partnerschaft positiv abgestimmt. Damit hat Bad Oldesloe mit Jifna jetzt eine palästinensische Partnerstadt. Der Freundeskreis Beer Yaacov/Jifna will nun in der kommendnen Woche die Vertreter auf Seiten Beer Yaacovs darüber informieren.

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Bad Oldesloe

Radfahrer am Poggensee von Reh umgerannt und schwer verletzt

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Bad Oldesloe – Am 15. April 2021 kam es in den Abendstunden in der Nähe von Bad Oldesloe im Bereich des Poggensees zu einem Wildunfall.

Rettungswagen im Einsatz Symbolfoto: SL

Gegen 21:30 Uhr fuhr ein Radfahrer am Poggensee entlang in Richtung Neufresenburg, als ein Reh aus dem Schilf kam und in das Fahrrad lief.

Der Radfahrer stürzte und wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Am Fahrrad entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Das Reh entfernte sich unerkannt vom Unfallort.

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Bad Oldesloe

Tödlicher Verkehrsunfall bei Bad Oldesloe: Mercedes rutscht in geparkten Lkw

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Bad Oldesloe – Am 13. April kam es gegen 14:30 Uhr auf der BAB 1 zwischen den Anschlussstellen Reinfeld und Bad Oldesloe zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person tödlich verunglückte.

Feuerwehr im Einsatz. Archivfoto: Stormarnlive.de

Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein 52- Jähriger aus dem Landkreis Uelzen mit einem PKW Mercedes den mittleren Fahrstreifen der BAB 1 in Fahrtrichtung Hamburg. Kurz vor dem Rastplatz Trave kam er aus ungeklärter Ursache auf den linken Fahrstreifen und stieß mit einem dort fahrenden Jaguar zusammen.

Der Mercedesfahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte gegen die rechte Schutzplanke im Einfahrtsbereich des Rastplatzes Trave. Das Fahrzeug überschlug sich und rutschte auf dem Dach liegend unter einen geparkten LKW.

Der 52- Jährige wurde bei dem Unfall eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle.

Der 40-jährige Jaguarfahrer aus Hamburg wurde leicht verletzt. Der 56-jährige polnische LKW- Fahrer blieb unverletzt. Zur Ermittlung der Unfallursache wurde ein Gutachter hinzugezogen.

Die Autobahn musste für 1,5 Stunden voll gesperrt werden. Zur Schadenshöhe können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden.

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Bad Oldesloe

SH Netz investiert rund 25 Millionen Euro in Strom- und Gasnetze im Kreis Stormarn im Jahr 2021

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Bad Oldesloe – Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) wird im laufenden Jahr trotz andauernder Corona-Krise rund 25 Millionen Euro in Strom- und Gasnetze im Kreis Stormarn investieren.

Stromleitung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

„Konkrete Projekte im Strombereich sind unter anderem Baumaßnahmen in den Umspannwerken Braak und Lübeck-Niendorf, das im Kreis Stormarn sowohl Kunden von SH Netz als auch von TraveNetz versorgt“, berichtet Carsten Hack, Leiter des zuständigen Netzcenters von SH Netz in Ahrensburg. „Beide Vorhaben dienen der Versorgungssicherheit der angeschlossenen Kunden.“

Neben umfangreichen Bauarbeiten in den Umspannwerken plant der Netzbetreiber unter anderem die Verkabelung von Freileitungen, den Austausch von Ortsnetzstationen sowie die Modernisierung und Wartung von Betriebsmitteln im Strom- und Gasnetz. So investiert SH Netz im Gasbereich in den Neubau einer Gasübernahmestation in der Gemeinde Hoisdorf. Die vorbereitenden Arbeiten für das insgesamt rund 2,5 Millionen Euro teure Projekt haben bereits im Sommer 2020 mit der Verlegung einer neuen Leitung begonnen. „Der eigentliche Bau der Gasübernahmestation läuft seit einigen Wochen“, so Carsten Hack.

Für die Instandhaltung der bestehenden Strom- und Gasnetze hat SH Netz in diesem Jahr rund 5,1 Millionen Euro eingeplant, für Investitionsmaßnahmen weitere rund 19,5 Millionen Euro. Der Netzbetreiber überprüft dazu regelmäßig, an welchen Stellen im Netz Sanierungsbedarfe bestehen. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt dann in enger Abstimmung mit den Kommunen vor Ort.

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