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Bad Oldesloe

Anschlag auf Asylbewerberheim: "Keine Hinweise auf fremdenfeindlichen Hintergrund"

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Finn Fischer

Rauchbombenanschlag auf Asylbewerberheim: Der Grabauer Bürgermeister Hans-Joachim Wendt im Interview.Hans-Joachim Wendt

Wer warf Rauchbomben in das Grabauer Asylbewerberheim – und warum? Mit dieser Frage beschäftigen sich derzeit die Behörden. Auf einen möglicherweise fremdenfeindlichen Hintergrund weist nach Behördenangaben derzeit nichts hin.

“Man sollte keine voreiligen Schlüsse ziehen”, mahnte Landrat Klaus Plöger am Sonnabend auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, bei der unter anderem der Grabauer Bürgermeister Hans-Joachim Wendt und Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler, Feuerwehr und Polizeiführung anwesend waren. Mehrfach betonte man, dass es keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gäbe.

Das Grabauer Asylbewerberheim liegt weit entfernt vom Dorfkern, ist nur mit zeitlichem Aufwand zu erreichen. Dass die Rauchbombe zufällig die Unterkunft traf, scheint zumindest fragwürdig.

Die Nachbarn und der Grabauer Bürgermeister Hans-Joachim Wendt hoffen, dass es sich um keinen explizit fremdenfeindlichen Anschlag handelt. So etwas sei in der Gemeinde, die sich sehr um die Asylbewerber bemüht, sehr schwer vorstellbar. Das Verhältnis zu den Bewohnern der Asylunterkunft sei gut.

Wer oder warum am Freitagabend gegen 22.30 Uhr eine Rauchbombe in den Hausflur der Unterkunft geworfen wurde, ist bislang jedoch unklar. Sie soll nicht aus militärischen Beständen stammen. Bei dem Anschlag wurden zwei Asylbewerber verletzt und mussten ambulant behandelt und kurzzeitig in ein Hamburger Krankenhaus eingeliefert werden, das sie aufgrund ihres Aufenthaltsstatus nach der Behandlung umgehend wieder verlassen mussten. Fünf Bewohner mussten vorübergehend in einem Hotel untergebracht werden.

“Die Flüchtlinge haben uns versichert, dass sie sich in Grabau gut und sicher aufgehoben fühlen”, sagte Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler auf der Pressekonferenz. Sie hatte gemeinsam mit Polizei und Feuerwehr zuvor das Heim besucht und mit den Bewohnern gesprochen.

Gegenüber den Lübecker Nachrichten (Sonntags Ausgabe) verurteilt SPD-Chef Ralf Stegner die Tat aufs Schärfste. So müsse von staatlicher Seite her alles getan werden, um die Schuldigen zu finden. Bei der Pegida-Bewegung sieht Stegner eine Mitschuld. “Wer Stimmung gegen Flüchtlinge macht und damit ein Klima der Intoleranz schafft, trägt dazu bei, dass so etwas passiert.”

Niclas Dürbrook, Kreisvorsitzender der Jusos Stormarn: “Wir müssen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung nach Schleswig-Holstein fliehen, Sicherheit garantieren. Asylbewerberheime müssen ein geschützter Ort sein. Es ist unerträglich, wenn sie zum Ziel von Attacken werden.”

Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt und hat auf sachdienliche Hinweise eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

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Bad Oldesloe

DRK Stormarn ruft auf: Schutzmasken nähen gegen den Lieferengpass!

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Bad Oldesloe – Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken werden derzeit in großen Mengen in Kliniken, Corona-Testzentren und in Arztpraxen benötigt. Leider kommt es für Pflegeeinrichtungen vielerorts zu Lieferengpässen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Stormarn fragt deshalb: Wer näht ehrenamtlich Mund-Nasen Masken?

Das DRK Stormarn benötigt für die Pflegenden in seinen vier Pflegediensten und einem Pflegeheim dringend entsprechende Masken.

Sie sollen in den DRK Pflegeeinrichtungen in Großhansdorf, Trittau, Glinde, Bargteheide, Reinfeld und Bad Oldesloe ausgegeben werden.

Eventuelle Überbestände wird das DRK Stormarn an andere Einrichtungen weitergeben.

Auch wenn selbstgenähte Mund-Nasen Maske nicht dem Standard der zertifizierten Masken entspricht, ist er dennoch sehr sinnvoll, denn die Menge an infektiösen Tröpfchen, die durch Sprechen oder Husten durch die Luft geschleudert werden, kann so zumindest reduziert werden.

Die Mund-Nasen Maske wird primär zum Schutz der Pflegebedürftigen getragen. Selbst genähter Mund-Nasen Masken sind zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine gute.

Abgabestellen unter www.drk-stormarn.de.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Aus dem Tauschhaus wird in Coronazeiten ein “Gabenhaus”

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Das Tauschhaus in Bad Oldesloe wird übergangsweise zum “Gabenhaus”. Foto: SL

Bad Oldesloe Obdachlose und besonders finanziell Bedürftige haben es in Coronazeiten auch noch schwerer als sonst. In den leeren Städten werden die Spenden knapper. Begegnungen fallen durch die Kontaktbeschränkungen spärlicher aus.

In der Facebookgruppe “Oldesloe hilft sich” kam daher die Idee auf eine Art Gabenzaun einzurichten, wie es ihn bereits in anderen Städten gibt. Dort können Menschen abgepackte Pakete für Obdachlos oder besonders finanziell Bedürftige anhängen, die sich diese “Gaben” dann abholen.

In der Diskussion kam dann die Idee auf, dass man doch dafür das kleine “Tauschhaus” in der Mühlenstraße nutzen könnte, das die Oldesloerin Karin Hoffmann einst initiiert und aktuell auch betreut hatte.

Das Haus selbst schenkte sie der Stadt, die Pflege übernahm sie immer noch. Hoffmann erklärte sich bereit, das Haus für Gaben zur Verfügung zu stellen, wenn sich ein Team fände, dass es pflegt.

Dieses besteht nun aktuell aus Sophie Sommerfeld und Florian Kautter, die sich bereiterklärt haben, ein Auge darauf zu haben, dass das alles funktioniert. In der Gruppe haben sich bereits weitere Helfende gemeldet.

Ab heute Abend, 28. März, soll das “Gabenhaus” geöffnet sein. Foto: SL

Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden. Abgelegt werden dürfen abgepackt Lebensmittel die nicht in der Küche zubereitet werden müssen, Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Dinge, die Obdachlosen und Menschen in Not helfen können.

Die Gegenstände sollen in Tüten verpackt werden, an diesen soll ein Zettel befestigt sein, der den Inhalt beschreibt. Das Haus dient explizit nicht, um dort jetzt Dinge abzulegen, die man nicht mehr braucht. Es fungiert aktuell auch nicht als Tauschhaus.

“Es geht darum Notstände zu lindern, nicht seinen Müll aus dem Haushalt loszuwerden”, betont Sommerfeld.

Das “Gabenhaus” wird am Sonnabendabend, 28. März, soweit hergestellt sein, dass das Einstellen von “Gaben” möglich ist. Es soll dann täglich kontrolliert werden.

Die Organisatoren hoffen auf die Mitbürger und haben Vertrauen, dass nur wirklich Bedürftige sich dann auch Gaben entnehmen werden. Dieses Vertrauen sei natürlich wichtig, damit das Projekt funktioniere.

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Bad Oldesloe

Schutzausrüstung wird knapp: Stormarn ruft Unternehmen zu Spenden auf

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Bad Oldesloe – Weil durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie auch hier bald die Schutzausrüstungen knapp werden könnten, bittet der Kreis Stormarn Unternehmen aus der Region um Hilfe.

Symbolfoto: Soni´s/Shutterstock

Die Stormarner Krankenhäuser bereiten sich zurzeit auf die Versorgung vieler Covid-19-Kranker vor.

“Die nötige Schutzausstattung ist derzeit überall ein Engpass, die Bundesländer, der Bund und die EU bemühen sich intensiv, Schutzausrüstung in ausreichendem Umfang zu besorgen und bereitzustellen. Auch der Kreis Stormarn kauft verfügbare Ausrüstungen”, schreibt der Kreis Stormarn in dem Aufruf an örtliche Unternehmen.

Um dem Engpass an Schutzkleidung entgegenzuwirken, wird darum gebeten, dass Stormarner Unternehmen, die über Schutzkleidung verfügen – aber nicht zum Gesundheitswesen zählen – und diese dem Kreis zur Verfügung stellen können, sich zur Unterstützung an den Kreis Stormarn zu wenden.

Unternehmen, die ihre Hilfe anbieten können, wenden sich bitte per Mail an: s4-versorgung@kreis-stormarn.de .

Benötigt werden OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz), FFP2/FFP3-Masken, Overalls, Schutzhandschuhe, Schutzbrillen sowie Schutzkittel.

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