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Bad Oldesloe

Bahnunfall in Rümpel: Wer trägt die Schuld am fatalen Crash?

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Finn Fischer

Der Unfallabend am Bahnübergang

Nach dem schrecklichen Bahnunfall in Rümpel, bei dem Ende des Jahres eine 55-Jährige Stormarnerin gestorben war,  soll es laut dem Norddeutschen Rundfunk neue Erkenntnisse im Bezug auf den Unfallhergang geben. Fest steht nach dem Ermittlungsstand, dass der Zugführer keinen Fehler machte. 

Die Bahn war nach dem tragischen Zusammenstoß zwischen einer Regionalbahn und einem PKW am Übergang in Rohlfshagen schwer in die Kritik geraten. Denn seit einer langen Zeit war der Übergang nicht durch automatische Sicherungern sondern nur manuell gesichert. Ein ehemaliger Bahn-Mitarbeiter erstattete sogar Anzeige. 

Die Installation neuer Schranken hatte sich nach einem Blitzeinschlag immer weiter verzögert. Landrat Klaus Plöger sagte dazu: “Ich kann es nicht verstehen, dass man als ein Unternehmen von der Größe der Bahn nicht solche Ersatzteile auf Lager hat. ” Auch zahlreiche andere Politiker meldeten sich zu Wort und nahmen die Bahn in die Pflicht. 

Es war unter anderem davon die Rede, dass immer wieder Züge auch bei geöffneten Schranken durchegfahren sein sollen. Außerdem habe man die Bedienung durch nur einen Wärter als unsicher empfunden. Auch Anwohner und andere Autofahrer erhoben Vorwürfe. Der Tenor: “Es musste wohl erst etwas passieren.” Angehörige des Opfers äußerten sich, dass sie sich nicht vorstellen könnten, dass das Unfallopfer über den Übergang gefahren wäre, wenn die Halbschranken bereits geschlossen gewesen wären. 

Das Eisenbahnbundesamt übernahm die Untersuchungen. Schon Ende November äußerte der ermittelende Staatsanwalt Günther Möller den Verdacht, dass sowohl die Autofahrerin, als auch der Bahnwärter eventuell Fehler gemacht hätten. Darauf hätten Indizien hingedeutet. 

Der Zugführer soll keine Fehler gemacht haben, erklärte die Staatsanwaltschaft. “Es deutet alles darauf hin, dass es ordnungsgemäß gefahren ist, also nicht zu schnell war”, erklärte Möller dem Hamburger Abendblatt. Die Signale am Übergang selbst sollen aber widersprüchlich gewesen sein. So leuchtete die Ampel rot, aber die Schranke war oben. Noch habe sich der Sicherheitsposten nicht geäußert. “Es besteht der Verdacht, dass er einen Fehler gemacht hat.”

Nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks soll sich Verdacht nach den Untersuchungen weiter erhärtet haben, dass sowohl Autofahrerin, als auch Sicherheitsposten Fehler begingen, die zum Unfall führten. Demnach sei die Ampel rot gewesen, aber trotzdem von der Autofahrerin überfahren worden sein. Gleichzeitig sei aber die Schranke nicht durch den Sicherheitsposten geschlossen worden und somit das Signal für die Autofahrerin nicht eindeutig – vor allem mit Blick auf den dichten Nebel am Unfalltag. 

Ob Anklage gegen den Sicherheitsposten erhoben wird, steht noch nicht fest. Zunächst sollen die Aussagen der Sachverständigen ausgewertet werden. 

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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