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Kultur

Emotionen: Freizeitmaler und Profis organisieren Ausstellung in Barsbüttel

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hfr

Dieses Aquarell (links) ist ein Werk der Künstlerin Annelie Wohlers und trägt den Titel

Als Auftakt der Kunstausstellungen im Jahr 2015 zeigt das Bürgerhaus Werke von Mitgliedern der Berner Kunstmeile unter dem Motto ,,Emotionen”. Die Ausstellung beginnt mit einer Vernissage Freitag, 16. Januar, um 19 Uhr, im Raum Stormarn im Soltausredder 20.

“Emotionen” lautete das Thema der Gruppe engagierter Freizeitmaler und erfahrener Profis, die in ihren Werken Gefühle und Bewegungen zum Ausdruck bringen. Die Künstler, die selbstverständlich eigene Bildinhalte erarbeiten, stellen sich jährlich auch gern einem gemeinsamen Jahresthema und so kamen sehr viele unterschiedliche “Emotionen” in verschiedenen Maltechniken auf die Leinwände.

So ist Christa Schmidt Spezialistin für Öl auf Leinwand, und vorwiegend mit Acryl arbeiten Rainer Fohrmann, Jochen Dick, Hilmar Rosentreter und Margot Hochbaum in unterschiedlichen Stilrichtungen. Dem Aquarell hat sich Annelie Wohlers verschrieben.

Brigitte Böhme, Gudrun Dickhardt-Klintworth, Helga Frien, Ruth Göben und Christina van Veen haben neben Acryl und Aquarell auch ihre Freude an Stiften und Kreide entdeckt. Annegret Bruhn arbeitet auch gern mit Kalligraphie. Jürgen Mulsow und Hardy Sass lassen ihren Ideenreichtum auch häufig in Collagen und Reliefs einfließen.

Die Berner Kunstmeile ist bereits zum zweiten Mal mit ihren Werken im Bürgerhaus anzutreffen. 2010 begeisterten die Künstler mit ,,Frauenart und Mannsbilder” die Kunstfreunde.

Die Ausstellung ist bis zum 1. März von Montag bis Freitag, in der Zeit von 9 bis 15 Uhr und während öffentlicher Veranstaltungen im Bürgerhaus zu sehen. Der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Spende für das Bürgerhaus gebeten.

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Kultur

Digitalisierte Vergangenheit: Das Treffen der Stormarner Archivare in Ahrensburg

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Peter-Rantzau-Haus Ahrensburg: Tagung der Stormarner Archivarinnen und Archivare.
Foto: Kreis Stormarn/hfr

Ahrensburg – Insgesamt 25 Archivarinnen und Archivare aus Stormarn und der angrenzenden Region haben sich beim Stormarner Kreisarchivtag zum Wissensaustausch in Ahrensburg getroffen. Großes Thema der Zukunft für ihren Berufsstand bleibt weitehrin die Digitalisierung.

Es gibt nur einige Dinge, die man teilen kann, ohne hinterher weniger davon zu haben. Eines davon ist Wissen, das sich im Austausch eher noch vermehrt. Nicht umsonst gibt es Expertenrunden mit regelmäßigen Treffen von Fachleuten. Zu denen gehören auch Stormarns Archivarinnen und Archivare, die an 17 Standorten im Kreis Vergangenes zugänglich machen und Aktuelles für die Zukunft bewahren.

25 Personen von ihnen haben sich jetzt in Ahrensburg zum Stormarner Kreisarchivtag getroffen. Gäste aus dem Hamburger Staatsarchiv, dem Landesarchiv Schleswig-Holstein sowie den angrenzenden Kreisen Herzogtum Lauenburg und Segeberg waren auch vertreten.


„Die Kolleginnen und Kollegen im Kreis treffen sich regelmäßig zum Austausch über aktuelle Projekte und Erfahrungen“, erläutert Stormarns Kreisarchivar Stefan Watzlawzik.

Ziel der Treffen sei, das Wissen auf den Ebenen Land, Kreis und Kommune untereinander auszutauschen, um die einzelnen Einrichtungen enger zu vernetzen. „Dabei zeigt sich auch, ob es gemeinsame Themen gibt, bei denen man Aufgaben bündeln kann“, so Watzlawzik.

Ganz oben auf der Themenliste stehen die Stichworte Digitalisierung und E-Akte, denn auch die Zukunft der Archive ist digital.

Hier ist das Kreisarchiv schon sehr weit in der Entwicklung. „Fotoerschließung in Online-Datenbanken ist ein Thema, das im Moment stark gefragt ist.“

Sehr erfolgreich sind Stormarns Archivarinnen und Archivare bei der Einwerbung von Mittel aus Förderprogrammen. „Wir konnten bislang immer viele Fördermittel bekommen“, sagt Watzlawzik.

Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach (l.), Stadtarchivarin Dr. Angela Behrens und Kreisarchivar Stefan Watzlawzik waren Gastgeber für den Austausch der Archivare in Ahrensburg. Foto: Kreis Stormarn/hfr

Voraus gehe ein aufwendiges Antragsverfahren, bei dem viele Faktoren berücksichtigt werden müssten. „Hier können wir Tipps zur Antragstellung geben“, ergänzt Ahrensburgs Stadtarchivarin Dr. Angela Behrens – aus dem Bestand des Ahrensburger Stadtarchivs werden regelmäßig Unterlagen mit Zuschüssen des Landes restauriert und digitalisiert.


„Die Fachleute in den Archiven sind notwendig, um die wichtigen Werte der Vergangenheit zu sichern und sie in die zukünftige Entwicklung einzubringen“, erklärte Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach in seiner Begrüßung. Ein Bild dafür sei der Alte Speicher in Ahrensburg, bei dem Historie und moderne Nutzung miteinander verbunden werden sollen.

„Wir leben von und mit der Geschichte, Archivare bewahren das Wertvolle und stellen es zur weiteren Entwicklung zur Verfügung.“ Erst allmählich, so Watzlawzik, sei der Beruf des professionellen Archivars entstanden, zuvor hätten Heimatforschung und interessierte Laien ehrenamtlich das Archivwissen bewahrt.

Damit ist ein Archiv auch eine Art lebendiges Museum für Schriftgut; nicht umsonst ist die Verbindung von Bibliotheken, Archiven und Museen eng.

So führte der Nachmittag die Gruppe in das Schlossmuseum Ahrensburg, wo Leiterin Dr. Tatjana Ceynowa über das Museumsmanagement informierte. „Dabei geht es um die Frage, was man mit einem so großen Objekt alles machen muss, an das hohe Erwartungen von der Öffentlichkeit gestellt werden“, fasst der Kreisarchivar zusammen.

Einige andere Archive seien mit Museen oder anderen Bildungseinrichtungen zusammengelegt. In Norderstedt entstehe beispielsweise ein gemeinsamer Bau für Bibliothek, Volkshochschule und Archiv. „Auch so ein Modell kann für Archive in Stormarn interessant sein.“

Allerdings seien für die Umsetzung Ressourcen nötig, Ideen gebe es genug. Doch jetzt schon seien Archivstellen nur schwer zu besetzen, weil es zu wenige Fachkräfte gebe. „Wir brauchen Profis für ein Datenbank-Management“, macht Angela Behrens deutlich, „hier sind Mitarbeiter nötig, die komplexe Aufgaben erfüllen können.“

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Bad Oldesloe

Oper im KuB: So komisch ist „Die schöne Helena“

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Bad Oldesloe – Bei der Generalprobe müssen sich auch die Darsteller und Mitglieder des Musikensembles zusammenreißen, um nicht laut loszulachen: Mit der Oper „Die schöne Helena“ bringt die Musikhochschule Lübeck ein urkomisches Stück auf die Bühne ins Oldesloer KuB.

Schüler der Musikhochschule Lübeck zeigen im KuB “Die schöne Helena”

Im alten Griechenland geht es drunter und drüber. Der Prinz von Troja will Helena, die schönste Frau der Welt, zur Frau nehmen. Die Liebes-Göttin Venus hat sie ihm als Belohnung für eine Gefälligkeit versprochen – freilich ohne das vorher mit der verheirateten Helena abzusprechen. So beschwert sie sich bei Kalchas, dem trojanischen Seher und Überbringer der zunächst betrüblichen Nachricht, bei einer Flasche Uzo. Schließlich ergibt sich Helena ihrem Schicksal – denn so schlecht sieht Prinz Paris, der zunächst in Hirtenkostüm und in Begleitung seiner buckelnden Mutter in Erscheinung tritt, dann auch nicht aus.

Regisseur Dominik Wilgenbus, der das Stück nach dem französischen Original von Jacques Offenbach geschrieben hat, ist eine kurzweilige Umsetzung der Parodie auf die griechischen Mythen gelungen. Lachen ist hier ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Schon im Offenbach’schen Original sind die sonst so heroischen Vorbilder der großen Oper brillant überzeichnet. Die großen Helden der Mythologie werden fast ausschließlich als dümmliche Idioten dargestellt. Eine Oper wie ein Monty Python-Film.

„Unterhaltung wird allzu oft mit Anspruchslosigkeit in Verbindung gebracht aber das, was wir hier machen, ist keineswegs leicht und seicht“, sagt der freischaffende Musiktheater- und Schauspielregisseur. Das ist eine der ersten Lektionen, die er seinen Schülern beibringt.

Seine Schüler, das sind 14 Gesangssolistinnen und -solisten der Musikhochschule Lübeck. Alle werden bei den drei Aufführungen in Bad Oldesloe zu sehen sein.

„Das Stück beinhaltet für das gesamte Ensemble Gesang, Dialog und Choreographie in enger Abfolge“, sagt Wilgenbus. Daran lasse sich das darstellerische Handwerk vielfältig trainieren.

Denn Komik lässt sich lernen, wie der Regisseur sagt – und das Spiel im KuB belegt: „Rhythmus, Tempo und das Setzen der richtigen Pausen ist für glaubhafte Komik sehr wichtig. Das müssen meine Schüler lernen.“

Dominik Wilgenbus arbeitet daher mit möglichst wenig Ablenkung und verzichtet auf ein opulentes Bühnenbild, die Kostüme wirken improvisiert, der Parodie aber durchaus angemessen. Auf nahezu leerer Bühne lässt der Regisseur die Studierenden durch ihr vokales und körperliches Spiel alle für die Handlung erforderlichen Räume und Stimmungen gemeinsam erschaffen. Wie das bei Satire so ist, geht es dabei nicht nur um den kurzen Lacher. Mit scharfem Witz entlarvt Wilgenbus und seine Opern-Truppe die Doppelbödigkeit sexueller und politischer Macht in einer Welt der Schieflage. Eine Kritik, die wohl auch 3000 Jahre nach Troja nichts von ihrer Relevanz verloren hat.

„Sonst steht die griechische Mythologie eher auf einem hohen Podest, die schöne Helena entzaubert das alles. Es ist eine Hallodri-Geschichte“, sagt KuB-Managerin Inken Kautter. Sie freue sich sehr darüber, dass die Musikhochschule diese Oper gewählt habe: „Es ist ein populäres Stück, kurzweilig und eingängig für das Publikum.“

Das Stück dauert zweieinhalb Stunden, die Aufführung ist Teil der Kooperation zwischen Kultur- und Bildungszentrum und der Musikhochschule. In der Reihe „Junges Musiktheater“ stellen Studierende aus Lübeck regelmäßig Opern-Produktionen und Musiktheater in unterschiedlichen Besetzungen vor.

Die Schöne Helena, Premiere am Freitag, 21. Februar, 20 Uhr im KuB (Beer-Yaacov-Weg 1). Weitere Aufführungen: Sonnabend, 22.2., 20 Uhr, und Sonntag, 23.2., 17 Uhr. Eintritt: 20,50 Euro (Abendkasse) und 18,50 Euro im Vorverkauf. Tickets unter www.kub-badoldesloe.de und in der KuB-Stadtinfo.

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Kultur

Gong-Konzert in der Kirche in Eichede

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Eichede – Die Klänge wie aus einer anderen Welt – überirdisch und dennoch so berührend. Die Klänge eines Gongs sind anders – und erfüllen bei einem besonderen Konzert die Kirche in Eichede.

Gongmeister Peter Heeren. Foto: HJWeiss – Brelingen

Sie erfüllen nicht nur den Raum, in dem der Gong gespielt wird. Sie erfüllen die Menschen, die ihnen lauschen, denn Gongvibrationen im Besonderen lassen uns den Klang nicht nur hören, sondern auch taktil wahrnehmen. Der Klang ist auf der Hautoberfläche zu spüren, wir hören sozusagen auch mit den Poren. Der Gong kann als einziges Instrument das gesamte Frequenzspektrum entfalten und damit eine ebenso große Fülle an Obertönen. Als Idiophon (Selbstklinger) hat er einen sehr langen Nachhall. Seine Resonanzen überlagern sich in wechselnden Klanggebilden und Klangräumen laufend neu. Klang wird so als Form und Raumgebilde fühl- und spürbar. Er gestaltet sich über die Klangfarbe wie ein skulpturales Material – es ist formbar. In den Gongkompositionen von Lisa Bazelaire entfalten und verbinden sich die reichen klanglichen Facetten des Gongs zu Übergeordnetem.

Peter Heeren beschäftigt sich seit 2000 mit Gongs und ihren Klangwirkungen. Für ihn war die Begegnung mit Gongs in einem Oratorium von Elgar ein Schlüsselerlebnis. Er hat Kirchenmusik, Konzertreife und Komposition in Lübeck und Hamburg studiert und ist mehrfacher Preisträger für sein Orgelspiel und seine Kompositionen. Das im Kompositionsstudium erworbene Wissen um Struktur und Dramaturgie macht er sich bei der Interpretation der Werke zunutze und vermittelt es unmittelbar an das Publikum. Von seinen Kompositionen ragt das Ballett „Der Kredit“ für Tonband hervor, das auf der EXPO 2000 mehrere Male im Christus-Pavillon mit Giora Feidmann aufgeführt worden ist. Er ist Kirchenmusiker der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Marne.

Peter Heeren hat Gongkonzerte im In- und Ausland, darunter in vielen Kirchen, gespielt. Die meisten seiner 20 Gongs sind von dem renommierten Gongbauer Rolf Nitsch in höchster Qualität handgearbeitet worden. Zudem besitzt er Gongs von der Firma Paiste, Olli Hess und von Broder Oetken. Von Gongbauer Martin Bläse erklingt ein Gong aus Titan.

Eintritt, Vorverkauf 10 Euro, Abendkasse 12 Euro. Tickets im Kirchenbüro Eichede, Kirchenstrasse 10, Tel. 045346-11

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