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Norddeutschland

Für bedürftige Menschen: ASB fährt Sachspenden nach Litauen

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Cathrin Weyer

Übergabe der Sachspenden

Der Arbeiter Samariter Bund ist ein Vorbild für alle Mitbürger aus den westlichen Ländern: Ohne großen Lärm um die Sache selbst zu machen, fahren ehrenamtliche Helfer ein bis zwei mal im Jahr nach Litauen, um dort Menschen zu unterstützen, die wirklich Hilfe brauchen.

Eine große Spende kam in diesem Jahr von fünf Frauen, die allerdings anonym bleiben wollen, zusammen. Sie hatten sich privat zusammen geschlossen und Sachspenden gesammelt. “Das sind alles Frauen aus der Umgebung, die sich gesagt haben ‘wir haben es gut, also wollen wir etwas weiter geben'”, erklärt ASB- Mitglied Günter Schütz.

Zusammen gekommen sind kistenweise Spenden, teilweise gebrauchte Sachen, teilweise sogar neue Waren. Kleidung für Kinder und Jugendliche, Kinderspiele, aber auch diverse Haushaltswaren sind dabei. Die wohltätigen Frauen gaben die gesammelten Sachen an Gerd-Günter Fink, Mitglied des Forums für Migration und Integration. Mit zwei weiteren Mitgliedern, Rolf Heitmann und Zekeriya Kilic, nahm er die Spenden an.

“Wir wollten sicher gehen, dass die Sachen auf jeden Fall bei den richtigen Menschen ankommen und nicht irgendwo verschwinden, deswegen geben wir heute alles an den ASB”, sagte Gerd-Günter Fink.

Alle Gegenstände für Kinder werden an den Kinderhort in der Kampstraße in Bad Oldesloe gespendet. Da hier regelmäßig Kinder aus Tschernobyl zu Besuch kommen, sind die Sachen im Hort wohl mehr als richtig aufgehoben.

Sämtliche Haushaltswaren werden von ehrenamtlichen Helfern des ASB im Mai nach Litauen in die Stadt Kelme gefahren. Dort werden sie dann an bedürftige Menschen verteilt. “In Litauen gibt es kein soziales Netz, so wie in Deutschland. Auch Alkoholsucht ist dort ein großes Problem”, erzählt Günter Schütz, der schon mehrfach als ehrenamtlicher Helfer des ASB vor Ort war.

Doch nicht nur die Oldesloerinnen haben fleißig gesammelt. Seit 2007 wird mindestens ein mal im Jahr eine Fahrt nach Litauen organisiert, wobei immer große Mengen an gespendeten Gütern mitgenommen werden. Von Spielsachen, über Kleidung und Haushaltswaren, bis hin zu Rollstühlen und Krankenhausbetten – alles Brauchbare wird mitgenommen.

Kurz vor Weihnachten hatte eine Zahnarztpraxis aus Reinfeld drei Behandlungsstühle gespendet. Auch die werden nun im Mai nach Litauen gefahren. Vor Ort werden die Güter dann mit Hilfe des LSB, des litauischen Arbeiter Samariter Bundes, verteilt.

Neben den Spenden hat die Zusammenarbeit der beiden Organisationen noch weitere Früchte getragen. So konnte eine Armenküche, ein Kinderhort, eine Kleiderkammer und eine Altenbetreuung eingerichtet werden. “Der ABS hat eine sehr aktive Auslandshilfe”, sagt ASB-Geschäftsführer Wolfgang Mainz, “das ist nur leider nicht so bekannt wie bei anderen Organisationen.”

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Kreis Segeberg

Polizei und Feuerwehr retten erschöpften Waschbär aus Hafenbecken

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Wedel – Bereits am Donnerstagnachmittag ist es zu einem ungewöhnlichen Wildtiereinsatz in der Wedeler Elbhafenanlage gekommen.

Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Um 13:08 Uhr alarmierten Passanten die Polizei, da sie einen pelzigen Vierbeiner an einem Brett in hilfloser Lage der Hafenanlage bemerkten. Das Tier kam aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Becken.

Bei dem zotteligen Tier handelte es sich um einen Marderhund, der durch sein ähnliches Aussehen mit einem Waschbären verwechselt werden kann. Er wurde durch die Kameraden der Feuerwehr mit Unterstützung eines Schlauchboots gerettet.

Das völlig entkräftete Tier wurde im Anschluss in einer Transportbox zur Wildtierauffangstation nach Steilshoop gebracht.

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Herzogtum-Lauenburg

“SOS”: Mann liest Hilferuf auf Lieferkarton und ruft die Polizei

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Büchen – Eine unleserliche Handschrift hat am Wochenende im Kreis Herzogtum-Lauenburg einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Kunde eines Lieferdienst entzifferte auf einem der Kartons einen Hilferuf.

Foto: pixabay.de

Ein 20-jähriger Mann ließ sich am Sonntagabend über einen Büchener Lieferdienst sein Abendessen nach Hause bringen.

Beim Öffnen seiner Lieferung, staunte der Mann nicht schlecht, auf der Verpackung stand handschriftlich ein “SOS”!

Der Bröthener informierte umgehend die Beamten des Polizeirevieres Schwarzenbek.

Umgehende Ermittlungen lösten wenig später das Geschehen auf. Tatsächlich handelte es sich hier um die Bestellnummer 505 seines Gerichtes.

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Bad Oldesloe

THW-Ortsverbände im Norden bekommen acht neue Einsatzfahrzeuge

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Bad Oldesloe – Durch das Fahrzeugbeschaffungsprogramm des Deutschen Bundestages, das die SPD-Fraktion auf den Weg gebracht hat, erhalten nun auch die THW-Ortsverbände in Wahlstedt, Kaltenkirchen, Bad Segeberg, Norderstedt und Bad Oldesloe neue Einsatzfahrzeuge, meldet der SPD-Bundestagsabgeordnete Bengt Bergt.

Einsatzfahrzeuge des Technischen Hilfswerks (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

„Ich freue mich sehr, dass die Helferinnen und Helfer des THW in unserer Region jetzt moderne technische Verstärkung erhalten. Insgesamt bekommen die Ortvereine drei Mehrzweckgerätewagen und fünf Mannschaftstransportwagen. Damit kann das THW seine umfangreichen und wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrnehmen“, so Bengt Bergt.

Besonders in Erinnerung ist der Einsatz des THW bei der Hochwasserkatastrophe im Sommer: Über 14.000 THW-Einsatzkräfte aus allen Ortsverbänden Deutschlands haben mit angepackt, um in den betroffenen Gebieten bundesweit, besonders aber im Süden und Westen zu helfen. „Die Helferinnern und Helfer des THW haben Flutopfer gerettet, Trümmer und Schäden beseitigt, zerstörte Infrastruktur wie Straßen, Strom und Wasser wiederhergestellt und insgesamt über zwei Millionen Einsatzstunden geleistet. Diese Flutkatastrophe ist der größte Einsatz in der THW-Geschichte“, so Bergt weiter, der schon selbst 2002 und 2013 in Sachsen-Anhalt von den großen Elbfluten betroffen war und unmittelbar miterlebte, wie wichtig die Hilfe der Einsatzkräfte vor Ort ist.

„In diesem Jahr werden insgesamt rund 1000 neue Fahrzeuge an die THW-Ortsverbände ausgeliefert – so viele wie nie zuvor!“, freut sich Bengt Bergt.

„Bis Mitte Dezember 2021 wurden deutschlandweit 918 Fahrzeuge im Wert von insgesamt etwa 84 Millionen Euro an die Ortsverbände übergeben, darunter auch die acht Fahrzeuge in unserem Wahlkreis. Eine wichtige Unterstützung, dass das THW in Ausnahmesituationen handlungsfähig ist.“

„Den Einsatz und das Engagement des THW können wir gar nicht genug würdigen. Deshalb haben wir uns in der SPD vehement dafür eingesetzt, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möglichst gute Rahmenbedingungen und die dafür notwendige finanzielle Ausstattung zur Verfügung gestellt bekommen. Wir haben in diesem Jahr ganz besonders gesehen, wie wichtig das ist“, so Bergt.

Mit seinen über 80.000 ehrenamtlich Engagierten leistet das THW einen entscheidenden Beitrag zum Zivil- und Katastrophenschutz in unserem Land. Sei es bei der Bewältigung von Überschwemmungen und Hochwasserereignissen, von Waldbränden oder bei Bergungs- oder Rettungseinsätzen. Auch in der Corona-Pandemie wurde der schnelle Aufbau von Impfzentren vielerorts durch das THW organisiert.

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