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Nur Übergangslösung im Kurparkstadion-Konflikt: VfL hat Bauchschmerzen

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Stormarnlive

Streitobjekt: Das Kurparkstadion.

Nachdem der Zwist zwischen den VfL und SV Türkspor um die Nutzung des Kurparkstadions eskalierte, schlossen die beiden Bad Oldesloer Sportvereine nun eine “Waffenruhe”. Bürgerworthalter Rainer Fehrmann hatte erfolgreich geschlichtet. Dennoch – so erklärt der VfL in einer aktuellen Pressenotiz – habe der Vorstand “Bauchschmerzen”

Nach Frieden hört sich die Pressenotiz des VfL im Endeffekt nicht an – höchstens nach einer vorübergehenden Beilegung der Streitigkeiten: “Dem Schlichtungsangebot des Bürgerworthalters Rainer Fehrmann hat der Vorstand des VfL Oldesloe unter größten Bedenken zugestimmt”, erklärt VfL-Vorsitzender Detlef Rädisch.

“Der Sportverein lehnt auch weiterhin das auf Gewinn ausgerichtete Geschäftsmodell zu Lasten der Unternutzer ab”, so Rädisch. In der Vereinbarung, die rückwirkend ab dem 1. September gilt, zahlt der VfL eine monatliche Pauschale an den SV Türkspor.

“Die Zustimmung ist nur erfolgt um den laufenden Spiel- und Trainingsbetrieb aller – auch der nicht direkt betroffenen Mannschaften des VfL – bis zum 30. Juni aufrecht zu erhalten.” Danach endet die Nutzung zu den “diktierten Bedingungen” endgültig.

Im gleichen Zuge äußert der VfL schwere Kritik an die Stadtverwaltung. “Ausdrücklich werden gegen den SV Türkspor keine Vorwürfe erhoben. Als ungeheuerlich wird aber auch weiterhin empfunden, dass die Stadtverwaltung unter Verantwortung des Bürgermeisters dies Geschäftsmodell zulässt”, so Rädisch. “Die Verwaltung begrüßt sogar die Privatisierung von Pachterträgen und die Sozialisierung von Kosten zu Lasten aller Unternutzer.”

Es geht dabei konkret um die “erheblichen Gewinne”, die aus der Verpachtung der Gaststätte entstehen und nicht verrechnet werden. Dabei, so kritisiert der Sportverein, handle es sich öffentliche Anlagen, die der Steuerzahler zum Wohle aller Bürger bezahlt hat.

Der VfL Oldesloe ist dem Bürgerworthalter Rainer Fehrmann für sein Engagement sehr dankbar: “Ohne ihn hätten einige VfL-Mannschaften jetzt die Saison beenden müssen.” Fehrmann selbst betonte, dass es ihm vor allem um die vielen Sportler gehe, die davon betroffen sind und nicht um Streitigkeiten auf Funktionärsebene.

Der Nutzungsvertragsentwurf des Pächters wird jedoch auch weiterhin abgelehnt und nicht unterschrieben. Grundlage der Nutzung des Kurparkstadions durch den VfL ist eine von Bürgerworthalter entwickelte Schlichtungsvereinbarung, die VfL Oldesloe wohl oder übel unterschrieben hat. Ab dem 30. Juni muss dann aber eine neue Lösung her.

Rainer Fehrmann sagte bereits am Wochenende: “SV Türkspor hat sich sehr verhandlungsbereit gezeigt und war bereit, Kompromisse einzugehen. Aus meiner Sicht war es dann eben nur entscheidend, ob der VfL das mit seinem Vorstand vereinbaren kann. In der öffentlichen Darstellung hätten beide Vereine eventuell im Vorwege anders und zurückhaltender agieren können.”

Aus der Lokalpolitik waren bereits Signale gekommen, dass man sich nicht mit dem Streit auf politischer Ebene beschäftigen werde. Auch das Konzept des SV Türkspor sei nicht interessant für eine politische Auseinandersetzung. Denn die Verpachtung sei eine Verwaltungsangelegenheit und wenn die Verwaltung so entschieden habe, habe sie das sicherlich geprüft.

Ende des Jahres war der Streit zwischen den beiden Vereinen eskaliert. Unterhaltskostenzahlungen vom VfL an den SV Türkspor, der das Stadion derzeit pachtet, waren ausgeblieben. Daraufhin war VfL die Nutzung untersagt worden.

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Fußball

Verpasster Aufstieg des HSV: Coach Dieter Hecking geht

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Fußball-Taktik Symbolfoto: Andrey_Poppv/shutterstock

Hamburg – Die erneut verpasste Rückkehr des HSV in die Bundesliga hat Konsequenzen auf der Trainerbank. Der bisherige Cheftrainer Dieter Hecking beendet sein Engagement bei den Hamburgern. Das bestätigte der Zweitliga-Verein am Sonnabend.

„Wir hatten einen sehr offenen, ehrlichen Austausch miteinander und danken Dieter für seine vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit”, so Vorstand Jonas Boldt

“Nach ausführlichen Analyse- und Ausrichtungsgesprächen zwischen dem 55-jährigen Fußball-Lehrer und Jonas Boldt kamen Hecking und der Vorstand Sport zur Entscheidung, dass es keine Verlängerung des am 30. Juni abgelaufenen Vertrags mit dem Chefcoach geben wird”, heißt es im Statement des Vereins..

„Ich bin vor einem Jahr hier angetreten, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klubs das große Ziel des Hamburger SV zu erreichen“, erklärt Dieter Hecking auf der Homepage des HSV.

„Wir haben in der zurückliegenden Saison einiges geschafft: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt. Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung.“

„Ich werde, nach ausführlichen Gesprächen unter anderem mit Jonas Boldt, meine Tätigkeit in Hamburg nicht fortführen. Ich möchte den Verantwortlichen auch die Möglichkeit geben, in der Nach-Corona-Zeit und unter veränderten Bedingungen die nun nötigen Schritte zu gehen. Ich danke allen Kollegen, Mitarbeitern, der Mannschaft und den Verantwortlichen des HSV für die zurückliegenden Monate. Ich bedaure, dass wir das Ziel nicht erreicht haben“, so Hecking.

„Ich bedanke mich im Namen des HSV für die sehr gute und vertrauensvolle, ehrliche Zusammenarbeit. Dieter hat sich voll auf unsere Aufgabe eingelassen. Es ist für uns alle enttäuschend, dass wir das sportliche Saisonziel am Ende nicht erreicht haben“, so Boldt.

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Fußball

Blamage gegen Kleinstadtverein statt Aufstiegschance: Desolater HSV hängt in Liga 2 fest

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Symbolfoto: Michi S./Pixabay/hfr

Hamburg – Große Enttäuschung und Ernüchterung für alle HSV Fans. Mit 1:5 (0:2) hat der HSV seine Aufstiegschance im Spiel gegen den SV Sandhausen geradezu weggeworfen.

Im alles entscheidenden Spiel um den Relegationsplatz hatte sogar der schon fesstehende Aufsteiger und Zweitligameister Arminia Bielefeld Schützenhilfe geleistet und HSV-Konkurrent Heidenheim deutlich mit 3:0 die Grenzen aufgezeigt.

Doch anstatt diese Vorlage anzunehmen, ging der Hamburger Sportverein geradezu unter.

Als besondere Demütigung traf sogar Ex-HSV-Kicker Dennis Diekmeier zum 5:1, der beim HSV zuvor viele Jahre vergeblich auf einen Treffer gewartet hatte.

Was nach dem ersten verpassten Aufstieg und der damit versäumten Rückkehr in die Bundesliga noch als “Betriebsunfall” gewertet wurde und damit begründet, dass man sich erst an die zweite Liga gewöhnen müsse, gilt sicherlich jetzt nicht mehr als Ausrede. Der HSV hat es schlichtweg selbst vergeigt. Mit einer Leistung wie gegen Sandhausen hätte man langfristig wohl sogar eher mit der Abstiegszone Richtung 3. Liga und nichts mit dem Aufstieg zu tun.

“Es gibt keine Entschuldigungen. Wir brauchen nicht nach Ausreden zu suchen. Wir haben uns in der Corona-Zeit nicht belohnt und uns viele Punkte wegnehmen lassen. Jetzt heißt es, schnell zu analysiere und den Kopf hochzunehmen“, so HSV-Präsident Marcel Jansen im Interview mit dem Fernsehsender Sky.

Ob Trainer Dieter Hecking beim HSV bleiben wird, um den nächsten Anlauf Richtung Aufstieg in der Saison 2020/21 anzugehen, steht noch nicht fest.

Besondere Ironie an der Geschichte ist es, dass viele Fans nach dem Abstieg in Liga zwei Mannschaften wie “Sandhausen” aus der Kleinstadt bei Mannheim als beispielhaft für die Unattraktivität der zweiten Liga angeführt hatten. Jetzt hat dieses Sandhausen dem Fußballverein aus der Millionenmetropole den Aufstieg verhagelt.

Aufgestiegen sind derweil Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart. Um den dritten Aufstiegsplatz spielt der FC Heidenheim, der in der Relegation gegen SV Werder Bremen antreten wird.

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Bad Oldesloe

Mädchen der SG Oldesloe/Reinfeld kicken wieder im Training

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Foto: SG Oldesloe/Reinfeld/von Hausen/hfr

Bad Oldesloe/Reinfeld – Die Mädchen der SG Oldesloe/Reinfeld kommen nach der Corona-Pause wieder zurück ins Training. Mit Abstand, in Kleingruppen und mit jeder Menge weiterer Einschränkungen kehren die Nachwuchs-Fußballerinnen zurück auf die Fußballplätze in Bad Oldesloe und Reinfeld.

Der Mindestabstand muss dabei eingehalten werden. Auf ein richtiges Fußballspiel mit Zweikämpfen müssen die Mädchen daher weiterhin noch warten.

Aber endlich kann wieder gedribbelt, getrickst, gepasst und auf das Tor geschossen werden. Auch die weiteren Einschränkungen können der Freude, dass endlich wieder gekickt werden kann, keinen Abbruch tun.

Das Training ist erstmal nur in Kleingruppen mit maximal fünf Mädchen möglich. Umkleidekabinen und Duschen sind noch geschlossen, berichtet Sprecher Nico von Hausen.

Das Trainings-Equipment soll nicht angefasst werden. Die Trainer tragen Einweghandschuhe und bauen alle Gegenstände auf und ab. 

Als eines der wenigen Teams in Schleswig-Holstein bietet die SG Oldesloe/Reinfeld Mannschaften für alle Altersgruppen von der F-Juniorinnen bis hin zu den Frauen an.

Damit dies auch in der nach den Sommerferien beginnenden neuen Saison so bleibt, werden neue Fußballerinnen gesucht.

Dabei kommt es nicht darauf an, ob Mädchen es Mädchsen sind, die den Fußballsport neu kennenlernen möchten oder bereits erfahrene Spielerinnen: interessierte Mädchen und Frauen können sich im Internet unter www.sg-oldesloe-reinfeld.de, telefonisch bei Carolin Relling (0175/2449839) oder Sven Wepner (04533/204878) oder per E-Mail an soccergirls@sg-oldesloe-reinfeld.de informieren.

Auch wer Interesse hat, als Co-Trainer/in einzusteigen, kann sich hierüber gerne melden. Besonders weibliche Betreuer werden zur neuen Saison gesucht.

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