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Leserbeitrag zum “Mühlenplatz-Weihnachtsmarkt”: “Beschaulich und gemütlich”

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Der Bad Oldesloer Weihnachtsmarkt ist klein und das ist auch gut so, findet Stormarnlive.de-Leser René Pott.

Ich bin gebürtiger Oldesloer und obwohl ich bereits seit über 20 Jahren nicht mehr da wohne, fühle ich mich dennoch mit “meiner” Heimatstadt verbunden und bin stets erfreut, wenn ich meine Mutter in Oldesloe besuche – wenngleich sich die Innenstadt in den letzten Jahren sehr verändert hat und ich mich schon öfter über die zunehmende Trostlosigkeit in der Innenstadt erschrocken habe. Was waren das noch für Zeiten, wo man beispielsweise beim jährlichen (!) Stadtfest vor lauter Publikum kaum vom Marktplatz zur Hude kam?

Ich finde schon, dass auch das kleine Oldesloe einen Weihnachtsmarkt verdient hat! An dieser Stelle Dank und Respekt an die Organisatoren! Gerade weil es nicht so kommerziell und überlaufen groß ist, mag ich das beschauliche und gemütliche Beisammensein auf der Hude oder am Mühlrad viel lieber – aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache… Leider schaffe ich es nicht jedes Jahr, dabei zu sein, um meine Heimatstadt als “zahlender Gast” zu unterstützen.

Sicherlich liegt Oldesloe als Standort zwischen Hamburg und Lübeck gerade für solche Veranstaltungen strategisch ungünstig, aber ich wenn ich lese, dass sich gerade die Oldesloer beschweren, dass in der Stadt nichts (mehr) los sei, frage ich mich, warum denn gerade die Oldesloer Bürger nicht zusammenhalten und sich für solche Veranstaltungen ehrenamtlich mehr einbringen? Warum muss sowas immer von der GOK ausgehen, um hinterher wieder schlecht geredet zu werden?

Ich finde es dennoch schade, dass der Weihnachtsmarkt nur vier Tage lang statt findet und bereits am 21.12. wieder endet. Hier würde ich mir wünschen, dass er zukünftig evtl. später beginnt und bis zum 24.12. geht.

Dieses Jahr bin ich leider nicht dabei. Ich wünsche den Organisatoren aber vier schöne, weihnachtliche Tage und einen angemessenen Umsatz! Lasst euch nicht unterkriegen! 😉

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Corona hält unserer Gesellschaft den Spiegel vor

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Alle sehnen sich nach dem Ende von Corona und den Einschränkungen, die wir zur Eindämmung der Pandemie hinnehmen müssen. Aber was dann? Ein “Weiter so” kann es nach Corona nicht geben, schreibt der Oldesloer Hardy Fürstenau in einem Leserbrief, den wir an dieser Stelle veröffentlichen.

Foto: Stormarnlive.de

Geschüttelt  durch die globale Corona-Pandemie, getrieben durch verschiedenste Interessengruppen aus Wirtschaft, Partei und Gesellschaft, taumeln die politischen Entscheider seit Monaten von einer Maßnahme zur nächsten, um der bedrohlichen Situation Herr zu werden.

Und jeder gebotenen Einschränkung von gewohnten Freiheiten, jedem neuen Regelwerk zu Hygiene und Verhalten folgt reflexmäßig ein Aufschrei des Protestes aus irgendeiner Ecke der Gesellschaft. Dabei sollten diejenigen, die permanent und laut ihr Recht nach persönlicher Freiheit und so genannter Normalität einfordern, bedenken, dass ihr Rufen und Handeln die Freiheit der Gemeinschaft und das Allgemeinwohl bedrohen.
Statt kurzatmig-hektischer Entscheidungen, die immer unübersichtlicher und schwerer nachvollziehbar sind, wünschte ich mir ein einfaches, klares Regelwerk, das auch konsequent kontrolliert wird.

Bei aller konträren Diskussion sollte nicht das gemeinsame Ziel und das global Wohl aus den Augen verloren werden. Corona hält uns einen Spiegel vor, was in der Vergangenheit falsch gelaufen ist und was jetzt hinterfragt werden muss, um uns nachhaltig vor den neuen Herausforderungen zu schützen. Das bisherige Schubladen-Denken mit der Unterteilung in „Umwelt“, „Wirtschaft“, „Soziales“, „Gesundheit“, etc. muss endlich ein Ende haben, da wir auf unserem Planeten in einem geschlossenen System leben, wo alles miteinander verzahnt ist. Nur so lassen sich die aktuellen und akuten nationalen und globalen Probleme lösen. Statt populistischer, nationalistischer oder gar rassistisch-motivierter Bestrebungen brauchen wir konkrete, nachhaltige Lösungen, die sich am Fortbestand der Umwelt und damit der gesamten Menschheit orientiert.

So hat die „Fridays For Future“-Bewegung deutlich gemacht, dass die Politiker sich nicht mehr länger hinter Worten verstecken können sondern dass sie endlich handeln müssen. Das war der erste Schritt, sozusagen der Weckruf, in Richtung auf eine überregionale Sichtweise, um das begrenzte System Erde vor einer grenzenlosen Ausbeutung und Zerstörung zu bewahren. Aber jetzt, wo die Entscheider wach sind, müssen konkrete Taten folgen – auch beim „Weckdienst“. Nur be- und anklagen reicht nicht.
Die drastische Reduzierung von Artenvielfalt und Lebensräumen infolge fortschreitender Expansion von Wirtschaft und Wirtschaftsräumen nach dem Motto „nur Wachstum sichert Wohlstand“ lassen Viren immer häufiger vom Tier auf den Menschen überspringen, da wir dem Tier immer näher auf den Pelz rücken. Siehe HIV/Aids und Covid19/Corona. In Zeiten von Globalisierung mit Massentourismus und Hochgeschwindigkeits-Handel wird aus einem lokalen Ereignis eine weltweite Bedrohung mit existenziellen Auswirkungen auf Mensch und Wirtschaft.

Ein erster Ausweg aus den Corona-Einschränkungen scheint die digitale Welt mit „Social Media“, „Home Schooling“, „Home Office“, „E-Commerce“ etc. zu sein. Aber neben der Sozialkontakt-Problematik , sollte man auch bedenken, dass jede Internet- und Handy-/Smartphone-Aktivität Energie verbraucht, dass jeder Online-Kauf/-Versand zusätzlichen Verpackungsmüll und CO2-Ausstoß verursacht. Die Logistik-Branche, Netzwerk-/Plattform-Betreiber und der Online-Handel sind jetzt schon die Corona-Gewinner.

Ein Zurück zur Normalität nach Überwinden von Corona darf nur zu einer Normalität 2.0 werden, verbunden mit der Frage, ob wir uns in Zukunft wirklich noch alles leisten wollen, was die derzeitige Generation sich noch leisten kann. Weiter auf der nächsten Seite.

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National

“Infodemie”: Ärzte warnen weltweit vor gefährlichen “Fake News” in sozialen Medien

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Arzt bei der Arbeit Symbolfoto: Bannafarsai_Stock

Berlin – In einem offenen Brief haben sich weltweit zahlreiche Ärzte, Krankenschwestern und Medizinforscher vor den Folgen von medizinischen “Falschbehauptungen” in den sozialen Netzwerken gewarnt. Diese seien eine reale, gesundheitliche Gefahr. Nicht nur Donald Trump kommt nämlich auf wahnwitzige Behandlungsideen, sondern auch andere Menschen, die ganz bewusst die Angst und Verunsicherung ausnutzen wollen.

Hier der offene Brief im Wortlaut:

Als Ärztinnen und Ärzte, Krankenpfleger/innen und Gesundheitsexpert/innen aus der ganzen Welt müssen wir jetzt Alarm schlagen. Es ist unsere Aufgabe, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen. Wir haben es in diesem Moment allerdings nicht nur mit der COVID-19-Pandemie zu tun, sondern auch mit einer weltweiten “Infodemie”, bei der durch Fehlinformationen, die sich in den sozialen Medien viral verbreiten, auf der ganzen Welt Menschenleben gefährdet werden.

Berichte, in denen behauptet wird, dass Kokain ein Heilmittel sei oder dass COVID-19 von China oder den USA als biologische Waffe entwickelt wurde, haben sich schneller verbreitet als das Virus selbst. Technologieunternehmen versuchen zu reagieren, indem sie bestimmte Inhalte, wenn sie gemeldet werden, löschen und es der Weltgesundheitsorganisation gleichzeitig erlauben, kostenlose Anzeigen zu schalten.

Diese Anstrengungen sind aber bei weitem nicht genug.

Die Flutwelle an falschen und irreführenden Inhalten über das Coronavirus ist kein isolierter Ausbruch von Desinformation, sondern Teil eines globalen Problems. Auf Facebook haben wir Behauptungen beobachtet, dass Chlordioxid Menschen hilft, die an Autismus und Krebs leiden, dass Millionen von Amerikanern durch die Polio-Spritze ein „Krebsvirus“ verabreicht wurde oder dass ADHS von den großen Pharmakonzernen erfunden wurde usw.

Diese Lügen sind von Bedeutung, weil sie falsche Heilmittel anpreisen oder die Menschen von Impfungen und wirkungsvollen Behandlungen abbringen wollen. Und sie haben eine große Reichweite — ein Beitrag auf Facebook, laut dem Ingwer 10.000-mal effektiver bei der Krebsbekämpfung sein soll als eine Chemotherapie, wurde fast 30.000-mal geliked, geteilt und kommentiert.

Deswegen rufen wir heute die Technologieunternehmen dazu auf, sofort und systematisch aktiv zu werden, um die Flut an medizinischen Fehlinformationen sowie die dadurch ausgelöste Gesundheitskrise zu stoppen. 

Durch unsere Arbeit in Krankenhäusern, Kliniken und Gesundheitsämtern auf der ganzen Welt kennen wir uns nur zu gut mit den tatsächlichen Auswirkungen dieser Infodemie aus. Wir sind diejenigen, die Kleinkinder mit Masern stationär behandeln – eine vollkommen vermeidbare Krankheit, die in Ländern wie den USA bereits als ausgerottet galt, jetzt aber vor allem dank Impfgegner-Propaganda wieder auflebt.

Als Angehörige der Gesundheitsberufe müssen wir uns nicht nur um die Folgen kümmern, sondern werden oft auch noch dafür verantwortlich gemacht. Fehlinformationen verschlechtern so die Moral eines ohnehin schon unter großem Druck stehenden Berufsstandes, während die finanziellen Kosten der Behandlung ohnehin übermäßig beanspruchte Budgets noch mehr belasten.

Die Diagnose sieht finster aus, was kann also getan werden?

Die sozialen Medien müssen mit zwei offensichtlichen und dringenden Schritten vorangehen.

Zunächst einmal müssen sie Richtigstellungen zu den Gesundheits-Fehlinformationen veröffentlichen. Das bedeutet, dass jede einzelne Person, die auf ihren Plattformen mit Gesundheits-Fehlinformationen in Berührung gekommen ist, gewarnt und benachrichtigt wird, und dass eine gut konzipierte und unabhängig überprüfte Korrektur angezeigt wird — etwas, das nachweislich dabei helfen kann, dass Benutzer nicht an gefährliche Lügen glauben. Während Plattformen wie Facebook bereits dazu übergegangen sind, auf Fakten geprüfte Fehlinformationen zu kennzeichnen, geht dieses Verfahren nicht weit genug, da Millionen von Menschen einen Beitrag sehen können, bevor er auf Fakten geprüft und gekennzeichnet wurde. Deshalb fordern wir Facebook dringend auf, ALLE Nutzer, die solchen Inhalten zum Opfer gefallen sind, zu warnen. Das bedeutet, einen Schritt weiterzugehen als die bloße Kennzeichnung, nämlich indem den Nutzern rückwirkend Richtigstellungen mitgeteilt werden.

Zweitens müssen die Plattformen ihre Algorithmen entgiften, die bestimmen, was den Benutzern angezeigt wird. Das bedeutet, dass gefährliche Lügen sowie diejenigen Seiten und Gruppen, die sie verbreiten, in den Benutzer-Feeds herab- und nicht heraufgestuft werden. Schädliche Fehlinformationen sowie Seiten und Kanäle, die “Wiederholungstätern” gehören, die diese Informationen verbreiten, sollten ebenfalls aus den inhaltsempfehlenden Algorithmen herausgenommen werden. Die Algorithmen konzentrieren sich derzeit mehr darauf, die Benutzer online zu halten, als ihre Gesundheit zu schützen. Und das führt zu einer Beeinträchtigung des gesellschaftlichen Wohlbefindens.

Technologieunternehmen, die sowohl die Verbreitung von Ideen erleichtern, als auch davon profitiert haben, befinden sich in einer unvergleichlichen Machtposition und sind dafür verantwortlich, der tödlichen Verbreitung von Fehlinformationen entgegenzuwirken, um zu verhindern, dass soziale Medien unsere Gesellschaft kränker machen. Um Leben zu retten und das Vertrauen in die wissenschaftlich fundierte Gesundheitsversorgung wiederherzustellen, müssen die Tech-Giganten aufhören, die Lügen, Verdrehungen und Fantasien, die uns alle bedrohen, weiter anzufachen.

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Berlin

Berlin: Angriff auf ZDF-Team – wenn Aufgehetzte den Restverstand verlieren

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Abstoßende Dummheit in Form von Pöbel-Parolen in Bad Oldesloe Foto: SL

Berlin – Das kommt also irgendwann dabei raus, wenn man das pauschale “Lügenpresse” Geschreie und die andauernde Hetze gegen Satire zu lange als “Meinung” zulässt.

Wie wir alle seit längerer Zeit merken, nimmt die Dummheit und die Bereitschaft zur Gewalt der Mitmenschen in diese Gesellschaft offenbar weiter zu. So manche sind nicht in der Lage sich mit der Realität auseinanderzusetzen und greifen dann irgendwann lieber zur Gewalt.

“Kritische” halten sich für aufgeklärt, weil sie irgendwelche Blogs und Verschwörungstheoretiker gelesen haben und “Demonstranten”, die für ihre Meinungsfreiheit auf die Straße gehen – und die ja durchaus ein Recht darauf haben – greifen immer häufiger Kollegen der Medien an. Das ist nicht hinzunehmen. Die Meinungsfreiheit der Demonstranten steht dabei nicht über der Pressefreiheit der Medien über diese Demonstrationen zu berichten.

Auch wir haben uns schon auf Veranstaltungen angiften lassen müssen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Gewaltspirale sich immer weiter fortsetzt. Wie sich in Berlin nun heute wieder zeigte, folgen auf Worte irgendwann Taten. Das “Lügenpresse”-Geschreie ist ein Angriff auf die Pressefreiheit, das im Endeffekt die Demokratie gefährdet. Wer ein Kamerateam angreift, greift die Demokratie an.

In Berlin ist ein Fernsehteam des ZDF bei Dreharbeiten für die Satiresendung "heute-show" von Unbekannten angegriffen worden. Fünf Teammitglieder wurden dabei verletzt.

Gepostet von ZDF heute am Freitag, 1. Mai 2020

In Berlin waren es im Endeffekt 15 asoziale Aufgehetzte, die ihren Restverstand offenbar verloren haben und auf ein 7-köpfiges Kamerateam der Kollegen der “Heut-Show” losgingen. Mehrer Mitarbeiter des Senders wurden verletzt.

Das ist in keiner Weise entschuldbar oder hinnehmbar. Diese Verrohung der Gesellschaft ist bedenklich. Es ist total egal mit welcher politischen Ausrede oder sonstige Motivation und Rechtfertigung von sonstwo diese menschlichen Totalausfälle um die Ecke kommen werden. Sie sind ein gesellschaftliches Problem. Sie sind ein nicht mehr hinnehmbares demokratisches Problem.

Auch wir werden keinerlei pauschalen Verunglimpfungen und Pöbelein im Stil von “das ist eh alles gelogen” oder “Lügenpresse” mehr akzeptieren. Wer das für seine “Meinung” hält, mag das irgendwo ausleben. Wir werden diese Dummheit nicht länger dulden, weil man die Einfältigkeit auf Dauer nicht mehr erträgt und wir keine Plattform dafür bieten werden.

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